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Tagung des Gesamtausschusses des
in Goslar.
In den letzten Tagen der vergangenen Woche herrschte in die Ausführungsbestimmangen zur Satzung
VBstillen, winterlich im Schnee liegenden Harzstädtchen ein, die bis in alle Einzelheiten durchberaten wurden. Man
reges Leben. Der Gesamtausschuß des D.S. B., in dem sich erhofft eine debattelose Annahme auf dem Dortmunder
Vertreter der deutschen Sängerbünde vereinen, hatte sich Sängertag, der übrigens auch über die Verwendung des
ꝛersammelt, um seine erste diesjährige Sitzung abzuhalten. Erträgnisses der im Vorijahre veranstalteten Sänger
Sie stand unter Leitung von Rektor Georg Brauner, bundeslotterie entscheiden wird.
Berlin, der seit dem Tode des Vorsitzenden, Dr. K.
dammerschmidt, München, die Bundesgeschaäfte vertretungs- „„Das Programm des Dortmunder Sängertages (21. bis
zeise führt. Er eroffnete die Sißzung mit einem warmen 28. Aprilh), der verbunden ist mit einem „Kulturtag“, steht
Rachrus für den Verstorbenen, der dem D. S.B. unmittelz ununmehr endgültig fest. Der Kulturtag wird eröffnet mit
bar nach dem erfolgreichen Feste in Frankfurt a. M. so ꝛiner Begrüßungsänsprache des stellvertretenden Vorsitzenden
ah enirissen wuͤrde Bei der kurzen Gedächtnisfeier wurde des DS.B. Geporg Brauner,, pdann folgt ein Referat
in Gemalde des Münchener Maälers Wilk enthüllt, das den über eine volksdeutsche Frage Anschließend daran spricht
Verstorbenen darfleilt. Es ift für das Deutsche Sänger⸗ der Geschäftsführer des D.s B. JIoh. Poppe, über
nuseum in Nürnberg bestimmt und wird dort einen Ehren- SLehrgangsarheit im D. S. B. für die musikalischen und per—
olatz erhalten. valtungstechnischen Führer“. Den Abschluß bildet ein Vor—
Zas große Ereignis der Tagung bildete die Abrechnung rag des Obmanns des Musitausschusses. Staatskapellmeisten
des Frantfurter Sangerfestes die der Vorsiende des Fefte Ar. Rohert Laugs „Musilalische Zeitfragen im D.S. B
uüsshuffes, Rechtsanwalt und Rotar DeeeK. Hermanu, Beiden Vorträgen soll eine Aussprache folgen. Rachmittags
Franifurt a. vortrug an Hand seines ausführlichen ind abends sind Konzerte mit durchweg neuzeitlicher Lite—
herichts, den er in der Deutschen Sängerbundeszeitung“ atur vorgesehen. Es wirken mit: Dortmunder Quartett—
eröffentlicht hatte. Er gab Lin ausfuhrliches Bild über verein (Leiter: Max Galle), Kranzhoff'scher Quartett-Verein
die Vorbereitungen des Festes, die mit ganz außergewöhn⸗ Leiter: Jakob Kranzhoff), Frauenchor des Lehrergesang—
ichen Schwierigkeiten verdunden waren, und schilderte ein- dereins, Dortmund Geiter: Hermann Dettinger), Kasseler
jehend den finunziellen Aufbau der Veranstaltung, der für cappella-Chor (Geiter: Dr. Robhert Saugs). Dortmunder
Ale zukünftigen Fefte vorbildiich sein dürfte Dri“ Hermann vvangelischer Männergesangverein eiter: Albbert Lamberts)
entfachte eine jubelnde Begeisterung als er als Krönung dehrer-Gesangverein, Dortmund (Leiter: Herm. Dettinger)
seines Berichtes den Ueberschuß bekanntgab, den das Fest dortmunder Männergesangverein (Leiter: Dr. H. Paulig)
wbgeworfen hatt Nicht weniger'als 157 000 RM. zeigt die Sänger-Vereinigung Hörde 1928 Geiter: Albert Lamberts
n Wenigen Rongaten fertiggestellte Bilanz Frankfurt steht Die geschäftlichen Verhandlungen find für den 22. und 23
damit an der Spitze aller bisher veranstalteten Bundes— April vorgesehen. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen
este Wenn troß' der schweren Rotzeit, trotz innerer und die Neuwählen der Ausschußmitglieder und die Wahl der
iußerer Hemmungen es möglich war, das Fest zu einem so Feststadt des nächsten, 1937 stattfindenden 12. Deutschen
zünstigen Abschluß zu bringen, so liegt das in erster Linie Zängerbundesfestes. Ueber beide Angelegenheiten wurde
n der betont sachlichen Fuͤhrung des Festausschuffes durch auch in Goslar verhandelt. Als Feststädte kommen Leipzig
Dr. Hermann und an der müstergültigen Arbeit aller derer, und Breslau in Frage, die beide Bewerbungen eingesandt
die an dem großen Werke unter feiner Leitung mitarbei- jaben. Des weiteren nahm der Gesamtausschuß Stellung
elen Hier in in erster Linie KarSeeimn'a nan, und u der viel erörterten Frage des Musikschutzverbandes. Es
Alpred Eßbach zu nennen, die ihm die ungeheure st berechtigte Aussicht vorhanden, daß eine vollständige
Arbeitslast tragen halfen. Aber auch alle anderen Mit— kinigung erzielt wird und ein vertraglicher Zustand ein—
zlieder der Ausschüsse sind am großen Erfolg beteiligt, nicht ritt, der beide Parteien befriedigt. Mit Schluß der Gos—
uletzt die Bevölkterung der Stadt Frankfurt, die mit größ⸗ arer Tagung hat der Gesamtausschuß in seiner bisherigen
lem Interesse dem Feste gegenüberstand. Der Ueberschuß gufammensetzung seine Amtszeit beendigt. Die Neuwah!
des Festes, an dem auch die Stadtverwaltung Frankfurt indet in Dortmund statt. Nach der neuen Satzung wird
deteiligt ist, wird zu bestimmten, noch festzulegenden Zwecken der Ausschuß wesentlich verkleinert. Gleichzeitig mit dem
berwendet, über die der Sängertag entscheiden wird. SBesamtausschuß tagten auch in Goslar Musikausschuß Ob⸗
Die weiteren Verhandlungen galten dem internen Auf- nann: Dr. R. Laugs), Presseausschuß Obmann: Hauptbau
des Bundes: Jahresrechnung 1932 und Vor- (hhriftleiter W. Mirbach) und Hauptausschuß (Vorsitzender
Inschlag 1933 wuürden genehmigt. Breiten Raum nahmen BfSeorg Brauner). Dr. Ewens.
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Die Liederblältler des Deutschen Süngerbundes.
Der deutsche Sängerbund hat ein Werk begonnen, das es — D——
A die Aufmerksamkeit aller Vereine im höchsten Maße Da die Franksurter Chöre bereits an dieser Stelle be
zrregen muß. Er gibt eine Reihe lheichter bis mittele sprochen wurden, beschränke ich mich auf die neu hinzu—
schwerer Werke von zeitgenössischen Meistern heraus, die gekommenen.
rotz geringer Anforderungen wertvolles Chorgut darstel⸗ Als der eigenartigste unter den Chören entpuppt sich
en. Vabei soll den Bundesvereinen die Anschaffung denk— „Bergan“ von Franz Ludwig, ein die Stimmung
ar erleichtert werden. (Vgl. SSB. Nr. 10 vom Fanuar des Gedichts düster untermalender fünfstimmiger Chor
1933 Seite 231) Es handelt sich dabei um eine Fortsetzung dessen besonderer Reiz im ständigen Abwechseln der drei
ind Ergänzung der bereits anläßlich des Sängerfestes er Oberstimmen und der beiden meist in Oktaven schreitenden
schienenen Frankfurter Festchoͤre. Es besteht kein Zweifel, Bässe liegt. Der Schlußteil („In stiller, tiefer Ruhe“
däs dies eine in die Zukunft weisende Tat ist. Den Ver- beginnt in einem dunklen vierstimmigen Satz der tiesfen
uinen wird die Anschaffung gewaltig verbilligt, den Chor- Bässe, der mit seinem Kolorit von merkwürdiger Wirkung
neistern die Auswertung und Nuswmahl leicht gemacht, da sein muß. Bis auf eine unsangliche, daher unorganische
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—— — —— 58 Haushalt. Besonders ietzt vor Ostern
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