Full text : 10.1932-1933 (0010)

Seite 252

AM Saar⸗Sänger⸗Bund *

n Nr. 11

er sich über die in Saarbrücken im Sängerheim seit
November eingerichtete Chorleiterschule, die von Prosessor
Walter Rein, Franksurt a. M., geleitet wird. Den Chor—
leitern wird die Berücksichtigung der neuesten Chorlitera—
tur aufs wärmste empfohlen, ohne das wirklich wertvolle
Gut der Vergangenheit zu vergessen. Das nächste Bundesfest
soll unter dem Motto stehen: „Einigkeit und Recht und
Freiheit“. Ein entsprechender Liederzyklus ist schon in
Vorbereitung. Der Gauvorsitzende gab dann einen Geschäfts—
bericht über das rückliegende Jahr mit seinen Gauver—
anstaltungen und einen Ausblick für das kommende Jahr,
in dem ein Wertungssingen für die Gruppe 1II (Sänger—
zahl über 60, sowie zwei Gaukonzerte stattsinden werden.
Die Zahl der Gaumitglieder beträgt jetzt über 1000. Bei
der Vorstandswahl wurde der bisherige Gauvorstand wieder—
gewählt.
M.G. B. „Concordia“ Sulzbach konzertierte mit seinem
Männer- und Gemischten Chor unter Stabführung von
Chormeister Preiser vor gutbesetztem Hause sehr erfolg—
reich. Dem Konzertleben der Gemeinde brachte er bei
dieser Gelegenheit eine ersobliche Bereicherung durch seine
Solisten Christa Notholt (Alt) und Franz Notholt (Bari—
ton) vom Stadttheater Saarbrücken, die zu Herzen sprechend
Duette von Schubert, Brahms, Cornelius und Schumann
vortrugen. Organist Fritz Lösch erwies sich als trefflicher
Begleiter und Orgelsolist. Die Veranstaltung stellt einen
vollen Erfolg dar!
Dem Geschäftsbericht des M.G.B. 1923 Sulzbach ent—
nehmen wir den Dank des Vorstandes an aktive und
inaktive Sängerschast und an den um das Blühen des
Vereins verdienten Chorleiter Konrektor H. Haeber. Bei
einem Stand von 230 Mitgliedern zählt der Verein 45
Sänger, einschließlich der Frauen 60 Sänger. Es verstarben
die Mitglieder Heinrich Rau und Max von Vopelius. Es
fanden statt eine Generalversammlung, zwei Versammlun—
gen, sieben Vorstandssitzungen. Aus der Tätigkeit seien
erwähnt: Wiederholung von „Anita“, ein Familienabend,
Beteiligung an der Jubelfeier des M.G.V. Concordia Her—
rensohr und am Gaukonzert in Dudweiler, Sommersest,
Stiftungsfest, Konzert gemeinsam mit M.G. V. 1864 Sulz—
bach, Weihnachtsfeier. Bei all diesen Veranstaltungen wur—
den die künstlerischen Leistungen des Vereins von den Teil—
nehmern und von der Vresse mit Lob anerkannt.

gen, sondern es tritt hierbei von Jahr zu Jahr stärker
die musikalische Seite in Erscheinung. Der Gau, der für
die Durchsührung des Bundestages verantwortlich zeichnet,
hat die schöne und dankbare Aufgabe, den Vertretern der
Vereine, der Gauvorstände und des Bundesvorstandes des
5.S. B. praktisch zu zeigen, wie bei ihm gearbeitet wird und
welche Fortschritte er gemacht hat, im Sinne der vom
Musikausschuß aufgezeichneten künstlerischen Arbeiten und
Richtlinien des Bundes. Auch in diesem Jahr wird es sich
nicht nur um die musikalische Umrahmung der Tagung
handeln, sondern es ist wie im Vorjahre im Warndt,
eine öffentliche Sängerkundgebung geplant, die von einer
Reihe deutscher Sender im Rundfunk übernommen wird.
Alle Gauvereine sind dabei beteiligt. Das vom Gau vor
einiger Zeit an die Vereine verteilte Chorgut befindet sich
durchweg im Studium, und der rührige Gauchorleiter
Hans, St. Ingbert, dem die musikalische Gesamtleitung
übertragen ist, erläuterte in der Besprechung den Plan,
wie er die einzelnen Vereine durch seinen Besuch unter—
tützen und die Massenchorproben vorzubereiten gedenkt. Die
Bekanntgabe des Programms zu dem am 29. Januar 1933
tattsindenden Gruppenwertungssingen der Gaue Brebach
ind St. Ingbert rückt erfreulicherweise die stark aufstrebende
Linie der künstlerischen Arbeit der beiden Gaue in das
heste Licht. Den Sangesbrüdern von St. Ingbert wird
rufgegeben, sich stark werbend für den Besuch dieser Ver—
anstaltung einzusetzen. Bundesgeschäftsführer Rauchholz be—
richtet über den Vertrag mit dem Musikschutzverband, der
in diesen Tagen im Einverständnis mit den Gauchormeistern
des Bundes gekündigt werden mußte. Die Einstellung des
Bundes zu dieser Frage wurde nach reger Aussprache
inmütig gebilligt. Es wurde bekanntgegeben, daß durch
Verhandlungen mit dem bayerischen Sender nunmehr auch
zie saarpfälzischen Vereine, ähnlich wie dies bereits seit
geraumer Zeit im Bereich des Südwestdeutschen Rund—
unks geschieht. beim Rundfunksingen berücksichtigt werden.
Vereine, die Interesse dafür zeigen, sind angehalten, un—
oerzüglich ihre Meldungen bei der Geschäftsstelle des S. S. B.
ziinzureichen. Die Fertigstellung der Programme soll be—
schleunigt durch den Gauchorleiter und den 2. Bundes—
hormeister in Angriff genommen werden. Die Taaung
wurde umrahmt durch Gesangsvorträge des M.G.V. Froh—
sinn St. Inabert unter der Stabsführung des Chorleiters
Ripplinger. Der anwesende Bundesvorsitzende Dr. Bongard
nahm in der Aussprache zu den einzelnen VPunkten wieder—
holt Stellung. Er stellte am Schluk der Taaqung in ein—
drucksvollen Worten fest, daß die Pflege und Förderung
der deutschen Kunst durch unsere Gaue und Vereine gerade
in der heutigen so schweren Zeit höchstes Gehot sein müsse
Den Gau— und Vereinsvertretern, namentlich auch der ge—
zeigten vorbildlichen Arbeit des M.G.V. Frohsinn und
seinem bewährten Chorleiter Ripplinger widmete er herz—
liche Dankesworte. Durch den gemeinsamen Gesang des
Deutschen Sängerarußes wurde die sehr anregend verlaufene
Versammlung geschlossen.
MM.V. Liedertafel Rentrisch verlyr in Samuel Schlänvi
ein besonders verdientes Ehrenmitglied. Infolge eines Un—
alücksfalles verstarb er am 39. Oktober im Alter von
68 Zahren in Amerika. Mit seiner Gattin besuchte er alle

M.G. V. Liederkranz 1881 Elversberg veranstaltete in
Anwesenheit der beiden Komponisten zusammen mit der
ebenfalls von Gauchormeister Jul. Meyer geleiteten Sänger—
vereinigung Bildstock einen Lendvai-Othegraven-Konzert—
abend, dem auch Dr. Bongard beiwohnte.
J. Teil von Erwin Lendvai:
1. a) Gebet op. 34
b) Empor op. 59
2. a) Glockenliede.
b) Pro Martiribus
3. a) St. Nepomukts Voraben
) Nacht..
4. Einklang, op. 19, Rr. 16

Sängervereinigung Bildstock
Frauenchor
Liederkranz Elversberg
Liederkranz Elversberg und
Sängervereinigung Bildstock

38

II. Teil von A. v. Othegraven
5. a)
.
6. a
b
7. 3,

—R oß Liederkranz Elversberg
eade Sãngervereinigung Bildstock
Mein Schatz, op. 31 Frauenchor
Tanzlied, op. dcäc... Liederkranz Elversberg
8. 3) Mahnung. op. 88. ...GSängervereinigung Bildstock
b) Juger aus Kurpfalz und Liederkranz Elversberg
Der freudige Beifall der zahlreichen Zuhörer und die
warme Anerkennung der beiden Komponisten bedeuten für
Chormeister und Saͤngerschaft Lohn und Ansporn zugleich

M!lells hæelten
Ack wußte es genau, Dr. Oetser's Backpulver
läßt mich nicht im Stich!“
Seit Iohrzehnten schenken Millionen von Hausfrouen der ous
qezeichneten Triebkroft von
⸗ —
Oetseer's Backnuluer, Backiu
ihr Vertroben. kks ist auch lhr Vorteil, venn Sie
noch den bewährten Oefker - Rexepten bocken
Verlangen Sie die neue Rezeptsamlung, Bescke
macht fFreude“ fũt frs. 1. 60 bet ihrem Kaufmanoder,
 wenn vergriffen, gegen kinsendunę
von Morken von
Dr. Iugust belber, — 9
Bieleijel

Gan s5t. Ingbert.

Der Gautag des Ganes St. Jugbert war von allen
Gauvereinen bis auf Sängerklub Seelbach beschickt. Nach
einstimmiger Neuaufnahme des M.G.V. Sangesfreunde
Oberwürzbach berichtete Gauvorsitzender Schunk über die
letzthin in Saarbrücken stattgefundene Bundesvorstands—
sitzung. Im Mittelpunkt des Berichtes stand die Behandlung
des 14. ordentlichen Bundestages, der am 30. April 1935
in St. Ingbert stattsindet. Die jährlich stattfindenden Bun—
destage besassen sich nicht nur mit organisatorischen Fra—
            
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