Full text : 11.1933-1934 (0011)

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Baurat a. D. Süß, noch die Ehrung von Sängerveteranen,
die 25 Jahre treu zur Sängerfahne gestanden haben, in
würdiger und erhebender Form vor. Es waren dies die
Sänger Bauer-Rieb und Jung-Weber vom Männergesang—
verein Veldenz 1872. Den Schluß der Tagung verschönerten
die beiden Bernkasteler Vereine mit dem gemeinsamen Chor:
„Richte dich auf, Germania“. Mit einem Wort des Dankes
an die Sänger und die versammelten Vertreter der Vereine
schloß der Versammlungsleiter die Tagung mit einem herz—
lichen „Glück auf“ dem neu gegründeten Gau Bernkastel.
Gau Trier Lanodͤ.
In einer von den Abgeordneten von 37 dem Sänger—
bund der Trierer Lande angeschlossenen 59 Vereinen be
suchten außerordentlichen Hauptversammlung wurde die
Frage des Anschlusses des Bundes an den Mosel-Saar
Nahe-Sängerbund behandelt. In ausführlichem Vortrage be
richtete der Vorsitzende des Bundes, Schulrat Dr. Bongard
ühber die durch die Gestaltung des neuen Deutschland not—
wendig gewordene Umstellung des Gesangvereinswesens,
über die Einrichtungen und Vorteile für die Sänger im
großen Verbande und fand damit die volle Zustimmung
der Abgeordneten. Nachdem auch von dem Vorsitzenden des
Sängerbundes der Trierer Lande, Konz, Trier, namens
des Vorstandes der Anschluß warm empfohlen war, wurde
dieser einmütig beschlossen. Die Tagung, die mit einem Hoch
auf das deutsche Vaterland schloß, wurde umrahmt durch
die Liederspenden des M.G.V. „Konkordia“ Trier, Kürenz.

Allil Saar⸗Sänger⸗Bund
Bauvorsitzenden wurde der bisherige Vorsitzende des Kreis—
Sängerbundes Saarburg, Bürgermeister Schu, Beurig, ge—
wählt. Dieser bestimmte zu seinem Stellvertreter Laux, Ta—
wern, zum Gauschriftführer Thiel, Irsch, zum stellvertre—
tenden Schriftführer Weber, Beurig, zum Schatzmeister We
ber, Saarburg, und zu dessen Stellvertreter Zetzchen, Saar
burg. Als Schlichtungsobnann wurde Schmitz, Perl, be—
stimmt. Die Bestimmung des Gauchormeisters wurde noch
vorläufig zurückgestellt. Nach einem Schlußchor der Ver—
einigten Gesangvereine von Beurig und Irsch schloß der
neue Gauvorsitzende Schu, Beurig, mit einem dreisachen
„Sieg-Heil“ die Versammlung.
Gau Prüm.
Der Rheinische Sängerbund „Nahe-Mosel-Saar“ hatte
alle Gesangvereine und Kirchenchöre des Kreises Prüm zu
einer Tagung im Hotel Gebauer eingeladen, um die ge
tamte Sängerschaft zur einmütigen Mitarbeit im Sinne des
nationalen Staates zusammenzuschließen. Der 2. Vor—
tzende des M.G.V. Prüm, Dr. Steinheuer, eröffnete die
Tagung, begrüßte die Sängerinnen und Sänger, ferner
dandrat, Bürgermeister, den Kreisleiter und Ortsgruppen—
eiter der NEDAP., den Schulrat, die anwesenden Ver—
treter des Gesangvereins St. Vith, sowie die Referenten
der Tagung. Der M.G. V. Prüm begrüßte die Anwesenden
mit dem Deutschen Sängergruß. Unter Leitung des Diri—
zenten, Lehrer Frisch, brachte der Männerchor und der
Bemischte Chor je ein Lied zum Vortrage. Nach dem Ein—
ritt in die Tagesordnung gab der Vorsitzende des Gaues
Trier, A. Süß, eingehenden Aufschluß über den Zweck der
Zusammenkunft und stellte sodann die Anwesenheitsliste
est. Diese zeigte leider das traurige Ergebnis, daß von 37
»ingeladenen Vereinen nur 14 vertreten waren. Ueber die
Aufgaben des Rheinischen Sängerbundes hielt der Bundes—
hormeister Beck ein längeres Referat. Bundesgeschäfts—
ührer Rauchholz behandelte in seinen eingehenden Aus—
ührungen die Gau- und Bundesarbeiten, sowie die Rechte
ind Pflichten der Bundesmitglieder. Nachdem der Kreis—
eiter der NEDAP., Pg. Dr. Müller, kurz auf die Be—
deutung des Zusammenschlusses der Gesangvereine hinge
piesen hatte, schritt man zur Gründung des Gaues Prüm.
Von den 14 vertretenen Vereinen meldeten 9 sofort ihren
Beitritt, während 5 ihre Erklärung nach Rücksprache mit
den Mitgliedern abgeben. In der Wahl des Gauvorstandes
vurde zum 1. Vorsitzenden vorgeschlagen und gewählt Kauf—
nann Theo Kathol, Prüm, der weitere Vorstand besteht
aus: 2. Vorsitzender Dr. Steinheuer, 1. Schriftführer Peter
Wilky, Prüm, 2. Schriftführer Lehrer Wendel, Weinsfeld,
1. Kassierer Michael Fuchs, Warweiler, 2. Kassierer Gast—
virt Ternich, Pronsfeld, 1. Chorleiter Lehrer Frisch, Prüm,
2. Chorléiter Gaspar, Waxweiler, 1. Schlichter Wallerius,
Schönecken. Der Vorsitzende des Gaues Trier richtete herz—
liche Dankesworte an die Versammelten und schloß mit
ꝛinem „Hoch“ auf unsern Reichspräsidenten und unser
Deutsches Vaterland. Anschließend wurde von allen das
Deutschlandlied und das Horfst-Wessel-Lied gesungen. Der
Bundesgeschäftsführer Rauchholz verlas nun die Vorschrif—
ten für die Aufnahme in den Sängerbund. Sodann lud er
die Sangesbrüder zu dem im kommenden Jahre in Saar—
drücken stattfindenden Deutschen Sängertag ein. Nachdem
Bauvorsitzender Süß einige Schlußworte an alle gerichtet
hatte, fand die Tagung mit einigen Liedervorträgen des
M.G.V. und Gem. Chores Prüm einen würdigen Abschluß

usl Nr.

Gau Saarburg.
Der Sängerbund „Nahe-Mosel-Saar“ lud die Gesang—
vereine des Kreises Saarburg zu einer Gautagung ins
Hotel Salm ein. Zu dieser Tagung, die der Bildung eines
Gaues Saarburg galt, war eine sehr große Anzahl von
Sängern erschienen, u. a. waren Bundesvorsitzender Dr
Bongard sowie Bundesschriftführer Stein, Bundesschatz—
meister Düren und Bundesgeschäftsführer Rauchholz anwe
send. Der festlich geschmückte Saal war bis zum letzten
Platz besetzt, als der Vorsitzende des Kreis⸗«Sängerbundes
Saarburg, Bürgermeister Schu, Beurig, die Tagung eröff—
nete. Oberstadtinspektor Weber führte ü. a. aus, daß neue
Zeiten auch neue Verhältnisse bringen und ebenso wie det
neue Geist alle Gebiete unseres wirtschaftlichen Lebens er—
griffen hat, so müsse auch eine Umgestaltung aller ideellen
Güter der Nation herbeigeführt werden. Dazu gehöre in
erster Linie die Einreihung der deutschen Sängerschaft in
die Bestrebungen der naätionalen Regierung. Auch die neue
Volkserhebung könne den deutschen Männergesang nicht
entbehren, wenn sie zur Seele des Volkes vordringen und
eine Liede und Volksgemeinschaft schaffen will. Seine Worte
ließ der Redner im Deutschen Sängergruß durch den Saar—
burger M.G. V. „Cäcilia“ ausklingen, der anschließend mit
zwei Begrüßungschören aufwartete. Nach einem Gesangs—
vortrag der vereinigten Gesangvereine von Beurig und
Irsch umriß Dr. Bongard die Bedeutung des Organisätions—
gedankens und das Wesen desselben für die Sängerschaft,
beschäftigte sich eingehend mit dem Wesen des Chorleiter⸗
amtes und ging schließlich auf die Pflichten der Sänger
selbst über. Bei seinen Darlegungen fand der Redner eine
dankbare Hörerschaft, die seine Worte mit Begeisterung auf—
nahm und reichen Beifall spendete. In der sanschließenden
kurzen Aussprache gingen Bundesgeschäftsführer Rauüchholz
und Bundesschriftführer Stein näher auf die Pflichten ünd
Aufgaben der Bundesvereine einerseits und auf den Auf—
gabenbereich und die Tätigkeit des Bundes andererseits ein.
Es erfolgte alsdann die Bildung des Gaues Saarburg, für
die sich alle anwesenden Vereine aussprachen, und zwar
die Männergesangvereine von Saarburg, Faha, Beurig,
Irsch, Serrig, Tawern, Beuern, Wincheringen, Perl, Besch,
Freudenburg, Orscholz, Weiten. Wawern und Kanzem. Zum

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