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iIIII Saar⸗Sänger⸗Bund
IJIPpp Nr. 10
der Sangeskunst Stunden echten, gesunden Humors seinen Mit—
gliedern zu bieten. Ein von Vereinsmitgliedern gespieltes Lust—
spiel löste ungemeine Heiterkeit aus und gab den schauspielerischen
Kräften des Vereins Gelegenheit, ihre Fähigkeiten auf diesem
Ecbiete mit Erfolg zu zeigen. Auch das Orchester verdient lobende
Erwähnung. Der Tanz sorderte sein Recht und hielt Sänger
und Sangesfreunde noch lange in traulichem Kreise zusammen.
In würdiger Weise beging M.G. V. Liedertafel Saar⸗
brucken 3 sein 63. Stiftungssest durch einen gut besuchten
volkstümlichen Liederabend. Unter der bewährten Leitung
von Chormeister Wilhelm Schäfer kamen treffliche Chöre
von Waelrent, Volbach, Silcher, Zöllner, Jüngst, Schein,
Kirchl, Rein und Othegraven zum Vortrag. Als Solistin
war Liselotte Wunn gewonnen, die, von dem Pianisten
Joses Kontz sicher begleitet, mit Liedern von Brahms,
Schubert und Reger dankbaren Beifall fand. Anschließend
fand Familienabend statt, auf dem Vorsitzender Robert
Schmidt alle Anwesenden mit herzlichen Worten begrüßte,
insbesondere den Gauschatzmeister Wollbold, den Vor—
sitzenden des Männergesangvereins Landsweiler, sowie die
Vertreter der übrigen Brudervereine.
Sein 10. Stiftungsfest beging der unter dem Stabe von
Nik. Rodermann stehende Kath. M.G.VB. Saarbrücken 1
durch ein sorgsältig vorbereitetes und gut durchgeführtes
Festlonzert, das der Verein mit seinem Männer- und Ge—
mischten Chor bestritt. An instrumentalen Gaben bot Hans
Lansch mit zwei nicht genannten Künstlern ein Trio von
Beethoven, hernach Satz 1 und 2 des Violinkonzerts von
Max Bruch. Auf dem anschließenden Festabend konnte
Vorsitzender Geisen in warmen Worten den Bundesvor—
sitzenden Dr. Bongard, der sich über die einigende Kraft
des Liedes und Gauvorsitzender Oberregierungsrat Jaeckel,
der den Sangesbrüdern Burckhard und Thees die Ehren—
nadel des SS.B. überreichte, begrüßen. Karl Eberskirch
wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Die Vorsitzende des
Frauenchors, Frau Monzel, überreichte eine Fahnenschleife,
die Deutschherren-Singgemeinschaft durch Herrn Geimer
einen Fahnennagel, Fräulein Leni Riga sprach sinnige
Schillerverse.
Sängervereinigung Loreley-Viktoria bot mit ihrer dies⸗
jährigen Herbstveranstaltung ihren Mitgliedern und Freun—
den einen auserlesenen Genuß. Der Verein ist im letzten
Jahr nicht nur zahlenmäßig, sondern auch in seiner Schu—
küng, die in Händen des rührigen Chormeisters Herrn P.
Magas liegt, wesentlich sortgeschritten. Die Darbietungen
des Vereins zeigten im Vergleich zu den früheren Kon—
zerten eine schwierigere Auswahl, sie wurden tonsicher
uͤnd exakt, innerlich erfaßt und daher mit viel Wärme
vorgetragen. Das Stimmaterial ist kräftiger, die Tonbil⸗
dung edler, der Stimmenausgleich abgerundeter geworden,
ein Vob, das vor allem dem Chormeister gilt. Von den
Chören wirkten am besten „Die Orgel von Vineta“ von
Grün, „Sturmbeschwörung“ von Dürrner und „Mahnung“
von Heinrichs. Das Publikum solgte mit großer Aufmerk—
samkelt und dankte mit reichem Applaus. Besondere An—
erkennung gebührt der Sängervereinigung, daß sie diesmal
auch den musikalischen Teil über das gewöhnliche Riveau
hinausgeschoben hat. Violinsolist Jakob Maas mit seinem
Klavierpartner Reichrath fesselten das Publikum durch ihre
Piecen wie Czardas von Moneli, Serenade von Dretler,
Liebeslied von Kreisler u. a. Konzertmeister Jakob Maas
beherrscht sein Instrument und geht gehaltlich in die Tiese,
seine Musik ist virtuos. Daß unter solcher Führung auch
das kleine Orchester Besseres leistete, ist verständlich. Er—
wähnung und Lob verdient noch Frau Groß-Görgen, die
mit ihrer sympathischen Altstimme zwei Loewe'sche Lieder
zum Vortrag brachte. Die Leitung des 29. Stiftungsfestes
hatte Vorsißender Görgen, der die Gäste der Bedeutung
des Abends entsprechend begrüßte; die Ehrung des Jubi—
lars Dietzen hatte Bundesschatzmeister Düren Abernommou
r.
M.G. V. Frohsinn Saarbrücken 1 wartete bei seinem 89.
Stiftungsfest mit einem hochwertigen Programm auf und
erntete reichen Beifall. „Lied von der Heimat“ von Wagner—
Schönkirch, „Requiem“ von Rettich, „Tuͤrmerlied“ von Geils—
dorf, „Tuürmwartsminne“ von Löffler, „Erlaube mir, Feins—
liebchen“ von Ad. Kirchl, „Wenn alle Brünnlein fließen“
und „Ich ging in einer Nacht“ von Graener und „Trotz
um Trotz“ don Lendvai wurden unter Chorleiter P. Barth
gut wiedergegeben. Den instrumentalen Teil bestritt Ka—
pellmeister H. Lansch mit seinem ausgezeichneten Orchester.
Unter anderem kam zum Vortrag: L. v. Beethoven: 1 Satz
aus dem 4. Klaviertrio und 2. Satz aus dem 2. Klavier—
trio; Bach: Air; Oelschläger: Harfenserenade; Sarasate:
Zigeunerweisen; Paradies; Sizilane; Saint-Saens: Der
S„chwan. In Vertretung des Gauvorsitzenden überbrachte
Herr Luck die Glückwünsche des Gaues. Der Verein kann
den Abend als vollen Erfolg buchen.
Gau Saarbrücken-Burbach.
Dem Wertungssachverständigen Musikdirektor Chr. Ott.
Zweibrücken, stellten sich beim Wertungssingen der Gaue
Saarbrücken-Wurbach, Köllertal und Schwalbach in Schwal—
hach, vom Gauvorsitzenden T. Michler herzlich begrüßt, sie—
»en Vereine: M.G. V. „Rheingold“ Psflugscheid unter Chor—
eiter M. Wein („Der Grasf von Reichenstein“ von Bachen—
zerg; „Sandmännchen“ von Schmid); M.G. V. „Germania“
Dderlen unter Chorleiter M. Weiland („Glockenlied“ von
Lendvai; „Der Jäger aus Kurpfalz“ von Othegraven);
M.G. V. „Fidelio“ Griesborn unter Chorleiter H. Wilhelm
„Hymne an die Musik“ von Lachner; „Abschied“ von Sil—
hers: M.G.V. „Concordia“ Altenkessel unter Chormeister
xh. Behr („Der Brunnen“ von Brach; „Abschied“ von
Silcher); MiG.V. „Loreley-Viktoria“ unter Chorleiter, P.
Macus („Ich hört' ein Sichlein rauschen“ von Heinrichs;
„An einem Bächlein“ von Waelzent); M.G.V. Hilschbach
inter Chorleiter J. Troupain („„Kamrad kom“ von Klug—
zardt; „Im schönsten Wiesengrunde“ von Kämpfs) und
M.G.VB. Einigkeit“ Güchenbach unter Chorleiter Ziegler
„Auf der Lüneburger Heide“ von Lendvai; „Zu ihren
züßen“ von Othegraven). Der Wertungsrichter hob die
deistung des M.G.VB. „Concordia“ Altenkessel als beste her—
bor, sprach den Chormeistern und Vereinen seine Freude
über die wahrgenommene Musizierfreudigkeit aus und gab
Weisungen zur fruchtbaren Weiterarbeit!
Der Asscappella-Chor „Constantia“ Saarbrücken 5 zählte
oor vier Jahren noch etwa 30 Sänger, heute ist er der
größte Verein des Gaues geworden. Wir haben verschiedent—
lich feststellen können, daß sich unter dem Stabe seines
dirigenten, des Gauchormeisters Theodor Behr, der Verein
mit viel Liebe der Pflege mittelalterlicher polyphoner Chor—
kunst gewidmet hat. Er bestritt bereits erfolgreich eine Reihe
hon Konzerten und beabsichtigt, im Frühjahr 1933 wieder
Der A⸗-cappella⸗Chor „Constantia“ Saarbrücken 5.
an die Oeffentlichkeit zu treten, und es wird dieses Konzert
durch den Südwestfunk übertragen werden. Im gleichen
Jahre gibt der Verein zwei Konzerte am Mittelrhein.
Gan Saaurlouis.
Von ernstem Bildungswillen des Gaues Saarlouis zeugte
das großangelegte Gaukonzert in Lisdorf, das zwei Säle
bis zum leßten Platz füllte. Gediegene Arbeit findet also
in unserer Bürgerschaft immer noch ein freundliches Echo!
Bei Breiningen⸗Amaän sangen: Silcherquartett Fraulautern
(Thimmel), LSiedertafel Wallerfangen GSibille), Knabenchor
des Sängerbundes Saarlouis 2 (Hoffmann), Sängerkreis
SZaarlouis 1 (Thimmel)), Sängervereinigung Lisdorf (Rek—
enwald), Gesangverein von Sdgarlouis und Frauenchor von