Full text : 11.1933-1934 (0011)

Seite 108 IP ailllihh Saar⸗Sänger-Bund lint e 3414p00 Nr. —
genossen bildend, erhebend und,veredelud zu chließen, wenn er nicht aus Anstandsgefühl von selbst austritt
wirken. Das gilt für die Vereine in der Großstadt wie auf Inzuverlässige Menschen ohne Willen und Verantwortungsgefüh
dem kleinsten Dorfe gleichmäßig, das gilt heute mehr, als ꝛürfen und sollen uns den, Dienst an ader deutschen Kunst
jemals in der Vergangenheit. Eines der allerwichtigsten Mittel ticht erschweren und vergällen. Jede Rücksichtnahme auf sit
zum sätthichen Wiederaufbau unseres, Volkes — st feige, „Halbheit, die gerade unsere Sache und Zuser Zie!
und ohne ihn gibt es keinen wirtschaftlichen — ist die deutsche gicht dulden. Was wir als Sänger wollen und lieben, das
Kunst. Deshalb hat der Verein keine Existenzberechtigung, der teht turmhoch über Einzelpersonen und Linzelvereinen und
ihre reinigende und veredelnde Wirkung nicht ausstrahlen läßt damit, üher aller persönlichen vereinsmeierlichen falschen und
in den Kreis aller ihm erreichbaren Volksgenossen. Deshalb chwächlichen Rücksichtnahme. — Alle Lauheit und Halbheit muß
wiegen alle Fahnen— heraus aus unseren
weihen und Stif Reiheu, und ein
tungsfeste zusammen Bundeshrnder, der
nicht ein einziges nicht jederzeit so
gutes Konzert, einen handelt, als hiuge
einzigen guten Vor— von ihm allein das
tragsabend auf. — Schickfal des deut⸗
Man male sich nur schen Viedes au der
einmal das schöne Saar ab, gehör!
Bild aus, jeder Sän— nicht zu uns. Iqe
ger hätte für die September 19283.
Mittel der künst— Das rezensierendt
lerischen Heraufbil— „Vorreißen“ ist sicher—
dung seiues Vereius lich eine schlechter—
und seines Volkes dings erbärmliche
diejelbe offene Hand Tätigkeit; schädticher
wie für die Genüsse aber ist es nicht als
der Sinne und die das schwächliche
überschätztein Acußer— Wohkwollen“ der
lichkeiten, wie sie der sauftmütigen NRezen—
denkende Beobachter sious Philister, die
auf den viel zu vie— keinem den Spaf
len Festen immer oder das Geschäft
wieder sieht. — In vorderben wollen
dieser Lage sind un— —A brauchen
sere Bundesvereine wir eine sachbiche
berufen, Pflege— strenge Kritik.
stätten der Mu— Mai 1924.
gikausübung Jedes Bundesmit—
der Zukunft zu ghied muß sich da—
werden. ‚Niemals rüber kiar werden,
waren ste bedeuten⸗ daß niemand unge—
der als heute und straft seiner Seete
in den kommenden die Nährung ent—
Tagen, niema!s stan— zieht, die ein gu—
den ie vor einer Les Buch gewährt
chwereren, aber auch daß niemand aufs
schöncren Pflicht. den traulichen Ver—
Deshalb heraus aus kehr mit diesem be—
der engen und scheidensten, selbst⸗
kleinlichen losesten“ und treu—
Vereinsmei— esten Freunde ver—
erei, heraus aus zichtet, ohne innerlich
der Snucht nach Fest— arm zu werden. Das
lichkeiten und Ver— deutsche Lied und
gnügen, und hinein, das dentsche Buch
mit heiligem Ernst find gleicherweise
und tiefer Andacht Träger des deutschen
hincin in den hoch— Gedankens. Die
gerröebten Tempel wahre Liebe zum
der gro * n deutschen Sange ver—
deutschen trägt fich mit der
Kunst, in dem nie— beschämenden
mand weilt, ohne Kulturlosig—
besser, stärker und keit, die unsert
rceicher zu werden! Tagebeherricht,
Und hinein mit un— wie Feuer und Was—
serm ganzen armen ser. Sie äußert sich
Volke in diesen Tem— vielmehr in dem Be—
pel, dessen Türhüter dürfnis, ganz Mensch
zu sein Eure höchste Ehre ist, wenn Ihr Vereine von Sängern ganz deutscher Mensch zu sein, zu werden ...
seid, denen das deutsche Lied, die deutsche Kunst Dezember 1924.
Haupt- und Herzenssache ist. Febrnar 1928. Die Ueberlegung sowohl wie die Ersahrung lehren über—
Heraus mit diesen traurigen Halbmenschen aus dem Verecin! instimmend, daß ein Gesangverein mit seinem musikalischen
Und heraus mit den, Auch-Gesangvereinen, die sie dulden, aus Leiter steht und fällt. Deshaälb ist die wichtigste Bundesaufdem
 Gau und Bund! Sie zerstören als schleichende tödliche aufgabe' der Zukunft die Auswahl, die Bildung und
rankheit die Grundlage unseres Arbeitens und Lebens. Denn Weiterbildung'der Chorleiter. Wenn irgend jemand
es liegt im Wesen des deutschen Liedes, daß es den Ernst der den Inhalt des Wortes „Sangesbrud erschaft“ in seiner
Berantwortung,und Aufopferung verlangt, und reinsten Form vorleben soll, dann der Dirigent. Verbindet
daß nur ganze Männer würdig sind, ihm zu dienen. ich mit dieser im Geiste des deutschen Liedes in ihm lebendig
Wer das nicht fühlt und einsieht, der gehört nicht zu uns, jewordenen Brüderschaft ein gründliches musikalisches
und Ihr, liebe Sangeshrüder, habt die Pflicht. ihn ausu önnen und vädagogisches Geit danng it pi—

Rückseite der Bundesfahne des Saar⸗Mänger⸗Bundes
            
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