Full text : 10.1932-1933 (0010)

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sinanzielle Kämpfe, hervorgerufen durch die schlechte wirt—
schaftliche Lage; 2. Musikalisch ein ganz erfreulicher Auf—
tieg und 3. die Mahnung für die Zukunft, noch fester und
treüer sich zusammenzuschließen, sich gegenseitig zu unter—
sttützen. Der Gau konnte an 21 Miiglieder die Ehrennadel
überreichen. Ein Verein, „Eintracht“ Wiebelskirchen, er—
hielt die Zelterplakette. Der Kassenbericht des Schatzmeisters
ann tatsächlich trotz der schweren Zeiten ein sehr guter
genannt werden. Ein Beweis, daß haushälterisch und spar—
sam gearbeitet wird. Mit herzlichem Dank konnte dem
Schatzmeister Entlastung erteilt werden. Zu der, Vorstands—
wahl ist nur zu bemerken, daß alle ausgeschiedenen Mit—
glieder einstimmig wiedergewählt wurden mit Ausnahme
bon zwei ausscheidenden Beisitzern, Klein (Heiligenwald)
und Glutting (Spiesen), an deren Stelle Diversi (Heiligen—
vald) und Meyer (Spiesen) gewählt wurden. Mit großer
Freude wurde die Aufnahme des Ottweiler M.G.V. 1847
vorgenommen, und den Ottweilern sowohl wie dem wieder
angemeldeten Spieser Verein als Willkommengruß der
deuütsche Sängergruß dargebracht. Der Antrag verschiedener
kleiner Vereine um Stundung der Beiträge fand eine be—
friedigende Lösung. Durch die evtl. kommende Verschmel—
zung mit Mosel- und Nahe-Sängerbund müssen die Gaue
neu eingeteilt werden. Dem Vorstande wird es überlassen,
die notwendigen Schritte und die Fühlungnahme vorzu—
nehmen. Sehr heftig bekämpft wurde die Tonsetzergemein—
schaft. Dr. Bongard wurde dieBitte unterbreitet, doch
ruf der nächsten Bundessitzung in Mainz sich für die Ver—
ninderung bzw. Niederschlagung dieser Beiträge einzu—
setzen. Sodann ergriff Dr. Bongard das Schlußwort und
dankte allen, Gau, Vereinen und Sängern, für die tat—
träftige Mitarbeit am gemeinsamen Ziele. Er unterstrich
die Worte des Gauvorsitzenden Dr. Steeg, treu und inniger
zusammenzuhalten, damit unser hohes Kulturgut, unseré
Sängersache, nicht auch in dem heutigen endlosen Strudel
berlörengeht. Auch den Gedanken des gemeinsamen Volks—
liedersingens, einstimmige Lieder zu singen, muß er voll
und ganz gutheißen. Vielleicht könnten die Chormeister in
den Chorproben ab und zu ein solches Lied einüben. Dr.
Bongard streifte kurz das Frankfurter Bundesfest und gab
bhekannt, daß am 4. April in Mainz die letzte entscheidende
Sitzung stattfindet, und dort erst endgültig beschlossen wird,
ob das Fest stattfindet, oder verschoben wird. Er hält es
für richtig, im Sinne dieses Festes weiterzuarbeiten, denn
das Liedmaterial sei wert einstudiert zu werden, zumal
es schon die meisten Sänger in Händen haben. Wir haben
bedauerlicherweise sehr viele erwerbslose Sänger unter
uns, denen man sangesbrüderliche Unterstützung auch in
zeistiger Hinsicht bringen muß. Ebenso sollten wir die
Jugend noch mehr zum Mitarbeiten gewinnen. So solle
Juf der ganzen Linie eine zielstrebige Arbeit geleistet
werden. Mit dem deutschen Sängerspruch klang die Ver—
sammlung aus.
In der Hauptversammlung des Männerchor Neunkirchen
ehrte Vorsitzender Altpeter zuerst die verstorbenen Sanges—
brüder. Dann folgte der Jahresbericht, der bewies, daß
der Chor unter der Leitung des Gymnasiallehrers Rhein
zesanglich auf ansehnlicher Höhe steht und schöne Erfolge
zu verzeichnen hat. Erinnert sei nur an das Fritz-Soot—
Konzert im städt. Saalbau, an das Wertungssingen in
Landsweiler, bei dem der Chor mit dem Prädikat „Sehr
zut“ abgeschnitten hat, und an den Tag des deutschen Volks—
liedes. Der Chor wirkte ferner mit an dem 25iährigen
Stiftungsfest des M.G.V. „Liederkranz“ Wellesweiler und
an der Fahnenweihe des M.G.V. „Harmonie“ Homburg.
Veranstaltet wurde eine Weihnachtsfeier und ein Bunter
Abend. Der Mitgliederbestand beträgt zur Zeit rund 260
Mitglieder, davon etwa 90 aktive Sänger. Der Kassen—
bericht wurde gutgeheißen und dem Kassierer Entlastung
erteilt. Die Vorstandsneuwahl ergab folgendes Bild: 1. Vor—
itzender: Wilhelm Altpeter; 2. Vorsitzender: Adolf Altpeter;:
1.Schriftführer: Walter Fuchs; 2. Schriftführer: Karl Hopp⸗
städter; 1. Kassierer: Emil Scheidhauer; 2. Kassierer:
Klein; Archivverwalter: Julius Pilger. Anstelle des aus—
geschiedenen, Mitgliedes Buhl wurde Erich Regitz zum Bei—
sitzer gewählt. Kassenprüfer sind Adolf Bauer und Friedrich
Regitz. Es wurde beschlossen, in nächster Zeit einen Bunten
Abend zu veranstalten, bei dem Paul Thonnet vom Stadt—
theater Saarbrücken mitwirken wird. Im Herbst wird sehr
wahrscheinlich nochmals ein Fritz-Soot-Konzert veran—
taltet werden

VVp sSaar⸗Sänger⸗Bund benn JI Seite 21
Gau Niedtal.

Einen erhebenden Verlauf nahm der Gautag des Gaues
sttiedtal in Großhemmersdorf, an dem alle Vereine ver—
reten waren. Gauvorsitzender Kuhn begrüßte aufs wärmste
zundesvorsitzenden Dr. Bongard, Bundesschriftführer Stein,
zZundesschatzmeister Düren und Bundesgeschäftsführer
stauchholz. Zahlreiche vortreffliche Chorvorträge gaben der
Tagung eine festliche Note. Die Verhandlungen galten der
Virtschaftskrise, der Beitragsverpflichtung, der Bundes—
eitschrift, die auch dem ärmsten Sänger zugeleitet werden
oll, und dem bevorstehenden Wertungssingen. Die An—
prachen des Gauvorsitzenden und der Vertreser des Bundes—
»orstandes fanden in der Versammlung ein begeistertes
kcho, so daß mit Sicherheit ein weiteres Erstarken und Auf—
lühen des Gaues in Aussicht steht!

BSau Saarbrücken.
Postgesangverein Saarbrücken wiederholte recht erfolg—
eich unter dem Stabe von Chormeister Georg Hitzelberger
einen weihnachtlichen Familienabend vor einem überbesetzten
zeifallsfrohen Hause. Zur farbenfrohen Aufführung des
Märchenspiels „Die Zwerge im Hübischenstein“ standen Mit—
zlieder der Kapelle Jak. Best, der gemischte und Männer—
hor des Vereins und 25 Kinder von Mitgliedern zur
Verfügung. Die einzelnen frisch und anmutig gespielten
Akte des Märchenspiels waren von Vokal- und Instru—
nentalsätzen wirkungsvoll eingerahmt. Der wohlgelungene
Abend hat den Freundeskreis des rührigen Vereins ge—
estigt und erweitert.
M.G. B. „Sängerkreis-Eintracht“ e. V. Saarbrücken kann
tuf ein großangelegtes Gefallenen-Gedächtnis-Konzert zum
Besten der Winterhilfe unserer Stadt zurückblicken. Das
Ztädtische Orchester eröffnete die weihevolle Stunde im
Ztädt. Saalbau mit der Tragischen Ouvertüre von Brahms.
Irl. Hilde Anschütz, Mainz, trug mit warmer und beseelter
Stimme orchesterbegleitet zwei Lieder für Sopran von
Zdugo Wolf vor. Dann setzte der imposante, musikpädago—
zisch gepflegte Chor unter dem Stabe von Chormeister
sobert Carl sein gutes Können an die Erstaufführung des
„Festlichen Hymnus“ für Männerchor und Orchester von
IRto Siegl und an Hugo Kauns „Deutsches Requiem“ nach
Worten der heiligen Schrift für Sopransolo, Knaben- und
Nännerchor, Orchester und Orgel (Herr Heinrich Schmidth).
das ernste zielbewußte Schaffen des Vereins und sein
vackeres Eintreten für zeitgenössische Kunst verdienen
tärkste Anerkennung!

In der vom Vorsitzenden Peter Klein geleiteten Jahres—
zeneralversammlung des M.G.B. St. Johauner Sänger—
»und erstattete der Schriftführer den Geschäftsbericht, der
dassenwart den Kassenbericht. Zum Kassenwart wurde
Zangesbruder Wagner gewählt. Aus dem Jahresprogramm
st hervorzuheben: ein Familienabend, der Osterausflug,
in Ausflug des aktiven Chores, das Stiftungsfest und die
Veihnachtsfeier. Der Vorsitzende dankte vor allem dem
Fhormeister Erwin Lendvai für seine wertvolle Arbeit.
Zein Verdienst sei es vor allem, daß der aktive Chor wieder
iine Stärke von 90—100 Mann aufzuweisen hat. Sein
Dank galt aber auch jedem Sänger, der trotz der Schwere
»er Zeit seine Kraft in den Dienst des Liedes stellte. Der
daushaltsplan für das Jahr 1932 wird gutgeheißen. Chor—
neister Erwin Lendvai dankte den aktiven Sängern für
hr treues Mitschaffen. Der Verein feierte im großen Saal
ser Wartburg sein 39. Stiftungsfest. Der 1. Vorsitzende
onnte mehreren Mitgliedern für 10jährige aktive und
25jährige inaktive Mitgliedschaft eine Ehrenurkunde über—
eichen. Unter Chormeister Erwin Lendvai trug der Chor
nehrere Lieder vor, die guten Anklang fanden. Der Verein
»egeht seit Jahren sein Stiftungsfest gleichzeitig mit seiner
Weihnachtsfeier. Ein Prolog leitete von der Stiftungs—
eier zur Weihnachtsfeier über. Nach Abwicklung des Pro—
rramms erfolgate noch Verlosung und Tanz. Fr. Gr

Die Jahresversammlung des M.G.B. „Liedertafel-Har⸗
nonie“ Saarbrücken 5 wies einen guten Besuch auf. Nach
Bekanntgabe der letzten Niederschrift und des Kassenberichtes
vurde dem Vorstande für seine Amtstätigkeit Entlastung
ꝛrteilt. Der Kassenbericht ergab an Einnahmen 14514,40
Tranken. an Ausgabhen 13821,80 Fr. Der aeschäftsfüh—
            
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