Full text : 10.1932-1933 (0010)

Nr. 1 —D VVIIIIE Saar⸗Sänger-VBund XXX

*Ipphh Seite 11

Aus ß dm Bumnmde.

Mitteilungen.
Die Tonsetzergebühren mußten bereits vom S. S. B. für
das erste Halbjahr 1932 abgeführt werden. Es wird ge—
heten, die inzwischen an die Vereine herausgegebenen Rech—
nungen baldigst zu begleichen.

Die Zeitungsgebühren bitten wir doch monatlich zu ent—
richten. Eine Anzahl Vereine haben in diesem Jahr über—
haupt noch keine Zeitungsgebühren abgeführt. Dadurch ent—
stehen auch dem Verein Schwierigkeiten, wenn er plötzlich
nn Lage versetzt ist, größere Beträge auf einmal abzu—
ühren.

Bundesbeiträge. Die Gaumeister werden gebeten, jetzt
schon Teilzahlungen auf ihre Bundesbeiträge 1932 vor—
zunehmen. Die Uebersichten über die zu leistenden Gau—
und Bundesbeiträge können erst fertiggestellt werden, wenn
wir im Besitze der Gaubestandserhebungen sind.
Lustbarkeitssteuererlaß. Es wird noch einmal darauf hin—
gewiesen, diese Anträge rechtzeitig — mindestens 3 Wochen
bor der Veranstaltung — nach folgendem Muster auf—
zustellen, dadurch werden sowohl dem Verein wie dem
Bunde Weiterungen und Rückfragen erspart.
Name des Vereins Ort und Datum
An das Bürgermeisteramt
in
durchlaufend bei der Geschäftsstelle
des S.S.B. Saarbrücken 2
Der M.G. B. in , ver-⸗
anstaltet am den, ein Konzert
nach anliegender Vortragsfolge und bittet um Erlaß der
dustbarkeitssteuer.
Die Veranstaltung dient der Kunstpflege und Volks—
eꝛrziehung und ist nicht auf Gewinnerzielung ein—
gestellt.
das Programm wird zum überwiegenden Teil vom
Verein selbst bestritten.
Es ist eine Stuhlveranstaltung, d. h. es darf nicht ge—
raucht, noch dürsen Getränke irgendwelcher Art aus—
geschenkt werden.
Die Veranstaltung ist nicht mit irgendwelchen Lust—
barkeiten oder mit Tanz verbunden.
Die Veranstaltung findet statt im zu —
Der Vorstand des M.G. VB. .
J. A.:
Vereinsstempel. Unterschrift (Vorsitzender).
Der Musilfschutzverband fordert in seinem neuen Vertrag
die monatliche Abführung von 4 Programmen über die
stattgefundenen Veranstaltungen (siehe auch Bericht der
letzten Musikausschuß-Sitzung). Da der Bundesvorstand ein
Programm für das Bundesarchiv und ein weiteres für
die Vorlage des Lustbarkeitssteuergesuches benötigt, wird
gebeten, jedesmal vor der Veranstaltung 6 Proagramme der
Beschäftsstelle einzureichen.

Saar⸗Sänger⸗-Zeitung. 1. Abbestellungen und Mehrbe—
stellungen von Zeitungen müssen jeweilig vor dem 20. des
Monats hier gemeldet werden, damit die Belieferung für
den folgenden Monat rechtzeitig beim Verlag beantragt
verden kann. 2. Berichte und Notizen für die Sänger—
zeitung müssen jeweilig am 15. des Monats hier vor—
siegen, um in der darauffolgenden Nummer aufgenommen
zu werden. W

Sitzungsniederschrift der Tagung des erweiterten Musik—
ausschusses am 12. März 1932. In Abwesenheit des Bundes—
chormeisters, der infolge plötzlicher Erkrankung nicht teil—
nehmen konnte, eröffnete und leitete Sangesbruder Beck
die Sitzung, an der die Gauchorleiter bzw. deren Vertreter
on 18 Gauen teilnahmen. Unentschuldigt fehlten die Gau—
chorleiter folgender Gaue: Bisttal, Dillingen, Eppelborn,
Illingen, Niedtal, Wadgassen, Warndt. Ter Bundesvor—
tand wurde durch den Bundesgeschäftsführer vertreten

.“,VBerlesen der letzten Sitzungsnieder—
chrift: Der bisherige 2. Bundeschormeister und Schrift⸗
ührer Sangesbruder Schäfer, der als Gauchorleiter des
saues Brebach zurückgetreten ist und infolgedessen auch
die Stelle als 2. Bundeschormeister nicht mehr weiter—
ühren kann, war in der Sitzung nicht mehr anwesend. Die
berlesung der Sitzungsniederschrift konnte deshalb nicht
»orgenommen werden, da sich die Niederschrift in seinem
»der im Besitze des ebenfalls abwesenden Bundeschormeisters
zefindet. Es wird auf die Veröffentlichung der fraglichen
Niederschrift in der Zeitschrift S.S.B. verwiesen. Bean—
tandungen wurden nicht gemacht, die Niederschrift gilt
omit als genehmigt.
2. Aufgaben des engeren Musikausschusses:
Der Verhandlungsleiter Beck berichtet über die Bildung
—
neseiner letzten Sitzung die Sangesbrüder Stilz, Beck und
Ballhaus erwählte. Die Versammlung erklärte sich mit
ieser Regelung einverstanden. b) Sangesbruder Beck er—
äutert ferner die Neugestaltung der Bundesbücherei, die
;zu dem älteren wertvollen Chorgut das gute neuzeitliche
rufnehmen muß. Er verwies dabei auf die Notwendigkeit,
daß die Vereine und Gaue von dieser Einrichtung regen
Bebrauch machen und sich mehr wie bisher die neuzeit—
iche Chorliteratur zu eigen machen müssen. c) Die Er—
äuterung des Gedankens „Gründung einer Chorleiter—
chule“ fuͤhrt zu einer regen Aussprache, an der sich zahl—
eiche Gauchorleiter beteiligten. Wenn auch diese Einrich—
ung vom Bundesvorstand erst nach gründlicher Ueber—
egung und Abwägung aller dabei in Frage kommenden
Imstände, wie Schulung und Bereitstellung eines guten
Lhorleiternachwuchses, Nutzbarmachung als Werbemittel,
Prüfung der finanziellen Unterlage zur Durchführung usw.,
'o ist der Musikausschuß doch letzten Endes die Instanz,
die der Neuschaffung dieser Einrichtung das stärkste Inter—
sse und die größte Aufmerksamkeit widmen muß. Dies
„eigte sich auch durch die allgemeine lebhafte Zustimmung
der Anwesenden.
3. Frankfurter Sängerbundesfest: Die ver—
zindlichen Meldungen für das Frankfurter Sängerbundes—
est liegen jetzt vor, soweit die Teilnahme zur Aufführung
der Lendvai-Kantate in Frage kommt. Es nehmen daran
eil: M.G.V. Neunkirchen, Sängervereinigung Homburg,
Saarbrücker Liederkranz und M.G. V. Wadgassen mit ins—
zgesamt 369 Sänger. Es wird darauf hingewiesen, daß
die übrigen bisher für Frankfurt gemeldeten Sänger (zirka
350) durch die Gauchorleiter angehalten werden, sich in
Frankfurt an den Gesamtaufführungen unter allen Um—
tänden zu beteiligen. Es darf kein Sänger in Frankfurt
jewesen sein, der nicht aktiv an den allgemeinen gesang
ichen Darbietungen mitgewirkt hat.
4. Ergebnis bei den diesjährigen Wer—
ungssingen: Es wird bekanntgegeben, daß die nach—
olgend aufgeführten Gruppenwertungssingbezirke ihre
Wertungssingen durchgeführt haben: 1. Gruppenwertungs—
ingbezirk St. Ingbert-Brebach, Spitzenverein Liedertafel
Rentrisch; 2. Gruppenwertungssingbezirk Saarbrücken-Fisch—
»achtal, Spitzenverein Frohsinn Saarbrücken 2;3 3. Gruppen—
vertungssingbezirk Saarbrücken-Burbach-Köllertal, Spitzen—
zerein M.G.V. Hilschbach; 4. Gruppenwertungssingbezirk
Varndt, Völklingen-Wadgassen, Spitzenverein M.G.V.
differten; 5. Gruppenwertungssingbezirk-Tholey, Illingen—
Krimstal-Eppelborn, Spitzenverein Alpenrose Hirzweiler;
3. Gruppenwertungssingbezirk Homburg-Sulzbachtal, Spitzen—
»erein Gemischter Chor Bayerischer Kohlhof; 7. Gruppen—
vertungssingbezirk Neunkirchen-St. Wendel, Spitzenverein
xintracht Schiffweiler. Der Gauwertungssingbezirk Saar—
ouis⸗Bisttal⸗Dillingen-Niedtal wird am 28. 3. 32 das
Zingen der 1. Gruppe durchführen. Den Vertretern von
Nerzig, Mettlach und Beckingen, die bisher den Termin
hres Singens noch nicht angegeben haben, wird von der
Versammlung dringend nahegelegt, spätestens bis Ende
April das Singen durchzuführen. Der Musikausschuß steht
benso wie der Bundesvorstand auf dem Standpunkt, daß
die Gruppenwertungssingen, die ein Hauptbestandteil der
ünstserischen Arbeit does Rundes darstessen. unbedind
            
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