can Gafecrote Ginnitnn
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Monatfusschrift
Ueber 3Z00 Vereine mit uber 30 ooo Mitgliedern. Herausgegeben im Auftrage des Bundes
von Stadtschulrat Dr. h. e. Haus Bongard und Rektor Waliher Stein, Saarbrücken.
druch und Verlag der Buch— und Kunftöoruckerei Bebr. Hofer A.G. Saarbrücken.
Bsöolklingen und Leinzig. Bezugspreis Ar. 5.— vierteljährlich. Einzelnummer kr. 2. —
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AUr. 12. Jahrgang
NAuffindung der Grabstätte von Beethovens Mutter.
Feierliche Uebergabe des Grabes in die Obhut der Stadt Bonn.
Gier ruht die Mutter Beethovens, Maria Magdalene
MRMgeborene Keverich. Gestorben am 17. Juli 1787.
Sie war mir eine so gute, liebenswürdige Mutter,
meine beste Freundin! So
lautet die Aufschrift der
Brabplatte, die der Verein
Beethovenhaus auf das
im April ds. Is. auf dem
alten Bonner Friedhof in
der Bornheimer-Straße
aufgefundene Grab von
Beethovens Mutter an—
bringen ließ. Auch wurde
der Grabhügel, zu dem
nun unsere Beethoven—
freunde hinpilgern wer—
den, würdig bepflanzt.
Die aus grauem, polier—
tem Muschelkalk bestehende
Platte ist etwa anderthalb
Meter hoch. Sie ist an
die Mauer angelehnt und
hat fast deren Höhe. So
ist nun der alte Bonner
Friedhof, auf dem so viele
bedeutende Persönlichkeiten
ihre letzte Ruhestätte ge—
funden haben, wo man
noch im vorigen Jahre an
Schumanns Grab dessen
75. Todestag feierte, um
eine Stätte weihevoller
Erinnerung reicher ge—
wporden.
Größten unter den Großen, volles Verständnis. Bei
den Nachbarn aus der Rheingasse, wo die Familie
viele Jahre wohnte, wurde sie als die sanfte und edle
Frau gerühmt, was auch
namentlich von Wegeler,
dem treuen Freund des
zjungen Ludwig, bestätigt
vurde.
Man nahm lange an,
daß Maria Magdalene auf
dem kleinen Kirchhof bei
St. Remigius, zu dem das
Haus Wenzelgasse 25 ge—
hörte, beerdigt sei. Ein
Brand zerstörte diese Kirche
um das Jahr 1804 und
der Friedhof wurde in
den damaligen unruhigen
Kriegszeiten eingeebnet. So
schien es völlig aussichts—
os, das Grab der Mutter
Beethovens jemals aufzu—
finden. Es ist ein großes
Verdienst des inzwischen
verstorbenen Professors
Dr. Knickenberg, Bonn,
Licht um das Dunkel dieser
Grabstätte gebracht zu ha—
ben. Ihm schrieb ein ehe—
maliger Bonner Bürger,
deinrich Baum, jetzt in
Düsseldorf wohnhaft, „wie
bedauerlich es sei, daß das
Grab der Mutter Beet—
hovens bei all den Beet—
hoven-Festen in Bonn so
völlig unbeachtet geblieben
sei, einer Mutter, deren
Ruhestätte ständig in Blumen prangen sollte, da sie
doch der Welt und besonders dem Rheinland einen
der Größten der Menschheit geboren habe; wie oft habe
ꝛr schon als Kind an dem einfachen Grabe auf dem
alten Friedhof in Andacht gestanden.“ Er machte die
zestimmte Angabe, daß er als junger Mensch an der
Umfassungsmauer des Friedhofes eine Steinplatte mit
dem Namen Beethoven und Keverich gesehen habe
Ludwig van Beethoven
schrieb kurz nach dem Hin—
scheiden seiner geliebten
Mutter an den Augsbur—
gischen Rat von Schaden: „Sie war mir eine so gute,
liebenswürdige Mutter, meine beste Freundin! O, wer
war glücklicher als ich, da ich noch den süßen Namen
Mutter aussprechen konnte — und er wurde gehört!“
In der Sammlung der Handschriften des Beethoven—
Hauses.) Die sanfte, stille Mutter, die dem dürftigen
daushalt des launenhaften Vaters vorstand, fand
ramentlich für die seelischen Nöten ihres Ludwig, des