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u Saar⸗-Sänger⸗-Bundet
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Stimmführung in den Tenören im Schlußtakt, bei der ich
keine Bedenken tragen würde, eine Aenderung vorzunehmen,
ist das Ganze sehr klangvoll, vorausgesetzt, daß vorzügliche
tiefe Bässe zur Verfügung stehen.
Von prachtvoller Wirkung ist ferner „Wir“ von Otto
Scheuch, ein sehr starker und im Gegensatz zum vorher—
gehenden polyphoner Chor, der in den Oktavenparallelen
der Außen- und Mittelstimmen ein in letzter Zeit (Knab)
häufiger auftretendes Stilmittel anwendet, das zur Prä—
gung düsterer und hoffnungsloser Stimmung aufs Haar
deeignet ist. Der Chor wird an polyphones Singen ge—
nen Vereinen keine unüberwindlichen Schwierigkeiten
ereiten.
Der „Einsiedler“ von Paul Scholz GDichtung von
Eichendorff) ist einfach, durchaus diatonisch in der Anlage,
sangbar, von ernster Haltung, eine willkommene Gabe im
Eichendorffjahr.
Bei dem dreistimmigen, durchsichtig polyphonen Satz von
Karl Mehlhoff Ich hört eine Sichelein rauschen“
handelt es sich nicht etwa um eine Bearbeitung des bekann—
ten Volkslieds, sondern um eine Originalvertonung. Sehr
hübsch ist der Satz über eine alte Weise von Heinrich von
Lauffenberg „Ich wollt' ,‚daß ich daheime wäre“, eine
fugierte Bearbeitung von Hubert Pfeiffer, die einen
rhythmisch sicheren Chor verlangt.
Als eine verspätete Nachblüte zum Goethejahr stellt sich
Wilhelm Knöchels Vertonung der beiden Gedichte
„Meeresstille“ und „Glückliche Fahrt“ dar. Dabei scheint
der erste Teil der beste, der dem Text in seiner Weise
gerecht wird. Der Saätz ist leicht, dabei durchsichtig und
sachlich; er verzichtet auf alle besonderen Wirkungen und
wird doch von guter Wirkung sein.
Von den drei Gesängen von Camillo Hildebrand
sind zweisfellos die beiden Goethevertonungen die besten.
„Talismane“ ist als Massenchor gedacht, daher lapidar
aungelegt, von großer Wirkung, ohne große Anforderungen
zu stellen. „UUnd wenn mich am Tag'“ ist in seiner großen
Steigerung gut, ohne sich besonders originell zu geben.
Für nicht sehr wertvvpoll erachte ich „Johannisnacht“. Er
ist aber der volkstümlichste dieser Chöre, der wegen seiner
eingänglichen Melodik vielleicht die größte Zugkraft auf
die Vereine ausüben wird
Zuletzt das Kuriosum der Sammlung, der einstim—
mige Chor „Wetterleuchten“ von Hanss Stieber (Po—
faune ad lib). Man hat sich heute daran gewöhnt, dem
Befühlswert eines Melodiezugs nachzuspüren; im poly—
ohonen Satz ist man geradezu zur Beobachtung einzelner
nelodischer Linien gezwungen; statt des vierstimmigen Satzes
ꝛrscheint jetzt häusiger der drei- oder gar zweistimmige
Zatz. Daß aber der Einstimmigkeit allgemeiner Eigenwert
zugebilligt wird, glaube ich nicht. wenn wir auch im
zregorianischen Gesang, im einstimmigen Volkslied wunder—
darste Beispiele einstimmiger Melodik in Fülle haben.
Jedenfalls muß diese einstümmige Melodie von einer der—
artigen Kraft und Plastik sein, daß man die Einstimmig—
eit nicht mehr als unnötige Beschränkung empfindet. Taf—
ächlich wirkt dieser Chor etwas eintönig. Man wird ihm
durch subtilste dynamische Ausgestaltung, vielleicht unter
henutzung der vorgeschlagenen Teilung in Ganz— und
dalbchor, Abwechselung verleihen müssen.
Auch eine Reihe gemischter Chöre befinden sich in
der Sammlung, wohl um einem fühlbaren Mangel abzu—
helfen. Bekanntlich hat ja jetzt der Männerchor bei weitem
die Literatur für gemischte Chöre überflügelt.
Als die beiden besten Werke erweisen sich die Chöre von
Wilhelm Nebe. Das achtstimmige „Ave Maria“, ein
Zatz von strahlender Schönheit mit aparten Harmonie—
virkungen. Nicht weniger eindrucksvoll Maria durch ein'
Dornwald ging“, das dem bekannten Volksliedtert eine
neue Melodlie zuweist. Freilich ist die alte herrliche Volks—
liedmelodie von einer solchen Einmaligkeit, daß jede andere
Vertonung dagegen einen schweren Stand hat. Ich würde
also bei aller Vortrefflichkeit der Nebeschen Arbeit auf den
—R——
lodie von Kaminsky (GVolksliederbuch für die Jugend.
Peters) zurückgreifen.
Am merkwürdigsten und durchaus modernsten ist das
weistimmige Mövenlied von Hermann Edlen in einem
anonisch geführten schillernden herben Satz.
Schlicht und volkstümlich gibt sich das „Volkslied“ von
C. Hildebrand. Bleibt noch der schwierige Satz von
Artur Perleberg „Müllers Abschied“, der guten Durch—
schnitt darstellt. Dr. Erust Stilz.
t ⸗
Programmentwürfe.
J n den folgenden Entwürfen war ich bemüht, Kunstlied und des Hans Sachs aus den „Meistersingern“ v. Wagner
AVolkslied einander gegenüberzustellen, derart, daß auch hier (Bariton⸗-Soli mit Klavierbegleitung).
siüngleiche oder doch ähnliche Texte die gemeinsame Wurzel Was ist des Deutschen Vaterland (Volkslied) (Reichhardt'
bilden, aus der die Lieder, verschieden in musikalischer wie P.M. J, ast.
geistiger Haltung, in mannigfacher Verästelung entwaächsen. Hermania (Karl Loewe) Breitkopf u. Härtel, st.
Keinen Wert habe ich freilich auf eine stilistisch-musikgeschicht⸗ Bekenntnis (Stürmer) Echott-Verlag) Ast.
liche Anordnung der Lieder gelegt, um sowohl den Gegensatz Deutschlandlied (Heydn) L.S. B., Ast
der verschiedenen Zeiten als auch den Unterschied zwischen
der künstlerischen Einzelpersönlichkeit und dem Volksgeist bei
der musikalischen Verarbeitung ähnlicher Stoffe ieweils inß
rechte Licht zu setzen.
II.
WVaterland und Heimat.)
Wach auf, du teutsches Reich Lendvai) L.S. B., Ast.
Gebet (C. M. v. Weber) P.M., ast.
Feuerspruch (Moellendorf) Echott-Verlag) 4st.
Republikanische Hhmne (Lendvai) ESchott-Verlag) ast.
Ich hab mich ergeben (Volkslied) P.M. Asst.
non Kaiserquartett f. 2 Violinen, Bratsche und
Cello.
Lied der Deutschen in Lyon eeem P. M., Ast.
Volk, du bist groß (Lendvai) Echott-Verlag) st.
Wach auf, es nahet gen den Tag (R. Wagner) mit
Klavier oder Orgel, eventl. Orchester (Schott-Verlag), Ast
oder
b. Die heilige Flamme (Rein) Echott-Verlag), sst.
9. Freiheit. die ich meine (Groos — Rein) 8.S. B. st.
J.
Da sind die starken Wurzeln deiner Kraft ...
Vaterland und Heimat.)
An die deutsche Nation (altes Volkslied) (Willms) st.
b. Ebling in Mainz.
Alles schweige (Rein) L.S. B. S. 78, Ast.
Durch tiefe Nacht ein Brausen zieht (Mendelssohn-Barthosdy)
P.M. J. ast.
Lied vom Vaterland (Lendvai) Schott-Verlag, Ast.
Dem Volke (Bearbeitg. des „Wilhelmus v. Nassauen““)
(Lendvai) LS. B. S. 83, Ast.
Natersändische Bossaden von Loewe oder Ansprache
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GSIZIRAMICEC ist der Beste!
nIOMIVI ist der Bestel
Hersteller: Malz⸗ und Malzkaffee-Fabriken „Union“ A.G.
Saarbrũûũcken 3, Neussrabenuegq 2, Telephon Nummer 20225
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