Zeite 82 e PPhh Saar⸗Sänger-Bund t' unii Nr. 4
Jeder Verein muß einen selbstgewählten Chor und ein iedertag des Gaues Homburg als eine gewaltige,
Vollslied vortragen. Nach Beendigung des Singens er— on vielen Tausenden besuchte Massenkundgebung auf dem
olgt dann eine kurze Kritik. Jedem Verein geht in der Narktplatz. Nach einer von hohem vaterländischen Schwung
nächstolgenden Woche eine schristliche Kritik vom Wer- »eseelten Festrede des Bürgermeisters Ruppertsberg, in der
ungsrichter zu, welche auch gleichzeititig an die Gau- er die Freiheit zur nationalen Selbstbeftimmung an
And Bundesleitung, geht. Der ELintrittspreis wurde für der Saar sals sfelbstoöerständliches Recht beanspruchte, damen
Sänger uf. J Fr, und für Nichtfänger auf 1,50 Fr. seste inter dem Stabe von Gauchormeister Musitkdirektor Bech
gesetzt. Da die Zahl der angemeldeten Vereine als zu hoch her schon am Vorabende mite der „Sangerobereinigung
ingesehen wurde, wurde beschlossen, daß die Vereine, domburg“ wefentlich zur Erhöhung des Festgebantens bet
velche die Zahl 60 erreichen, in die Gruppe 3 verlegt Ftragen' hatte, eine Reihe von überaus wirkungsvollen
verden. Von Homburg und Zweibhrücken aus werden Sonder⸗ Rassenchören zum Vorteag: vaterländische Choͤre von
züge zum Franksurter Sängersest eingelegt. Der Fahrpreis Fiarschner, Heinrichs und Srriegler, herriiche Volrszliedfätze
eträgt gür Hin- und Rücksahrt per Eil-Sonderzug un- son“ Groß, DHthegraven und Be. Nuch“ in“ dem nach⸗
gesähr 50 FIr. Eine Meinungsverschiedenheit zwischen dem digenden“ Feftzuge der übrigens recht voltstümlich und
Quartettoerein „Edelweiß, Frankenholz und der Gauleitung rigineil gestallet war, sehlten die Sanger nicht Much sie
vurde durch Ausklärung beigelegt. »ekannten sich hier wie überall zu dem Motto dieses Festes:
Der mit einer bedeutsamen Presse-Kundgebung für Saar der ist in tiefsster Seele treu, wer die Heimat so liebt
und Pfalz verbundene Heimattag in Homburg zur wie du!
Heimattag in Homburg: Massenchor des Gaues
dundertjahrs-Erinnerung an den Kampf um die deutsche
Pressefreiheit beim Hambacher Fest, zu welchem von Hom—
hurg aus der Anstoß gegeben wurde, ries selbstverständ—
lich auch unsere Sänger vom Gan Homburg auf den Plan.
Den sestlichen Veranstaltungen am Samstaa: Pressetagung
Jugendliche Trommler und Pfeifer der D. T. an der Spitze vor
dem Festwagen der Sänger.
und Gedenkfseier solgten am Sonntag Gottesdienste, Ent—
hüllung von Gedenkklafeln, Erösfnung des Heimatmuüseums
— sein Besuch sollte auch bei Sängersahrten nicht ver—
iäumt werden!“ — der hdurch Radio ühertragene Woles—
unter Musikdirektor Beck
Gau Neunkirchen.
Das vom Wellesweiler Männerchor veranstaltete Konzert
ewies aufs neue die dorun ittene Gefangsutie
dieses strebsamen Vereins. Sorgfältige Ton- und Tert—
»ehandlung, sicheres Erfassen der einzelnen Tonstufen,
deachtenswerte Atemtechnik, äußerst wirksame Schattierungen
und Phrasierungen und nicht zuletzt eine feinsinnige Pflege
des Piano-Gesanges sind unbestrittene Vorzüge dieses
Männerchores, der sich unter der Leitung von Gauchoör—
meister Josef Rhein zu einem der besten Männergesang
bereine des Gaues Neunkirchen entwickelt hat. Die einzelnen,
der älteren und der neueren Literatur eütnommenen Kom—
positionen ersuhren eine Interpretierung, die ein voll
gerüttelt Maß von Anerkennung verdient, allen voran der
schwierige Hegar'sche Kunstchor „Die beiden Särge“ und
die beiden ersten Gesangsnuͤmmern des Programins. Mit
besonderem Ersolg beteiligten sich an den Darbietungen die
rächtigen ersten Tenöre und die sonoren zweiten Bässe. Die
Orchesterbegleitung zu dem mächtig wirkenden Heimat—
gebet“ von Kaun und zu den gesälligen melodiösen“, Dorf—
schwalben aus Oesterreich“ von Strauß-Keldorser lag bei
der Kapelle Leßmeister-Omlor, die den öorchestralen“ Teil
des wertvollen Programms bestritt, in guten Händen, und
die beiden von Herrn Leßmeister wundervoll gespielten
Biolinsolis lösten unter der gewandten Begleitung Om—
lors ebenfalls lebhaften und wohlverdienten“? Beifall aus
Alles in allem eine ersolareiche und künftlerische Veran
taltunqd. Franz Dörina.
Bunter Abend des M.G.V. 1899 Landsweiler-Reden!
rinkelnder Humor in dem Ernst und der Not unserer
Tage! Auch eine Nufgohe hesfender Sandgesbrüderlichkeitf