Full text : 11.1933-1934 (0011)

Nr. 7 IIII“ »unhhhl Saar⸗Sänger-Bund'“
in dem Albert an dem Beispiel „Nacht“ Wesen und Wert
des Gesamtunterrichts aufzeigt, wiederum beschwingt von
vahrhaft musischem Geist. Ser Verfasser umreißt zuerst
den Umfang des Problems und variiert es alsdann in
einem geographischen und einem lyrischen „Kontrapunkt“.
Dabei rollt Albert eine Fülle von Reformgedanken auf:
das Buch, die Lehrmittel, die Wirtschaftsausstellung, das
Bild in der neuen Schule, Hemmungen und Förderungen
unserer Erziehungsarbeit, die Atmosphäre der Schule,
Naturgeschichtliche Schülerfragen.
Zu den pädagogischen Fragen der Zeit nimmt Albert
weiterhin Stellung in rziehungsproblem der
Begenwart, Verlag, Albert Langen, München, Preis
in Leinen 3 M. Es ist ein mit ausgezeichneter Sach—
kenntnis erstelltes pädagogisches Lesebuch mit Beiträgen
zahlreicher im Brennpunkt der päd. Diskussion stehenden
Pädagogen: Ellen Key, Maria Montessori, Rühle, Bühler,
Walter Hoffmann, Hermann Lietz. Eduard Spranger,
William Stern, Hugo Gaudig, Alice Salomon, Paul
Destreich, Hans Blüher, Hermann Nohl, Franz Seitz, Georg
Kerschensteiner, Werner Sombart, Johannes Tews, Peter
Petersen, Oswald Spengler, Ernst Krieck u. a. und rückt
das Kleinkind, das Bauern- und proletarische Kind, Puber—
ät, Schul- und häusliche Erziehung, Waisen- und Jugend—
ürsorge, Berufsbildung, philosophische und psychologische
Fragen, Mädchenbildung, Gymnastik, Gesamtunterricht,
Wertpädagogik, Moralunterricht, Führerproblem, Sozial—
zädagogik und nationale Erziehung in den Kreis der Be—
rachtung — eine ausgezeichnete Wegweisung durch die
Strömungen der gesamten Pädagogik. Nennen wir noch
Die Wurzel der pädagogischen Krisis und
die innere Erneuerung der Schule, Nürnberg,
Friedr. Korn'sche Buchhandlung — wir verweisen besonders
auf den Teil: Die pädagogische Symphonie — und aus dem
jgleichen Verlag Zur Problematik des schöpfe—
zrischen Kindes, sowie das prachtvolle Kulturlesebuch
Bott segne das ehrbare Handwerk, ein Quellen—
lesebuch für den ehrsamen Handwerker vom Lehrling bis
zum Meister, Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet,
München, das für jede Schulgattung eine wahre Fund—
rube reichster Belehrung bedeutet. Nun stellt eben Wilhelm
Albert seine Stimme in die Zeit mit dem ausgezeichneten
Werk Der Weltkrieg 1914,18, herausgegeben im Auf—
rage des Bezirkslehrerbereins Nürnberg-Stadt, Friedrich
sorn'sche Buchhandlung, Nürnberg. Klar im Aufbau, schlicht
und doch fesselnd in der Darstellung, überzeugend durch
Ein neuer
⸗ —J
atlituren- atalog
Als Gratisgabe für die Herren Chormeister!
Der Katalog enthäãlt aussgesprochene
Lieder des neuen Deufschland!
der Komponissten v. Baußnern, Armin Knab, Hugo Kaun.
Viktor Keldorfer, Georg Nellius, Wilhelm Rinkens, Edgar Hansen.
Theodor Hausmann, Homann-Webau, Jakob Schultz. Jul. Wengert
me sort zu verlangen! RKosienlos und frankol
Verlag von Karl Hochstein. Heidelbherg

usshh Seite 161

William Stern Eduard Spranger
gangenheit und Gegenwart, der rauhen, herben Wirklich—
keit und sorglos goldenen Märchenwelt, ins Reich der
schönen Künste. Der zweite Band schließt das Stoffgebiet
Gewichte an. Ich verweise hier nur auf die von feinstem
inwendigen Erleben der Muttersprache zeugenden Ab—
schnitte: zur Begriffsklarheit, vom Rhythmus der Sprache,
von der Muttersprache zum Kunstunterricht — Wage, Weg,
Wiege, Woge, Wucht, fünf Selbstlaute, das ist alles, wo—
mit die Sprache ihre Verschiebungen vornimmt: das a in
Wage wird zum i in Wiege und zum o in Woge, und
schon leben drei Bewegungen in uns auf: ein Auf und Ab,
ein Hinüber und Herüber, ein Vorwärts und Nachdrängen!
Das 'a verschiebt sich zum e: das aktive Wort wird passiv.
Das a verschiebt sich zum u, wir steigern das g zumsch
und hängen noch ein hartes t an und haben aus dem
Andante ein Majestoso gemacht! Welch ein Wunderwerk
ist unsere Sprache! Im gleichen Verlage erschien: Ge⸗—
staltung des Unterrichts zum Erlebnis —
wahrlich aus der Praxis bei Kleinen und Großen für die
Präͤxis! Für unsere Kreise besonders bedeutsam durch
die Betonung kunsterzieherischer Gedanken in Sprachpflege,
Dichtung, Bildbetrachtung und Musik. Diesen Spuren folgt
Albert in dem prachtvollen Werk Das Kind als Ge—
stalter mit 50 Bildern auf Kunstdruckpapier, meist Vier—
farbendrucke, Friedr. Korn'sche Buchhandlung, Nürnberg,
Preis 7,90 M. Das Werk bestimmt trefflich den geo—
metrischen Ort für die Kunst im Erziehungs- und Bil—
dungsplan, bedeutet pädagogisch gesehen einen Appell an
die schöpferischen Kräfte im Kinde, den Erwachsenen gegen—
über einé feinsinnige Enthüllung des „Geheimnisses Kind“
Aus Selbstzeugnissen und Beispielen aus der deutschen
Kunst- und Geistesgeschichte und auf Grund einer Fülle
von sehr sorgsamen Pruͤfungen und Beobachtungen erörter
Albert zuerst grundlegend das innere Sehen, alsdann das
äußere Sehen bei Bildbetrachtung, Begräbnis, Dichtung
Künstlersteinzeichnung, Muttersprache, Reisen, Blumen—⸗
strauß, um endlich das Kind als Sprach- und Bildgestalter
ins Licht zu rücken. Wieviele der künstlerischen Eindrücke
sich im Leben behaupten und vertiefen werden, hängt ge—
wiß bei jedem Kinde von seiner weiteren Lebensgestaltung
ab: „Genug, wenn Kraft ausgegangen ist, solange die
Kinder bei uͤns waren, wenn uns die Hoffnung bleibt,
daß diese Kraft wirksam war.“ Im gleichen Verlage er—
schien der Pädaagofgische Neubau, Vreis 2,90 M.

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Saar-Genossenschaftsbank
F — -Gersweiler Sparkasse e. G.m. b. H.-C
 * * — Saarbrücken 3 2 Volklingen, Saarlouis, Dil-F
 * 2 Lascerstraßze § P areinlagen lingen, Merzigs. Dudweiler,
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—X Sinentt. Kredite an Mitglieder duig ircen
* Gereweiler (Saar] Wechsel-Diskontierunger en e

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