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uulpphhl Saar⸗Saänger-BundlIls.
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dem Wunsche Ausdruck, daß die Vereinigung zustande—
kommen möge. Nach längerer Aussprache kam man einstim—
mig dahin überein, eine Sängervereinigung ins Leben zu
rufen. In einer demnächst stattfindenden Versammlung soll
endgültig Beschluß gefaäßt und die Gründung vollzogen
werden.
fens Vergangenheit in 4 Bildern. (In Staufen ist Dr. Faust
zgestorben, nach der Sage soll ihn hier der Teufel geholt
zaben.) Der Verfasser H. Ays hatte es eigens den Elvers—
hergern gewidmet. Das letzte Bild endete mit dem Treu—
zelöbnis zum Vaterland, dem Deutschlandlied und Ueber—
reichung des Ehrentrunks an uns Sänger. Im zweiten
Teil des Programms wechselten Volkslieder und heitere
Chöre beider Vereine, zur Erheiterung trugen die Vor—
räge des Staufener Lautensänger-Künstlers Hugo Franlk
»ei. Von seiten des Liederkranz Elversberg gab unser
Tenor-⸗Solist H. Liedke sein Bestes. Am nächsten Vormittag
olgte ein Konzert in Badenweiler, wo wir namens der
durverwaltung, Gemeinde und M.G. V. Badenweiler herz
ich begrüßt wurden. M.G. V. Badenweiler sang den Badi—
chen Sängergruß, den wir mit unserm Saar-Sänger-Spruch
erwiderten. Anschließend fand die Besichtigung der alten
Römerbäder, des Kürparks und der Schloßruine statt. In
dem Kurkonzert traten wir zweimal mit 4 Liedern auf. Der
Beifall war außerordentlich, so daß Zugaben gegeben wer—
den mußten. Dem Dirigenten Jul. Mayer wurden meh—
rere Blumengebinde und Dankesschreiben überreicht. Winr
Zänger aber waren stolz, einen guten Eindruck hinter—
assen und den Saar-Sänger-Bund würdig vertreten zu
zjaben. Nach dem Konzert war gemeinschaftliches Mittag—
essen in Oberweiler. Von hier aus begann unsere Schwarz
waldfahrt über Schönau, Todhnau, am Felsberg vorbei
nach dem Titisee, durch die Rawenngschlucht am Hirsch
sprung vorbei über Freiburg zurück nach Staufen. Hier hat
ten die Sangesbrüder wieder für Ueberraschungen gesorgt.
Das Staufener Schloß war feenhaft beleuchtet, auf dem
Stadtsee war ein Mandolinenkonzert mit italienischem Gon—
delbetrieb, die Gartenanlagen der Saalburg waren mit
Lampions beleuchtet. Die Staufener Stadtkapelle und Lieder—
vorträge der beiden Vereine halfen die Fäeststunde ver—
schönern. Montags schlug die Abschiedsstunde. Wir sangen
„Wie könnt' ich Dein vergessen“ und „Muß i' denn“. Vor—
sitzender Wagner dankte nochmals für freundlichen Empfang
und herzliche Aufnahme und gab der Hoffnung Ausdruch,
daß uns die Staufener Sangesbrüder nächstes Jahr mit
ihrem Gegenbesuch beehren möchten. Präsident Schnorr
dankte wiederum für den Besuch, freute sich, uns als Sänger
von ganzem Herzen kennengelernt zu haben und versprach,
uns einen Gegenbesuch abzustatten. Unsern Sängern fiel
der Abschied sehr schwer. Ein Beweis des guten Einver—
nehmens, das zwischen den beiden Vereinen geherrscht
hatte. Dafür, daß in Staufen alles so vortrefflich für uns
Saarsänger bereitet und alles so wohl organisiert war, ge—
hührt Herrn Bankdirektor Schnorr unser herzlichster Dank!
leberall spürten unsere Sänger seine treusorgende Hand,
uind daß soviel Freude und Begeisterung ausgelöst wurde,
st seinem liebevollen Wesen zuzuüschreiben. Wohl dem Stau—
ener Liederkranz, der einen solchen Führer sein eigen
rennt! Von Staufen ging die Fahrt nach Freiburg, von
einer Abordnung der „Concordia“ Freiburg herzlich be—
grüßzt. Nach der Besichtigung einiger Freiburger Sehens—
vürdigkeiten stellten wir uns vor dem Rathause zu einer
Kundgebung auf. Unsere vaterländischen Chöre beantwortete
der Bürgermeister mit herzlichen Willkommengrüßen. Seine
Rede endete in der Mahnung, wie bisher unserm Vater—
land treu zu bleiben. Dr. Trittelvitz dankte und erwiderte
in einer kernigen Rede. Präsident und Vorsitzender er—
hielten von der Stadt Freiburg je einen Band „Freiburg
uind der Breisgau“ und „Alt-Heidelberg“, der Verein ein
Bild in Rahmen „Das Freiburger Münfster“ zum Geschenk
dierauf wurden unsere Sänger von der Stadt Freiburg zu
einer Fahrt mit der Schauinsland-Bahn eingeladen. Oben
angelangt, erwartete uns ein gut gedeckter Mittagtisch. Ge—
gen 2 Uhr begann die Abfaäahrt ins Tal und die Rückkehr
rach Freiburg. Es waren herrliche Stunden, die wir im
schönen Badener Oberland verleben durften, Stunden, die
unsern Sängern unvergeßlich bleiben werden. Habt Dank.
Ihr lieben Badener Sangesbrüder! J. W.
Gau St. Ingbert.
M.G.V. Lyra St. Jugbert kann auf eine inhalt- und
erlebnisreiche Sängerfahrt zurückblicken. Sie führte ihn
aach Lahr in Baden, das zu festlichem Empfang der Saar—
änger in prächtigem Fahnenschmuck prangie. Beim Ein—
treffen intonierte die Stadtkapelle einen packenden Marsch,
M.G.V. Liederkranz Lahr entbot den Deutschen-, M.G.V.
Lyra St. Ingbert den Saarsängerspruch, dann gab dee
M.G. B. „Liederkranz“ Elvrersberg unternahm mit über
100 Sängern unter Führung seines Präsidenten Dr. Tritteb
witß eine Sängerreise nach Staufen, Badenweiler und Frei—
burg. Der Besuch in Staufen galt dem M.G. B. „Lieder—
kranz“. Die Reise wurde ermöglicht durch eine hochherzige
Stiftung eines Vereinsangehörigen. Als Abschiedslieder er—
klangen „Vaterland“ und „Muß i' denn“, Nach einigen
Worten des Vorsitzenden, der auf die Bedeutung der Fahrt
hinwies und dem Geldgeber den Dank aussprach, wurde in
zwei Autobussen der Saarbrücker Straßenbahn die Fahrt
angetreten. Das erste Reiseziel war Straßburg, wo das
Münster besichtigt wurde. Nach Ueberschreiten der Brücke
grüßten wir Rhein und Vaterland mit unsern Liedern.
Bei der Einfahrt abends in Staufen grüßten uns festlich
geschmückte Straßen. Auf dem Marktplatz hatten sich Vor—
stand und Sänger des Liederkranz und viele Bürger ein—
gefunden, die mit heller Begeisterung uns Saarsänger will—
kommen hießen. Nach der Vegrüßung erhielten wir unsere
Quartierkarten, auf denen die Veranstaltungen aufgedruckt
MGwW. Liederkranz Elversberg in Staufen i. Br
waren. Hier merkten wir sofort, mit wieviel Liebe und
Sorgfalt man bemüht war, uns den Aufenthalt so ange—
nehm wie möglich zu machen. Zwei weiß gekleidete Mädchen
steckten uns eine gelbe und rote Nelke ins Kñnopfloch, jeder
Sänger bekam die Staufener Zeitung, deren erste Seite
ganz ausgefüllt war mit herzlichem Willkommen. Ein Ge—
dicht von dem Staufener Dichter H. Ays über den Berg—
mann in der Beilage erfreute uns sehr. Jeder Sänger er—
hielt einen „Führer durch den Amtsbezirk Staufen“. Im
Saalbau fand ein gemeinsames Abendessen statt. Von hier
aus ging es in den Kreuz-Saal zum „Deutschen Heimat—
abend“. Großartiges boten uns hier wieder die Staufener
Sangesbrüder. Liederkranz Staufen eröffnete den Abend
mit dem Deutschen Sängergruß und „Flamme empor“ von
Trunk. Hierauf hielt der Vorsitzende des Liederkranz, Bank—
direktor Schnorr, eine ergreifende Begrüßungsansprache
Erwartungsvoll sah man unserm Auftreten entgegen. Wir
sangen zuerst „Gebet“ von Lendvai und „Mahnung“ von
Heinrichs. Die Staufener Zeitung schrieb über unser Singen:
Der „Liederkranz“ Elversberg verfügt über ein vorzügliches
Stimmaterial, ist der Stärke nach harmonisch ausgeglichen
und steht unter sehr guter Leitung. Die Vortragsweise ist
getragen von tiefer Innerlichkeit. Einzelne Choöre riefen
eine ganz besondere Weihestimmung hervor.“ Hierauf er—
griff der Präsident des Liederkranz Elversberg, Dr. Trittelvitz
das Wort, dankte vor allen Dingen für die überaus
herzliche Aufnahme und gab einen Ueberblick über die
Verhältnisse im Saargebiet. Seine Rede war wie gewohnt
mit feinem Humor durchwürzt und endete in einem drei—
fachen Sieg-Heil auf das deutsche Vaterland, Reichspräsi—
dent von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler. Von
den Darbietungen des Abends war ohne Zweifel die Glanz—
leistung: „Von den Tagen Dr. Faust's bis heute“, Stau—