Full text : 10.1932-1933 (0010)

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Nahe —Moselgau S.S. B. entschieden hat. Ferner macht er jJanzen deutschen Vaterlandes hat er immer und bei jeder
bekannt, daß der Bundesvorstand zu Jubsläumsveranstal- Zelegenheit regsten Anteil genommen. Seit Gründung des
tungen, die mit Preissingen verbunden sind, keinen Ver— ZulzbachtabSängerbundes im Jahre 1874 gehörte der Ver—
treter mehr entsendet. Betreffs Neugliederung der Gaue »in demselben an. Beim Ausbruch des Weltkrieges 1914
wurde auf Antrag nachstehende Entschließung einstimmig og der größte Teil der Sänger ins Feld, wobei denn auch
angenommen: „Der Gau Sulzbachtal bittet die Leitung des 21, liebe Sangesbrüder den Heldentod fanden. Wie alles
S.S. B. prüfen zu wollen, ob es sich nicht ermöglichen läßt, indere, so kam auch die Sängertätigkeit während des
auch wenn ein Zusammenschluß des Saar-Nahe-Moselsänger: Kstrieges etwas zum Erlahmen. Im letzten Kriegsjähre schlos
bundes in absehbarer Zeit nicht zustande kommen een sich die Sangesbrüder des M.G.V. Concordia Fried—
sollte, schon jetzt eine Neugliederung des S. S.B. in 6-5kichsthal mit denen des M.G.V. 1867 zusammen, um in
Gaue durchzuführen, um dadurch den Verwaltungsapparat chwerer Notzeit das Lied nicht untergehen zu lassen. Der
zu vereinfachen und, wenn irgend möglich, der schwierigen Traum manchen Sangesbruders, nach Kriegsende die bei—
Wirtschaftslage Rechnung tragend, die Gau- und Bundes- den Vereine zusammenzuschließen, ist leider verrauscht. Seit
beiträge zu ermäßigen. Trotzdem der Gau Sulzbachtal Januar 190919 setzte eine regere Sängertätigkeit ein, jedoch
auf der Bundestagung in Großrosseln dem Voranschlag des vurde der Verein vom Wandel der Zeit nicht verschoni
S5. S. B. für das Rechnungsjahr 1932 allgemein zugestimmt ind trat dem Arbeitersängerbund bei. Als 19285 eingesehen
hat, bittet er jedoch die Ausgaben so einzuschränken, daß vurde, daß der längere Verbleib im Arbeitersängerbund
Einsparungen erzielt werden, um Ermäßigungen der den Ruin des Vereins bedeuten könnte, trat der Verein
Bundeslastsen der Gauvereine möglich zu machen.“ In rus diesem Bunde aus und erklärte 1926 seinen Eintritt
großen Umrissen erläutert Gauchormeister Meyer das Ur— n den S.S.B. Mit neuem Mut gings an die Arbeit, und
heberschutzgesetz. Zu gleicher Zeit bittet er die Versamm— iun hat der Verein in jeder Beziehung an der Bundes—
lung um Annahme des Vorschlages des Musikausschusses, arbeit regsten Anteil genommen. Die wirtschaftlichen Wirr—
der in nachstehender Fassung die Genehmigung der Gau— nisse der letzten Jahre sind an dem Verein nicht spurlos
tagung fand: „Den Vertrag mit den Tonsetzergenossen— prübergegangen. Er hat heute harten Stand, um seinen
schaften nicht zu kündigen, jedoch mit allen zu Gebote Bestand zu wahren. Wie schon so oft in 65 Jahren, wird
stehenden Mitteln die Beiträge auf ein erträgliches Maß ruch jetzt ein eiserner Wille, die Liebe zum deutschen Lied
herabzudrücken.“ Das Wertungssingen der Gruppe JII soll und die tatkräftige Leitung seines Dirigenten Dr. E. Stilz
in einer besonderen Besprechung mit den Dirigenten der den Verein einer besseren Zukunft entgegenführen. Dem
an dem Wertungssingen beteiligten Vereine behandelt Bundesvorstand sind zur Ehrung für 120. und 25jährige
werden. Gauvorsitzender und Gauchormeister sprechen den iktive Sängertätigkeit eine Reihe von Sängern vorgeschla—
Vereinen nochmals herzlichen Dank aus für die muster- jen. Ganz besonders gedenkt der Verein an seinem Jubel—
gültige Mitarbeit an den Gaukonzerten, die der Gaukasse ag seines in diesem Jahre aus seinen Reihen genommenen
einen kleinen Ueberschuß brachten. Die Gautagung ist da— Vorstands Scheuermann, der bis zu seinem Tode treu und
mit einverstanden, daß der 1. Gauchormeister Meher beim inermüdlich 30 Jahre lang das deutsche Lied gesungen
Bunde zur Teilnahme an dem Dirigentenkursus für Fort— uind in jeder Hinsicht ein vorbildliches Mitglied war. Eine
geschrittene in Berlin vorgeschlagen, wird, Für das Wer- gamentliche Aufführung aller Dirigenten und tatkräftigen
tungssingen der Gruppe III wird, allgemein ein neutraler Vorsitzenden soll hier nicht stattfinden, aber allen sei Dank
Ort und zwar Neunkirchen gewünscht; als Gesangslokal gesagt, den Lebenden und Toten. Sie alle haben ihr
wird das Ev. Gemeindehaus vorgeschlagen. Die nächste Bestes dem Verein und somit der Sache des deutschen
gautagung ist in— —— beim — Der oe Liedes geweiht!
genannte Verein sang als Schlußlied „Elsula“ von Hans i
Wagner-Schönkirch. B Zu ei nanen — — deutschen Mä
VD 58 zuu einer gewaltigen Kundgebung für den deutschen Männer—
In diesem Jahre Lann der M.G B 1867 Friedrichsthat gesang gestallete sich die Faer des bojahrigen Bistehens de⸗
auf sein 65jähriges Bestehen zurückblicken. Als ältester Ber- Fesangoereinsg Gintracht“ »Feune Der Vesuch ver Veransta
ein am Orte ist er mit der Geschichte Friedrichsthals eng ungen war aus allen Kreisen der Bürgerschaft und aus der
verwachsen, Bharet ründung am 8 Oktober 1867 um⸗ imdegend einüberraschende starker. Am“ Salnstag wurde di
saßte er 44 Mitglieder, wovon 28 dem Glasmachere⸗, 9 Feier buch einen Festabend eingelenet. Nach inen NMusikvortrag
dem Bergmannsstand und, die übrigen freien Berufen ange Hein Sangergruß unb einem Vorspruch hießz der Vorsihende de—
hörten. Der erste Vorstand setzte sich zusammen: Fr. Heinz, Vereins, Zaher, die Festteilnehmer, besonders die Vertͤreter der
Gemeinde, des SaarSängerbundes, des Gaues usw., herzlich
willkommen. Amtsbaurat Stephan, Völklingen, übermittelte an
Stelle des verhinderten Bürgermeisters die Glückwünsche der
Gemeinde. Bundesschriftführer Stein wußte in seiner Ansprache
in trefflichen Worten für die deutsche Sangessache zu begeistern
Den mit starkem Beifall aufgenommenen Worten fügte Redner
die Glückwünsche des Bundes bei. Weiter verbreitete sich Rektor
Stein über den Werdegang des Jubelvereins, der in der
zurückliegenden Zeit manche Kämpfe zu bestehen hatte, aber
stets tapfer überwand durch die Initiative einiger Männer. Sein
Lob galt auch der Kunstgemeinde, die echter Kunst so andachts—
voll zu lauschen wisse. Mitwirkende bei Durchführung des aus
erlesenen, umfangreichen Programms des Abends waren die
Gesellschaft der Sangesfreunde Gersweiler, der Orchesterverein
„Harmonie“ Fenne, die „Eintracht“ sowie als Solisten Frl
Lermes, Fenne, und Herr Willy Lorscheider, Bous. Es dar“
zesagt werden, daß alle Darbietungen mustergültig waren
Stürmischer Beifall bewies das. Chormeister Jakob Siegwardt
der seit einem Vierteljahrhundert die gesangliche Leitung des
Vereins hat, wurde in Anerkennung seiner hervorragenden Ver—
dienste vom Bund und Gau durch eine prächtige Urkunde aus—
zezeichnet. Die Eintracht“ ernannte ihn zum Ehrenchormeister
Weiter wurden Oberlehrer Neuberger, Saarbrücken, und Peter
Burger, Fenne, zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Festabend
ꝛerlief in schönster Weise. Am Sonntagmorgen fanden sich die
ZSänger und viele Gäste wieder ein, um der Gefallenen des
Lereins in würdiger Weise zu gedenken. In den Nachmittags—
tunden bewegte sich ein großer Festzug durch die reichgeschmuͤck⸗
ten Straßen; in ihm waren Vereine der Gaue Vöolklingen
Saarbrücken, Warndt, Köllertal und Wadgassen vertreten. Ir
den Gartenanlagen entwickelte sich bald ein recht frohes Sänger—
zest. fine hesondere Mote hbrachte die Ehrund pon Mifosiedßern

O. Scheuermann.
            
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