Full text : 10.1932-1933 (0010)

uu pphh Saar⸗-Sänger-Bunde
Dirigenten und Vorstände wies der Wertungsrichter auf
die Bestimmungen der neuen Wertungssingen-Ordnung hin
und erläuterte noch einmal alle wichtigen Paragraphen.
Besonders wurde erwähnt, daß Liedauswahl und Dirigenten—
technik der Dirigenten mitbestimmend seien bei der Fest—
legung des Urteils. Der Sachverständige Beck mußte darauf
hinweisen, daß die Auswahl der Lieder mit einigen Aus—
nhahmen als unglücklich bezeichnet werden muß. Das Singen
verlief reibungslos, und es konnte dann sofort in die Nach—
besprechung eingetreten werden, die wiederum in Anwesen—
heit aller Dirigenten und Vorstände stattfand. Der Wer—
lungsrichter nahm Veranlassung, noch einmal auf die zum
Teil schlechte Chorauswahl hinzuweisen. An Hand der
gesungenen Chöre erläuterte er das Unmusikalische an diesen
Liedern und gab eine Reihe Fingerzeige für die Auswahl
don Chören. Eine ganze Reihe erstklassiger Männerchor—
Komponisten wurde genannt und auf die Einrichtungen des
Bundes für diese Zwecke hingewiesen. Auch die Dirigenten—
technik fast aller Dirigenten mußte gerügt werden. Auch
auf diesem Gebiet und auf dem gleich wichtigen der guten
Tonbildung wurden praktische Unterweisungen vom Wer—
tungsrichter gegeben. Die Leistungen bewegten sich unge—
fähr auf einer Linie. Es muß anerkannt werden, daß die
technischen Gesangsleistungen sich auf einer erfreulichen Höhe
zefinden. Um so mehr gibt dieses Wertungssingen Gelegen—
heit, auf die dringende Notwendigkeit weiterer Unterwei—
sungen der Chormeister in bezug auf Chorauswahl und
Dirigiertechnik hinzuweisen. Die Aussprache dauerte eine
Stunde 830 Minuten. Alle Dirigenten folgten derselben
mit größtem Verständnis. Es darf hervorgehoben werden,
daß vhne Ausnahme alle Beteiligten die Ausführungen
des Wertungsrichters als sehr lehrreich und auch in der
Form als äußerst korrekt bezeichneten. Die Schlußbemer—
kungen des Gauvorsitzenden Schnur, die den Dank an den
Wertungsrichter für seine sehr taktvolle Kritik und die
hoffnung für eine ersprießliche Auswirkung der reichen
Aussprache enthielten, fanden den lebhaftesten Beifall aller
Beteiligten. Es errangen: „Harmonie“ Dirmingen: gut;
„Alpenrose“ Hirzweiler: gut bis sehr gut; „Sängerlust“
Berschweiler: gut; „Frohsinn“ Hirzweiler: gut; M.G.V.
Eppelborn: gut. „Alpenrose“ Hirzweiler wurde somit die
zeste Leistung zuerkannt.
Nach einem Chor des M.G. V. Bettingen begrüßte Vorsitzender
Ewen die Gautagung des Gaues Illingen, die so zahlreich er—
chienene Sängerschar, Musikdirektor Beck, Homburg, die Vor—
treter der Presse und hernach die Vertreter des Bundesvor—
tandes Dr. Bongard, Stein, Düren, Geschäftsführer Rauchholz.
Bürgermeister Quint konnte geschäftshalber der Tagung nicht
zeiwohnen und entschuldigte sich. Die Tagung wurde eine
eindrucksvolle Kundgebung von dem Wollen und Streben des
Bundes, von der kulturellen Arbeit vor allem der Gesangvereine
ain der vberen Prims. Musikdirektor Beck hielt einen Vortrag
äüber die Entwicklung des Männergesanges. Es konnten in
dem Vortrag selbstverständlich nur Ausschnitte aus dem reichen
geschichtlichen Material geboten werden, was den Sängern sehr
eid tat, da sie noch manch anderes gern gehört hätten. Der
Vortrag wurde reichlich unterstützt durch gut ausgewählte Schall—
olatten. Redner schloß mit der Schilderung der klassischen und
comantischen Zeit. Jetzt stehen wir in einer Uebergangszeit.
Fewiß sehen wir manche unguten Erscheinungen, und dennoch
nüssen die Männergesangvereine mit der Zeit fortleben und
Stellung zur zeitgenössischen Kunst gewinnen. Der Vortrag
vurde mit stürmischem Beifall aufgenommen. Dann folgten
die geschäftlichen Angelegenheiten. Sangesbruder Joh. Reichert
vom M.G.V. Bettingen wurde mit der Nadel für 2öjährige
Tätigkeit beehrt. Gemeinsam wurde ihm der deutsche Sängergruß
gesungen. Der Bundestag 1932 findet am 17. April in Groß—
rosseln statt, Der Vorsitzende machte es jedem Verein zur Pflicht,
eine Delegierten nach dort zu schicken, Die Zusammenfassung
einzelner Gaue zu größeren Gaubezirken würde den Gauͤ
Primstal hart treffen da wir nach der oberen Prims keinen
Anschluß finden. Der Bundeszeitschrift, welche das einzige Band
ist, das die Sünger dauernd miteinander verbindet, wird immer
noch nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Es wurde dar—
über in unserem sonst sehr rührigen Gau Klage geführt, daß
einzelne Vereine nicht genügend Zeitungen beziehen. Die Sänger
wurden herzlich gebeten, diese 59 Ets. doch zu opfern! Die
Bundesarbeit muß immer mehr ausgebaut werden betonte der
Vorsitzende des S.S.B. Dr. Bongard. Die wirtschaftliche De—
oresffion bringt gewaltige materielle Not in die breitesten
Pysfsschichten. Zu dieser gesellt sich die seelische Zerrüftung

Nr. 1 hpeurun

unlluln Seite 19

»or allem bei den Arbeitslosen und deren Familien. Der Tag
jat keine Aufgabe, das Leben keinen Inhalt. Diese Bedrückung
st in ihrer Auswirkung vielleicht das Schlimmere. Hier können
ind müssen unsere Gesangvereine etwas tun, von hier aus
richt tragen in das öde Dunkel unserer Zeit. Der Gau beschloß,
in dem s0jährigen Stiftungsfest des Quartett-Vereius Limbach,
»erbunden mit Fahnenweihe, teilzunehmen. Zum Schluß erklang:
Deutschland, dir, mein Vaterland“ von Heinrichs.
Gau Saartal Mettlach.
Der letzte Gautag des Gaues Mettlach war dem M.G.V.
Liedertafel“ Mettlach übertragen. Das kath. Vereins—
aus Pavillon war überfüllt. Vorsitzender Stein der
Liedertafel“ begrüßte mit herzlichen Worten die so zahl—
eich Erschienenen und fügte den Wunsch hinzu, „daß der
zute Geist der Förderung des deutschen Liedes auch weiter—
sin im Gau erhalten bleibe und die Mitglieder des Gaues
mmer enger zusammenführen möge“. Gauvorsitzender
steinhold Engel dankte für die freundlichen Worte der Be—
srüßung und gab seiner Freude Ausdruck, alle Sanges—
chwestern und —brüder vereint zu sehen und sie im Namen
es Gauvorstandes begrüßen zu können. Nach Dankesworten
ür die Unterstützung durch Herrn Landrat Roth und den
dreisausschuß, sowie die Herren Bürgermeister Wolter,
Irtsvorsteher und Gemeinderäte im verflossenen Gaujahr
ourde der Jahresbericht des Schriftführers Bohr entgegen—
enommen. 6 Gau- und 2 Dirigentensitzungen fanden im
erflossenen Jahre statt. Alle Bundesvorstandssitzungen
ourden durch den Ganleiter besucht, sowie reger Anteil an
en Musikausschußsitzungen genommen. Am Dirigenten—
ursus in Dillingen beteiligten sich von 7 Chorleitern des
saues 5. Gegen den letzten Sitzungsbericht werden keine
sinwendungen erhoben. Hieran schloß sich die Ehrung der
erstorbenen Mitglieder des Gaues. Den Kassenbericht er—
tattete Gauschatzmeister Mertes. Demselben war zu ent—
iehmen, daß durch große Sparsamkeit die Gaukasse mit
inem kleinen Ueberschuß abschließen konnte. Times, Besse—
ingen, und Meyer, Mettlach, als gewählte Kassenrevisoren
anden die Kasse in guter Ordnung und wurde seitens des
Bauvorsitzenden Engel Schriftführer und Kassierer für
ie geleistete Arbeit herzlich gedankt. Die Vorstandswahl
»ergab: 2. Gauvorsitzender Peter Konter wurde einstimmig
yiedergewählt. 1. Gauschatzmeister Johann Mertes ver—
ichtete auf eine Wiederwahl, da er z. Zt. nicht mehr aktives
Nitglied sei, und es wurde an seine Stelle Willi Meyer
sewählt. Der Gauvorsitzende machte darauf aufmerksam,
aß der Artikel der „Landeszeitung“ unrichtig gewesen ist,
aß Gau Mettlach einen Beschluß gefaßt habe, daß unsere
seinen Vereine sich nur dann am Wertungssingen betei—
igen würden, wenn der Bund die Sache finanzieren würde.
die vom Bund geleistete Unterstützungsarbeit wurde all—
eitig anerkannt. Betreffs Neueinteilung des Gaues soll
nit dem Gauvorsitzenden des Gaues Merzig Fühlung ge—
ommen werden. Der Bezug der Bundeszeitschrift, von
zelcher 2283 im Gau erscheinen, wird zur Steigerung dieser
zahl warm empfohlen. Krankenhauskonzerte wurden im
zerflossenen Jahre von den Gauvereinen 9 zur Auffüh—
zung gebracht. Der Gau zählt 365 Mitwirkende und 396
Förderer, zusammen 761 Mitalieder. Der 2. Gauvorsitzende

60 —
Menn die Maciiburin
—ACC
datß Ihnen Ihr Kuchen immer gut gerät, so erzahlen
 Sie ihr, daß sSie nur mit
Nr., ODetker“s Backbulver, Backcin“

nach den schsnen Oetker-Rezepten backen.
Solch guter Rat wird sich belohnen. Zahlreiche
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— zu beziehen. erꝛ
—— Vr. uus Beftker. Bielefel

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