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A— 16, erschienenen Werke hin: Zuck'r,
Rossiin und Mandelkern, alte Kinderreime mit neuen
Weisen für eine Singstimme mit Klavierbegleitung, O,90 M.
Heißa der Mai, ein Kränzlein Lieder aus Pelizäus
Singebüchlein für 3und Astimmigen Frauenchor, 1,80 Mk
Et wassen twei Kunnigeskinner, ein Heft west—⸗
fälischer Volkslieder für 4st. Gemischten Chor, 0,90 Mk
Redldiere, zwanzig sauerländische Volkslieder für Män—
nerstimmen, 0,70 Mt. Das Brünnele, dreißig deutsche
Volkslieder für gemischten Chor, 1,660 Mk. Spinnstube
ein Liederabend mit 15 in den Spielabend sinnvoll ver—
wobenen Liedern, 0,90 Mk. Kling Klang Gloria,
ein kleines Maispiel mit Liedern und Tänzen für drei—
stimmigen Kinderchor, O,90 Mk. Endlich aus Musica orans
NResonet, alte deutsche Weihnachtslieder zu vier gemisch—
ten Stimmen, 2,25 Mk. In diesen Sammlungen, die auf
Schritt und Tritt den Kenner deutscher Volkskunst, den
musikalischen Fachmann und seinen Musikpädagogen ver—
raten, finden unsere Vereine wertvollstes Material für
volksdeutsche Abende, in denen leicht Frauen, Mädchen und
Kinder — Schulklassen — mit aktiviert werden können. Die
Satzweise ist stets schlicht, natürlich, klangschön und ohne
erhebliche Schwierigkeiten. Oft liegt der Hauptreiz gerade
in der köstlichen Schlichtheit. Der Verlag sendet gern die
Sonderprospekte für die Sammlungen Musik im Haus und
Musica orans. Wir nennen fserner: Westfälische
Volkslhieder mit Bildern und Weisen. Verlag: Aschen—
dorffsche Verlagsbuchhandlung, Münster (Westf.) 9. Hef
der von der preußischen Volksliedkommission herausgegebe—
nen landschaftlichen Volkslieder. Altwestfälische Bau—
ernhochzeit, Tänze und Lieder zu dem gleichnamigen
Werke von Dr. Karl Wagenfeld. Verlag: Schnell, Waren—
dorf. 1,00 Mk. Acht Gesänge zur stillen Messe,
nach alten deutschen Kirchenliedern für 4stimmigen gemisch—
ten Chor a cappella. Verlag: L. Schwann, Düsseldorf.
Sieben Gesänge für die Hauptfeste des Kir—
chenjahres, nach alten deutschen Kirchenliedern bear—
»aAsstszhh Saar⸗Sänger⸗Bund Ifsin Lshchh Nr. 6
heitet für 4stimmigen gemischten Chor a cappella. Verlag:
L. Schwann, Düsseldorf. Eine Reihe geistlicher Män—
nerchöre erschien in dem Sammelwerke „Hymnar“ von
Domchordirektor Professor Gustav Schauerte. Verlag: L
Schwann, Düsseldorf. Außerdem veröffentlichte er eine An—
zahl Beiträge in dem Sammelwerk „Cantual“, eine Samm—
lung gemischter Chöre für das ganze Kirchenjahr von
Profsessor Schauerte. Verlag: Filser, Augsburg.
Voll freundlichen Verständnisses für die künstlerische und
soziale Bedeutung unserer Chorbünde entbietet der be—
kannte Leipziger Schulmann Paul Georg Müuch dem S. S. B
Paul Georg Muͤnch.
seinen Gruß. Er gehört mit zu den Kinderfreunden, die
in ihrer Schulstußbe Ernst gemacht haben mit dem res
severa verum gaudium — es ist etwas Ernstes um die
wahre Freude. Seine Schriften wenden sich in erster Linie
an die Laien, die Eltern, das Volk, und es ist überaus
reizvoll, sich in sie zu vertiefen. Sie erschienen meist im
Verlag der Dürr'schen Buchhandlung, Leipzig C 1. So die
bringt, sie doch an vergangene schönere Zeiten erinnert
und ihnen willkommene Gelegenheit zu kritischen Ver—
gleichungen zwischen sonst und jetzt darbietet.
Besonders im Winter — dieser großen Ferienzeit der
oberfränkischen Bauern — sind solche Tanzabende eine
willkommene Unterbrechung des einförmig daähinfließenden
Daseins. Schon am Donnerstag und Freitag schnurren die
Spinnräder weiter, öfter als sonst entschlüpft der Faden
den Händen der Spinnerinnen und gibt den Burschen
villkommene Gelegenheit zum Raub des Rockens, der
dann mit Küssen losgekauft werden muß. Am gefährlichsten
verden diese Tage der Erwartung den privilegierten
dammerjägern des Hauses, den Katzen. Wo sie sich blicken
afssen, werden Strafurteile an ihnen vollzogen, die ihr
reizbares Katzengemüt um so mehr erbittern, da ihnen
oollkommen die Fähigkeit abgeht, die empfangenen Prügel
nit dem zerbrochenen Küchengeschirr und dem Sonntags—
anz in ursächliche Verbindung zu bringen. Mißvergnügt
ziehen sich die sonstigen Lieblinge der Hausfrauen, Töchter
und Mägde auf die höchsten, unzugänglichsten Böden und
Speicher zurück, und diese Flucht hat auch ihr Gutes, sie
bewahrt wenigstens die verschüchtexten Tiere vor den neuen
Nöten der unfehlbar hereinbrechenden Sündflut. Denn
aim Sonnabend beginnt allgemeines Scheuerfest. Nicht bloß
Bütten, Gelten und Züber werden abgerieben, auch Tische,
Bänke und Stühle, selbst die Fußböden in Stube, Kammer
und Küche werden gescheuert. Ein solcher Tanzabend ist
oft ein verhängnisvoller Zeitpunkt für die ganze Familie.
Wer kann wissen, was geschieht? Gewiß denken während
des Scheuerns die Töchter nicht bloß an Putz und Tanz,
mancherlei ernstere Hoffnungen und Befürchtungen bewegen
ballte im unbändigen Trotz. Es schien ihm leichter, das
Leben zu lassen, als eben diesen Trotz durch einen Ent—
schluß zu überwinden.
Müde von diesem Kämpfen und Denken ließ er endlich
den Kopf hängen, von einer verzweifelen Resignation um—
schattet gab er sich ganz der trostlosen Wollust seines
Trotzes und Schmerzes hin; da er den Weg zur Umkehr
nicht fand, erschien es ihm fast als eine Art grausamer
Genugtuung, sich und allen, die ihm nahe standen, die es
wohl mit ihm meinten, so herb und bitter als nur mög—
lich das Herz zu verwunden!
Fröhlich plaudernd zogen seine Kameraden ihres Weges
dahin, freundlich lichtete sich der Himmel, und ein heiteres
Abendrot begann beruhigend auf die dunkelnde Erde nieder—
zuleuchten. Aber Paul fand keinen Frieden. Einsam stieg
er durch den hallenden Kiefernwald nach Dammsbrück,
Schmerz und Reue im Herzen, Groll und Trotz in der
Seele. Mit sich selbst zerfallen, sich Gott und der Welt
feind, ging er der Erfüllung seines Geschickes entgegen
*
Für ein abgelegenes, kleines Walddörfchen wie Damms—
brück ist ein öffentlicher Tanz ein Ereignis. Wochen-, ja
monatelang wird vorher davon geredet. Je näher der er—
sehnte Sonntag heranrückt, desto größer wird die Auf—
regung in Lichtstuben und Wirtshaus. Zunächst ist es bloß
das Jungvolk, das in Bewegung kommt; allein die Auf—
regung steckt zuletzt auch die Alten an. Erinnerungen er—
wachen und versetzen die alten verknöcherten Herzen im
jugendlichen Schwung; zuletzt erwarten sie fast nicht minder
ungeduldig als Kinder und Enkel den festlichen Abend,
der. wenn er ihnen auch nicht Jugendlufst und Genuß
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