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Monatftsschrift
Aeber Zoo Vereine mit uber Z0 ooo Mitgliedern. Herausgegeben im Auftrage des Buudes — R
von Stadtichulrat Dr. h. e. Haus Bongard und Rektor Walther Stein, Saarbrücken. B
Druck und Verlag der Buch— und Kunftöruckerer GBebr. Hofer A G. Saarbrucken
Bolklingen und Leipzig. Bezugspreis Er. 5.— viertelzährlich. Einzelaummer Er. 2. —
12. Jahrgang
69
DW c. 10
Januar 1033
Ddas fsjunge Desterreich.
— heutige Oesterreich⸗Nummer ist erwachsen Lendvai, Knab und Rein im Ohre liegt, und Be—⸗
aus dem Geiste unserer Verbundenheit arbeiter, die ebensosehr aus dem Reichtum
im deutschen Kulturgedanken. Das Wien echter Musikalität, wie aus dem Geiste lebens—
Haydn's, Mozarts, Beet—⸗ warmer Volkstümlichkeit
hovens, Schuberts und heraus so manchem köst⸗
hernach Brahms und lichen Volkslied in zeit—
Bruckners, das wir ver⸗ gemäßem Satz Stimme
schiedentlich und auch in geliehen haben.
Sondernummern wieder⸗ Dieses liederfrohe,
gespiegelt haben, bedeutet singende, klingende
uns auch heute noch der Oesterreich soll in die—
stärkste und tiefste Aus— sen Blätern in Wort und
druck deutschen Geistes, Bild vergegenwärtigt
deutschen Wesens. Diese werden: eine Reihe von
Meister bauten einst jene führend im musikalischen
granitne Brücke, die im Leben Oesterreichs stehen—
Laufe wechselvoller Ge⸗ der Männer ist freund⸗
schichte schon so manche licher Weise unserer Bitte
schwere Belastungsprobe gefolgt, sich autobio—
bestanden hat, und die graphisch über ihr
durch keine Zeitströmung Werden und Wirken
und keine Sturmflut je auszusprechen. Soweit
unterspült oder gar zer⸗ es uns möglich war,
stört werden kann. haben wir eine Anzahl
Auf ihr begegnen wir von mehr oder minder
uns auch heute. charakteristischen Werken,
Im jungen Oesterreich die uns von den Autoren
wissen wir einige Chor⸗ meist selbst bezeichnet wa⸗
erzieher, die musik— ren, genannt. Wir be—⸗
pädagogische Bedeutung absichtigen aber, nun
erlangt haben weit über fortlaufend Chorkompo—
die vsterreichischen Landes⸗ sitionen zeitgenössicher
grenzen hinaus, Spitzenvereine, die es durch Hin- österreichischer Tonschöpfer von uns aus kritisch
gabe und Fleiß zu einer Vollendung im Chorvortrag zu besprechen. Wir bitten diesen kritischen
gebracht haben, der an eine „Wunderorgel“ glauben Würdigungen unserer Fachmitarbeiter Aufmerksam⸗
läßt, Tonschöpfer, die allerdings nur ganz ver- keit zu schenken, damit das wertvolle Chorgut des
einzelt schon zu jener herben, großen neuen Sprache jungen Oesterreich auch bei uns Heimat—
vorgestoßen sind, wie sie uns von Meistern wie recht erwirbt. Walther Stein.
Regierungsrat Professor Hans Wagner⸗Schönkirch.