Full text : 11.1933-1934 (0011)

Seite 164 Ir“

uhll Saar⸗Sänger⸗Bundsue

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besondere Bedeutung erlangt. Sowohl die Parteileitung
der NSEDAP., vertreten durch ihren Leiter R. Heß, als
auch Reichsinnenminister Dr. Frick, haben in Besprechungen
mit dem Führer des DEB. Brauner, Berlin, erklärt, daß
sie die bisherige Wirksamkeit des DSB. würdigen und gerü
mit ihm zusammenarbeiten wollen. Die Bildung besonderer
nationalsozialistischer Sängerbünde neben dem DSB. sei
unerwünscht. Damit war die Grundlage zu einem weiteren
Aufbau des DSB. als der einheitlichen, anerkannten deut—
schen Chororganisation gegeben.
Die Ausschließlichkeit des DSB. als Sammelbecken aller
deutschen Chorvereine hat in den letzten Wochen in Ver—
hindung mit den Landesregierungen außerordentlich erfreu—
liche Fortschritte gemacht. Ein Bundesstaat nach dem andern
erklärte auf dem Verordnungsweg, daß der DSEB. bzw.
ein Unterbund die einzige Organisation sei, der sich die
Bereine bei Vermeidung der Auflösung anzuschließen haben.
Zuerst traf wohl der Freistatt Hessen die Bestimmung, daß
ille Bünde außer dem WSB. sich aufzulösen haben. Es
iolgte das Gebiet des Kreises X im DSB. Hessen-Kassel.
Dann kam einer der größten deutschen Bundesstaaten,
Württemberg: Der Schwäbische Sängerbund zählt“ über
1100 Vereine, der Bund, der eine ruhmreiche Geschichte
sinter sich hat, gehört zu den Mitgründern des DEB. im
zahre 18683. Vor wenigen Wochen hat die Leitung des
Bundes im Einverständnis mit der Landesregierung eine
Berlautbarung erlassen, wonach „der Schwäbische Sänger—
»und die einzige anerkannte und gestattete Organisation
ur die Pflege des Männer-s, Frauen-, Gemischten und
dinderchorwesens ist“. Es heißt dann weiter „Alle Ver—
ine und Korporationen, die vorstehende Gesangsarten
oflegen, also auch die Vereine und Gaue, die bisher keiner
Irganisation angehörten, die Gesangsabteilungen der Turn—
und Sportvereine, der Innungen und sonstigen Vereine und
Berbände, haben, soweit dies noch nicht geschehen, ihre
Mitgliedschaft bein SSB. bis 1, Oktober anzumielden.
pidrigenfalls sie der Auflösung verfallen. Etwa bestehende
Sängerbünde, außer dem SSB., werden mit Wirkung vom
1. Oktober aufgeloͤst.“
Diese Bestimmungen zeigen klar und deutlich den Weg der
Entwicklung: Endlich wird der unseligen Splitterung in
kleine und, kleinste Bunde und Bündchen ein Riegel vor—
escheben Die Einheit der Chororganisation ist durch obigen
Erlaß gesichert. Jetzt wird der Neuaufbau auf breitefter
vBrundlaäge ermöglicht und künftige Veranstaltungen des
Bbundes werden von der Gesamtheit der singenden Schwaben
getragen. Aehnliche Bestimmungen hat das Sächsische
Ninisterium des Innern veröffentlicht, auch hier ist an eine
durchführung der Einheitsorganisation, dargestellt durch den
Zächsischen Sängerbund, nicht zu zweifeln. Nach zuüver—
ässigen Mitteilungen soll für Baden, wo unlängft ein neuer
Führer in der Person des Dr. F. Rathmann, Freiburg i. B.,
estimmt wurde, eine gleiche Regelung in Kuͤrze erfolgen
So kann man heute bereits auf Gruͤnd der eingangs er
wähnten Stellungnahme der Reichsbehörden und der Be—

Der von der Reichsleitung der NDAP. genehmigte Ver—
trieb dieser Gedenkmünze, die in Fünfmarkstückgröße, Silber
zu 6,— RMa, in Bronce zu 3,— RM. einschließlich eines
Etuis abgegeben wird, erfsolgt durch die meisten Banken,
Spar— und Darlehenskassen sowie Staatl. Lotterie-Ein—
nahmestellen des Reiches; sie kann auch unmittelbar von
der Hauptvertriebsstelle, dem Bankhaus Joh. Witzig & Co.,
München, bezogen werden, welche für alle Stellen auch
Werbematerial kostenlos zur Verfügung hält.
Möge diese wertvolle Ausgabe eine weitestgehende Ver—
breitung im deutschen Volke finden, zumal ihr Reinertrag
auch mit dazu beitragen soll, den mannigfachen vaterlän—
dischen Aufgaben unserer Zeit zu dienen.

Musik⸗Ausschußsitzung. In dem Bericht über die erwei—
terte Musik-Ausschußsitzung vom 5. August muß es selbst—
verständlich heißen: Den Abschluß des Festes bildet ein
großes Orchesterkonzert mit der 1v. Symphonie und dem
Te Deum von Anton Bruckner unter der Leitung von
Bundeschormeister des D.S.B. Staatskapellmeister Dr. h. c
Robert Laugs.

Pflichtbezug der Deutschen⸗-Sänger-⸗-Bundes-Zeitung! Wir
haben seit Jahren gefordert, daß jeder unserer Vereine und
selbstverständlich die Gauvorstände wenigstens ein Exemplar
der D.S. B. Ztg. zu halten haben, weil sie mit dem orga—
nisatorischen und künstlerischen Leben sonst keinesfalls in
Fühlung bleiben können. Nun lesen wir eben: „Der Führer
des Deutschen Sängerbundes, G. Vrauner, veröffentlicht
eine Anordnung, wonach jeder Verein verpflichtet ist,
ab 1. Oktober mindestens ein Stück der Deutschen
Sängerbundeszeitung zu halten. Der Bezugspreis von 0,60
Reichsmark im Monat ist nach Inhalt und Umfang des
Blattes ungewöhnlich billig. Die Anordnung des Fuͤhrers
spricht von einem Stück. Damit ist natürlich nicht gesagt,
daß jeder Verein sich auf ein Stück beschränken soll. Nur
unsere schwächsten Vereine werden sich mit einem Stück
begnügen können. In jedem Verein von einiger
Bedeutung müssen Chormeister und Vor—
sitzen der, möglichst ausch die Stimmführer,
ihre eigene DEBZ. halten. Die Anordnung des
Führers betrifft nur das Mindeststück der DSBZ., das für
die Sänger allgemein im Probe- oder Verkehrsraäum au's—
hängen muß. Die Gauführer haben sich selbst oder durch
Beauftragte von der Durchführung dieser Bestimmung zu
überzeugen. Die Anordnung des Bundesführers tritt für
den 1. Oktober in Kraft. Es gilt also baldigst die DESBZ8. zu
bestellen. Wir sind überzeügt, daß jeder Verein seine
Pflicht tun wird, diese aber nicht als Zwang auffaßt, son
dern gern zum Amtsblatt des DSB. 'greift,
um aus ihm die Willensäußerungen des Führers zu er—
sehen und überdies reiche Anregungen für seine Vereins—
arbeit zu schöpfen.“ In der letzten Erweiterten Bundes
vorstandssitzung hat unser Bundesvorsitzender die Gauvor—
sitzenden verantwortlich beauftragt, dafür zu sorgen, daß
unser diesbezüglicher Beschluß nunmehr restlos überali
durchgeführt wird.
Die Einheitsorganisation des deutschen Chorwesens. Der
DEB., seit 1862 die Organisation aller deutsch eingestellten
Männergesangvereine, hät im neuen Deutschland seine ganz
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht. daß etwa 470

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——* 8— äνäbl 8
*8 — *

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 ersehen Sie den hohen Nahrwert dieses alkoholarmen Er—-frischungsgetränkes,
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