Full text : 10.1932-1933 (0010)

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n Saar⸗Sänger-Bund ji

All Nr. 18

nur durch außerordentliche Sparmaßnahmen in ein trag—
bares Verhältnis gebracht werden. Die Versammlung er—
teilte auf Antrag der Kassenprüfer Entlastung. Bei den
folgenden Wahlen wurden gewählt: 1. Vorsitzender: Otto
Schumacher; 2. Vorsitzender: Fritz Grund; 1. Schriftführer:
Jakob Gräber; 2. Schriftführer: Wilhelm Grebenstein;
1. Kassierer: Jakob Ott; 2. 8 Fritz Adam; als
Beisitzer: Peter Anhaus, Georg Klein, August Schumacher,
Wilh. Diener, Hermann Bock J11; Vergnügungsausschuß:
Wilh. Michel, Wilh. Güth, Oswald Paulus, Wilh. Ludt,
Edgar Ludt; Notenwart: August Schmidt; Gauvertreter:
Hans Dillinger; Fahnenträger: August Kahl. Die Mit—
gliederzahl hat eine geringe Verminderung erfahren. Nach
Erledigung der übrigen Punkte der Tagesordnung wurde
die Versammlung mit dem Vortrag des Chores „Der
Schwur am Rhein“ und der Mahnung des Vorsitzenden,
auch fernerhin an der edlen Sache tatkräftig mitzu—
arbeiten, geschlossen.

MGV. „Harmonie“ Körprich (39 Sänger)
Schneider · Courage
Weiß mir ein Blümelein.
MGV. „Fidelio“ Diefflen (40 Sänger)
VBespergesang
das Kauzlein
MGV. „Liedertafel“ Wallerfangen (40 Säng
deimaterde —*
Innsbruck, ich muß dich lassen .
MGV. „Sängervereinigung“ Pachten (40 Sänger)
kine Wiese voll weißer Marguerithen
Bin i nit a Bürschle
MGV. „Sangeslust“ Differten (40 Sänger)
Finale a la Musette. *
WVenn wir Soldaten.
MGV. „Liederkranz“ Nalbach (50 Sänger)
Blockenlied
Fuhrmannsliede.
MGV. „Sängerkreis“ Dillingen (50 Sänger)
Primula veris. 3
Schwefelbhölzle

W. Rein
Othegraven

Kämpf
3. Reiter

40

H. Kaun
Jünagst
Ernst Heuser
Silcher
Walter Leib
Heinrichs
C. Spitteler
W. Moldenhauen

1

H. Ferrenberg
W. Rein

Gau Dillingen.
Auf dem Gautag des Ganes Dillingen begrüßte Gau—
vorsitzender Dusemond die Vertreter, insbesondere den
Bundesgeschäftsführer Rauchholz, Saarbrücken. Nach einem
Ldiedvortrag des M.G.V. „Sängerkreis“ Dillingen unter
Leitung des Chormeister Recktenwald, Fraulautern, und
Verlesung des Protokolls der letzten Versammlung in Pies—
bach besprach man das Wertungssingen. Dasselbe findet
am Sonntag, den 22. Januar, nachmittags 2 Uhr, im
großen Saale der „Flotte“ statt. An Stelle des erkrankten
Musikdirektors Beck, Homburg, wird Professor Berg aus
Ludwigshafen das Wertungssingen übernehmen. Herr
Rauchholz übermittelte den Sängern die Grüße des Bundes,
um dann zu betonen, daß die schriftliche Bewertung für
einen Verein viel besser und nützlicher sei als das ge—
sprochene Wort, das vielleicht noch einige Stunden wirke,
dann aber vergessen sei. Ferner gebe ja auch die schrifte—
liche Bewertung dem Dirigenten greifbares Material in
die Hand, um die Fehler zu erkennen, die er gemacht habe
und die auszumerzen seien. Er bat die Vereine, nicht auf
die schriftliche Bewertung zu verzichten. Er berichtete über
die letzte Musikausschuß-Sitzung und den Vertrag mit der
Tonsetzergenossenschaften. Der Vertrag sei wieder ange
nommen. Die Vereine könnten also ihre Konzerte durch—
führen, ohne Aufführungsgebühren bezahlen zu müssen. Er
wies noch auf den Bundestag 1933 hin, der in St. Ingber!
stattfindet und sprach die Bitte aus, daß auch der Gau
Dillingen in St. Ingbert vertreten sei. Ferner machte er
auf den Tonfilm vom Frankfurter Sängerfest des Bundes
aufmerksam, der für wenig Miete zu haben sei und refe—
rierte über den vor der Türe stehenden Zusammenschluß
des S.S.B. mit Mosel und Nahe.
Das Wertungssingen der 2. Gruppe der Gaue Dillingen,
Saarlouis, Bisttal und Niedtal in Dillingen hatte sehr
starken Besuch zu verzeichnen. Die Hörer verfolgten mit
sichtlichem Interesse die außerordentlich unterschiedlichen
Leistungen. Gauvorsitzender Dusemsend sprach herzliche
Worte der Begrüßung an den Wertungssachverständigen
Professor Berg, Ludwigshafen, die Bundesvertreter Stein
und Stilz, die beteiligten Gauvorstände und die gesamte
Sängerschaft, sowie die Presse und alle Gäste. In der
Vortragsfolge, die wir hier mitteilen, fehlten die Namen
der Chormeister:
1. MGV. „Eintracht“ Kerlingen (20 Sanger)
Die stille Stadt
O, wie herbe ist das Scheiden.
2. MGV. „Frohsinn“ Niedaltdorf (22 Sanger)
Mahnung.
Schlendrian —
MGV. „ECinigkeit“ Siersdorf (28 Sänger)
Bundeslied.
Ade. .
MGV. „Gem—ͤtlichkeit/ Bilsdorf (26 Sänger)
Wer geht mit. *
Kapitän und Leutenant
MGVWV. „Germania“ Friedrichweiler (32 Sänger
Abmarsche.
Oer Schweizer * —
MGWV. Gisingen (32 Sänger)
Die Braut des Afrikakämpfers
Das einsame Röslein im Tale *
MGV. „Sängerkreis“ Saarlouis (38 Sänger)
Die Nacht.
Wohin mit der Freud

Wertungssingen in Dillingen au 22. Janunar 1933.
Zehr ungleiche Leistungen. Einige der Vereine zeigten
ntschieden über durchschnittlichen Stand, haben sich bereits
ine beträchtliche Stimmtechnik, gute Ausführung (in einem
Falle sogar vorbildlich) und die Kunst der Linie und der
bolyphonen Gestaltung erworben. Andere Vereine stehen
ioch in den ersten Anfängen chorischer Erziehung und
ringen noch mit den Elementen. Die Chormeister besitzen
unicht die erforderlichen musikalischen Fähigkeiten. Doch müßte
hre Strebsamkeit durch elementar gehaltene Dirigen—
enkurse zu Hilfe gekommen werden, denn in einigen Fällen
ehlte offensichtlich jede stimm- und dirigiertechnische Be—
vußtheit. In der Wahl der Chöre zeigte sich das aner—
kennenswerte Bestreben der Chormeister nach guter Lite—
ratur und zum Anschluß an das zeitgenössische Liedgut.
In der Tongebung meist zu viel Brustklang (caher die
It rasche Ermüdung und manche Unreinheiten). Aus
schlanken, atemgetragenen Ton ist hinzuwirken. Auch dies
väre Thema eines sehr nötigen elementaren Chormeister—
kursus. Die Disziplin der Sänger war, wie offenbar über—
all im Saar-Sänger-Bund, musterhaft. Die Spitzenleistung
wurde der „Riedertafel“ Wallerfangen zuerkannt
gez. Artur Berg, Professor.

Gau Fischbachtal.
Sängerbund OQuierschied hat die Freude, unter seinen
Mitgliedern einen Sänger zu wissen, der auf eine 50—
jährige Aktivität zurückblicken kann. Dies ist unser Sanges—
druder Jakob Bost, der unserer Jugend trotz des Alkfers

5. Heinrichs
Paul Winkelmüller

Jakob Bost.

von 68 Jahren heute noch als gutes Beispiel in regel—
mäßigem und pünktlichem Probenbesuch vorangeht. Jakob
Bost ist am 12. Dezember 1864 geboren. Dem kath,.
Kirchenchor Quierschied trat er als 18jähriger bei. Im
Jahre 1888 wurde Sänger Jakob Bost in den ehemaligen
GBesangverein Eintracht aufgenommen. 1892 war er einer
der Gründer des Gesangveéereins Liederkranz Quierschied
            
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