Full text : 11.1933-1934 (0011)

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einem Jahrzehnt bewußt. Er hat in allmählicher, aber ziel- dringt uns keinen Schritt weiter. Nicht den Pessimisten, son—
bewußter, und planmäßiger Erzieherarbeit den dern den Optimisten, gehört die Zutnnft, den Mänuern und
weitaus größten Teil seiner Bundesvereine zu wahrer Kunst- Frauen, die pflichtbewußt und opferbereit Hand anlegen, daß
pflegezemporgeführt. Mittel dazu war ihm in erster Linie uinserm Volke in allerlei Wirtschaftsnot und Parteigezaͤnkemicht
das Wertungssingen, das sich erst sehr Ichwer durche goch die letzten Referven verlorengehen, die serischen
setzen wollte, das sich aber dank der einsichtsvollen Mitarbeit Spannkräfte, deren wir zum Aufstieg bedürfen. Und so
gerade der besten Chormeister und der erusten Sänger nun so Fünfchen wir! unseren Vorstandssmitgledern in Vund, Gauen
ingebürgert hat, daß ein, Zurückfinken in Preis. und „Wett- und Vereinen in diefer Stunde Meut und Kraft, Ausbduer und
singerei gänzlich unmöglich ist. Juli 1831. Liebe, um zum Sammeln zu blasen! Januar 1932.
In dieser Notzeit müssen wir Sänger doppelt lebendig
unsere Mission erkennen, in unserem Volke den frohen
Glauben san eine bessere Zukunft zu erhalten. Ge—
rade jetzt gilt es, durch unser Lied zu bezeugen, daß es unoch
Werte gibt, die sich nicht in Zahlen und Prozenten ausrechnen
lassen. Daß wir die Aufgabe haben, diese unveräußerlichen gei—
stigen Werte: deutsches Lied und deutsche Kunst über traurige
Jahre hinweg in das Morgenrot einer neuen Zeit
hinüberzuretten. Wir müssen uns zu Eckpfeilern gegen
die brandenden Wogen des Pessimismus machen!
Ging nicht der Stern von Betlehem auch zu einer Zeit auf,
als Finsternis das Erdreich bedeckte und Dunkel die Völker!
Dezember 1831.
Weibisches Klagen und Jammern und eine noch so kluge
Kritik an den wirklichen oder vermeintlichen Nöten der Zei
lich, und ich fühle, wie meine Kräfte rasch abnehmen. —
Paule, habe ein Einsehen! Sorge, daß ich mich die wenigen
Jahre, die mir bestimmt sind, des Lebens noch erfreuen
kann; ach, in deinem Glück möchte ich so gerne noch ein—
mal jung werden! — Und es ist dir doch so nahe gelegt
und so leicht gemacht! Das beste, schönste Mädchen weit
und breit ist dir von Herzen gut, auch den Eltern bist du
wert; — es kostet dich nur ein Wort, so ist dein und unser
aller Glück sicher und fest —“
Der Bursche fuhr sich ins Halstuch und sprang auf:
Mutter, macht mich nicht toll!“ rief er.
Doch diese ließ sich nicht unterbrechen. Sie ging dem
Sohne nach, hielt seine widerstrebende Hand fest und fuhr
bittend fort: „Paule, sei verständig und gut! Lege die
Trompete weg, spann den Gaul an den Schlitten, wir wollen
zusammen nach Dammsbrück. Folge mir heute, du wirst
es nicht bereuen! Ich bin der festen Zuversicht, sieht der
Simesbauer deinen guten Willen, ist er auch nicht uner—
bittlich von wegen den Musikanten!“
„Hört auf, Mutter!“ rief Paule und riß sich los, „weiß
der liebe Gott, es wird mir schwer genug, aber ich kann
nicht; und wenn die Welt dabei auf dem Spiel ständ, ich
kann nicht! — Laßt mich, Mutter! nur diesmal noch laßt
mich, dann will ich euch zu Willen sein in allen Stücken,
und auf den Händen will ich euch tragen: nur heute
laßt mich!“
Er riß sich los und stürmte aus der Stube. Weinend
blickte ihm die Mutter nach. „So ist es aus! Wenn nicht
ein Wunder geschieht, ist auch meine liebste Hoffnung zu
Wasser geworden, wie so viele vor ihr! Armes Mädchen!
Ja, und auch du bist zu bedauern, du wilder Trotzkopf, du

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Vir bitter bel bintuten unsere Inserenten zu beru⸗bai⸗htioen oder ihre Tokale zu besuchen J
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Wo gehen wir
Sonntag hin?
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