Full text : 11.1933-1934 (0011)

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wausslllllh Saar⸗Sänger⸗-Bund lililtnu
Alle Tiefen und Höhen, alle Größen und Fehler des deut—
ichen Volkstums lernt man kennen an trefflich geschilderten
Charakteren der Ritter, Bauern, Bürger der Hanse, Frauen
und des großen Baumeisters der Marienburg. Wer sich
vertiefen will in das, was wir völkische Kultur nennen,
wer ein Ahnen dafür hat, daß unser Wiederaufbau vor
allem ein sittlicher, geistiger und seelischer sein muß, und
daß andererseits unsere Zukunft im Osten auch den West—
deuütschen angeht, der lese dieses Buch, das uns schildert,
wie die Besten unseres Volkes, ja der ganzen damals noch
zusammenhaltenden Rasse zu einer Zeit staatlichen Nieder—
zangs auch aus dem Westen zu dem hochgemut denkenden
ind hart kämpfenden Ritterorden zogen, um dort für
Thristi Kirche gegen die Heiden zu streiten .. .“ So schrieb
Braf von der Goltz, der Befreier Finnlands und Führer der
Baltikumtruppen, als die „Burg im Osten“ 1925 erschien.
Wieviel mehr noch als damals sagt uns dies Werk heute,
da die Ostsfragen so viel brennender geworden sind! Jeder,
der die Reife erlangt hat, sollte es lesen. Die Möglichkeit
dazu ist jetzt da. Dieses Werk, an dem sich viele Tausende
chon begeisterten und das einen Höhepunkt in Wilhelm
dotzdes Schaffen bildet, ist jetzt in einer Volksausgabe
zerausgekommen, die an Güte der Ausstattung und Bil—
igkeit nichts zu wünschen läßt.
„Irmela“. Eine Geschichte aus alter Zeit von Heinrich
Steinhausen. 263 Seiten. Volksausgabe. Leinen 2,85 Me.
Verlag J. F. Steinkopf, Stuttgart. — Ein Volksbuch kön—
nen wir in Volksausgabe anzeigen: „Irmela“ von Hein—
rich Steinhausen, jenes Buch, das vor 50 Jahren die
Besten der Zeit, ein Ludwig Richter, ein Moltke, der
Wagnersche Kreis in Bayreuth verehrten und das heute
avch nichts von seinem Reiz und seinem innern Werte
eingebüßt hat. Ja vielleicht kann es heute mehr geben
wie je. Mit wohltuender Frische berührt uns darin, wie
in den Bildern Wilhelms Steinhausens ein Hauch der
Reinheit und Gesinnungslauterkeit. Die schweren Fragen
der Gegenwart werden uns aus dem Gesicht gerückt, wir
vernehmen aus längst entschwundener Zeit den Pulsschlag
des Menschenherzens, das immer gleich bleibt. Da einigen
sich Gegnsätze oder werden vergessen. Was eine friedliche
Rast unter schattiger Linde am frischen Quell für Wan—
derer bedeutet, deren Wege auseinandergehen, gibt dies
Buch von deutscher Art. Schlicht und innig sind seine
beiden Hauptgestalten Diether und Irmela, rein und fein
ist ihre Liebesgeschichte. Wir erleben Diethers Heranwach—
sen im schönen Kloster Maulbronn und sehen Irmela in
ihrem Burggärtchen. Ueber Liebe und Leid geht der beiden
Weg zum Gottesfrieden.

uuuh, Nr. 8

keit, Segelflug, Tierphotographie, neue römische Ausgra,
bungen üsw. — Am Söchluß gibt eine systematische Ueber.
sicht der 1570 Beilagen, gegliedert in 36 Wissensgebiete,
nochmals einen imponierenden Eindruck von dem gewal—
tigen Werk und ein brauchbares Hilfsmittel für den Be—
nuͤtzer. So ergänzen sich Tabelle, Karte, Bild und Wort
zu einem einheitlichen Ganzen, zu einem allumfassenden
Weltbuch, das Schule, Universität und Bibliothek im eigenen
Bücherschrank vereint.
Ur und die Sintflut, Sieben Jahre Ausgrabungen in
Chaldäa, der Heimat Abrahams, von C. Leonhard Wooley,
mit 92 Abbilduͤngen, einer Karte und einem Plan von Ur
Leipzig, Verlag F. A. Brockhaus, Preis 5,850 Mk., ge⸗
bunden 7,20 Mk. — „Ueber die tatsächliche Arbeit unserer
Expedition, ihren Betrieb und ihre Ergebnisse hat bisher
niemand in zusammenhängender Form berichtet. Diese
Lücke habe ich auszufüllen versucht“, schreibt der Verfasser
im Vorwort. Die Ausgrabungen haben eine vollständige
Umwälzung unserer Kenntnis von den Anfängen mensch—
licher Kultkur gebracht. Schon etwa 3500 v. CEhr. bestand
in Ur eine alte Kultur, der selbst die Griechen sehr viel
verdanken. Das macht die Ausgrabungen in den tiefsten
Schichten von Ur so außerordentlich interessant. Die meisten
Aufschlüsse gaben die Königsgräber mit ihren märchenhaft
reichen Fundstücken und dem Grauen, das in ihnen wohnt
Den Königen und Königinnen folgte ihr ganzer Hofstaat
ins Grab. In einem dieser Todesschächte wurden nicht
weniger als 74 Leichen gefunden. Als Nebenfrucht er—
brachten die Grabungen den Beweis, daß die Sintflut ein
historisches Ereignis ist. Woolleys dramatische Erzählung
der Entdeckungen wird von 92 wundervollen Bildern auf
Kunstdrucktafeln und einem Plane Urs begleitet. Das vom
Verlag sorgsamst ausgestattete Werk eröffnet weite Per—
spektiven in bedeutsame Kulturzusammenhänge und wird
deshalb bei allen Gebildeten stärkstem Interesse begegnen.
Es wird bewußt, wie stark die Anregungen sind, die aus
grauer Vorzeit auf unser Kunstgestalten ausgegangen sind.
Das fesselnd geschriebene Buch des bekannten Forschers und
BGelehrten eignet sich als Geschenkwerk bestens auch für die
reifere Jugend.
Wilhelm Kotzde, Die Burg im Osten. Das Schicksal einer
Ritterschaft. 666 Seiten. Volksgusgabe in Leinen gebun—
den 3,75 RM. Verlag J. F. Steinkopf in Stuttgart. —
„Im Osten kag und liegt unsere Zukunft. Alle Kultur im
Osten ist deutsch, auch die in Polen, Litauen und Balti—
kum. Wer in dieser Hinsicht für die Gegenwart lernen
will, lese Wilhelm Kotzdes großen geschichtlichen Roman
„Die Burg im Osten“, der auf gründlicher Kenntnis der
Geschichte, der Gebräuche und Lebensanschauungen unseren
Altvorderen aufgebaut, tief empfunden und mit spannen—
der Dramatik und ergreifender Tragik durchgeführt ist.
Er behandelt die große Zeit des Ordens von 1380 bis
zum Niederbruch nach der ersten Tannenbergschlacht und
schildert die gewaltigen Taten eines jugendkräftigen, reinen
und gläubigen Geschlechtes im Kampfe mit den ihnen an
Hinterlist und Verschlagenheit überlegenen Slaven, einer
unerschlossenen, fast undurchdringlichen Wildnis und Na—
turkräften, die alle in ihrer Art immer wieder zerstören,
was ein zähes, unverzagendes Geschlecht eben gebaut haäatte

Geschüstliches.
Bereit sein ist alles! Jawohl, wenn Gäste kommen, darf
man sich nicht blamieren. Schnelle Entschlüsse sind zu
fassen und praktische Hausfrauen denken sosort an einen
Detker-Kuchen. Goldbraun leuchtend, knusperig und herr—
lich duftend steht schon nach Kurzer Zeit der Kuchen — es
darf auch eine Oetker-Torte sein — einladend auf dem
estlich gedeckten Tisch und der freudige Ausruf „Jetzt
nen sie kommen“ klingt siegessicher den Erwartungen
2tgegen.

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 zeigen — Jängeioacsie umersliitzen

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