Full text : 11.1933-1934 (0011)

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Monatitsschrift
Ueber 3Z00 Vereine mit über 30000 Mitgliedern. Herausgegeben im AHuftrage des Bundes 2
von Stadischulrat Dr. h.e. Haus Bongard und Nektor Walther Stein. Saarbrücken
Druch und BVerlag der Buch⸗ uund KRunftoöruckerei Sebr. Hofer A. S. Saarbrüchken 3
VBölkliugen und Teinzig. Bezugspreis Fr. 5.— vierteljährlich. Einzelnummer kAr. 2.—
ANovember 1033 13. Jahrgang )⸗

sulturmission.

Am 30. Januar 1933 wurde die National-—
DBsozialistische Parteiꝰ) mit der politischen
Führung des Reiches betraut. Ende März war die
nationalsozialistische Revolution äußerlich abgeschlossen
Abgeschlossen, insoweit es die restlose Uebernahme der
politischen Macht betrifft. Allein nur der, dem das
Wesen dieses gewaltigen Ringens innerlich unverständ—
sich blieb, kann glauben, daß damit der Kampf der
Weltanschauungen seine Beendigung gefunden hat. Dies
väre dann der Fall, wenn die nationalsozialistische
Bewegung nichts anderes wollte als die sonstigen
landesüblächen Parteien. Diese pflegen allerdings am
Tage der Uebernahme der politischen Führung den
genit ihres Wollens und damit auch ihrer Existenz
erreicht zu haben. Weltanschauungen aber sehen in der
Erreichung der politischen Macht nur die Voraussetzung
für den Beginn der Erfüllung ihrer eigentlichen Mis—
fion. Schon im Wort „Weltanschauung“ liegt die
eierliche Proklamation des Entschlusses, allen Hand—
ungen eine bestimmte Ausgangsauffassung und damit
ichtbare Tendenz zugrunde zu legen. Eine solche Auf—
assung kann richtig oder falsch sein. Sie ist der Aus—
gangspunkt für die Stellungnahme zu allen Erschei—
nungen und Vorgängen des Lebens und damit ein
zindendes und verpflichtendes Gesetz für jedes Wirken.
Je mehr sich nun eine solche Auffassung mit den natür—
ichen Gesetzen des organischen Lebens deckt, um so
aützicher wird ihre bewußte Anwendung für das Leben
eines Volkes sein. Daher trägt auch das unverdorbene
primitive Volk die natürlichste Weltanschauung in
seinem Instinkt. So wie der natürliche, gesunde und
unverbildete Mensch als Einzelwesen die seinem Sein
zuträglichste Einstellung zu den ihn bewegenden und
angehenden »Fragen hat, aus dem innersten als voll—
ommen natürliche Reaktion unbewußt schöpft, so wird
auch das gesunde Volk die den Bedürf—
nissen seines eigenen klaren Wesens ent—
sprechendste Stellungnahme zu allen Le—
bensforderungen, die ihm bewußt wer—
den, einfach aus dem ihm angeborenen
Selbsterhaltungstrieb instinktsicher fin—
den. Die Gleichheit der Lebewesen einer bestimmten
Art erspart damit förmlich die Aufstellung bindender
Regeln und verpflichtender Gesetze. Erst die physische
Vermengung innerlich verschiedenartiger Einzelwesen
verwirrt die Stellungnahme und führt zum Zwang,
9) Ansprache des Reichskanzlers auf der großen Kultur—
kundaebung am 1. Septiember 1933 in Nürnberg.

den sonst zersplitterten verschiedenartigen Reaktionen
eines solchen Volkes auf die Einwirkungen und An—
forderungen des Lebens, durch Gesetz und Regel einen
einheitlichen Ausdruck zu ermöglichen.
Alle geschichtlich feststellbaren Weltanschauungen sind
nur verständlich in ihrer Verbindung mit den Lebends—
zwecken und der Lebensauffassung bestimmter Rassen.
Es ist daher sehr schwer, zu der Richtigkeit oder Un—
richtigkeit solcher Auffassungen Stellung zu nehmen,
venn man nicht ihre Auswirkung den Menschen gegen—
über prüft, auf die man sie angewendet wissen will
oder nicht. Denn was einem Volke natürlichste, weil
ihm angeborene und damit zukommende Lebensäuße—
rung ist, bedeutet für ein anderes wesensfremdes Volk
unter Umständen nicht nur eine schwere Bedrohung,
fondern sogar das Ende.
Auf keinen Fall aber kann ein Volk, das sich aus
derschiedenen Rassenkernen zusammensetzt, sein Leben
in den wichtigsten Belangen auf die Dauer von zwei
oder drei Auffassungen zu gleicher Zeit bestimmen
lassen und nach ihnen aufbauen. Dies führt zwangs—
äufig früher oder später zur Auflösung einer solchen
vidernatürlichen Vereinigung. Soll dies daher ver—
mieden werden, dann ist entscheidend, welcher rassische
Bestandteil sich durch sein Wesen weltanschaulich durch—
zusetzen vermag. Das bestimmt dann aber die Linie, in
der die Entwicklung eines solchen Volkes weiterhin
verläuft. Jede Rasse handelt in der Behaup—
tung ihres Daseins aus den Kräften und
Werten heraus, die ihr natürlich gegeben
sänd.“
Nur der heroisch geeignete Mensch denkt und handelt
heroisch. Die Vorsehung hat ihm die Voraussetzung
hierzu gegeben. Dte von der Natur aus schon rein
sachlich, also z. B. physisch unheroischen Wesen tragen
auch in der Führung ihres Lebenskampfes nur un—
hervische Züge an sich. So sehr es aber möglich ist,
daß z. B. die unheroischen Elemente einer Volksgemein⸗—
schaft in diese Richtung des Unheroischen die an sich
heroisch Veranlagten hineinerziehen und damit ihres
innersten Wesens entäußern, so sehr kann auch das be—
tont Heroische anderwertige Elemente zielbewußt seiner
Tendenz unterordnen.
Der Nationalsozialismus ist eine Weltanschauung.
Indem er die ihrer innersten Veranlagung nach zu
dieser Weltanschauung gehörenden Menschen erfaßt und
in eine organische Gemeinschaft bringt, wird
er zur Partei derjenigen, die eigentlich ihrem Wesen,
            
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