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ij Saar⸗Sänger⸗Bund
Ul Seite 218
füllend Goethe-Symphonie beschert. „Ein Werf
bon so hohem Rang, daß wir uns getrauen, hier eine be—
dingte Fortsetzung der großen —Aã Symphoniker des
porigen Jahrhunderts zu sehen. Hier ist uns ein Meister—
stück der neuromantischen Symphonik geschenkt.“ (Völkischer
Beobachter, München.) Unter beispiellosem Beifall ist das
gigantische Werk in Wien, München u. a.O. aufgeführt worden
und gelangte im Goethejahr in Oesterreich, Deutschland,
Amerika wiederholt zur Darbietung. Dieser Abschluß seines
bisherigen Schaffens besagt mehr, als jede Erörterung
darüber. So ist im Geäste des großen Baumes der deutschen
Kunst der Zweig der spezifisch österreichischen Musik ein
lebensvoller Trieb geblieben, welcher in steter Verjüngung
neue erquickliche Bluͤten treibt
Klarheit und Wahrheit waren in Josef Reiters künst—
erischem Aufstieg seine unzertrennlichen Begleiterinnen:
Schlichtheit und Geradheit die Werberinnen für Freund—
schaft oder Feindschaft, unermüdliche Arbeitslust und un—
erschütterliche Ueberzeugungstreue die Wegbahner zu der
hohen Warte, von der aus er rückschauend auf seine taten—
reiche Lebensbahn ohne Ueberhebung hinausrufen darf:
„Ich habe meinem heißgeliebten deutschen Volke in Fleiß
nd Demut gegeben, was Gott und Natur mich haben fagen
eißen.“
Schulrat Ludwig Etzmansdorfer,
Präsident des Josef-Reiter-Vereins
Wien.
Wilhelm
Rienzil.
Meine Lebenswanderung, Erlebtes und Er—
D lauschtes — so nennt Professor Dr. Wilhelm Kienzl,
der Schöpfer des „Evangelimann“, die überaus reizvolle,
auch literarisch bedeutsame Selbstbiographie, mit der er
als 75jähriger sein an künstlerischen Erfolgen so reiches
Leben überschaut. Ein deutsches Künstlerleben wird uns
hier vergegenwärtigt, das
sich ganz im Dienst an
deutscher Kunst erschöpfte.
Zugleich aber umweht
uns der Geist Alt-Wiens,
und alle Persönlichkeiten
des Geistes, der Wissen—
schaft und Kunst, die
—
ten, werden ins Licht ge—⸗
rückt — eine wahre Fund—
grube deutscher Musik⸗
geschichte, von der Wagner⸗
epoche an bis zur Gegen—
wart! Wir haben bereits
früher in einer beson—
deren Kienzl-Nummer
unserer Bundeszeitschrift
Leben und Lebenswerk
des Meisters wiederge—
spiegelt und verweisen
hier auf diese Nummer
uͤnd sehr empfehlend auf
die oben genannte Selbst⸗
diographie.
Neben seinen Opern,
musikalischen Schauspie—
len, Komödien, Tragi—
omödien, melodrama⸗
tischen Allegorien, Sing—
spielen, Liedern, Klavier-,
Harmonium- und Orgel—
werken, Kammermusiken
und Orchesterwerken nen—
nen wir hier Chor—
musik a) mit Orchester:
Deutsche Reiterlieder (Jos
Weinberger, Wien-Leip—
zig); Fasching, f. Männer
Hor mit Tenor-Bari—
tonsolo (Heinrichshofen,
Magdeburg)s; Zwei Ge—
schichtsbilder: Bauern⸗
krieg, Kreuzritters Heim—
kunst, für Männerchor
(Leuckart, Leipzig); VDas
Straßburglied (Weinber⸗
ger, — — b)
a cappella: anderers
Nachtlied, Das Hilde— Wilhelm Kienzl.
brandlied, Bundeslied (Ries & Erler, Berlin); Drei Ge—
sänge: Naus!, Die Schneewurz, Barde, auf! (Gistner,
Leipzig): Mein Lust ist Leben, bearbeitet für Gem. Chor
und füͤr Männerchor (Bote K Bock, Berlin): Drei Männer—
höre: Ständchen, Sommernacht, Auf uns're lieben Frauen
Ad. Robitschet, Wien-Leipzig); Sechs volkstümliche
Männerchöre: Die drei Röselein, Die Lore, Edelkönigs—
dinder, Soldaten-Abschied, Winterabend eines schwäbischen
ßauernijungen, Schmerz der Trennung Gote & Bock,
Bberlin); Das Volkslied, für Männerchor (Bote & Bock,
Berlin); Heerbannlied der
deutschen Stämme, für
Männerchor (Bote K Bock,
Berlin); Vier Lieder für
Männerchor:Laß rauschen,
Lieb, laß rauschen, Länd—
ler des Verliebten, Mai—
katerlied, Grablied ESchle—
singer, Berlin); Rieke im
Manöver singt, bearb
für Männerchor u. Trom—
pete (Kahnt, Leipzig);
Sechs Gesänge f. Männer—
chor: Das Hochland der
GBermanen, Nochtgesang,
Soldatenglück, Der Nonne
Abendgebet, Japanisches
Trinklied, Schall der
Nacht (Kahnt, Leipzig);
Drei Chöre: Der alte
Derffling, Jugend, Ein
Musikus wollt fröhlich sein
(Heinrichsshofen, Magde—
burg); Drei Männerchöre:
Husarenlied, Trinklied der
Mönche, Frühlingserwar—
tung Greitkopf &Härtel,
Leipzig); Im Schlachten—
donner, 6 Kriegsgesänge
für Männerchor: Gebet
im Kriege, Kriegers
Erntelied, Nachts auf
Posten, An die stei—
rischen Helden, Kosaken,
O luz béata (ZSimmer-⸗
mann, Leipzig); Deutsch—
Oesterreich, Hymne für
a) Gem. Chor, b) Männerchor
(Universal-Edition,
Wien-Leipzig); 5Männer—
chöre: Nachtmusikanten,
Von den klugen Jung—
frauen, Gruß, Pro⸗
odemion, Mailied (Gebr.
Hug, Zürich, Seipzig);
Arbeiterlied für Männer—
chor (Weinberger, Leip⸗
zig); Vier Lieder für
Männerchor: Im Maien,
Schusterlied, Nachtfeier,
Lustige Gesellen (André, Offenbach); Die Lindenwirtin, Trink—
ied Karl Hochstein, Heidelberg; 5 Lieder für Männerchor:
Zchlummer unter Dornen, Aufmunterung, Gebet fürs deutsche
Volk, Oktoberlied, Libelle (Leuckart, Leipzigh U da. 5. 5.