ulsJj Saar-Sänger-Vunde
Gau Rischbachtal.
M.G.V. „Concordia“ Merchweiler veranstaltete unter
Thormeister Meiser zusammen mit dem unter gleicher Lei—
tung stehenden M.G.V. „Flora“ Heiligenwald im Tivoli
Merchweiler eine sehr gut besuchte und musikalisch auf
ohem Niveau stehende Goethe-Gedenkfeier. Männerchöre
bon Zelter, Werner, Weber, Geilsdorf, Kuhlau, Baumann,
Mendelssohn, Rein, Lander, Trunk und Soli von Schubert,
dargeboten von Fräulein Pfeifer — von Fräulein Meiser
sinngemäß und diskret begleitet — bildeten den Rahmen
für die Weiherede, in der Bundesschriftfüher Stein Goethes
Leben und Dichten volkstümlich umschrieb. Der imposante
vohlgeschulte Chor hatte offensichtlich seine Liebe an die
schöne Aufgabe dieses Konzertabends gesetzt.
Der Sängerbund Quierschied gab ein Konzert, dessen Lei—
tung in den Händen von E. Kredteck lag. Der Besuch war
ein ganz überraschend starker. Als Solisten wirkten mit
H. Bohn (Violine), A. Stenger (Klavier) und E. Kredteck
Baß). Das Programm war gut zusammengestellt, die
Durchführung ausgezeichnet. Besonders gut gefielen die
Volkslieder. Chor und Solisten fanden stürmischen und
vohlverdienten Beifall. Vorsitzender Lehrer Becker betonte
in seiner Ansprache, daß der Sängerbund auf Ansuchen
der Winternothilfe sich gern und freudig in den Dienst
der Nächstenliebe gestellt habe. Er betonte, daß die Not
der Zeit auch an den Vereinen nicht spurlos vorbeigehe
und bat alle Sangesbrüder und Freunde, auch in dieser
Notzeit dem Verein die Treue zu halten. Im Namen des
Ausschusses der Winternothilfe sagte Bürgermeister Sieberin
den Besuchern und allen Mitgliedern Dank. Der große
Sängerchor, der durch die Vereinigung der hiesigen Gesang—
oereine zum Verein Sängerbund gebildet wurde, hat mit
dieser Veranstaltung gezeigt, daß er in der kurzen Zeit
des Bestehens auf die Höhe gekommen ist und mit den ver—
einten Kräften der Bürgerschaft etwas bieten kann.
Zeite 18 HB
wu Nr.—
voethe und Zelter. Hierauf stellten sich 13 Vereine dem Wer—
ungsrichter Musikdirektor Ott und maßen in edlem Wettstreit
hre Kräfte. Im großen und ganzen wurden recht an—
rkennenswerte Leistungen geboten, was Musikdirektor Ott
n seiner Kritik besonders hervorhob. In der Kritik wurden
zie einzelnen Vereine benotet und das Ergebnis wie folgt
oäter bekanntgegeben: „Liedertafel“ Niederbexbach (Frifch
zeesungen, v. Silcher; Der Jäger Abschied, v. Mendelssohn)
Zrädikat: gut; „Liederkranz“ Erbach (Frisch auf zum Streit,
»earb. v. Armin Knab; Sturmbeschwörung, v. Dürrner)
ßrädikat: gut; „Eintracht“ Kleinottweiler (Tein gedenk ich“,
»earb. v. Hugo Jüngst; Wenn alle Brünnlein fließen, bearb.
». Fritz Neuert) Prädikat: genügend; Gemischter Chor
Bayerischer Kohlhof (Altes Minnelied“, bearb. v. O. Neubner;
Norgen marschieren wir, bearb. v. Hans Lang) Prädikat:
ehr gut; Gemischter Chor Schwarzenbach (Mein Herz blüht
vie ein Rosenstrauch, v. S. Kuhn; Der Schäfer pußtte sich
um Tanz, v. Armin Knab) Prädikat: gut; „Edelweiß“
zrankenholz (Ich hört ein Sichlein rauschen, bearb. v. H.
einrichs; Im Abendrot, bearb. v. Moldenhauer) Prädikat:
ehr gut; Höchen (Abmarsch, bearb. v. H. Heinrichs; Mah—
ung, bearb. v. H. Heinrichs) Prädikat: gut; Altstadt
Dder Soldat, v. Fr. Silcher; Der brave Reitersmann,
earb. v. Fr. Silcher) Prädikat: gut; „Eintracht“ Ober—
exbach (Der frohe Wandersmann, v. Mendelssohn; Sturm—
eschwörung, v. Dürrner) Prädikat: genügend; Männer—
hor Schnappach (Die gebundene Nachtigall, v. Neumann;
Nuttersprache, v. Hegar) Prädikat: gut; „Liederkranz“
frankenholz (Drei Schneider, bearb. v. Dantonello; Flamme
mpor, v. Trunk) Prädikat: sehr gut; „Sangeslust“ Reis—
irchen (Die Heimat, bearb. v. Jos. Schwartz; Sturmbeschwö—
ung, v. Dürrner) Prädikat: genügend bis gut; Gemischter
Lhor Jägersfreude (Im Wald und auf der Heide, bearb.
». Moldenhauer; Amor im Nachen, v. Gastoldi) Prädikat:
jut. Die beste Leistung von sämtlichen Vereinen voll—
rachte der Gemischte Chor Bayerischer Kohlhof, der in—
olgedessen als bester Vertreter der Gruppe C am Bundes—
ingen teilnimmt. Als Auszeichnung wurden den Vereinen
lrkunden ausgehändigt. Einen wirkungsvollen Abschluß
es Wertungssingens bildete der Massenchor „O wie herbe
st das Scheiden“ v. Silcher unter Leitung von Gauchor—
neister Beck, Homburg.
Der vom Vorsitzenden Nikolaus Müller in der sehr gut
»esuchten Jahreshauptversammlung des M.G. V. Kircel vor⸗
zjetragene Geschäftsbericht gab ein günstiges Bild. Trotz
jer wirtschaftlichen Not konnte der Mitgliederstand erhöht
verden. Die Neuwahl ergab keine wesentliche Aenderung.
Vorsitzender: Nikolaus Müller; 2. Vorsitzender: Jakob
Vagner; Kassierer: Max Herzog: Schriftführer: Ernst
Ventz; Vereinsdiener: Ludwig Wentz. Besonderer Dank
vurde Karl Wagner und Peter Hautz für ihre langjährige
reue Vereinsarbeit ausgesprochen. Letzterer ist Ehrenmit—
zllied des Vereins und war 17 Jahre als Schriftführer
ätig. Eine Anregung des 1. Vorsitzenden zwecks Grün—
ung einer Sterbekasse mußte zurückgestellt werden.
M.G.V. Erbach 68 hielt seine Generalversammlung in
einem Sängerheim ab. Vorsitzender Nagel gab den Jahres—
ericht. Dank der zielbewußten Führung und der datkräf—
igen Mitarbeit der Sänger war es ein Jahr ersprießlicher
Arbeit im deutschen Liede. Außer der regen Teilnahme in
ind außerhalb der Ortsgrenzen beteiligte sich der Verein
i. a. in Kirrberg, war Pate in Hombuürg (Harmonie), be—
uchte das Konzert der Wiener Sänger und beteiligte sich
eim Wertungssingen in Frankenholz anläßlich des Gau—
ängerfestes. Der Mitgliederstand hat zugenommen und die
dassenverhältnisse stehen entsprechend gut. Eine besondere
khre bereitete der Verein seinem rührigen Vorsitzenden
stagel durch Ueberreichung eines Diploms und Blumen für
Ojährige treue zielbewußte Führung. Aus geheimer Wahl
zingen hervor: 1. Vorsitzender: Nagel Phil.; 3. Vorsitzender:
hzund Mich.; Schriftführer:! Kaufmann Jul. Beis; Schindler
doh.; Boßlet Jak.; Reichert Fr.; Ecker Pirmin; Hermann H.
S„pies Peter. An der Feier des Goethe-Zelterjahrs wollen
ille Sänger bei dem Ruf unseres Gauchormeisters Beck
eilnehmen. Der Verein beschließt, sein 25jähriges Stistungs—
est mit Wertunossingen im Jahre 1933 zu feiern.
Wegen Erkrankung des Vorsitzenden wurde die Jahres—
schlußßbersammlung des M.G.W. „Concordia“ Merchweiler
om 2. Vorsitzenden eröffnet und geleitet. Das Andenken
don zwei verstorbenen Sangesbrüdern wurde durch Er—
heben von den Sitzen geehrt. Hierauf erhielt der Schrift—
führer das Wort zum Jahresbericht, dem folgendes zu
entnehmen ist: Außer 13 Vorstandssitzungen und 3 Ver—
sammlungen fanden im verflossenen Jahre 47 Gesang—
broben statt. Zwei gutgelungene Stuhlkonzerte, ein Platzkonzert,
vier Theaterabende und ein Familienabend dürf—
en beweisen, daß im Verein reger Geist für Volksbildung
uind Geselligkeit herrscht. Der Verein beteiligte sich auch
am Gaukonzert des Fischbachgaues, an einem Stiftungsfest
und der Fahnenweihe von zwei Nachbarvereinen, sowie an
einer Tagung des Merchweiler Obst- und Gartenbauvereins.
Drei Mitgliedern wurde anläßlich ihres Hochzeitsfestes ein
Ständchen dargebracht, und zweimal senkte sich die Vereins—
fahne über dem Grab verstorbener Sangesbrüder. Der
Mitgliederstand hielt sich erfreulicherweise auf der Höhe
des Vorjahres. Den Kassenbericht gab der Kassierer. Die
Kasse weist gegen das Vorjahr einen beachtlichen Ueber—
schuß auf, und die von den beiden Revisoren beantragte
Entlastung wurde dem Kassierer sowie dem Schriftführer
unter Worten des Dankes erteilt. Der Vorstand blieb mit
Ausnahme des 1. und 2. Schriftführers und 2 Beisitzern
derselbe. Sodann wurde das Frühjahrsprogramm aufge—
stellt, welches einen Familienabend im Januar, eine Goethe—
gedenkfeier im März und einen Theaterabend an Ostern
enthält. Nach Absingen des Liedes „Nun leb' wohl du
kleine Gasse“ wurde die autverlaufene Versammlung ge—
schlossen.
Gau Homburg.
In Mittelbexbach fand das erste Wertungssingen der
Bruppe C im Wertungsbezirk Homburg-Salzbachtal statt.
In diese Gruppe C sind diejenigen Vereine eingeteilt, deren
Thorstärke unter der Zahl 40 bleibt. Zu Beginn begrüßte
Vorsitzender Oberregierungsrat Bühler die zahlreich er—
schienenen Sangesschwestern und -brüder. Insbesondere hieß
ꝛrals Vertreter der Gemeinde Mittelberbach Bürgermeister
Schappe und den Wertungsrichter Musikdirektor Ott, Zwei—
zrücken, herzlich willkommen. Der Redner betonte, daß das
Wertungssingen zeigen soll, was der Verein gearbeitet und
geleistet hat. Er gedachte sodann zwöoier hedeusfender Männer
Gau Illingen.
In der Vorbesprechung mit sämtlichen am Wertungs—
inden dor Gaue Illingen und Epposharn toisnehmomdoen