Full text : 10.1932-1933 (0010)

Nr. 3 IIIIII.
und Kinderchor der Hospitalschule standen unter Leitung
von Felix Warken. Ueber tausend Hörer erfreuten sich
sowohl an den mächtigen Klängen des 75 Mann starken
Männerchores, als auch an dem hellen Jubeln der frischen
Kinderstimmen. Es war eine Weihestunde.
Von zielbewußter Arbeit zeugte auch der Liederabend
des 16 Mann starken Onuartetts Lambert, den der Verein
unter Mitwirkung von Willibald Rupp (Baß-Bariton),
Eluus Stabler (Violine), Karl Stabler (Cello) und Hans
Loch (Piano) mit einem Programm bestens bestritt, das
uns wertvoll und interessant genug erscheint, es hier zu
heröffentlichen:

All Saar⸗Säuger-Bund IIIIB.
Bau im Bunde vorwärts kommen will. Dringend bittet
der Gau um die tatkräftige Unterstützung der noch abseits
tehenden gebildeten und besser situierten Kreise, ganz be—
onders auch der Lehrerschaft, die ja die berufenen Volks—
ührer sind. Wo es gilt, deutsche Art zu pflegen, altes
deutsches Kulturgut, das deutsche Lied, jenes Lied, das
s auf der weiten Welt nur einmal gibt mit dem uner—
rründlichen Zauber deutscher Romantik und deutscher Seele,
deutschen Gemütes, da müßten alle führenden geistigen
Persönlichkeiten geschlossen dabei sein. Wie viel schöner,
reudiger würde sich alles gestalten! Muß denn der deutsche
Parteigeist auch wieder hier unbegründete Grenzstriche
ziehen, Gegensätze herauskonstruieren, die doch gar nicht
estehen? Kann man sich denn nicht einmal im Liede,
m Gesange einig finden? In vielen Städten ist man heute
ottseidank so weit, daß man die Gefährlichkeit des Unter—
angens eingesehen, die Harmonie des Gesanges durch die
disharmonie unfruchtbarer Kämpfe und Streitigkeiten zu
erstören. Einigsein ist das große Losungswort! Und wie
eicht müßte eigentlich eine solche Einigkeit auf dem Lande,
vo doch der Gegensätze lange nicht so viele sind wie in
Ztädten und wo die vorhandenen meistens noch künstlich
zjeschaffen wurden, zu erzielen sein! Deutsche Frauen,
»eutsche Männer, singt mehr! Gerade in diesen
stöten der Gegenwart, kann ein fröhliches Lied neue Hoff—
iung, neuen Mut machen, hilft eine fröhliche Weise leichter
iber Leid und Schmerz hinweg. Darum auch auf dem
Lande die Berufenen an die Front! Die Führer heran
die mithelfen wollen, das deutsche Lied wieder heimisch
verden zu lassen in jedem Hause, in jeder Familie! Fort
den Zank, weg die aufgerichteten Grenzen, die keine sind,
nig zufammengehen in dem, in dem man zusammengehört,
m Lied!

dul Seite 63

Teil: 1. a) Ave Veruunnn...
b) Christi Todesstunde 24
2. Andante aus Trio 35. —
3. a) Ave Maria..
b) Glockenlied....
1. Die Grenadiere, Baß Soloo
53. Andante con viriazioni aus Trio V
z. Ueber den Feldweg —
J. Teil: 1. a) Die Sprösdee....
b) Ei Mutter, liebe Mutter.
2. Scherzo (Allegro) aus Trio J op. 9ß.
3. a) Nun schürz dich, Gretlein, Volkslied
b) Der Zopr... .
4. a rinz Eugen
ee Baß · Solo ..
z. Trio 20 1. Tei
5. Es hat ein Bauer

... Mozart
Michael Haydn
.. J. Hahdn
Paul Lefmann
Erwin Lendvai
Schumann
. Mozgzart
J. B. Foerster
. Walter Rein
J. E. Ploner
. Zranz Schubert
.... bearbeitet von Gohler
....v. Othegraven
C. Loewe
C. Loewe
.J. Haydn
J. E. Ploner

St. Wendel rüstet sich, die Feier seines 600jährigen Be—
sttehens als Stadt festlich zu begehen. Den Auftakt bot der
Dratorienchor durch die Aufführung „Die Schöpfung“ von
Haydn. Am Gelingen hatten der Hratorienchor der Kon—
zerie und Theatergemeinde, das Orchester Prof. Skohoutils
und die Solisten Franzi Formacher, Wien (Sopran), Albert
Bock (Baß), Willi Lorscheider (Tenor) gleichermaßen we—
sentlichen Anteil. Organist Endres gestaltete als Dirigent
eine Aufführung, die ihm Gelegenheit gab, hohes künst—
lerisches Können erneut zu beweisen. Fest und sicher hatte
er Chor und Orchester in seiner Gewalt. Willig folgten
ihm alle, so daß während der ganzen Darbietung Chor
und Orchester zu einem Klangkörper verbunden waren.
Man wurde sich wiederum des ausgezeichneten Stimm—
materials des Chores bewußt. Vorbildliche Disziplin,
Exaktheit der Einsätze, sorgfältige Prägung aller dyna—
mischen Schattierungen zeichnen die Sängerschar (100 Da—
men und Herren) in hohem Maße aus. Das begeisterte
Publikum ehrte Chormeister Endres, Solisten, Chor und
Orchester mit stürmischem Beifall.

Gau Völklingen.
Die Vorstände der Gaue Völklingen, Wadgassen, Warndt
agten, um zu der Durchführung des Wertungssingens der
sßruppe 2 Stellung zu nehmen. Vom Bundesvorstand nah—
nen der 2. Bundeschormeister Beck, der Bundesgeschäfts—
ührer Rauchholz teil. Entsprechend der gemeldeten Sänger
ommen für dieses Wertungssingen folgende Vereine in
Frage: Fidelio Püttlingen, CäciliacEintracht Geislautern,
Zaargold Geislautern, Augusta⸗-Sangeslust Fürstenhausen,
vemischter Chor Völklingen, Heiterkeit Püttlingen, Ein—
racht Fenne, Verein zur Pflege des deutschen Volksliedes
hostenbach, Sangeslust Hostenbach, M.G. V. Schaffhausen
ind Concordia Lauterbach. Das Wertungssingen sindet
im 30. Oktober in Völklingen unter dem Sachverständigen
Musikdirektor Beck, Homburg, statt. Zum Vortrag kom—
nen 2 Chöre, darunter 1 Volkslied. Es ist bei der Aus—
vahl besonderer Wert auf neuzeitliches Liedgut zu legen.
Am 13. Juni 1932 findet in Völklingen eine Chorleiter—
zesprechung statt, zu der die Chorleiter und Vereinsvor—
tände noch Einladungen durch den Gau Völklingen er—
salten. In dieser Tagung wird der Sachverständige einen
bortrag über die musikalische Bedeutung des Wertungs—
ingens halten unter eingehender Behandlung der dabei
on den Chorleitern zu beachtenden wichtigsten Punkte.
luch erfolgt in dieser Sitzung, zu der die einzelnen Chor—
eiter ihre zum Vortrag kommenden Lieder vorlegen, die
brogrammaufstellung. Das Wertungssingen' der Gruppe 2
vird nicht nur für die beteiligten Vereine der drei Gaue
in wichtiges musikalisches Ereignis sein, sondern auch die
ibrigen Sänger des S. S.B. werden Gelegenheit haben.
hre musikalischen Kenntnisse wesentlich zu bereichern.
Zu Gunsten der Notgemeinschaft veranstaltete M.G.V.
Flora⸗Sangeslust“ Völklingen ein treffliches Vokal- und
Instrumentalkonzert, das seiner künstlerischen Bedeutsam—
eit und seines Zweckes wegen besseren Besuch verdient hätte.
chormeister Gustav Ballhaus bot mit seiner wohlgeschul—
en Sängerschar wertvolle Literatur: „Erdgeboren“ von
Viedemann, „Agnus dei“ von Hans Leo Hasler, „Ueber
den Feldweg“ von Foerster, „Waldeserwachen“ von Raf—

Gau Tholey.

Der vom Gaubvorsitzenden Dr. Steffens geleitete überaus
fruchtbare und eindrucksvolle Gautag des Ganes Tholey
n Alsweiler war von allen Vereinen beschickt worden. Im
Mittelpunkt der Beratungen stand der auf den 26. Juni
in Güdesweiler angesetzte Liedertag, der um 2 Uhr seinen
Anfang nehmen wird und als Goethefeier gedacht ist. An
zinen Einführungsvortrag werden sich die Chöre der Ver—
eine anschließen, von denen jedesmal einer ein Goethelied
sein soll. Als Konzertsänger soll Herr Rößl-Maydan vom
Staditheater Saarbrücken gewonnen werden. Alle Vereine
sollen ihr Bestes an eine möglichst vollkommene Darbietung
der von ihnen gewählten Chöre setzen. Wäre es nicht
empfehlenswert, wenn der Gauchormeister beauftragt würde,
vorher jeden Verein in der Probe zu besuchen? Es würde
dann gewiß eine einheitliche und künstlerisch bedeutsame
Feier zustande kommen. Als neuer Schriftführer wurde
Paul Schütz, Güdesweiler, gewählt. Gauchormeister Marx
erstattete Bericht über die letzte Musikausschußsitzung und
oerwies dabei aufs eindringlichste auf unsere Bundeszeit—
schrift, die unbedingt von jedem Sänger — auch den Ar—
zeitslosen — gehalften und gelesen werden muß, wenn der

MVAVV 7 ———
⏑ — Ludwis Zinke
—— — Mainerstr. 5s. Telefon 22547 / 30
            
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