Full text : 11.1933-1934 (0011)

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latente Harmonie. Schubert hat unter sinnvoller Ausdeu- dortige Sängergau in der Festhalle einen Deutschen Abend,
tung des Tertes kunstvolle Männerchöre geschaffen, die in dessen 1. Teil wir unter Leitung unseres Führers Otto
reich sind an starkem Tonartwechsel, an Vorhalten und Schrimpf ein Konzert mit nachstehender Vortragsfolge
Akkördverschiebung. Andere Vertreter dieser Zeit sind gaben:
Zöllner und Marschner. Dann entstehen unter Brahms,
Bruch und Bruckner die großen Männerchöre mit Beglei—
tung. Unter Schilderung der Spätromantik stellt der Vor—
tragende fest, daß damit die Zeit der schlechten Chorlite—
ratür beginnt, zumal berühmte Komponisten das Gebiet des
Männerchores überhaupt nicht beachten. Die besten Ver—
treter dieser Periode sind Neumann, Hegar, Kaun, Buck u a.
Längere Ausführungen widmet Redner den nicht leicht zu
singenden Balladen Hegars, dessen vokale Mittel sehr be—
grenzt sind. Er stellt diese Männerchöre in Vergleich mit
den Orchesterwerken Rich. Wagners. Zuletzt gedenkt er in
seinem ersten Vortrage noch der Volksliedballade und be—
zeichnet Moldenhauer als einen Hauptvertreter dieser Chor—
art. Zahlreiche, mit den anwesenden Chorleitern und Lieder—
täflern vorgenommene gesangliche Proben und Vorträge
illustrierten in aufschlußreicher, eindrucksvoller Weise die
beifällig aufgenommenen Ausführungen des Chorleiters
Kunkel, der in der nächsten, im September stattfindenden
Chorleitertagung seinen angekündigten Vortragszyklus fort—
setzen wird.

Als Solistin wirkte die bekannte Konzertsängerin Frau
dilli Jaeckel, Saarbrücken, mit. Lieder und Chöre wurden
don den zahlreich erschienenen Gästen mit großem Beifall
rufgenommen. Der Gauvorsitzende des Sängergaues
Wallior entbot herzliche Begrüßungsworte, kennzeichnete die
hohe Bedeutung des Männerchors für die Bildung einer
echten Gemeinschaft, hob die Führerpersönlichkeit eines
rechten Chorleiters hervor und schloß mit einem Hoch auf
die nationale Regierung. Der Präsident des L. G. V. Stadt—
ichulrat Schneider dankte in bewegten Worten. Er zeich—

Gau Niedtal.
Der Gautag des Niedtalgaues in Gisingen wurde vom
Gauvorsitzenden Kuhn nach dem deutschen Sängergruß er—
öffnet und geleitet. Er erstattete zunächst Bericht über
den Sängertaäg in St. Ingbert. Sodann wurde die Mit—
teilung gemacht, daß durch die Neueinteilung der Niedtal—
gau bald aufgelöst werden wird. Er wird dem neugegrün—
deten Nordgau, der die Gaue Besseringen, Merzig und
Mettlach umfaßt, angegliedert. Erfreulich und dankbar auf—
genommen wurde die Meldung, daß der Liedertag in
Gisingen stattfinden soll. Termine für gemeinschaftliche
Bauveranstaltungen wurden ebenfalls bekannt. Am 3.
September findet in Gisingen ein Konzert im Freien statt,
dem am 15 Oktober ein Saalkonzert in Büren folgt. Zwei
Massenchöre „Freiheit, die ich meine“ und „Mahnung“
werden zum Vortrag kommen. Da die Gaukasse von dem
neuen Gau übernommen wird, sollen die rückständigen
Beiträge, deren es leider noch viele gibt, schnellstens an
die Gaukasse abgeliefert werden, damit die Kasse noch vor—
her geprüft werden kann. Als Prüfer wurden Gasper
sBüren) und Eseler (Kerlingen) bestimmt.

Gau Primstal.
Auf dem Gautag des Gaues Vrimstal in Außen waren
außer Landsweiler alle Vereine vertreten. M.G.V. „Ein—
tracht“ Außen begrüßte die Erschienenen durch gut vorge
tragene Chöre. Gauvorsitzender Ewen leitete die Tagung
Der Schriftführer erstattete Bericht über die letzte Gau—
tagung. Kassierer Flesch gab den Kassenbericht. Nach Ab—
führung aller Beiträge blieb der Gaukasse ein Bestand von
428 Fr. Die Kasse wurde geprüft und in bester Ordnung
befunden. Es wurde beschlossen, daß der alte Vorstand
bis zur Neugliederung bleiben soll. Zum Gaukonzert in
Limbach wurde die Vortragsweise der einzelnen Vereine
festgelegt. Es wurde betont, daß jeder Sänger dazu bei—
tragen soll, daß auch dieses Gaukonzert gut besucht wird.
Zum Wertungssingen der 3. Gruppe wurde beschlossen,
daß Vereine, die nicht am Singen beteiligt sind, voll—
zählich erscheinen sollen. Dem Vorstand wurde für drin—
gende Fälle Verfüqgunasrecht bis zu 100 Fr. erteilt.

Saarbrücker Lehrer⸗Gesang⸗-Verein am Niederwald⸗Denkmal.

nete die treudeutsche Gesinnung des Saarlandes und gab
der Hoffnung auf baldige Wiederkehr zum Mutterlande
beredten Ausdruck. Der 2. Teil des Abends verlief in
rheinischer Fröhlichkeit bei Wein und Tanz. Am Sonntag—
morgen besuchte der Verein den Niederwald. Der Besuch
des Nationaldenkmals gestaltete sich zu einer weihevollen
Kundgebung. Schulrat Schneider ließ in seiner Ansprache
die mehrtausendjährige Geschichte des Rheins an unserem
geistigen Auge vorüberziehen, angefangen mit den sagen—
haften Ereignissen altersgrauer Vorzeit bis zu den Ge—
sichehnissen unserer Tage. Er schloß seine Ausführungen
mit dem, was treue Saarlandssöhne der Mutter Germanig
zu sagen haben. Mit dem Liede „Vaterland“ von Wohl⸗
gemuth endete die würdige Feier. In froher Wanderung
ging es nun über den Höhenrücken nach Aßmannshausen,
no ein gemeinschaftliches Essen stattfand. Am Abend

Gau Saarbrücken.
Das Ziel der diesjährigen Sängerreise des Saarbrücker
Lehrer⸗-Gesangvereins war der vielbesungene Strom mit
seinen rebumkränzten Bergen. In Binaden peranstaltete der

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