Nr. 8 isn
I Saar⸗Sänger⸗Vund
Ill Seite 188
Anus
dem
unde.r.
Mitteilungen.
Einladung zum Dirigententag
am 2. Dezember 1933, nachm. 3 Uhr, im Sängerheim
Stadtpark Ludwigsberg, Saarbrücken 2.
Tagesordnung:
Hinweise für die praktische Arbeit zur Vorbereitung
des Bundesfestes.
Bundesvorsitzender: Dr. Bongard.
Bundeschormeister: Musikdirektor M. Beck.
Einführung in die neue Chorliteratur mit praktischen
Beispielen.
Professor Walter Rein, Frankfurt, und ein Chor
(zusammengestellt aus Chorleitern).
3. Verschiedenes.
Der diesjährige Dirigententag steht unter dem Zeichen
der erstmaligen Teilnahme der Chormeister aus den neuen
Gebieten unseres Bundes. Dies allein müßte einen voll—
ständig lückenlosen Besuch zur Folge haben. Es kommt aber
noch hinzu, daß Professor We Rein eine Einführung in
die neue Chorliteratur gibt, die von einem kleinen Chor
durch praktische Beispiele erläutert wird, Wer die außer—⸗
ordentlich reiche Keuntnis der gesamten Chorliteratur und
die pädägogischen Fähigkeiten Walter Reins kennt, der
wird schon jetzt überzeugt sein, daß diese Tagung jedem
Teilnehmer wertvollste Anregungen geben und der gesam—
len muͤsikalischen Arbeit unseres Bundes zu neuem Auf—
trieb verhelfen wird. Schließlich werden auch die prak—
tischen Hinweise des Bundeschormeisters für' die musika—
lischen Vorarbeiten zum Bundesfest für jeden Chormeister
bedeutungsvoll sein und ihm Richtlinien geben, wie die
verantwortungsvolle Aufgabe des einzelnen in die Gesamt—
arbeit des Bundes eingegliedert werden kann. Ein ver—
antwortungsbewußter Dirigent wird also dieser Tagung
nicht fern bleiben, sondern durch die Teilnahme seine solidas
rische Mitarbeit an der großen kulturellen Aufgabe unseres
Bundes beweisen.
Mit deutschem Sangesgruß
Bongard, Beck,
Bundesvorsitzender. Bundeschormeister.
Zur Beachtung! Nach Eröffnung, eines Postscheckkontos
in Köln werden die Gaus und Vereinsschatzmeister gebeten,
ihre Einzahlungen an den Rheinischen Sängerbund „Nahe
Mosel-Saar“ wie folgt vorzunehmen:
Die Gaue und Vereine aus den Gebieten Nahe und
Mofel wollen ihre Einzahlungen auf das Postscheckkonto des
Saar⸗Sänger-Bundes, Saarbrücken 2, in Köln Nr. 64538,
die Gaue und Vereine aus dem Saargebiet auf das Post⸗
scheckkkontd Saar⸗Sänger-Bund, Saarbrücken 2, in Saar—
brücken Nr. 1785, vornehmen.
Antrieb zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen.
Die Selbständigkeit der Verbände wird hierdurch in keiner
Weise berührt. Dagegen ist durch den Zusammenschluß
rreicht, daß nunmehr den Mitgliedern dieser Verbände
die Theaterkarten zu dem niedrigsten Preise abgegeben
verden können, der überhaupt möglich ist. Denn keine ab—
seits stehende Theaterbesucher-Organisation weist eine so
große Zahl von Mitgliedern auf, wie die in der Arbeits—
zemeinschaft vereinigten Verbände. Alle Arbeit wird ehren—
amtlich geleistet. Der Vorteil, der sich hieraus ergibt,
kommt den Mitgliedern zugute.
So werbekräftig und angenehm dieser materielle Vor—
teil bei der heutigen Notlage auch ist — notwendiger und
wirksamer erscheint uns die kulturelle Förderung unserer
Mitglieder. Wir haben uns deshalb zum Ziel gesetzt, unsern
Theaterfreunden außer den wertvollsten Stücken des neuen
Spielplanes eine Reihe von Veranstaltungen mit bedeut—
amen Vorträgen über unsere arteigene, christlich deutsche
sultur und ihre Forderungen zu bieten. In Lied, Musik
und Tanzvorführungen, zu denen wir befähigte Kräfte ge—
vonnen haben, soll unsere Theatergemeinde Anrogung,
Freude und Erhebung schöpfen. Zu dieser Gemeinde rechnen
wir alle deutschbewußten Volksgenossen in Stadt und Land
ohne Unterschied des Standes.
Wer sich dagegen nicht oder nur unter Vorbehalt zu
ziner christlich deutschen Theaterkultur bekennen will, der
mag sich, in Uebereinstimmung mit den Gesinnungsgenossen
Max Brauns, irgend einem freien Bühnenbunde anschließen.
Die Anmeldungen erfolgen nach wie vor bei den ein—
zelnen Verbänden und zwar für den Bühnenvolksbund auf
der Geschäftsstelle, Nauwieserstr. 1, für die Deutschen An—
gestelltenverbände auf den Geschäftsstellen, St. Johanner—
straße 49 (Gewerkschaftshaus), für den Eisenbahnerverein
in der bisherigen Weise, für den Verband deutscher Rund—
funkteilnehmer an der Saar bei Heck, Kaiserstr. 17. Unsere
erste kulturelle Veranstaltung findet anfangs Oktober als
Werbeabend statt.
Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft:
Dr. Fr. Oblasser.
.
Süngerehrungen.
Gau Bisttal: Sangeslust Differten: Nikolaus Richner,
Lebensalter 53 Jahre, aktiv 25 Jahre; Peter Henry,
Lebensalter 44 Jahre, aktiv 25 Jahre; Peter Bohnen—
berger, Lebensalter 44 Jahre, aktiv 25 Jahre; Johann
Tasch, Lebensalter 45 Jahre, aktiv 25 Jahre; Matthias
Steinhauer, Lebensalter 52 Jahre, aktiv 25 Jahre.
Gau Brebach: M.G.V. Hanweiler: Anton Greff, Le—
bensalter 55 Jahre, aktiv 40 Jahre; August Borne—
wasser, Lebensalter 56 Jahre, aktiv 25 Jahre.
u Merzig: Fabrikgesangverein Merzig: Aug. Gleser,
Lebensalter 58 Jahre, aktiv 25 Jahre; Johann For,
Lebensalter 47 Jahre, aktiv 25 Jahre; Peter Kreuzer,
Ldebensalter 42 Jahre, aktiv 25 Jahre; Joh. Kewer—
kopf, Lebensalter 41 Jahre, aktiv 25 Jahre; Johann
Adam, Lebensalter 41 Jahre, aktiv 25 Jahr.
GauNeunkirchen: G.V. Germania Neunkirchen: Fritz
Weinrank, Lebensalter 44 Jahre, aktiv 25 Jahre;
Thristian Gebhardt, Lebensalter 65 Jahre, aktiv 40
Jahre; Ludwig Feuchtner, Lebensalter 58 Jahre, aktiv
40 Jahre.
Gau Saarbrücken: Saarbrücker Liederkranz e. V.:
Eduard Jenal, Lebensalter 53 Jahre, aktiv 25 Jahre;
Karl Simon, Lebensalter 50 Jahre, aktiv 25 Jahre;
Heinrich Schreiner, Lebensalter 49. Jahre, aktiv 25
dahre; Peter Stöhr, Lebensalter 53 Jahre, aktiv 25
Jahre; Wilhelm Lehmann, Lebensalter 500 Jahre, aktiv
25 Jahre; Peter Mertes, Lebensalter 48 Jahre, aktiv
25 Jahre; Oskar Hartmann. Lebensalter 44 Jahre,
aktiv 25 Jahre.
Cesang⸗Verein der Straßenbahner Saarbrücken: Jakob
Heyd, Lebensalter 63 Jahre, aktiv 25 Jahre; Anton
Sachs, Lebensalter 51 Jahre, aktiv 25 Jahre.
Sängerkreiss-⸗Eintracht Saarbrücken 5: Jakob Maurer.
Zebensalter 49 Jahre, afltiov 25 Jahre.
Tonsetzergebühren: Die Vereine, die ihre Tonsetzerge—
bühren für das 2. Halbjahr 19833 noch nicht entrichtet
haben, wollen ihrem Kassierer Anweisung geben, die Gelder
bereitzuhalten, da dieselben Aufang November durch Nach—
nahme éingezogen werden müssen.
Bundesbeiträge: Die Gauschatzmeister werden höflichst an
die Abführung' der restlichen Bundesbeiträge 1933 er—
innert. Von einigen Gauen, die noch sehr stark im Rück
stande sind, werden Abschlagszahlungen dankend entgegen
genommen.
Zeitungsgebühren: Die Gau— und Vereinsvorstände sind
herzlich gebeten, immer wieder darauf hinzuweisen, daß die
Zeilungsgebühren vierteljährlich entrichtet werden. Einzelne
Vereine sind immer noch mit den Gebühren für das ganze
Jahr 1933 im Rückstande. Es erxwachsen dadurch nicht nur
dem Bundesvorstand finanzielle Schwierigleiten sondern die
betreffenden Vereine kommen selbst am Jahresschluß in die
allergrößte Verlegenheit, die angewachsenen hohen Beträge
auf einmal leisten zu müssen.
An alle deutschbewußten Theaterfreunde in Saarbrücken
und Umgebung!
Die nachbezeichneten Verbände von Theaterbesuchern der
Stadt Saarbrücken haben sich, um der Zersplitterung und
gegenseiligen Konkurrenz ein Ende zu machen, aus freiem