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ullll Saar⸗Sänger⸗Bund
—DVR—
verein „Rekord“ ließ durch seinen Vertreter Hertel einen
Fahnennagel überreichen, worauf Vorsitzender Konter für
die Gaben im Namen des Vereins seinen Dank aussprach
Schriftführer Lessel dankte im Namen aller Gefeierten.
Aus der reichhaltigen Vortragsfolge erwähnen wir noch
„Altschwedisches Hirtenlied“ von Wagner-Schönkirch, „Der
Bergstrom“ von Baumann, „Eine Wiese voll weißer Mar—
gueriten“ von Heuser und „Jüdländisches Tanzlied“ von
Lendvai, welche unter dem Stabe von M. Schill recht
schön zum Vortrag gelangten. Ein genußreicher Abend wird
in Erinnerung aller Teilnehmer bleiben!
faltete im Baßsotlo Schönheit und Ausgiebigkeit seines
Drgans und im Vortrag Hingabe und reiche Charakteristik;
verhalf somit seiner Partie zu einer lebensvollen Wieder—
gabe. Die zahlreichen Besucher folgten der dreistündigen
Aufführung mit regstem Interesse und spendeten begeister—
ten Beifall. Dg.
Gan Saarbrücken.
Bei der Durchführung des Gedankens, daß Stiftungs⸗
este in würdiger Form und angepaßt an den Grund⸗
harakter unserer Gesangvereine gefeiert werden müssen,
var der Männerchor e. V. Saarbrücken seit jeher führend.
Den besten Beweis dafür bot die Feier des 26. Stiftungs⸗
estes, bei dem außer wertvollen Maͤnnerchören von Kremser,
Zöllner, Buck, Georg Schumann, Silcher, Veit und Wagner—
Schönkirch Opernsänger Albert Bock vom Stadttheater
Lieder von Hans Pfitzner und Hugo Wolf sang. Ueber die
jervorragenden Qualitäten dieses Künstlers ist in letzter
Zeit so viel Gutes geschrieben, daß wir uns hier Wieder—
solungen ersparen können., Die Lieder gaben ihm Gelegen—
zeit, den großen Umfang seines Basses, die Weichheit und
rotzgem auch die Kraft der Stimme und die wirkliche
Musikalität zu zeigen. Schade, daß das Klavier des Sänger—
heims eine für Begleitungen ungeeignete Drahtkommode
st. Hier gehört ein guter Flügel her. Wie denkt der Gau
Saarbrücken über diese Frage? Gesanglich ist der Männer—
hor unter der bewährten Leitung von Otto Schrimpf in
einem Aufstieg weiter vorwärts gekommen. Die Chöre
vurden durchweg tonlich gut und in der Vortragsweise
reindrucksvoll und mit feinem Geschmack gesungen. Die
Blückwünsche des Gaues überbrachte Gauvorsitzender Jaeckel,
der gleichzeitig namens des Bundesvorstandes verdienten
Sängerveteranen: Kyllburg, Seibert und Weber die Ehren—
iadel überreichte. Die im gemütlichen Teil gebrachten Vor—
räge des Sangesbruders Hans Heinrich könnten auf jeder
Kleinkunstbühne im Programm-Mittelpunkt stehen.
Der fein vorbereitete Kammermusikabend des Musikvereins
Harmonie Saarbrücken im gutbesetzten stimmungsvollen Fest—⸗
saal der Landeszeitung brachte das prachtvolle Streich—
quartett in F-Dur von Bruckner und das elegische, erst
gegen den Schluß hin aufgehellte G-Moll-Quintett Mozarts
—Nbeide in feinster, sorgsamster Durchfeilung, in köstlich
abgestimmtem Zusammenklang, aber auch in tiefster Be—
seeltheit, die zum Miterleben zwang. Um die Wiedergabe
erwarben sich heimische Künstler hohes Verdienst: Hans
Skohoutil (Geige), August Mappes (eige), Günter
demmen (Bratsche), Fritz Klein (Bratsche) und Wilhelm
Pitz (Cello). Es ist erfreulich, daß sich der Musikverein
Zzarmonie so fleißig und erfolgreich der hier arg vernach—
ässigten Kammermusik annimmt.
M.G. B. Sängerkreis⸗Eintracht Saarbrücken feierte in
dem für die Größe des Vereins leider unzulänglichen Saal
Rolandseck sein 47. Stiftungsfest. Der Verein hat in den
etzten Jahren eine große Aufwärtsbewegung gemacht und
steht heüte an Sängerzahl im Gau an zweiter Stelle. Aber
ticht nur zahlenmäaßig, Pnden auch musikalisch ist der
Verein in die vorderste Reihe gerückt, was er der ausge—
eichneten Leitung seines Chormeisters Carl verdankt. Das
zewies er auch mit den 7 im konzertmäßigen Teil des
Festes gesungenen Chören, von denen besonders der
Säerspruch“ von Hugo Kaun, der es verdiente, viel
nehr gesungen zu werden, gefiel. Hoffentlich haben wir
hald einmal Gelegenheit, die begeisterte Sängerschar in
einem großen Konzert vor der breiten Oeffentlichkeit zu
hören. Ein Beweis für die guten Beziehungen des Vereins
zu Gau und Bund war ées, daß Gauvorsitzender Ober—
regierungsrat Jaeckel persönlich die Glückwünsche zum
Züftungsfest überbrachte und fünf verdiente Sangesbrüder
zurch Ueberreichung der Ehrennadel für 25 Jahre aktiven
Zingens mit herzlichen Worten ehrte. Daß in der drang—
‚ollen Enge später doch noch getanzt sein soll, stellt der
organisatorischen Raumkunst des Vereins ein gutes Zeugnis
aus.
Der St. Arnualer M.G.V. von 1865 feierte das Fest seines
z7jährigen Bestehens. Die gut gewählte Liedfolge mit Chören und
Volksliedern von Kaun, Silcher, Heinrichs und Hegar verriet
eine sorgfältige Vorarbeit. Unter Chormeister Albert Bastian
kamen alle Ehöre rein und ausgeglichen zum Vortrag und
sanden bei den zahlreichen Zuhörern- volle Anerkennung. Der
Ferein zeigte aber auch, daß er es versteht, neben ernster Pflege
Gau Merzig.
Sämtliche Gauvereine waren auf dem Gautag des Gaues
Merzig in Schwemmlingen vertreten, wo es zunächst die
Ehrung des M.G. V. Sangerbund zum goldenen Jubiläum
galt, dem der Bundesschristführer mit herzlichen Worten
namens des Kultusministers die Zelter-Platette überreichte.
Gauvorsitzender Griebler überreichte unter dankbarer An—
erkennung ihrer Verdienste Peter Klein und Nikolaus Roh—
linger die Ehrennadel des S. S.B. für 25jährige Aktivi—
tät. Nun hielt Bundesschriftführer Stein seinen Vortrag:
Kunstwerk und Kunstwerbung, der für unsere
Urbeit besonders bedeutsam wurde wegen seiner sachlichen
Auseinandersetzung mit Turn- und Sportvereinen. Der
Vortrag löste eine außerordentlich fruchtbare Diskussion
aus. Der Redner referierte dann noch über die letzte Bun—
desvorstandssitzung und den nächstjährigen Bandestag in
St. Ingbert am 830. April. Gauvorsitzender Griebler ver—
breitete sich über das Wertungssingen am 5. April und
überreichte dem M.G.V. Menningen das Diplom vom
Bundessingen. Der nächste Gautag vurde dem M.G.B
Frohsinn Rech übertragen. Der Gautag stand organisato—
risch und künstlerisch unter einem guten Stern. Daran hat—
ten die Vereine lebhaften Anteil, die zum Gautag voll—
zählig erschienen waren und mit trefflichen Chören die
Verhandlüungen umrahmten: Sängerbund und Sänger—
quartett Schwemlingen, Sängerkreis Saarhölzbach und Män—
nerquartett Menningen. Ihnen sei besonders gedankt!
Gau Neunlklirchen.
Wer da glaubt, Haydns unvergängliche „Jahreszeiten“
würden in Neunkirchen keine Gemeinde mehr finden, der
dürfte durch die Aufführung des Neunktircher Liederkrauzes
eines anderen belehrt vorden sein. Er wird aber zugleich
zuch die Ueberzeugung gewonnen haben, daß auch dieses
Oratorium eines frischen Pulsschlages, eines frisch⸗fröhlichen
Zugreifens seitens der Ausführenden bedarf, um lebens—
doli zu wirken. Joses Rhein, in dessen Händen die Gesamt⸗
leituug lag, verstand es, seinem gemischten Chor und das
vom Musikverein „Harmonie“ (Prof. Skohoutil) gestellte
Orchester während des ganzen Abends in eine wahre Sieges—
freüde hinein zu dirigieren. Der Winzertanz endete als
ausgelassene, fröhlich bewegte Volksszene, und die Jagd
erhielt durch Zuzug von Hoͤrnern ein realistisch weidmän—
nisches Gepräge. Der Chor war, wie gesagt, in Festtags—
stimmung; aus seinem Gesang sprach neben tüchtigem,
ausgeglichenem Können öesonders glückselige Sangesfreu—
digkeit, und so konnte denn das Echo bei den Zuhörern
nicht ausbleiben. Es sei auch der erfolgreichen, feinsinnigen
Mitwirkung des Musikvereins „Harmonie“ gedacht, der
seinen Ruf als wohlgeübter, achtunggebietender Orchester⸗
körper aufs neue bestätigte. In der Wahl der Solisten
hatte der Leiter eine überaus glückliche Hand. Die jugend⸗
liche Sopranistin Lisa Walter entzückte durch die Tau⸗—
frische und den quellenden Wohllaut ihrer Stimme, durch
hohe Kultur in Gesang, und Vortrag. Das Tenorsolo sang
JZürgen Walter, Berlin. Er verfügt über eine vorzügliche
Sumnmbehandlung, über ein Organ von natürlichem und
schmeichelndem Wohllaut und besitzt vor allem auch Tiefe
und Wärme des Vortrags. Gerhard Buck, Stuttgart, ent⸗
bei Neunkirchen vss
beliebtes Ziel für Vereine u. Gesellschaften, große schattige Gartenwirschaft.
Ausschank: Schloßbrau. — Gute Küche, mäßige Preise. — Spezialitat:
z3 Eier auf Schinken 3— Franken. Telephon 2196 Amt Neunkirchen.