Full text : 11.1933-1934 (0011)

Seite 136 III. arrrreshhh Saar⸗Sänger-Bund IIIP'
— *
Muslik — das einigen⸗
Deu Sänger an der Sagar, schenkt mir eine Pause droben...“ die Melodie nicht nach Dilettantenart hinauf⸗
Azwischen euern Liedern! Ich will euch ein paar schlichte ondern gerade hinabführt, wie in Bescheidenheit zurück—
Worte bringen, sie sind geschrieben im Herzen des Reichs, retend vor der, erhabenen Größe des himmelgufragenden
sie sind gebürtig aus dem Herzen eines Schulmeisters: Bergwaldes. Ueberlegungen solcher Art reißen Binden von
Eins der schönsten Ziele neuzeitlicher Erziehungskunst den Augen und führen zur Durchdrängumng einer
ist die Heranbildung von —3 J a iena F emn det Srie — t.
liebenden Menschen. Schlimm steht es heute um den Weg i mi utrüstung holen wir die Kinder vom Gassen—
zu diesem densch Mein 5 Vaterland Sachsen sandte zauer weg, sondern nur dadurch, daß wir sie wirkliche
einst Jahr für Jahr Tausende und, Abertausende Klaviere innere Freude am, Besseren gewinnen lassen und sie all—
und Geigen in die Welt — heute feiern Wneslien vnd h J der Funtchet en d zee n gaudium!
abriken, denn die Zeit der Hausmusi eint vorüber s ist etwas Ernstes um die wahre Freude!
sein. Warum? eeune eenene und Zwei Forderungen stehen als Weiser am Wege zur neu—
——
and. An euch, rgroßen Sänger, e, 8 deutsches Vaterland! n ei uldsam gegen alle en⸗
Jugendbildnern — a alledem die alte gute Haus— —RX lauterer —ãXA 3 — Er⸗
iede zu ree zungen und ee ieher zum Stolz auf deutfche — 5 en Boder
dlampfe und ein frohes Lied den veredelten Leier „ann ich mir denken, als das deutsche Lied, in dem
— wieger Sinn es ved her n der — Verge vod 395
Es darf ni mehr des Gesangs * en un röme, in dem es klingt und sin on Liebe
sein, daß schließlich ein Lied ohne Verstöße gegen die 77 Treue! Und welch begnadete I3 Ie Duldsam—
Sangesregeln heruntergeleiert wird, sondern es geht bei eit ist Beethovens Neunte: Seid umschlungen, Millionen!
der neuzeitlichen musikalischen Bildung um das Eindringen Oder Mozaris schönes Bekenntnis: In diesen heiligen
Weien Wededeereen DhtheWch ahes ver deen wrr e r
esangsstunde da r r ⸗ 70 in Ei ß j
auf an, daß im Herzinnern Saiten getroffen werden, mieench —8 Mysitaee Vene
nicht zu kitschiger, gefühlsduseliger Rührseligkeit, sondern eeddeth —“das isn derSiün verroßen
den ganzen inneren Menschen soll das Erleben der Musik San erbeünde. Mufit ist das einigende Vand' zwischen
durchrütteln! Wenn wir heute, ein Beispiel für tausend, ger 3 z
das Lied üben Wer hat dich du schöner Walde.“so soil euch, Brüder an der Saar, und uns im Reich. Und wenn
nt das sehte Jiel sein daß bein Kegesttube auf! dem einst alle Schranken gefallen sind, dann wolten wir jubelnd
— — — 258 b demeinsame Feste feiern, und sie sollen im Zeichen de—
Pfingstausflug das Lied rührselig in die Welt gröhlt, son— utschen diedes stehen!
dern wir wollen die jungen Sänger fühlen lassen, wie y Vaul Georg Münch,
Mendelssohn etwa bei den Worten „... so hoch da Leipzig.
9 N ingen bei den Klei
Oom oten ingen bet ven einen.
Im Gesangunterricht bewegt besonders die Frage
A des Notensingens die Methodiker. Wenn
ich von den großartigen Erfolgen höre, die meine be—
geisterten Kollegen mit den Tonwortmethoden bei den
Kindern erzielen, dann denke ich immer an meine ehe—
maligen Lehrergesangsvereinsjahre zurück. Die wirklich
sattelfesten Sänger waren sehr dünn gesät; rund um mich
war das Vomblattsingen immer nur ein unsicheres Tap—
pen und vorsichtiges Zufühlen, an der Hand der Noten,
mehr nicht. Und mir ging es, offen gestanden, auch nicht
anders. Und doch, welche gewaltige Hilfe gaben sie uns,
die Noten! Unmöglich hätte das alles nach dem Gehör
gelernt werden können, was das Winterprogramm er—
forderte. Wenn also das Singen nach Noten wie in
diesem Fall immer als ein verkürztes Hinführen zu schönen
Liedern gepflegt werden kann, dann scheint es mir auch
in der Volksschule am richtigen Ort zu sein. Das Noten—
singen muß sich also innerhalb des Gehörsingens abspielen
deutlicher, innerhalb des Liedersingens, und auf allen
A
den. Alle systematischen Lehrgänge im Notensingen be
deuten für die allermeisten Kinder leeren Drill, Lange
weile und Oede. Aus der Tonleiter und dem Dreiklang
lönnen aber zahllose kleine bekannte Melodiestückchen mühe
los abgeleitet werden. 12345555 geht auch bei den
Kleinen gleich in „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ über
Oder: 1358531erinnert schon sehr an: „Komm, lieber
Mai und mache“. Oder: 11332211/3355443 würde
auch die Kleinen erinnern an: „Morgen, Kinder, wird's
was geben“. Und aus 111321,333543,5432 wür—
den sie auch leicht „Wenn ich ein Vöglein wär“ heraus—
hören. Und so können ganz gewiß in neuen Melodien und
in der 2. Stimme immer einzelne passende Stückchen aus
der Tonleiter und dem Dreiklang selbständig erarbeitet

zenezcsce Nr. ne

11

einu dergtol; dermutter
9 Sie gibt ihnen deshalb das Beste
an Nahrung, was das Wirtschastsgeld
 hergibt. — Dazu
gehõrt als täglicher Nachtisch
ein nahrhafter und —
bekõmmlicher 22
Du Oetker⸗ Puddino
Infolge des großen Umsatzes sind Dr. Oetker's Puddingpulver,
 ebenso wie Dr. Oetker's Backpulver und Vanissin-Zuder
 uberall stets frisch zu haben
* DAS BLATT PERGUTEN
SAARBRUVCKER LANDESZREITUNG Bα— EE
Große und führende deutsche Tageszeitung für Saargebiet, Westpfalz und Nahe
            
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