Seite 154 Il illl Saar⸗Säunger⸗Bund
Sängerabend statt, bei dem unserem verehrten Präsidenten des Schatzmeisters Schwuchow. Nach dem Bericht ist die
Stadtschulrat Schneider unter Ueberreichung der weißen Kassenlage gesichert. Die Not der Zeit, die überall Ein—
Mütze die Ehrenmitgliedschaft des Wiener Chores verliehen schränkungen verlangt, zwingt auch uns zu Sparmaßnahmen
wurde. Dem S.L.G.BV. wurde zum Danke für geleistete Ddie Kassenprüfung hat die Kasse in bester Ordnung gefun—
Gastfreundschaft die „Wagner-Plakette“ überreicht. Seitens den. Der Vorsitzende dankte für die mustergültige Kassen—
des S.S.B. wurde dem S.L. G. V. für den „großen und ührung. Die Versammlung erteilte dem Schatzmeister aus
wertvollen Dienst, den er durch die überaus herzliche Gast- Antrag der Kassenprüfer einstimmig Entlastung., Die Mit⸗
freundschaft den Wienern gegenüber nicht nur dem S. S.B., zliederbewegung hält sich auf derselben Höhe wie im ver—
sondern auch der gesamten deutschen Sängersache an der Jangenen Jahre. Einem Antrag des „Saarbrücker Kammer—
Saar erwiesen hat“, in einem besonderen Schreiben herz- hors“ auf, Anschluß an den SL.G.V. gibt die Versamm—
lich gedankt. Konzertliche Veranstaltungen des Vereins im ung ihre Zustimmung. Zum Schlusse der Generalversamm—
leßzten Jahre waren folgende: Am 17. 10. 31 unter Mit— ung forderte der 1. Vorsitzende alle Sangesbrüder auf,
wirkung von Frau Lilli Jaeckel und des Städt. Frauenchores atkräftig mitzuarbeiten, daß auch das neue Vereinsjahr
in der Wartburg. Am 9. 11. Kammermusikabend in der uns ein Stück vorwärts bringen möge, unserem hohen,
Aula des Reformgymnasiums. Mitwirkende: der Kammerchor künstlerischen Ziele entgegen: „Einig unser Streben, wahr
und Solisten. Am 33. und 24. 11. Mitwirkung beim 3 unser Leben, allzeit treu dem deufischen Lied.“
nnpionietongertie nnsen der Dieeeg Wir veröffentlichten bereits einen Bericht über einen
* J el, n isi Ma 28 1 1
reee veg Waeees dehn apnergr Zaaroruge wohlgelungenen Familienabend des Männer-Onartettvereins
Mitwirkung beim 8. Symphoniekonzert in Haydns „Schöp
fung“. Am 3. 5. 32 Hauptkonzert im Städt. Saalbau. Vor
tragsfolge: Paul Graener: Deutsche Kantate M. Ch. a.c
5 Sätzer F. Händel: Orgelkonzert in F-Dur mit Streich—
orchester, Sboen, Fagott, Cembato. Julius Gatter: Das
Hohelied, Sopran, Solo 3st. M. Ch., kleines Orchester. Fritz
Volbach: Die Mette von Marienbuürg, Sopran- und Tenor—
Solo, Knaben- und M. Ch., Orchester und Orgel. Mit—
wirkende: Solisten: Hilde Anschütz, Sopran vom Stadt—
theater in Mainz, Harry Schürmann, Tenor vom Stadt—
theater in Münster, Fritz Lösch, Orgel, Mitglied des L.G. V.
Breuer, Klavier, Mitglied des L.G.V., Knabenchor der 6.
und 10. Saarbrücker Volksschule, vorbereitet durch Fritz
Lösch und W. Kunz, Mitgl. des Vereins, der Männerchor
des Vereins, das ganze Städt. Orchester. Allen Gauver—
einen wurden mit Rüͤcksicht auf die Not der Zeit für
arbeitslose Mitglieder je 5 Freikarten zur Verfügung ge—
stellt. Am 4. 6. 32 Sommerfest im Ludwigspark. Die
Kritik durch die Presse erkannte die gute Ausdruckskraft
des Männerchors und den hohen Wert der musikalischen
Veranstaltung an. Herzliche Worte des Dankes sprach der
Vorsitzende unserem Chormeister Schrimpf aus, der durch
unermüdliche, von hoher Musikalität und Verantwortungs
bewußtsein getragene Arbeit dem Verein seine ganze Krafst
zur Verfügung gestellt hat. Herr Schrimpf gab dann nach
einem kurzen Rückblick auf die Tätigkeit des Chores im
vergangenen Jahre einen Ueberblick über die uns im neuen
Vereinsjahr bevorstehende Arbeit: Im Dezember 1932 Mit—
wirkung bei der Aufführung der „hl. Elisabeth“ von Haas
mit gem. Chor, Knabenchor, Solisten und großem Orchester
Symphonie-Konzert. Gegen Ostern 1933 abermals Mit—
wirkung beim Symphonie-Konzert. Das Programm des—
selben liegt noch nicht vor. Unser Hauptkonzert findet im
Frühjahr 1933 statt. Es gelangen dabei folgende Werke
zur Aufführung: Armin Knab: Die Bauern, Philipps:
EichendorffeZyklus, Lendvai: Die kosmische Kantate, an—
läßlich des 50. Geburtstages des Komponisten. Von den
zgeselligen Veranstaltungen seien erwähnt am 1. und 2
Oktober Teilnahme an dem Badisch-Pfälzisch-Saarländischen
Heimattag in Karlsruhe. Der Chor bestreitet an beiden
Tagen einen Teil des Konzertprogramms. Am 15. Oktober
Serbstball im Ludwigspark. Es folgte nun der Kassenbericht
unts Nr. 7
Saarbrücken 1 und eine Ehrung, die bei dieser Gelegenheit
dem 68jährigen 2. Vorsitzenden Josef Scharf, der auch heute
noch an allen Proben und Veranstaltungen des Vereins mit
ebhaftem Interesse teilnimmt, zuteil ward. Gern tragen
vir zu dem genannten Bericht in dieser Nummer das Bild
des Jubilars nach.
Die Sängervereinigung Loreley-Viktoria Saarbrücken 5
hesuchte die Insassen des Altersheim „Langwiedstift“ Saar—
drücken. Der Verein sang 6 Lieder ernsten und heiteren
Inhalts. In den Augen der lieben Alten sah man die
Freude über die angenehme Abwechselung, die der Verein
hnen bereitete. Sichtlich gerührt spendeten sie ihren Bei—
fall. Der Altinsasse Kirsch, der auch Mitglied des Vereins
ist, sprach im Namen aller dem Verein den herzlichsten
Dank aus! (Es ist sehr erfreulich, wenn sich unsere Vereine
in dieser Weise der Alten und Kranken erinnern. Eine
solche Liebestat hat ihren Lohn in sich! Schriftleitung.)
Im Mai vergangenen Jahres fand der Bundestag der
Reichsbahnsängerchöre verbunden mit zehnjährigem Stif—
tungsfest und Fahnenweihe des Eisenbahn-Gesangvereins
„Flügelrad“ in Frankfurt a. M. statt. Auch der Eisenbahn—
sängerchor Saarbrücken folgte der Einladung. Freund—
schaften wurden geschlossen, Bruderschaften getrunken. Ganz
besondere Sympathien hatten wir uns anscheinend bei den
Bitterfelder und Zeitzer Sangesbrüdern erworben, denn
beim Scheiden hieß es: „Auf Wiedersehen im nächsten
Jahr!“ Wir haben es nicht bereut, daß wir trotz der
schweren Wirtschaftslage nun der dringenden Einladung
gefolgt sind. In einem von der Eisenbahndirektion in
liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellten Sonder—
wagen erfolgte nach Absingen unseres Sängerspruchs am
175 Juni die Abfahrt von Saarbrücken. Eine große Ueber—
raschung bereitete uns in Frankfurt der Eisenbahngesang—
verein „Flügelrad“. Der Austausch der 3 und
gegenseitige Begrüßung verkürzten den Aufenthalt. Dann
gings durch die dunkle Nacht unserm Ziel entgegen. Trotz
der frühen Morgenstunde war die Gesangsabteilung des
Eisenbahnvereins in Bitterfeld auf dem Bahnsteig er—
schienen und wir begrüßten uns mit unsern Sängersprüchen.
Der Besitzer des Hotels Rheinischer Hof, Willi Weber, hatte
schon für heißen Kaffee gesorgt. Sangesbruder Henrie
donkte in heweoten Morten für den freundlichen Empfano
K fsein
—
und doch so billiꝗg is der gute
Oetker⸗sucdiuql
*
Mein neuer forbiꝗ illusstrierter Prospeki
„pudding mit frũchten zeiqt Ihnen neue
I X
onzurichten. — Sie erholten denselben *
durch Pos rte umsonst u. nportofreĩ von
De. Auqust Oetsæt, —58
S
A
*
4