Richaröü Wickenhauser.
M ütterlicher⸗
seits ein
direkter Abkömm—
ling jener Neru—
das, die schon im
18. Jahrhundert
in Dresden her—
vorragende Musi—
ter waren, bin ich
am 7. Februar
1867 zu Brünn
in Mähren gebo—
ren, woselbst der
gewesene Lehrer
Anton Bruckners,
Musikdirektor Otto
Kitzler (1834 bis
1916), mein Lehrer
war. Nach der ab—
gelegten Matura
vezog ich das Leip⸗
ziger Konservato—
rium und stu—
dierte dort bei Karl
Reinecke, Dr. Paul,
Dr. Jadassohn und
Klesse. Nach meinem Abgange wurde mir die Leitung der
neu gegründeten „Volkstümlichen Orchesterkonzerte“ in
meiner Vaterstadt anvertraut, die den denkbar besten Er—
folg erzielten, und ebenso die Leitung des dortigen „Aka—
demischen Gesangvereines“. Auf Grund der abgegebenen
Urteile von Brahms, Anton Dovorak, Karl Goldmark, Dr.
Hanslick u. a. über meine Kompositionen erhielt ich
mehrere Jahre hindurch staatliche Künstlerstipendien, die
mir es ermöglichten, bei Robert Fuchs in Wien abschließende
Studien zu machen. Im Jahre 1903 erhielt ich die Direk—
tion des Steiermärkischen Musikvereines und seiner großen
Musikschule in Graz, nebstbei die Leitung des Akademischen
Universitätsgesangvereines. 1907 bekam ich die Leitung der
Wiener Singakademie, die ich bis zu ihrer Vereinigung
mit der Wiener Konzerthausgesellschaft (1911) erfolgreich
führte. In demselben Jahre wurde ich als Musikprofessor
an die staatliche Lehrerbildungsanstalt in Wien
berufen, in welcher Eigenschaft ich zur Zeit noch tätig bin
Weiter leitete ich in dieser Zeit von Wien aus den Männer—
gesangverein in Brünn, sowie den „Deutschen Volkslied—
verein“ in Wien. Seit 8 Jahren bin ich Chormeister des
angesehenen „Wiener Engelsbergbundes“ und seit 4 Jahren
auch Leitungsmitglied des „Oesterreichisch-Süddeutschen
Chormeisterverbandes“. Die Art und Zahl meiner zahl—
reichen im Druck erschienenen Kompositionen und Bücher
(die Symphonien von Schubert und Bruckner betreffend) ist
aus jedem Musiklexikon zu ersehen. Besonders aber ver—
weise ich auf meine in der letzten Nürnberger Sängerwoche
mit größtem Erfolge aufgeführten „Suite für Männerchor
und Streichorchester“, das allererste Werk dieser Form, so
wie auf meine vielen und überaus dankbaren Bearbei
tungen von Volksliedern.
Hier folge eine Uebersicht über mein Chorschaffen im
Auszuge: „Nachtlied“ mit Klavier (ohne Opuszahl, Ver—
lag Hug), „Das große Kind“ (ohne Opuszahl, Verlhlag
Eulenburg), Op. 11 6, Altdeutsches Ständchen“ und „Das
macht das dunkelgrüne Laub“, ebenda), Op. 16 6. Vier alt
deutsche Gesänge“ für gemischten Chor, bei Kant), Op. 19
„Am Waldrand“ und „Ostmärkerlied“, bei Eulenburg)
Op. 20 („Scheiden“ und „Wenn die Knospen brechen““
benda), Op. 22 („Mich zieht es nach dem Dörfchen hin“
und „Der arme Schwartenhals“, bei Kistner), 3 Männer—
höre: Op. 23 („Elsula“, „Unterm Schlehdornhang“, „Ab
chiedszeichen“, bei Eulenburg), Op. 25 („drei Gesänge für
reistimmigen Frauenchor“, ebenda), Op. 27 6Schlichte
WVeisen“ für gemischten Chor, bei Siegel), Op. 28 („Am
Ammersee“ und „Rot der Rock“, bei Kifstner), Op. 29 (Vier
Besänge für Männerchor a) „Frühling“, b) „Geweihte
Stätte“, c) „Im Grabe“, d) „Des Kanzlers Rat“, ebenda)
Op. 31 („Mondnacht“ und „Schnitter Tod“, ebenda), Op. 3.
Zwei Frauenchöre mit Klavier: „Die Liebe saß als Nachti—
Jall“ und „Wolken“, bei Robitschek), Op. 35 („Gruß an
die Heimat“ und „Frühling“, bei Pock in Graz), Op. 41
„Unterm Lindenbaum“ und „Ein Märlein“, bei J. Schu
hert), Op. 49 (Drei Chorlieder: „Liebeswunsch“, „Soldaten—
ied“, „Wassernot“, bei Hug), Op. 53 (.Müller, hab' Acht!
und „Abendsegen“, bei Würges, Köln), Op. 56 („Das harte
derz“, „Liebe“ und „An Amaranth'“, bei Kistner), Op. 68
„Schön Suse“ und „Der Einsiedel“, bei Siegel), Op. 67
„Sang fahrender Schüler“ mit Orchester oder Klavier, bei
istner), Op. 68 („Das Kätzchen“ und „Vor Mailand“, bei
Robitschek), Op. 73 (Drei Männerchöre: „Denkst du, ich
jlaube dir?“, „Wandervögel“, „Ein Stündlein wohl vor
Tag“, bei Würges), Op. 76 (Fünf deutsche Voltslieder für
MNännerchor und Sopransolo frei bearbeitet: „Bei Monden—
chein“, „Herzigs Mariandel“, „Kurzer Bescheid“, „Laß
Fragen sein“, „Geistliches Wiegenlied“, bei Leuckart), Op. 80
Tie deutsche Reiterei“, bei Robitschek), Op. 82 („Ehry—
'anthemen), drei Gesänge nach alt-japanischen Poesien für
Frauenchor mit Orchester oder Klavier, bei Siegel), Op. 77
„Ueber Nacht“ und „Ständchen zur Laute“, bei Eulenburg)p,
ODp. 91 (Zwei deutsche Volksweisen für Männerchor in
Variationenform: „Schneiders Höllenfahrt“ und „Herbst
lied“, bei Eulenburg), Op. 92 (Drei Madrigale für Männer—
hor: „Du mein einzig Licht“, „Gott Maie“ und „Versorg
dein Gans“, bei Fritz Müller, Karlsruhe), Op. 95 („„Sonn
vendspruch“ und „Unerfüllt“, bei Würges), Op. 98 („Heimat
gesang“ und „Zur Rosenzeit“, ebenda), Op. 96 (,Abend
eier“ und „Der holde Frühling“, bei Fritz Schuberth jun.),
Dp. 100 („Suite für Männerchor und Streichorchefter in
vier Sätzen“, bei Würges, Köln.)
Außerdem über 100 Bearbeitungen von Volksliedern im
Verlage von Würges, Eulenburg, Bisping, Siegel, Leuckart
u. a. ohne Opuszahlen erschienen.
Professor Richard Wickenhauser,
Wien.
kKünstlLerAdressen.
—
Christa Notholt
Konzert⸗Altistin und -Pianistin
Franz Notholt
Konzert⸗Bariton 135
Mitglied des Saarbr. Stadttheaters)
Saarbrücken 3
Rotenbühlerweg 50. Tel. 28138
— *
Erich Werner, akadem. Musiklehrer
Absolvent der Melĩsterklasse für Komposition an der staatlichen Hochschule
für Musik, Berlin, empfohlen vom staatlichen Zentralinstitut für Musikerziehung,
Berlin-Leipzig, erteilt Einzel- und Gruppenunterricht in Musiktheorie,
Kontrapunkt und Musikgeschichte. Auch vollsständige Vorbereitung zur
ztaatlichen Privatmusiklehrerprüfung. Auf Wunsch Prospelte und Referenzen!
—RX Peters bergstraße*
PEISMAGAS
staatlich geprüfter Musiklehrer,
empfiehlt sich als
Chorleiter für grõössere und
kleinere Gesangvereine in
Stadt und Land. 174
Saarhrücken 2. Breitestr 50
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