Nr. 1 1Iseen ue hh Saar⸗-Sänger-Bunde
Freude Ausdruck über das hohe Niveau der Tagung. Dann
rörterte er betreffs der WertungssingenOrdnung die An—
sicht des Bundesvorstandes. Mit warmen Worten ermahnte
er, auch der Gau Völklingen möge das große Sängerfest
in Frankfurt gut beschicken, und zwar nicht nur mit
„Schlachtenbummlern“, sondern mit Sängern, die dort bei
den Massenchören und der großen Kantate von Lendvai
nitwirken, damit die oft gerühmte Mustergültigkeit der
Arbeit des Saarsängerbundes auch im Mutterlande sicht—
bar und hörbar in Erscheinung trete. Zum Schluß be—
richtete der Gauschatzmeister Knopp über den Stand der
Gaukasse; sodann wurde ihm Entlastung erteilt. Ein—
timmig wurden der erste Vorsitzende, der erste Kassierer,
»er zweite Schriftführer und ein Beisitzer wiedergewählt.
Sängervereinigung „Cäcilia-Eintracht“ Geislautern nahm
hei seiner letzten Weihnachtsfeier eine wohlverdiente Ehrung
vor. Der Vorsitzende Jos. Huwig würdigte in kurzen, ker—
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Peter Ersch noch recht lange tatkräftig die Sängervereini—
gjung unterstützen! Bei dieser Gelegenheit soll ein Druck—
ehler in der Februar-Ausgabe berichtigt werden. Es soll
seißen: 1. Vorsitzender: Jos. Huwig; 2. Vorsitzender: Aloys
Trenz; Chormeister: Gauchorleiter Rektor Reinert. B.
Gau Warndt.
Zur Generalversammlung des Warndtganues waren
Zzundesvorsitzender Pr. Bongard, Bundesschriftführer Stein,
ßzundeschormeister Stilz und Bundesgeschäftsführer Rauch—
solz erschienen, vom Gauvorsitzenden Berwanger herzlich
»egrüßt. Alle Vereine waren vertreten. Jahresbericht und
dassenbericht fanden mit Dank und Anerkennung Annahme.
zobend sprach sich Dr. Bongard über die mustergültige
Führung der Gaugeschäfte aus. Die Vorstandswahl ergab:
. Vorsitzender: Peter Berwanger, Großrosseln; 2. Vor—
sitzender: Maring Joss, Lauterbach; 1. Schriftführer: Bernh.
S„chmitt, Großrosseln; 2. Schriftführer: Oskar Lawall, Lud—
weiler; 1. Kassierer: Seraphin Schmitt, Emmersweiler;
2. Kassierer: Nik. Kölsch, Emmersweiler; Kassenrevisoren:
Flick, Ludweiler, und Nik. Herber, Lauterbach; Beisitzer:
Nik. Niggemann, Großrosseln, und Duchene, Ludweiler;
l. Gauchormeister: Jak. Bechtel, Lauterbach; 2. Gauchor—
meister: Ahlemann, Ludweiler. Ueber den bevorstehenden
Bundestag in Großrosseln verbreiteten sich Bundeschormeister
Stilz und Bundesgeschäftsführer Rauchholz. Am 19. Juni
dieses Jahres findet in Lauterbach ein Liedertag statt, an
welchem von jedem Verein 2 Volkslieder gesungen werden;
dieselben müssen 4 Wochen vorher beim Gauvorstande ein—
gereicht werden. Beginn des Liedertages 3 Uhr nachmittags
im Lokale Klein. Am 10. April findet in Ludweiler im
evangel. Vereinshaus eine Chorprobe des Weiheliedes von
Striegler statt, an welcher alle Vereine teilnehmen müssen.
Als Kassenrevisoren für den Bundestag wurden Schmitt,
Emmersweiler, und Schlauch, Großrosseln, gewählt. Das
Schlußwort sprach Bundesschriftführer Stein Der Gautag
war von vortrefflichen Chören umrahmt.
In der Generalversammlung des M.G.V. 1926 Ludweiler
rstattete der Schriftführer den Jahresbericht. Ihm ent—
iehmen wir, daß sich die Sängerreihen etwas aufgefüllt
saben, so daß die Vorträge eine bessere Abrundung er—
uhren. Auch technisch hat der Verein Fortschritte gemacht.
die Veranstaltungen des Jahres waren zwar nicht zahl—
eich, doch von gutem Erfolg gekrönt. Der Kassierer er—
tattete den Kassenbericht, der zufriedenstellend war. Nach
zem Bericht der Kassenprüfer wurde dem Kassierer für
eine mustergültige Kassenführung Entlastung erteilt. Der
jeugewählte Vorstand setzt sich zusammen: 10 Vorsitzender:
darl Flick; 2. Vorsitzender: Michel Spengler; 1. Schrift—
ührer: Oskar Lavall; 2. Schriftführer: Rudi Nadig; 1. Kas—
ierer: Phil. Duchene; 2. Kassierer: Heinr. Gürtler; Bei—
tzer: Hof, Fr. Blatter; Chorleiter: Wilh. Ahlemann. Der
dirigent stellte das demnächst stattfindende Konzert in
Lussicht und ermahnte alle Sänger zu fleißigem Beigehen
Ehren vorsitzender Peter Ersch.
nigen Worten die Verdienste des Sängers Peter Ersch. Vor
dem Zusammenschluß der beiden Vereine „Cäcilia“ und
„Eintracht“ war er dem Verein eine tatkräftige Stütze.
Mit Umsicht und Geschick leitete er damals den Verein
„Cäcilia“ von 1922 bis 1929, und sein einziges Streben
war der Zusammenschluß der damals in Geislautern an—
sässigen Vereine. Er erkannte mit sicherem Blick, daß ein
in sich zusammengeschlossenes Ganze mehr leisten würde
als nur einige Bruchteile. Die Sängervereinigung fühlte
sich veranlaßt, dem Sangesbruder Peter Ersch in der rich—
igen Weise zu danken, indem sie ihn zum Ehrenvorsitzenden
ernannte. Gleichzeitig wurde ihm eine künstlerisch hoch—
wertige Ehrenurkunde üherreicht. Mödge der Sandesbruder
Hom Büchertisch.
Zeitschrift für Musit, gegr. 1834 von Robert Schumann,
Verlag Gustav Bosse, Regensburg; Preis vierteljährlich
3,60 Mk. Einzelheft 1,35 Mk. Die Goethenummer der
3.f. M. fordert nachdrücklichste Beachtung. Zahlreiche neue
bedeutsame Gesichtspunkte zu der Frage der Musikalität
Boethes und über seine Stellung zu Musik und Musikern
ergeben sich aus den Aufsätzen: Goethe und der Geist der
Musik von Oster, Goethes Singspiele von Reimerdes,
Goethes tragisches Verhältnis zur Musik von Grunfsky,
Wie steht's um Goethes Musikalität von Heuß, Wie Zelter
Boethes 75. Geburtstag feierte von Röntz, Faust in der
Musik von Moisisowies, Goethe und Wagner von Millen—
dovich-Morold, Richard Wagner als Dichter in Goethes
Spuren von Unger, Mignon, musik. Erzählung von Wutzky.
Fachmusiker sprechen sich aus über Berliner Musik, Musik
im Rheinland, in Wien. Den Beschluß der überaus inter—
essanten und wertvollen Nummer bilden Berichte aus
Oper und Konzertsaal, Musikfeste und Festspiele, Unter—
richtswesen,, Funk, Film, Künftlerschaffen, Deutsche Musik
mAusland. Neuerscheinungen
Wilhelm Berger — Ein deutscher Meister von Gustav
frnest, 80, 187 Seiten, 4 Bildbeilagen, in Ganzleinen
zeh. M. 4,25. Max Hesses Verlag, Berlin-Schöneberg. —
Dder Name Wilhelm Bergers ist heute dem größeren Publi—
um so gut wie unbekannt. Und doch gab es eine Zeit,
vo Bergers Lieder zu den meist gesungenen gehörten, wo
eine großen Instrumental- und Chorwerke regelmäßig auf
uinseren Konzertprogrammen erschienen. Und diese Zeit
iegt nur wenig mehr als 20 Jahre zurück. Wie konnte
in solcher Künstler so schnell vergessen werden? Als Berger
911 starb, war sein Ruhm noch zu jung, um schon die
vewähr beständiger Dauer in sich zu tragen; hätte er
änger gelebt, hätte er seinen Namen durch immer neue
Werke immer wieder in Erinnerung gebracht, so gehörte
»x heute zu den gefeiertsten der modernen Musiktgeschichte.
Außerdem aber kam der große Krieg und mit ihm die
„Umwertung aller Werte“. Neue Ziele winkten, viel Wert—
»olles wurde beiseite geschoben und auch Berger wurde ver—
gessen. Doch in seiner Begabung steckte, wie der Verfasser
ndem Gelseitwort zu sesnem Buch saat. ein zu storker