Full text : 10.1932-1933 (0010)

Nr. 9 IIl

ussthh Saar⸗Sünger-⸗Bund

ll Seite 198

1u Vereinen 9, also 81 90, Gau Eppelborn von s Vereinen
1, also 80 0, Gau Fischbachtal von 4 Vereinen 3, also
75.0/0, Gau Hombur g von 24 Vereinen 16, also 65 60, Gau
Kölhlertal von 8Vereinen 7, also 87 00, Gau Mettlach
von 8 Vereinen 7, also 87 ꝙ0, Gau Merzig von 14 Vereinens8,
also 57 00, Gau Neunkirchen von 28 Vereinen 14, also
64 0, Gau Niedtal von 8 Vereinen 5, also 62 0/, Gau
Primstal von 8 Vereinen 8, also 100 0, Gau Sulz
bachtal von 15 Vereinen 18, also 84 0, Gau St. Ingberr
von 19 Vereinen 14, also 77 00, Gau St. Wende!l von 13
Vereinen 8, also 62 00, Gau Schwalbach von 3 Vereinen 8
also 100 00, Gau Tholey von 6 Vereinen 3, also 50 o00
Gau Völklingen von 10 Vereinen 7, also 70 dh0, Gau
Saarbrücken von 22 Vereinen 16, also 74 o0, Gau Saar—
brücken-Burbach von 14 Vereinen 10, also 70 00, Gau
Saarlouis von 14 Vereinen 10, also 70 o0, Gau Wadgasssen
 von 8 Vereinen 6, also 75 60, Gau Warndt von
8 Vereinen 3, also 37 000.
Der Besuch des Dirigententages mit 6900 für das
ganze Bundesgebiet muß im Hinblick auf die Zeitverhältnisse als
befriedigend bezeichnet werden, was der Bundesvorstand dank
bar anerkennt. Er spricht allen Chorleitern, die teilgenommen
haben, und allen Sangesbrüdern, die den Dirigentag mit vor
bereiten halfen, herzlichen Dank aus. Er muüßte zu seinem
Bedauern aber auch feststellen, daß verschiedene Gaué
sich dehreschlecht beteiligt haben, und daß es sich in diesem
Falle bezeichnenderweise um Gaue und Chorleiter handelt, die
Weiterbildung und Weiterarbeit am notwendigsten haben.
Der Konzertbesuch mußte allgemein als nicht genügend
bezeichnet werden. Besonders trübe Erfahrungen sind charäkte—
ristischerweise in Saarbrücken und Neunkirchen fest—
zustellen, wo die Konzerte nicht zustande gekommen wären, wenn
nicht Auswärtige Sänger in dankenswerter Weise von
der großen Bildungsmöglichkeit Gebrauch gemacht hätten. Man
sollte meinen, daß das, was dem M. G. V. Güchenbach
möglich gewesen ist, der mit 54 Sängern das Konzert in
Saarbrücken besucht hat, auch den Vereinen in Saarbrücken und
Neunkirchen hätte eine Pflicht sein müssen, zumal sie außer
der Konzertkarte keinerlei Ausgaben hatten. Was bei wirklicher
Liebe zur Sache und energischer Arbeit möglich ist, beweist der
Gau Sulzbachtal, im dessen Konzert 1304 Sänger
und Sangesfreunde anwesend waren, eine Leistung, die
der Bundesvorstand als geradezu vorbildlich hinzustellen sich
verpflichtet fühlt.
Die Statistik beweist, wie notwendig ein energisches Weiter—
arbeiten aller Gau- und Vereinsvorstände und vor allem aller
Chorleiter ist, wenn das deutsche Lied nicht billige und bequeme
Redensart sein soll.

I. Teil
1. M.G.V. Hilschbach (50 Sänger), Chorleiter J. Trouvain
Türmerlied Paul Geilsdor
2. M.G.⸗V. Büren (80 GSänger), Chorleiter J. N. Schmitz
Glockenlied Erwin Lendvai
3. Frohsinn Saarbrücken 1 (38 Sänger), Chorleiter P. Barth
Requie m Wilhelm Rettig
4. Alpenrose Hirzweiler (24 Sänger), Chorleiter J. Weyrich
Es wollte sich einschleichen Hans Gal
5. Sänger⸗Quartett Menningen (27 Saänger), Chorleiter J. Kredteck
Mariele im Garten Hans v. Vignau
8. Eintracht Schiffweiler (30 Sänger), Chorleiter R. Christmann
Liebliche Frühe Paul Müller
7. M.G.V. Differten (368 Sänger), Chorleiter A. Groß
Tema con variazioni Nr. 3 Walter Leib
3. Liedertafel Rentrisch (30 Sänger), Chorleiter H. Biehl
Vorbeimarsch Josef Haas
D. Gem. Chor Bahr. Kohlhof (14 Sanger, 19 Sängerinnen), Chorleiter H. Schuff
Der Schäfer puttte sich zum Tanz Armin Knab
II. Teil
1. M.G.-V. Differten, Chorleiter A. Groß
Inusb ruck Hein rich Isaak
2. Frohsinn Saarbrücken 1, Chorleiter P. Barth
Wenn alle Brünnlein fließen Paul Graener
3. M.G.V. Hilschbach, Chorleiter J. Trouvain
Mir ist ein schöͤns brauns Maidelein Georg Schumau
4. M.G.⸗V. Büren, Chorleiter J. N. Schmitz
Horch, was kommt von draußen rein Josef Ploner
5. Eintracht Schiffweiler, Chorleiter R. Christmann
Tanzliedchen Hans Leo Haßles
6. Gem. Chor Bayr. Kohlhof, Chorleiter H. Schuff
Der Schweizer Friedrich Silche
7. Liedertafel Rentrisch, Chorleiter H. Biehl
Der verteidigte Husar Erwin Lendvai
8. Alpenrose Hirzweiler, Chorleiter J. Weyrich
Kapitän und Leutnant Hans Hein richs
9. Sänger⸗Quartett Menningen, Chorleiter J. Kredteck
Die ungarischen Husaren Walter Rein
Bundesvorsitzender Dr. Bongard sprach Dank und An—
erkennung des Bundesvorstandes aus; Musikdirektor Beck ver—
oͤreitete sich über den Geist neuzeitlicher Tonschöpfungen und
über die Anforderungen an ihre künstlerische Gestaltung. Die
Leistung des M.G.V. Differten wurde als beste herausgestellt

Leudvai's Männerchorwerk „Psalm der Befreiung'“, dessen
Uraufführung von einem großen Teil der Presse als das
vichtigste künstlerische Ereignis des Frankfurter Sänger—
bdundesfestes bezeichnet wird, wird in nächster Zeit an fol—
zenden Plätzen aufgeführt: Bautzen, Bremen, Halle,
Koblenz, Königsberg, Leipzig, Magdeburg, Pilsen, Plauen
Reutlingen. Rostock, Saarbrücken.
Das „Hohelied“ von J. Gatter für Männerchor und
kleines Orchester wird demnächst erstmalig in der Tschecho—
slowakei aufgeführt und zwar durch die Wickenhauser-Ge—
meinde, Brünn (Dirigent Kapellmeister Ludwig Schwartz)
Dasselbe Werk wurde kürzlich erstmalig vom Männergesang—
oerein Czernowitz (Musikdirektor Wuttke) aufgeführt.

Unsere diesjährige Weihnachtsnummer ist dem Kinde
gewidmet. Aus diesem Grunde verweisen wir hier noch
auf einige bedeutsame Erscheinungen:
Kleine Welt, ein anschauliches Klavierbüchlein von
Heinrich Kaspar Schmid und Paul Hey. Verlag Anton
Böhm & Sohn, Augsburg und Wien. Die leichten Klavier—
stücke, die hier der bekannte Musikpädagoge, dessen Schaffen
wir vor einiger Zeit in einer besonderen Nummer wider—
gespiegelt haben, und die sein Freund, der ebanso geschätzte
Maler Professor Paul Hey aufs köstlichste bildnerisch ver—
anschaulicht und so Ton und Bild auf einen Generalnenner
gebracht hat, durchmessen alle Stimmungen der kindlichen
Sphäre mit charakteristischem Ausdruck: Hinaus, Bei den
Schlüsselblumen, Der lustige Star, Der Kuckuck und die
alte Weide, Dem Bache nach, Schön Wetter und gute
Laune, Wie die Fischlein auf dem Wasser springen, Im
Kahn, Bei den Gauklern, Bei den Jägern, Erntefest,
Kirta, Beim Dreschen, Fort sind die Schwalben, Die
Blumen sterben, Hei es schneit, So kalt, Auf Schlittschuhen,
Bethlehem, Weihnachten. Das treffliche Werkchen behauptet
sich neben jeder Klavierschule, es wird unsern Klavier—
pädagogen uünd ihren Schuützbefohlenen als Schule wahrer
Geschmaäcksbildung Freude machen. Aus dem gleichen Ver—
lag empfehlen wir: Hans Wolf, Leichte Spielmusik,
zehn kleine Klavierstücke für die Jugend, ebenfalls leicht
spielbare kindertümliche, dabei musikalisch charakteristische
Klaviersätze.
Das 1. Bundessingen fand in Anwesenheit des Bundesvor—
standes und vieler Gauvorstünde unter dem Wertungssachverstän—
digen Musikdirektor Beck am 23. Oktober im vollbesetzten Festsaal
des Sängerheimes Stadtpark Ludwigsberg statt. Die Vortrags—
folge ist wohl wert, hier wiedergegeben zu werden:

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Sterbetafel.
Gustav Adomeit, inaktives Mitglied des MGV. „Sänger⸗
kreis“ Saarlouis 1, gestorben am 28. September.
Johann Mangin sen., inaktives Mitglied des MGV.
„Sängerkreis“ Saarlouis 1, gestorben am 20. Oktober.
August Heberle, Ehrenmitglied des MGvV. Liederkranz
Elversberg, gestorben am 1. Oktober im Alter von
85 Jahren.
Wilhelm Diener, langjähriges Mitglied des Säingerchors
Bischmisheim, gestorben im Oktober im Alter von
70 Jahren.
Emil Alexander Mayer, Ehrenmitglied des Halberger
Sängerbundes Brebach, gestorben am 1. November
in Wiesbaden im Alter von 78 Jahren.
Karl Steffen, Ehrenmitglied des MGV. „Liederkranz“
Güchenbach, gestorben im Alter von 59 Jahren.
„Stumm schläft der Sänger........,
Verein, Gau, Bund bewabhren ihnen ein dankbares Andenken.
            
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