Full text : 11.1933-1934 (0011)

Seite 96 IIIn
Der rührige Kircheuchor St. Müchael Sanrbrücken ver—⸗
anstaltete unter dem Leitwort „Christus dem König“ ein
geüstliches Konzert zum Besten der Armen der Stadt, dem
Chormeister Josef Huber ein großangelegtes, für neuzeit—
liches Kunstschaffen bedeutsames Programm zugrunde ge—
legt hatte, das mitgeteilt zu werden verdient:
1. „Der Herr ist König'!
Psalm für gem. Chor, Orchester und Orgel G. Rüdinger
Wie wunderherrlich ist dein Name“
symne für Tenorsolo, gem. Chor, Orchester und Orgel. . J. Kromolicki
Preisgesang auf Christus König
ür gem. Khor, Orgel und vier Bläser 3. Kromolicki
Ehristus Rex“ Tongemälde für großes Orchester, Soli u. gem. Kbor G. Erlemann
Erstmalige vollständige Aufführung in Deutschland)
a) Die Erwartung
b) Die Aukunft
ch Der Gesandte Gottes
d) Die Passion
e) Auferstehung und Verherrlichung
Alle Mitwirkenden: Der wohlgeschulte verstärkte Kirchen—
chor St. Michael, das gesamte Städtische Orchester, die
Solisten Christian Lentes (Tenor) und Albert Bock Gariton)
wie Josef Huber ir. Ergel) setzten ihr Bestes an die Auf⸗
führung, die sich der Verein afls vollen Erfolg buchen darf

uillll Saar-Säuger-Bund IIIP.— ugph Nr. 4—
bei weniger günstigem Wetter. Sie sind es dem rührigeon
Gau und sich selbst schuldig und sie verschaffen sich tatfäch—
lich eine prachtvolle Feststunde voll hohen Kunsigenusses
Sollten sich nicht auch die Vereine der Nachbargäue ein—
mal überlegen, ob sich nicht zu einem solchen Konzert im
entzückenden Ludwigspark eine Sängerfahrt mit Frauen
und Kinder lohnen würde. Wer macht den Anfang? St.
Gau Saarbrücken-Burbach.
Das Konzert des M.G. B. „Loreley-Viktoria“ Saarbrücken—
Burbiach im Lutherhaus kann als gut vorbereitet und durch—
zeführt bezeichnet werden. Der Verein hat sich unter seinem
noch neuen Chorleiter Peter Maß gesanglich wie auch an
Stärke gut entwickelt. Man sieht auch hier ein Zu- und
Vorwärtsstreben durch die Jugend. Die Chöre „Lebenslied“
son Hugo Kaun, „Deutsches Lied“ von Fr. Hegar und
„Glockenlied“ von Erwin Lendvai waren gut einstudiert,
sedoch für den jungen Sängernachwuchs etwas zu schwer
Es fehlt an Stimmenausgleich und auch am Angleichen ge
visser, strebsamer Sänger, was sich aber durch den Chor
leiter noch beheben läßt. Die übrigen Lieder waren ge—
zjällig und gut vorgetragen. Das aufmerksame und recht
»eifallgebende Publikum lohnte dadurch die Arbeit des
Vereins, der heute in sicherer Leitung steht. Die Solisten
des Abends gaben ihr Bestes und ernteten großen Beifall
Schade, daß der Saal nicht ganz besetzt war, bei dem
niedrigen Eintritt von 2 Fr. Auch hier versagten der Gau
und die angeschlossenen Vereine. Es wäre heute am Platze,
daß man auch in Burbach bald eine große Konzert-Gemein—
schaft an Sängern begrüßen könnte. Immer aufwärts und
vorwärts im deutschen Lied! M.
GBau Saurlouis.
In der Jahresgeneralversammlung des M.G.V. Sänger-⸗
büund 1871 Saarwellingen gedachte Vorsitzender Ucko mit
warmem Nachrus des verschiedenen Vorsitzenden des DeB
Dr. Hammerschmidt, worauf sich alle Beteiligten von ihren
Sitzen erhoben. Im Jahresbericht wurde als besonders

Der Geihnugvrerein der Straßeubahner machte sein 6.
Stiftungsfest zu einem wohlgelungenen Werbeabend. Vor—
sitzender K. Elberskirch und Enuvorsitzender Oberregierungs—
rat Jaeckel gaben der Veranstaltung mit trefflichen Worten
eine gute Einführung. Als Solist errang sich Albert Bock
lebhaften Beifall. Mit großer Spannung sah man den
chorischen Darbietungen des jungen Veréeins entgegen. Es
muß fsreudig anerkannt werden, daß die Sängerschar von
ihrem Chormeister H. Lansch, der sowohl gute ältere, als
auch neue Chorliteratur, namentlich wertvolle Voltslieder
zum Klingen brachte, in Liedwahl und Schulung gut be—
aten ist. Der Berein schreitet eifrig vorwärts und wird
sich bei Treue und Fleiß bald einen guten Namen er—
rungen haben.
Anläßlich des 40. Stistungsfestes des Artillerie-Vereins
Saarbrücken, unter Anwesenheit des General-Oberst a. D.
Heye, in der Wartburg verschönerte M.G.V. „Liedertafel“
Sarbrücken 3 durch seine Lieder-Vorträge die eindrucks—
volle Feier. Unter Willi Schäfers straffer Leitung ge—
langten zum Vortrag Chöre von Wohlgemuth, Trunk,
Lendvai, Kirchl. Wohlgemeinter Beifall wurde den Dar—
bierungen zuteil, so daß sich die freudige Sängerschar noch
zu einer Zugabe und zwar „Nachtwandler“ von Wilhelm
Rinkens bequemen mußte. RF

Nachruf.

Am 12. Mai gaben die
Sangesbrüder vom MGV.
Sängerbund 1871 Saar—
wellingen ihrem Ehrenmit—
glied 9

Es kann nicht nachdrücklich genug auf die ausgezeichneten
Gaukonzerte hingewiesen werden, die der Gau Sagarbrücken
von Zeit zu Zeit im Sängerheim Stadtpark Ludwigsberg
veranstalten läßt. Akad. Musiklehrer H. Gillessen hat ein
aus Berufsmusikern bestehendes Orchester zusammengestellt
und zu einem prachtvollen Ensemble geschult, das jedes—
mal mit erlesenen Orchesterwerken aufwärtet und den Gau—
konzerten den künstlerischen Rahmen gibt. Es ist wirklich
hohe Kunst, die hier unter Chormeister Gillessens sicherem
und befeuerndem Stab zum Klingen kommt. Das 5. Gau—
konzert bestritt unter Chormeister Nik. Rodermann aufs
beste der Kath. Männergesangverein mit seinem Frauen—
choör. Er zeigte sich wohldiszipliniert und bereitete den
Gästen eine Feststunde. Das 6. Gaukonzert, an dem der
Postgesangverein unter Georg Hitzelberger und der Männer—
quartettverein unter Bernhard Jungfleisch ausgezeichnete
Gaben boten, erhielt durch die Teilnahme des M.G. B.
Freundschaft aus Ettlingen unter seinem ausgezeichneten
Chormeister Braun eine besondere künsthberische Note. Die
Gauvereine müßten es sich zur Ehrenpflicht machen, diese
Gaukonzerte mit ihrer Familie fleißig zu besuchen, auch

das letzte Geleit. Als
Mitbegründer des ersten
Gesangvereins 1871 in
der hiesigen Feuerwehr ist der verstorbene Sangesbruder
der alteste Sänaer unseres Ortes gewesen. R. i. p.
zo00 Der Vorstand. J. A.: M. Hoffmann.

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