Full text : 10.1932-1933 (0010)

Nr. 2 suene IIII Saar-⸗Sänger-Bunde“
talen Auftakt gab. Beethovens grüblerische Ouvertüre zu Jaes ebenfalls als ein treues Glied unserer Gemeinschaft,
„Egmont“, Haydns entzückende „Konzertante Sinfonie“ op. der stets auf das Wohl des Vereins bedacht war. Als Zeis
34, Wagners farbenprächtige Tannhäuser-Ouvertüre — hen äußerer Verbundenheit üherreichte der Vorsitzende dem
vpahrlich eine würdige Jubiläumsgabe! Und dann fsaßte ieu ernannten Ehrenmitglied die Ehrenurkunde sowie einen
Musikdirektor Beck Chor, und Orchester zu einer hinrei- Zierzipfel mit entsprechender Widmung. Sichtlich gerührt
zenden Wiedergabe von Max Bruchs „Frishjof“ zusammen, »edankte sich Faes für die große Ueberraschung. Weiler
Kraft und Süße des Werkes hingebungsvoll ausschöpfend. rwähnte er, daß er auch sern vom Sgarftrand nie die
Chor und Orchester setzten ihr Bestes an die vielfach recht ziedertafel vergessen werde und sich noch lange der schö—
schwierige Aufgabe, die Solisten Caroline Müller, Lud— ien Stunden erinnern werde, welche er unter seinen Sän—
wvigshafen, und Hermann Braß, Duisburg, fügten sich treff“ jesbrüdern verleben durfte. Zum Gedenken stiftete dJaeg
lich in das gewaltige Ensemble ein, so daß eine Aufführung den Chor: „Auf der Lüneburger Heide“ von Kirchl, welchen
zustande kam, die bei der großen beifallsfrohen Zuhörere der Verein dankend annahm Beisitzer Franz Dewes, Kö—
schaft stärkste Eindrücke hinterließ. riigin⸗Luisen-Straße 2, wurde zum ersten Kassierer und
zritz Faul, Schumannstraße 9, zum zweiten Kassierer ge—
vählt. R. F.
Wir haben stets mit besonderem Nachdruck auf die vor—
ildlichen Konzerte des unter Chormeister Akadem. Musik—
ehrer O. Schrimpf stehende Saarbrücker Lehrer-Gesang-Bereins
 hingewiesen. Es darf darüber aber keinesfalls der
dinweis vergessen werden, welche Bedeutung der Lehrer—
jesangverein für das künstlerische Leben unserer Stadt auch
»urch seine Mitwirkung bei den Konzerten des Städtischen
Zinfonie-Orchesters hal. So muß der hervorragende An—
eil gebucht werden, den er an der meisterlichen Auffüh—
zung von Haydns Schspfung bei zwei Aufführungen im
vollbesetzten Saalbau hatte. Generalmusikdirektor Lederer
zesitzt in diesem Chor ein Instrument, dessen er zu seinen
zroßen Aufführungen unbedingt bedarf, um solche Leistungen
nöglich zu machen.
Es braucht wohl nicht erst gesagt zu werden, daß es
ticht nur ein Kunstgenuß ersten Ranges, sondern zugleich
ine festliche Erhebung des Herzens bedeutete, auf Ein—
adung des Musikvereins „Harmonie“ e. V. Saarbrücken
dem Klavierabend Elly Ney zu lauschen. In atemloser
Zpannung folgten die zahlreichen Hörer der f-moll-Sonate
»P. 5 von Johannes Brahms, einem Choral aus der Kan—
ate Nr. 22 von Joh. Seb. Bach, der Sonate As-Dur op. 110
»on Beethoven und dem Carneval op. 9 von Robert Schu—
Wern * wahrhaft große Kunst in Programm und Aus—
ührung!

utsshhh Seite 41

Gau Primstal.

Gau Saarbrücken.
Unter dem Stabe von Musikdirektor Viktor Cormann
srachte die Gesellschaft der Musikfreunde Saarbrücken eine
trefsliche Aufführung von Mozarts unvergleichlichem Re—
juiem heraus. Außer dem wohlgeschulten Chor des Vereins
und dem Städtischen Orchester hatten an dem Erfolg des
Abends starken Anteil Käthe Rahner-Richter (Sopran),
Susanne Stein (Alt), Ludwig Mattern, Düsseldorf (Tenor),
Johannes Trefny (Baß), Karl Rahner (Orgel). Die wohl—
—
tete für die Besucher eine weihevolle Feststunde!
In einer außerordentlich stark besuchten Generalversamm—
lung des M.G.B. „Liedertafel“ Saarbrücken 3 wurde auf
einstimmigen Beschluß der verdiente 1. Kassierer Emil Faes,
welcher 20 Jahre dem Verein aktiv angehört. zum Ehren—
nitglied ernannt. Vorsißender Robert Schmidt betonte in

Gau Saarbrücken⸗Burbach.

Dem Rufe der Gemeindeverwaltung folgend veranstaltete
ruch M.G.B. 1857 Gersweiler im Winterhalbjahr ein
Nothilfe-Konzert. Ein volles Haus war ihm beschieden,
zin Beweis der großen Beliebtheit, dessen sich der Chor
und seine Darbietungen bei der Bevölkerung erfreuen. Das
Konzert war aus zwei früheren öffentlichen Konzerten
zusammengestellt. Im ersten Teil wurde mit der Luisen—
thaler Bergkapelle der Liederzyklus „An der Wolga“ von
H. Jüngst mit verbindender Dichtung gegeben. Chor,
Musik und Rezitator (Sangesbruder Kugler) waren unter
der bewährten Stabführung ihres Chormeisters Schneider
ein harmonisches Ganzes, das die Zuhörer so recht der
Liebe Freud und Leid, wie es sich in diesem Zyklus wider—
spiegelt, miterleben ließ. Im 2. Teil brachte der Chor
recht wirkungsvoll das Weinlied von Sonnet und den Walzer
„Am Wörther See“ von Koschat zu Gehör. Letzterer löste
einen derartigen Beifall aus, daß der Verein sich zur
eilweisen Wiederholung bereitfinden mußte. Trotz er—
näßigter Eintrittspreise konnte der Verein nach Abzug
z»er Unkosten noch 613.— Fr. Reinerlös zur Verteilung
in die Gemeinde abführen. Das Konzert bedeutete durch
einen künstlerischen Erfolg zugleich eine bedeutsame Wer—
zung für den Verein und unsere Chorbewegung überhaupt.
M.G. VB. „Concordia“ Altenkessel-Neudorf nahm in seiner
Jahresversammlung nach Ehrung der verstorbenen Sanges—
hrüder Lay und Schmidt den Jahresbericht des Vorsitzenden,
den Geschäftsbericht des Schriftführers und den Kassen—
»ericht des Kassierers entgegen. Nach erfolgter Kassen—
rrüfuüng wurde letzterem Entlastung erteilt. Die Vorstands—
vahl ergab im ganzen Wiederwahl, der Vergnügungsaus—
chuß wüurde um zwei Mitglieder verstärkt, ihm liegt die
hestaltung des nächsten Familienabends ob. Der Verkauf
»ines alten Vereinsschrankes wurde zurückgestellt, da er
toch Notenmaterial enthält. (Wir sind der Meinung, daß
iamentlich in dieser Zeit die Verstärkung des Vergnügungs—
usschusses überflüssig ist und daß die Gestaltung der
xamisfienc—pede wenn sfsie mirfftich im Diensto von Nolfs—

kmil Faes, Ehrenmitglied des MGV. „Liedertafel“ Saarbrücken 8.
seiner Rede, daß er jederzeit treu auf seinem Posten ge—
tanden und in langen Jahren als Kassierer die Finanz—
geschäfte in ganz hervorraägender Weise geführt habe. Auch
als aktiver Sänger, der nur selten eine Probe sehlte,
lönne er allen als gutes Beispiel dienen. Weiter führte
R. Schmidt aus, datz trotz Wegzug des Sangesbruders Faes
in die Schweiz, bedingt durch die schwierige Geschäftslage,
sein treues Herz auch in der Ferne für seine Liedertafel
schlägt. Beste Wünsche auch für seine Familie auf dem fer—
neren Lebenswege! Sangesbruder Faes zu Ehren erklangen
unter Schäfers Leitung der „Deutsche Sängergruß“, sowie
verschiedene Chöre Gßrenvorsißender J, B. Düren feierte
            
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