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Berichtigung. In der Mainummer, Seite 42, unter dem
Bericht Gau Saarlouis muß in der 4. Reihe anstatt Gau
Eppelborn, Gau Bisttal eingesetzt werden, weil der M.G. M.
„Heiterkeit“ Altforweiler an dem Singen in Büren teil—
genommen hat.
Gau Sulzbachtai.
Der Gau Sulzbachtal kann sein erstes Gaukonzert in
Friedrichssthal als einen vollen Erfolg buchen. Das gilt
sowohl vom Besuch und der äußeren Organisation, wie
aamentlich von den künstlerischen Leistungen. Neben guten
älteren Chören kamen auch fein durchgearbeitete zeitge—
nössische Chöre zum Vortrag; wir nennen nur „Der stille
Hof“ von Siegl, „Morgenlied“ von Kahn, „Altschwedisches
Hirtenlied“ von Wagner-Schönkirch und Rinkens „Das
wige Lied“. Beteiligt waren Männerchor Schnappach unter
Trenz, Frohsinn Friedrichssthal unter Schneider, M.G. V.
1877 Hühnerfeld unter Minnich, M.G.V. 1867 Friedrichs⸗
thal unter Dr. Stilz, Frauenchor des M.G. V. Liederkranz
Elversberg und Sängervereinigung von 1929 Bildstock,
die letzteren unter Gauchormeister Meyer. Im Mittelpunkt
stand ein Vortrag des Bundesschriftführers Stein, dem das
bollbesetzte Haus mit Aufmerksamkeit und sichtbarem
Interesse folgte.
VUlnl Saar⸗Sänger-Bund IIIB 1;11 p0 Nr. 4
nahme des Bundes am 35. Stiftungsfest Ausdruck, wies
auf das Verpflichtende der Tradition hin und bat den
trebsamen Verein und seinen Chormeister um Mitarbeit
m Bunde bei dem Bemühen, große Chorliteratur, nament—
ich auch zeitgenössischer Meister, zum Klingen zu bringen.
Sein besonderer Gruß galt den noch lebenden Gründern
des Vereins und den Sängerveteranen überhaupt, weiter—
sde den lieben Gästen aus dem Vaterland. Treffliche
Musikvorträge und Chöre gaben der Feier einen wür—
digen Rahmen, so daß die Feststunde allen in gutem Ge—
dächtnis bleiben wird
Gau St. Wendel.
Der Gautag des Gaues St. Wendel stand unter der
Ldeitung von Gauvorsitzenden Lehrer F. Warken und war
bon echtem Sängergeist beherrscht. Das kam so recht bei
der Aussprache über das vor kurzer Zeit in Neunkirchen
zusgetragene Wertungssingen der hiesigen Vereine zum
Ausdruck. Nach der Verlesung des Geschäfts- und Kassen—
derichts folgte die Vorstandswahl; Gauvorsitzender Lehrer
F. Warken wurde einstimmig wiedergewählt; desgleichen
der Schriftführer. Die Zahl der aktiven Sänger des Gaues
zeträgt jetzt 633, die Gesamtmitgliederzahl ist 976. Das
etzte Arbeitsjahr brachte eine Reihe guter Konzerte und
ünstlerischer Veranstaltungen. Für den nächsten Winter
'oll gemeinsam mit den anderen interessierten Verbänden
und Organisationen ein Programm aufgestellt werden, das
den Bedürfnissen angepaßt ist. Die Tagung war umrahmt
don schönen Darbietungen des M.G.V. „Orphea“ unter
deitung von Lehrer Weber. Die nächste Tagung findet
in Niederlinxweiler statt.
M.G. B. Frohsinn 1907 Dudweiler eröffnete die Feier
seines 25. Stiftungsfestes durch einen trefflich vorbereiteten
und durchgeführten Festabend, vom Vorsitzenden Hamm
mit herzlichen Willkommsworten eingeleitet. Rektor Resch
entwickelte in seiner Festrede die Bedeutsamkeit der Männer—
gesangvereine als wahre Bildungsstätten für unser Volk.
Beigeordneter Scherer überbrachte für den erkrankten
Bürgermeister die Glückwünsche der Gemeinde, Bundes—
schatzmeister Düren die des Bundes. Ehrenvorsitzender Mor—
scheid überbrachte Ehrungen an die Jubilare. Die Feuer—
wehrkapelle gab mit dem „Einzug der Gäste auf die Wart—
burg“ und einer Fantasie über „Lohengrin“ und verschie—
denen gut vorgetragenen Musikstücken den musikalischen
Rahmen. Beteiligt waren an der Feststunde neben dem
Jubelverein M.G.V. Concordia Herrensohr, Gem. Chor
Jägersfreude, Arion Herrensohr, die mit ihren prachtvollen
Chösren einen Einblick in die künstlerische Arbeit unserer
Vereine gaben. So war alsbald für die rechte Feststimmung
gesorgt, die bis zum Schluß alle Teilnehmer in ihrem
Bann hielt.
Seinem 35. Stiftungsfest gab M.G.V. „Concordia“ Sulz⸗
bach einen prachtoollen Auftakt durch einen künstlerisch auf
hoher Warte stehenden Festabend. Vorsitzender Henschel
begrüßte in warmen Worten die geladenen Gäste und die
Gastvereine von Mofsel, Pfalz und Nahe und verlas eine
Reihe interessanter Kundgebuügen, darunter ein Telegramm
aus Chikago, Bürgermeister Barth überbrachte, zugleich für
den Herrn Landrat, die Glückwuͤnsche der Gemeinde und
cückte die Kulturbedeutung der Männergesangvpereine ins
dicht. Bundesschriftführer Stein agab der herzlichen Anteil—
Gau Warndt.
Die Sängervereinigung „Eintracht-Harmonie“ Groß—
osseln veranstaltete einen Familienausflug nach dem
dyllisch gelegenen Warndthof-Weiher und nach Werbeln.
die Beteiligung war mit 280 Personen nicht zu hoch
zeschätzt. An der Spitze marschierte ein Trommlerchor und
die Musikvereinigung von Großrosseln, welche uns ab—
vechselnd durch ihre wohlklingenden Märsche erfreuten und
denen auch an dieser Stelle herzlichst gedankt sei. Am Warndt—
zof⸗Weiher ange?ommen, erklang unter Chormeister Claus der
deutsche Sängergruß und das machtvolle „Deutschland, dir
nein Vaterland“'. Nun überraschte uns die Sänger—
»ereinigung Geislautern, die mittlerweile mit einer Musik—
apelle eingetroffen war, mit einigen schönen Liedern,
'o daß sich den Zuhörern ein abwechslungsreiches und
chönes Programm bot. Dann ging es durch den herr—
ichen Wald nach Werbeln. Dort würden nach kurzer Rast
inige Lieder vorgetragen, und nachdem das Jungvolk sich
»eim Tanze vergnügt hatte, marschierten wir mit dem
Bewußtsein einen herrlichen Tag edler und reiner Freude
rlebt zu haben, mit einem herzlichen „Auf Wiedersehn“
nach Großrosseln zurück
Hom Büchertisch.
Zeitschrift sür Musik, Monatsschrift für eine geistige Er—
neuerung der deutschen Musik, gegründet 1834 von Robert
Schumann. Herangaher Gustav Bosse, Regensburg, Preis
vierteljährlich 3,60 RM., Einzelheft 1,35 RM. Die Z.f. M.
verfolgt aufmerksam und fachkundig das gesamte musika—
lische Leben. Immer wieder wird auch Bericht erstattet
ovom Saargebiet und unserer Bundesarbeit. So setzten
sich die beiden letzten Nummern nach der musikalischen
und literarischen Seite mit Lendvais „Psalm der Be—
freiung“ auseinander, mit dem der S. S. B. auf dem Frank—
furter Bundessest aufwarten wird. Aus der Fülle wertvoller
Aufsätze greise ich heraus: Othmar Schoeck von Dr. Hans
Corrodi. Paul Hindemiths Oratorium „Das Unaufhörliche“
von Walter Berten, Das 62. Deutsche Tonkünstlerfest des
„Allg. Deutschen Musikvereins“ in Zürich, Was unter
Sachlichkeit in der Tonkunst zu verstehen wäre von
Dr. Alfred Heuß, Rundfrage über das absolute Gehör von
Dr. A. Welleck, Musiktantiemen von Julius Nitsche, Ber—
liner⸗,, Wiener-Musik, Preisrätsel, Berichte und Mittei—
lungen aus dem Konzertftseheöen. von Over. Madio. Kino
Unterrichtswesen, Musikern, Neuerscheinungen — ein treff—
sicher Spiegel des gesamten Musiklebens!
In dieser Frauennummer am rechten Platz ist unser
enpfehlenswerter Hinweis auf Thiemanns Frauenbücher,
Verlag K. Thiemaun, Stuttgart, Preis 2 RM Siterarisch
zedeutsam und trefflich ausgestattet und illustriert. Wir
iennen: Kiuderspiel und Kinderarbeit. Briese aus dem
dindergarten an eine Mutter. Mit 16 Beschäftigungsvor—
agen und8 Tafeln Kinderarbeiten. Von Nelly Wolffheim.
Fuüͤr manche Mütter, besonders für solche, die früher nie
helegenheit hatten, sich mit Kindern abzugeben, bringt das
Alter zwischen 326 Jahren schwere Stunden. Sie wissen
nicht, wie das Kind beschäftigen, und wollen es doch nicht
yon sich abschieben, ohne ihm voran zu helsen. Da gibt
ins Nelly Wolfsheim in ihrem Büchlein geschickte, wertvolle
Anleitung. Ihre Gedanken über die verschiedensten Be—
chäftigungsspiele und Arbeiten lösen nicht nur in Mutter
und Kind freudige Spannung, sie regen auch an, Eigenes
ruszudenken. Für Sommer und Wiuter, für Regen und
Zonnenschein. Kinderdgehurtstafsfeiern sind Vorschläge par