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letzten Vereinsjahres stattete Vorsitzender Konter allen Gön- die Anwesenden, insbesondere die Sänger aus den Bruder—
nern herzlichen Dank ab. Unter Chorleiter Schill erklangen vereinen St. Wendel und Sulzbach. Das Wertungssingen,
dann noch treffliche Chöre. so führte Dr. Steeg weiter aus, ist kein Wettkampf, wie er
m Bereich des Sportes vorkommt. Bei letzterem handelt
s sich um Höchstleistungen Einzelner; hier um künstlerisches
Bestalten. Wertungssingen ist kein Konzertsingen im ge—
vöhnlichen Sinne; es ist ein Prüfungssingen vor auserle—
enen, unparteiischen Wertungsrichtern, um zu beweisen,
»b das Gebotene den Gesetzen der Kunst entspricht und
dem zeitlichen Stil adäquat ist. Das erste ist Aufgabe des
Bereins, das zweite Sache des Chormeisters. Zweck ist,
ie Fehler zu erkennen und nach weiterer Vervollkommnung
m Männergesang zu streben. Endlich sei die Erziehung zum
ßemeinschaftsgesang ein Ziel, das Bund und Gaue er—
reichen müßten. Mit den besten Wünschen für das Gelingen
»er Veranstaltung schloß Dr. Steeg seine beifällig aufge—
iommenen Begrüßungsworte. Nach dem Vortrag des letz-—
en Chorliedes ergriff Musikdirektor Ottt, Zweibrücken, das
Vort, um sich ebenfalls über Zweck und Ziel des Wertungs—
ingens näher verbreiten zu können. Seine weiteren, über—
ius wertvollen Ausführungen galten zunächst der Liedwahl,
vobei er seststellte, daß wir auf dem Gebiet des Männer—
gesanges in einer Zeit leben, in der es nach neuen Aus—
rucksmitteln drängt. Hierbei sei es die vornehmste Auf—
zjabe, das Augenmerk auf die gesunde Art des Fortschritts
zu richten. Weiterhin besaßte sich Musikdirektor Ott in
einen zweckmäßigen Erläuterungen mit Tonreinheit, Rhyth—
nik, Dynamik und Phrasierung, wobei er mit Recht vor
dem allzulauten Singen, das sich an der Grenze des
Anschönen bewege, warnte. Seine Schlußworte galten den
ielfachen Opfern, die angesichts der heütigen Wirtschafts—
rise die Sänger bringen müßten und gipfelten in dem
jerzlichen Wunsch, mit treuester Hingabe auch fernerhin dem
deutschen Lied, diesem herrlichen Kulturgut, dienen zu wollen.
— Als Wertungsrichter fungierten bei der Veranstaltung
Musikdirektor Ott, Zweibrücken, und Musikoberlehrer
Stilz, Saarbrücken. Die Note „sehr gut“ erhielt der
Quartettverein „Arion“ Herrensohr; die Note „gut“ Quar—
rett Lambert. St. Wendel. Quartett „Rheingold“ St. Wen—
del, „Eintracht“ Schiffweiler, „Eintracht“ Spiesen und städt.
M.G. V. St. Wendel, während die Darbietungen des Quar—
tetts „Sgargold“ St. Wendel und „Orphea“ St. Wendel
mit der Note „fast gut“ bedacht wurden. F. D.
Der Neunkircher Mänuergesangverein unterstrich seine
nusikalische Bedeutung anläßlich des 40. Stiftungsfestes
und des 25. Dirigentenjubiläums von Musikdirektor Beck
zurch ein erstklassiges Festkonzert, dem Professor Böhe mit
einem Pfälzischen LandesSinfonie-Orchester den instrumen—
Der Gauvorstand des Gaues Merzig hatte seine sämt—
ichen Chorleiter und die Vorstände der Vereine, die zum
i. Gruppenwertungssingen eingeteilt sind, eingeladen, um
neben einer Reihe musikalischer und organisatorischer Gau—
und Bundesfragen, die Vorarbeiten zum Gruppenwertungs—
singen, an dem auch eine Anzahl Vereine der Gaue Beckin—
gen und Mettlach teilnehmen, zu treffen. Als Vertreter
des Bundesvorstandes nahm Bundesgeschäftsführer Rauch—
zolz an der Besprechung teil. Nachdem die bestehenden
Schwierigkeiten, die die Verlegung des festgesetzten Termins
für das Wertungssingen notwendig machten, behoben sind,
vird das Singen nunmehr endgültig auf den 24. April
1932 im Trierischen Hof in Merzig festgesetzt. Der Bericht
des Gauchormeisters Ernst über die letzte in Saarbrücken
stattgefundene Musikausschuß-Sitzung löste eine lebhafte Aus—
sprache aus und brachte sehr wertvolle Anregungen für die
zukünftige musikalische und organisatorische Weiterarbeit des
Gaues. Mit dem Gruppenwertungssingen der Gaue Merzig,
Beckingen, Mettlach sind die vorgesehenen 9 Gruppenwer—
ungssingen der 1. Gruppe des S. S. B. durchgeführt. Die
Vorarbeiten der Wertungssingen der 2. Gruppe, sowie die
Vorarbeiten des Bundessingens der 9 Spitzenvereine werden
durch die Bundesleitung eingeleitet werden.
Die Generalversammlung des Fabrikgesangvereins Mer—
zig war von allen aktiven Sängern besucht. Der Verein
zann in diesem Jahre auf ein 40jähriges Bestehen zurück—
hlicken. Gerne möchte man das Fest in einer Form be—
gehen, die der Geschichte des Vereins entspräche. Jedoch
im Hinblick auf die Kassenverhältnisse und auf andere Um—
stände, welche Auswirkungen der allgemeinen Notlage sind,
wird der Verein es sich leider versagen müssen, das 40iäh—
rige Vereinsbestehen festlich zu begehen. In unserem Ver—
ein hat der Schnitter Tod im verflossenen Jahre reichlich
Ernte gehalten. Nachdem bereits am 9. 12. 1929 der lang—
jzährige Vorsitzende und Mitgründer des Vereins Matthids
Heidecker aus dem Diesseits abgerufen wurde, folgten Diri—
gent Konrektor Sonntag am 31. 5, Franz Luckas am
3. 6., Matthias Adam am 19. 9., Heinrich Fischer am 4. 10.
und Ehrenvorsitzender Fabrikdirektor Dr. Schmitt Ende
Oktober. Dirigent Sonntag dirigierte den Verein seit Grün—
dung, fast volle 40 Jahre, und die übrigen drei Sanges—
brüder waren alle Mitgründer des Vereins. Derselbe hat
durch das Ablebhen dieser in der Tat vorbildlich treuen
ZSänger, die fast ausnahmslos bis zum Lebensende aktiv
waren, einen wirklich beachtenswerten Teil des Vereins—
fundaments verloren. Es erfüllt den heutigen Sängerkreis
mit tieser Trauer, daß die von dieser Welt abgerufenen
Mitgründer des Vereins den Taag der 40jährigen Vereins—
stistung nicht mehr erleben durften. Dies wäre bestimmt
ein Freudentag für sie geworden.
Rrampfadern 97
Hhämorrhoiden
Teile jedem kostenlos gegen Rück—
porto mit, wie ich von meinem Leiden
defreit worden bin. Wirklich reell.
Fraui Küthe Hintze
lab2] Berlin W 265, Genthinerstr. 15
Jusb
Gan Neunkirchen.
Das erste Wertungassingen der Gaue Neunkirchen und
St. Wendel konnte sich eines ziemlich zahlreichen Besuches
aus nah und fern erfreuen. In friedlichem Wettstreit be—
zeiligten sich an dieser Veranstaltung Quartett Lambert,
Quartett Sgargold, Quartett Rheingold, M.G.V. Orphea
and städt. Männer-Gesangverein aus St. Wendel, Männer—
auartett Herrensohr. M.G.V. Eintracht Schiffweiler und
M.G. V. Eintracht Spiesen. Das abwechflungsreiche Pro—
aramm verzeichnete eine Auswahl herrlicher Chorkomposi—
fionen und gab mit Recht dem Volksliede breiten Raum.
Unter den Tondichtern der dargebotenen Vorträge bemerk—
ren wir die Namen K. Kämpf, de la Hale, Joh. Eccard,
Erwin Lendvai. Wildt, Schwartz. Kirchl, Werth, Schubert,
SZitt, Silcher, Kern und Stürmer. Durch den machtvollen
Vortrag des Liedes: „Freiheit, die ich meine“. in welchem
sich alle am Wertungssingen teilnehmenden Vereine ver—
einten. erhielt die von Anfang bis Ende schön verlaufene
Veranstaltung einen würdigen Auftakt und fand in der
Wiedergabe der tiesempfundenen, vertonten Goethe-Dich—
ung „Ueher allen Wipsfeln ist Ruh“ ein ebenso würdiges
Fingle. Zu Beginn des Wertunassingens begrüßte der erste
Porsikende des Gaues Meunfirchen. Schusrak PDr Steeda.
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