IlII Saar⸗Sänger⸗Vund hin
prüfer gewählt. Zur engeren Auswahl wurden die Vereine
Gau Homburs. Jägersburg und Frankenholz bestimmt. Mit den Chören
Auf, dem Gautag des Gaues Homburg in Bayer. Kohlhoß IIch hört“ ein Sichlein rauschhen“ und „Ueber die Heide“,
hieß Vorsitzender Oberregierungsrat Bühler die zahlreich gefungen vom MiG.V. Baher. Kohlhof, fand die Tagung
erschienenen Vertreter der Vereine herzlich willkommen, ihr Ende.
insbesondere den Vertreter des Bundes, Rauchholz, und
die Vertreter der Presse. Nach der Begrüßung sang der
Männerchor Bayer. Kohlhof unter Leitung von Chormeister
Schuff das Lied „Sonne wach auf“ und der Gem. Chor
unter der gleichen Leitung „Vespergesang“ von Ferdinand
Freiligrath, vertont von Demetrius Borktniansky. 1. Rück—
blick aquf das Frankfurter Bundesfest. Der Vorsitzende be—
dauerte, daß das Fest durch die Gauvereine nur schwach
besucht war. Keiner, der nach Frankfurt gefahren war,
wird es bedauert haben. Es wurde beschlossen, den Film,
der die Hauptmomente des Festes festgehalten hat, zum
Preise von 12 Mark zu kaufen und ihn den verschiedenen
Vereinen des Gaues kostenlos zur Vorführung zu über—
lassen. 2. Konzert des Leipziger Kammerchores (unter
Leitung von Prof. Werlé) am 8. Oktober 1932. Der Vor—
sitzende bat, das Konzert in Homburg nach Möglichkeit zu
besuchen. 3. Vertrag mit der Tonsetzergenossenschaft. Gau—
chormeister Beck führte hierzu u. a. aus: „Die Tonsetzer
genossenschaft ist ein Verband zum Schutze der Tonsetzer
der Verband vertritt die Rechte der geistigen Arbeiter nach
dem Urheberschutzgesetz. Nach diesem Geseß sind alle geisti—
gen Erzeugnisse wie Bücher, Lieder usw, bis auf 30 Jahre
nach dem Tode des betreffenden Verfassers geschützt. Man
kann und darf also z. B. ein Lied noch nicht aufführen,
wenn man die Noten käuflich erworben hat. Sobald zu
der Aufführung Eintritt erhoben wird, muß der Veran—
stalter für das Lied oder für das Theaterstück die Ton—
etzergebühren bezahlt haben oder er wird bestraft. Der
Saar-Sängerbund war bis jetzt mit der Tonsetzergenossen—
schaft in einem Vertragsverhältnis und bezahlte pro Jahr
und Sänger 31 Pfg., die von den einzelnen Vereinen an
den Bund bezahlt wurden. Die Tonsegtergenossenschaft hat
jetzt neuerdings die Gebühr pro Sänger um einen Pfennig
erhöht, weshalb viele Anregungen ergangen sind, den Ver
trag mit der Tonsetzergenossenschaft nicht mehr zu er
neuern. Auch der erweiterte Bundesvorstand stellte den
Gauen die Auflösung des Vertrages anheim. Die Abstim—
mung ergab nach längerer Aussprache den Beschluß, den
Vertrag mit Tonsetzergenossenschaft für das kommende Ge—
schäftsjiahr wieder zu erneuern. — Das Wertungssingen der
Gruppe 2 findet am 27. November 1932 im evangelischen
Gemeindehaus in Dudweiler statt. Dem Männergesang—
verein Jägersburg wurde anläßlich des 50jährigen Jubi—
läums des Vereins im kommenden Jahr das Gaufest über
tragen. Das Gaufest findet voraussichtlich im Juni statt.
6. Aufführung der Lendvai-Kantate. Der Bund hat das
größte Interesse an der Wiederholung der Lendvai-Kantate
im Saargebiet. Es soll versucht werden, die Kantate auch
den andern in der Sangeskunst maßgebenden Städten zu—
gänglich zu machen. Nach den Ausführungen des Bundes—
vertreters Rauchholz ist die erste Aufführung für Sams—
tag abends in Homburg vorgesehen, dann die zweite für
Sonntag nachmittags in Saarlouis und die dritte Auffüh—
rung für Sonntag abends oder Montag abends in Sagar—
brücken. Oberregierungsrat Bühler betonte, daß die Kan—
tate auch in Neunkirchen aufgeführt werden solle, um so
den Neunkircher Bruderverein bestimmt zur Mitwirkung
zu gewinnen. In Homburg findet die Aufführung aller
Voraussicht ag am 1. und 2. April statt. 7. Wünsche
und Anträge. Es wurde bekanntgegeben, daß am 7. Oktober
eine Dirigententagung stattfindet. Ferner beginnt im No—
vember in Saarbrücken eine Chorleiterschule. Die Diri—
genten des Gaues Homburg, die Interesse daran haben,
sollen sich schnellstens bei Gauchormeister Beck melden. Die
Erhebung des Antrages auf Verleihung der Bundes-Ehren⸗
mitgliedschaft für einen langjiährigen und bewährten Ver—
treter der Sangeskunst aus Homburg, fand bei der Ver—
sammlung freudigen Anklang. Hierauf wurden für die
anfangs Januar stattfindende Hauptgautagung zwei Kassen—
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