Full text : 10.1932-1933 (0010)

ul Saar⸗Sänger⸗ Bund
Nr. 10 I usP Saar⸗Sänger⸗Bu
—W E

altilll Seite 225
4J00e.e

Mazt Egger,
DI geb. am 26
November 1863 in
Wien, erhielt sei—
nen ersten Musik—
unterricht von sei—
ner Mutter, einer
Tochter des Musik—
gelehrten u. Kontra—
punttikers Simon
Sechter. Später
war er Schüler
des Domoraganisten
K. L. Seydler in
Graz, als Kompo—
nist des „Dach—
steinliedes“ be⸗
kannt, sodann des
K. K. Hofkapell—
meisters Rudol
Bibl in Wien
Max Egger wurde
für den Lehrberuf
ausgebildet und
war auch jahre—
lang im Lehramt
zuerst in Steiermark, dann in Wien tätig. Der erste große
mustkalische Ersolg erblühte ihm durch die Aufführung sei—
ner Oper „Frau Holda“ an der Volksoper in Wien, wobei
Marie Jeriza die Hauptrolle sang. Egger hat außerdem
noch drei abendfüllende Opern geschrieben und auch alle
Texte selbst verfaßt. Auf dem Gebiete des Chorgesanges
schrieb Egger hauptsächlich Männerchorwerke mit Soli
und großem Orchester, die alle im Wiener M.G. V. bzw. im
Wiener Schubertbund zur Uraufführung gelanaten, doch

schrieb Egger auch eine Anzahl von A—CAppella- und
gemischten Chören, Lieder, kirchliche Werke u. a. m.
Von seinen Chorwerken wurden dolgende veröffentlicht:
„Aus deutschen Lande“, Männerchor mit Orchester, „Son—
tenwendnacht“, Männerchor mit Orchester, Verlag Bos—
vorth, Wien, „Hohe Minne“, Männerchor mit Sopransolo
und Orchester, und „Graf Hackelbehrend“, Baritonsolo und
Orchester, im Verlag Josef Eberle, Wien, „Siegvaters Wei—
sung“, Männerchor mit Baritonsolo und Orchester, im Lyra—
Verlag, Wien, „Brautfahrt“, Männerchor mit Orchester, im
Verlag Siegl S Kistner, Leipzig. „Judith oon Kemmade“,
Lhorballade mit Sopransolo und großem Orchester, Verlag
Ir. Zweigle, Stuttgart. „Auferstehungslied“, fünfstimmiger
Männerchor mit Orgel, Bläsern und Pauke, „Dämmerung“,
ünfstimmiger Männerchor, „Die letzte Retraite“, sechsstim—
niger Männerchor, Verlag F. E. C. Leuckart, Leipzig,
„Burgwächters Tageweise““ Männerchor, Verlag Eulen—
zurg, Leipzig. „Palmsonntagmorgen“, Männerchor mit
Zopransolo, Orchester und Orgel, Verlag Fr. Zweigle,
Stuüttgart, „Lenz““ Männerchor mit Soloflöte, „Werter—
euchten“, Männerchor, Verlag Ad. Robitschek, Wien. Im
Zelbstverlag des Komponisten: „Föhn“, achtstimmiger Män—
nerchor, „Des deutsches Volkes Not“, Männerchor mit Ba—
ritonsolo, Orchester und Orgel, „Sang an die Sonne“,
Männerchor mit Sopransolo, Orchester und Orgel, „Der
Deutschen Trostlied“, Männerchor mit Orgel“, „Wolfdietrichs
Buße“, Männerchor mit Altsolo und Orchester, „Teuto—
burger Schlachtruf“, Männerchor mit Orchester, „Feurige
Wünsche“, Männerchor mit Tenorsolo und Orchester, „Hym—
naus auf einen D-Zug“, Männerchor mit Orchester, „Klaus—
ners Traum“, Männerchor mit Sopransolo und Orchester.
Bemischte Chöre: „Frühlingsjubel“, mit Klavierbegleitung,
„Gebet“, mit Orgel, „Lindenduft“, mit Streichorchester und
Harfe bzw. Klavier und Solo-Violine. Mar ager,
Wien.

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Marrf.

J eoget Marx
Aist am 11. Mai
1882 in Graz ge—
boren. Er stu—
dierte Musikwis
senschaft an der
Universität und
war Schüser E.
W. Degners. Mit
der Dissertation
„Ueber die Funk—
tionen von Har—
monie und Meio—
die“ promoviert
er zum Dr. phil
In Graz mi
kompositorischen
Arbeiten und Plä—
nen beschäftigt, er—
solgt 1914 die Be—
rusung von Josef
Marx als Leéhrer
der Musiktheorie
an die Akademie
in Wien, deren
Direktor er als
Nachfolger Ferdinand Löwes von 1922 bis 1925, war,
und' bis zuletzt Direktor der Hochschule. Als Tonschöpfer
wandte er sich zuerst der LRiedkomposition zu und
fand aus überlieferten Stilformen bald den Weg zu einem
eigenen Stil, der sich durch weiche, warme Harmonik aus
zeichnet. Erinnert sei namentlich an sein „Italienisches
Kiederbach“. Alsbald zog Josef Marr Kammermusit
und Orchestersinfonien in den Bereich seiner Kom—
position und erwies sich auch hier — im Innern verwand!

w“— Hugo Wolf und Johannes Brahms — als Spätroman—
tiker.
Seine Kompositionen, unter denen sich auch Lieder und
Männerchöre mit Orchester, der „Herbstchor an Pan“ für
Chor, Knabenstimmen, Orchester und Orgel, Streichquartette,
Sonaten, Rhapsodie und Ballade sür Klavierquartett, Phan—
tasie und Fuge für Violine und Klavier, eine „Herbst—
sinfsonie in 4Sätzen, ein Romantisches Klavier-Konzert be
finden, erschienen meist in der Universal-Edition, Wien J
Karlsplatz 6. H. H.

—III„IXILLV

isst in der leteten Nummer des SSB. nicht weniger als

5Xals gesungen genannt

I. Bundessingen in Saarbrücken, Männer-Gesang-Verein
 Sangerbund Dillingen, Wertungssingen in
Fischbach, Wertungssingen in Völklingen, Männer-Gesang⸗Verein
 Flora-Sangeslust Völklingen. is⸗
Dieser Chor ist im Partitur⸗-⸗Katalog Nr. 15 enthalten!

Ernst rhh̃ulenburg, Leipzig cI
            
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