Seite 276 Illp usuee ll Saar⸗Sänger⸗Bunde
schütz und die Beisitzer Willems, Pfiffer, Keßler und Kohl
wieder gewählt. Nach dem Deutschen Sängergruß und
einigen Chören trennten sich die Sangesbrüder mit dem
Geloͤbnis zu neuer Arbeit im kommenden Jahr! W. A.
Daß man dem Geschick der Sängervereinigung Cäeilia-⸗
Eintracht Geislautern großes Interesse ecitgegenbringt,
dafür zeugte der Besuch der Jahresversammlung durch
72 Mitglieder! Vorsitzender Josef Huwig gab einen Ueber—
blick über das vergangene Jahr. Zu Ehren der verstorbenen
Mitglieder erhoben sich die Anwesenden von ihren Sitzen.
Besonderes Lob spendete er dem alten Vorstande, der es
in mustergültiger Weise verstanden hat, das Lebensschiff—
lein der Vereinigung über die schweren Klippen der Not-—
zeit hinweg zu steuern. Der alte Vorstand wurde wieder—
gewählt. Er setzt fich zusammen: 1. Vorsitzender: Josei
Huwig. 2. Vorsitzender: Aloys Trenz, 1. Schriftführer
Ludwig Rinkenbach, 2. Schriftführer: Hans Pollig, 1. Kas—
fierer: Heinrich Knoblauch, 2. Kassierer: Karl Schroeder,
Chormeister: Rektor Reinert. Aus dem Jahresprogramm
nennen wir das Osterkonzert und einen Ausflug im Juni.
Des weiteren wurde der Beschluß gefaßt, die Ehrung
unserer 5 Sangesfubilare am Osterkonzert vorzunehmen.
Aut Nr. 12
Vom Büchertisch.
Zeitschrift für Musik, Monatsschrift für eine geistige Er
teuerung der deutschen Musik, gegründet 1834 von Robert
Zchumann, Herausgeber Gustav Bosse, Verlag Gustav Bosse
Regensburg; Preis vierteljährlich 3,60 M., Einzelheft
1,35 M. Ddeutlich erkennbar ist dieser soeben begonnene
100. Jahrgang mit besonderer Sorgfalt in Angriff ge—
tommen. Die Januarnummer bespiegelt Werden, Wachsen
und das kraftvolle Behaupten der Z.f. M. in der Gegen—
vart. Die Februarnummer erneuert das Gedächtnis an
Richard Wagner: seine dramatische Sendung von Professor
Ir. Wolfgang Golther, die erste ungekürzte Aufführung von
dohengrin und Tannhäuser in München von Seb. Röcke,
Dichter, Musiker, Aufführer von Dr. Fr. Rühlmann. Der
Bayreuther Kulturkreis im Erlebnis Albert Schweitzers von
)r. Paul Bülow, Kleine Musikgeschichte in Aussprüchen
dich. Wagners von Oskar Lang, Hugo Wolf, der musika—
ische Parteigänger von Dr. K. Geiringer, Die Hugo-Wolf
zilder von Clementine von Wagner von Prof. Dr. W.
Kienzl. Es folgen Felix Draeseke zum Gedächtnis von
Prof. Dr. Hermann Stephani, Berichte über Berliner,
Rheinische und Wiener Musik, über Ur- und Erstauffüh—
rungen, Musikfeste und Tagungen, Konzert und Oper, Ge—
sellschaften und Vereine, Kirche, und Schule, Persönliches
oom schaffenden Künstler, Deutsche Musik im Ausland, Film
und Rundfunk, Neuerscheinungen und Besprechungen. Er—
reulich nimmt sich die Z.f. M. auch der volkstümlichen
Männerchorbewegung und ihrer Pflege in den Grenzgebieten
an. So wird in der vorliegenden Februarnummer in einem
»esonderen Aufsatz die Kulturpolitik des S.S. B. wiederge—
piegelt. Allen, die von einem festen Standpunkt aus:
Achtung vor unserer großen musikalischen Vergangenheit
uind Förderung des wertvollen Neuen — Führung durch
die Welt der Musik und der Musiker suchen, werden durch
diese Monatsschrift in höchstem Maße befriedigt sein!
Jakob Kneip, Porta nigra oder die Berufung des Martin
Krimkorn, Roman, Paul List Verlag, Leipzig; gebunden
3,80 M. Aus dem Bestreben, die Sängerschaft über den
RKahmen unserer besonderen Aufgaben hinaus auch in Füh—
lung mit dem geistigen Leben unseres Volkes überhaupt
namentlich dem der Heimat zu bringen und zu erhalten,
vidmeten wir vor einiger Zeit unserm rheinischen Dichter
Jakob Kneip eine vom Dichter autorisierte Sondernummer
Zie rückte namentlich seine beiden aus tiefstem inwendigen
Frleben geschöpften Gedichtbäande: Der lebendige
ott, Erscheinungen und Wunder, und Bekenntnis,
zerserzählungen und Gedichte, sowie den „fröhlichen
sttoman“ Hampit der Jäger ins Licht — alle im
zleichen Verlag erschienen. Nun legt uns Jakob Kneip in
einem soeben veröffentlichten Roman Porta nigra
ein Werk voll tiefer Problematik, namentlich des religiösen
Lebens, bewegt von freimütiger Kritik und doch im letzten
uind tiefsten ergriffen und gebunden in dem Glauben an
die absolute Wertigkeit christlicher Religion. Man ver—
zegenwärtige sich z. B. 19: „Aus dem Feuergewölk der
Frühe trat Gott der Herr hervor, und die Lerchen flat—
erten um sein Gewand. Die Hügel hoben sich im Licht,
die Steine erglänzten, und über den Wäldern verdampftée
der Morgendunst. Da sah er just unter seinen Füßen das
Dörfchen Westerkappel liegen“... und dann Gottvaters Be—
tenntnis: „Ich liebe diese Hunsrückbauern. Sie sind ein
fleißiges Volk. Kaum, daß ich morgens meine Fenster
auftue, so sehe ich sie schön drunten bei der Arbeit.“ Und
dann aus diesem Bauernvolk in Martin Krimkorn den
Helden heraushebend: „Einen Wegbereiter und Verkünder
will ich mir erwecken, dort unten aus den Bauern diesen
Berge, denn sie sind noch verbunden mit allen guten Erd—
und Himmelsgeistern.“ St. Rheinhildis und der geheimnis—
volle Knecht Langguth geleiten Martin durch die Irrungen
und Wirrungen seiner jungen Jahre hindurch: einem Folge—
band muß es nun vorbehalten bleiben, das Lebensrätsel dieses
wahrhaft Eigenen zu lösen! Dieser im Feuer eines echten Dich—
ters geschaffene Heimat- und Entwicklungsroman — in höch—
stem Maße aktuell und doch auch wieder ebenso überzeitlich—
wird die Gemeinde des Dichters erweitern und befestigen
Gau Warndt.
M.G. B. 1926 Ludweiler veranstaltete einen nach allen
Seiten hin würdig verlaufenen Lieder- und Konzertabend.
Das Programm entchielt wertvolle Perlen der Chorliteratur:
Morgengebet von Zörllner, Vespergesang von Kämpf, Elsula
von Wagner-Schönkirch, Studentengruß von F. W. Berner.
Die Darbietungen, welche unter der sicheren Stabführung
des Herrn Ahlemann erfolgten, waren das Ergebnis monate—
langen Studiums; es war daher erfreulich, festzustellen,
mit welcher Sicherheit und Präzision der Verein die Werke
darbot. Den instrumentalen Teil übernahm eine Triv—
vereinigung, bestehend aus Sängern des Vereins, welche
zu dem guten Gelingen der Veranstaltung erheblich bei—
steuerten. Eine beagchtliche Leistung boten dieselben mit
dem Es-Dur-Trio für Violine, Cello und Klavier von
L. v. Beethoven. Es war ein erhebender Anblick mit
welcher Andacht und Begeisterung die Zuhörer den Dar—
bietungen von Chor und Trio lauschten. Alles in allem
war es ein genusßtreicher Abend!
Gau Wudgassen.
Auf Einladung des Elisabethen-Vereins veranstaltete
M.G. V. Concordia Bous unter dem Stabe von Chormeister
Gustav Ballhaus mit den Solisten Willi Lorscheider, Tenor,
und N. Haus, Klavier, ein sehr gut besuchtes künstlerisch hoch⸗
wertiges Wohltätigkeitskonzert mit nachfolgender Vortragsfolge:
l. Männerchöre:
a) Türmerliede
b) Glockenliede
ch Ueber den Feldweg.
a Rezitativ u. Arie a. d. Orat. „Die
Schöpfung“ (Mit Würd' u. Hoheit
ingetan
Rezitativ u. Arie a. d. Orat. „Elias
So ihr mich von ganzem Herzen
uchet) J. Mendelssohn·Bartholdy
hymne an die Nacht L. v. Beet hoven
zwei alte Weihnachtslieder a. d
4. Jahrhundert: 1. Kindelwiegen⸗
ied, 2. Weihnachtslied bearb. v. Mathieu ⸗ Neumaun
WValdvögelein . W. Courvoisier
Jerusalem. .W. Courvoisier
Vespergesang starl Kämpf
Lebenslied Hugo Kaun
b Mein ist die Welt Franz Curti
) Es ritt ein Jäger Balter Rein
d) Das Wandern ist des Müllers Lust Karl F. Zöllner
a) Das Lied im Grünen. Franz Schubert
he Der Musensohn Franz Schubert
Storchenbotschaft Hugo Wolf
Heitere Lieder s. Männerchor: a) Elsula 5. Wagner ⸗Schönkirch
b Ein kleines Versehen Mat hieu⸗ Neumann
Liebesaufruf J. Weichselgaͤrtner
d) Am Fenster. Edgar Hansen
——— 79— — * Ludwis Zink
— Luduvis Zinke
— — — — — Nnainzerstr. oõb, Telelon 22537/38
2. Tenorsolo:
3. Männerchöre:
. Lieder für Tenor
3. Männerchöre u. Volkslieder.
3. Lieder für Tenor: