Full text : 11.1933-1934 (0011)

Nr. 8 I“

slh Saar-⸗Säuger-Bund““

usppp Seite 197

wieder umgesetzt wird zum Nutzen des Ganzen, denn mir
der Halbheit muß nun ernstlich gebrochen werden. Auch
der mitwirkenden Sängerschar dankte Dr. Bongard recht
herzlich. Kehren wir wieder, so führte Dr. Bongard weiter
aus, zurück zur Einfachheit, zur Selbständigkeit und zur
Wahrheit, denn Kunst ist Wahrheit. Ihm dankte spon—
taner Beifall der Anwesenden für seine herzerfrischen—
den Worte; ist doch die Anwesenheit unseres Bundesvor—
sitzenden Dr. Bongard allein schon ein Ereignis für unsere
Sänger vom Lande, ihren Bundesführer in ihrer Mitte zu
haben, was ihnen leider wegen der Größe des Bundes—
gebietes nicht oft vergönnt ist. Anschließend erstatteten der
Gauvorsitzende und der Gauchormeister Bericht über die
Sitzung des erweiterten Bundesvorstandes und des Musik—
ausschüsses. Es ist zu erwähnen: das auf den 2. 9. 1934
festgefetzte III. Bundesfest in Saarbrücken. Gauchormeister
Maher erläuterte die vorläufige Aufstellung der Festfolge
bei welcher der Gau Sulzbachtal auch mit einem Sonder—
konzert beteiligt ist. Die Auswahl der Sänger, welche die
Zahl 250 nicht übersteigen darf, obliegt dem Gauchormeister
Mayer. ·Am 11. 11. ds. Is. findet in Saarbrücken unter
Prof. W. Rein, Frankfurt, ein Dirigententag statt, bei dem
die Beteiligung der Dirigenten aller Gauvereine Pflich
ist. Die Reugliederung des Bundesgebietes ist bis auf
geringe Grenzberichtigungen durchgeführt und tritt am
j. 12. ds. Is in Kräft. Danach kommen zum Gau Sulzbachtal
 noch 3 Vereine des Gaues Fischhachtal und,5
Vereine des Ortes Spiesen, so daß dann das Gaugebiet
Sulzbachtal 17 Orte mit 22 Vereinen und insgesamt 3262
Mitgliedern umfaßt; nicht eingerechnet sind die 5 neu an—
gemeldeten Vereine mit zirka 580 Mitgliedern. Für das
Wertungssingen der Gruppe III unserer Gauvereine, welches
in der Festhalle in Sulzbach stattfindet, mußte eine Ver—
schiebung des Termins ins Auge gefaßt werden, da Zu
dieser Zeit der Gauchormeister Maher nicht anwesend ist.
Wegen eines neuen Termins soll mit dem Gau Homburg
perhandelt werden. Die Saalordnung wird dem M.G. V.
Concordia Sulzbach, in dessen Vereinslokal das Singen
stattfindet, übertragen. Beginn 5 Uhr nachmittags. Ein—
tritt für alle aktisen Sänger 1. Fr. und inaktive 2 Fr
Allen nicht an dem Wertunagssingen beteiligten Sanges—
brüdern wird der Besuch des Singens empfohlen. Nachdem
Dr. Bongard über die neuen Vorschriften über Neugaufnahme
von Vereinen aufgeklärt hatte, wurde den Aufnahme—
anträgen nachgenannter Gesangvereine ohne Widerspruch
zugestimmt: 1. Quartettverein von 1923 Elversberg,
2. M.G. B. von 1864 Sulzbach. 3. M.G.V. Liederkranz
Herrensohr, 4. M.G.B. von 1864 Elversberg. Mit einem
dreifachen „Heil“ auf unser deutsches Lied., unser liebes
deutsches Vaterland und seine bewährten Führer, in welches
alle begeistert einstimmten, schloß der Gauvorsitzende Baus
nach Worien herzlichen Dankes für die treue Mitarbeit die
Tagung. 3 IJ
GKGan 56. Innhert.

»em Symbol deutscher Treue und Kraft, zu dessen Führern
insere Saarländer in aller Einmütigkeit erneut die Hand
‚zum Treuschwur erhoben, mit dem sehnlichsten Wunsche,
recht bald heimkehren zu können zu unserem lieben deut—
chen Vaterlande. Es war keine künstlich aufgezogene Ver—
anstaltung, sondern tiefer Ernst und starker Willensaus—
)ruck unseres Saarvolks, mit den Brüdern im Reich bald
ür immer vereint zu sein.“ Sodann berichtete Dr. Bongard
iber die letzte Bundesvorstandssitzung und gab über alle
vichtigen Fragen unferer Bundessache Aufschluß. Ueber
Wertungssingen in Brebach und Rundfunksingen sprach
Bauchormeister Hans und gab der Hoffnung Ausdruck, daß
der Gau das Singen in Brebach gut bestehen möge und
erner der Bundesleitung gelänge, den Bayerischen Rund—
unk bei seinem nächsten Besuch in die Saarpfalz nach
Zt. Ingbert zu verpflichten, damit endlich die schon längst
zjemeldeten und vorbereiteten Vereine vor dem Mikrophon
ingen können. Gauschriftführer Marquardt erläuterte den
etzten Punkt der Tagesordnung: Errichtung einer Reise—
parkasse zum Besuche des 12. Deutschen Sängerbundes—
estes in Breslau und bewies die Notwendigkeit einer solchen
Finrichtung, um viele Sangesbrüder dorthin entsenden zu
önnen. Es wurde eine kleine Kommission gebildet. die
Zangesbrüder Herrmann (Josefstal St. Ingbert), Schwarz
Lyra Rohrbach) und Uhl (M.G.V. Lautzkirchen), welche die
Zedingungen der Kasse auszuarbeiten und dieselbe zu über—
vachen hat. M.G. V. Josefstal sang zu Beginn der Tagung
unter Chorleiter Schneider zwei schön vorgetragene Lieder
ind beschloß dieselbe mit „Deutschland, heilger Name“ von
Baußnern. Am folgenden Dienstag fand in St. Ingbert
eine Dirigententagung statt, die leider immer noch nicht
oon allen Chorleitern besucht war. Bundeschormeister Beck
Jab das vollständige Programm für das nächste Bundesfest
hekannt. Der Gau St. Ingbert ist auch an einem Sonder—
onzert beteiligt und singt die Gruvpe Lothringer Volks—
ieder von Walter Rein. Die Verteilung der Lieder fällt
dem Gauchormeister zu. Die Knabenchöre „Weckruf“ und
Deutscher Morgen“, sowie das „Schwurlied“ von Rein
ind Pflichtchöre für alle Bundesvereine. Zum Schlusse
prach Gauchormeister Hans über „Literaturnachweis von
neuen Männerchören“. Auch diese Tagung nahm einen
regen Verlauf. Es beginnt die Winterarbeit für die Kon—
zerte, sowie das Bundesfest. die wir gerne mit neuem
Mut und frischer Kraft aufnehmen wollen! W. H.

M.G.V. Josefstal St. Ingbert stellte in einem gutbe—
suchten Konzert seine fleißige und erfolgreiche chorische
Arbeit unter Chormeister Jakob Schneider unter Beweis.
Wir greifen aus der wertvollen Vortragsfolge heraus:
Marienbildnis von Kämpf, Die heilige Flamme von Rein,
Indante cantabile von Leib, Regiment sein Straßen zieht
zon Lang und das Jütländische Tanzlied von Lendvai.
Fine erfreuliche künstlerische Note erhielt das Konzert durch
Kammerquartett Julius Becker, Elversberg, das mit Sätzen
von Beethoven und Haydn aufwartete.

Der gutbesuchte Gautag des Gaues St. Ingbert in
St. Ingbert hatte seine besondere Noate durch die Anwesen—
heit unferes allverehrten Bundesvorsitzenden Dr. Bongard.
Gauvorstand Schunk gab eingangs einen Rückhlick auf die
Niederwaldkundgebung und schilderte in treffenden Wyrten
das große Erlebnis. „Es war ein Dranq zum deutschen
Strom“, sagte er u. a., „und zu der Mutter Germania

—2*

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