Full text : 10.1932-1933 (0010)

Nr. 7 I.
richtet M.G.B. Harmonie Spiesen: Konrad Poth, geboren
am 18. 12. 1866 zu Spiesen, arbeitete als Bergmann
43 Jahre auf Grube Heinitz, diente bei Reg. Nr. 30 in
der Zeit von 1886—–51888. Von seinen jungen Jahren an,
gehörte er als Sänger dem G.V. Harmonie Spiesen an.
Er zeigte sich stets als eifriger Sangesbruder und war
Jüngeren immer ein leuchtendes Beispiel. Die Gesang—
stunde besucht er heute noch so pünktlich und eifrig, wie
in seinen jungen Jahren. Als achtbarer Bürger unserer
Gemeinde und, als alter Sangesbruder unseres Vereins
blickt der Verein mit Stolz auf ihn. Treu deutsch hilft er

Illlll Saar⸗Süänger⸗Bund urn

A Seite 158

Rhein“ (Kämpf) und „Wer geht mit“ (Othegraven); Sänger—
pereinigung Buprich (Birringer): „Bundeslied“ (Zelter);
M.G.V. Bettingen (Baus): „Mägdlein, hach acht“ (Kur—
scheidty; Eintracht Lockweiler (FSüttgen)!: „Das Helden—
nädchen“ (Fliersbach); Eintracht Außen (Birringer): „Frei—
heit“ (Groß); Quartettverein Bettingen (Birringer): „Im
Maien“ (Jürgens). Gau Primstal Girringer): „Deutsch—
land, dir mein Vaterland“ (Heinrichs); Cäcilie Bardenbach
Schmitt): „Steh fest, du deutscher Eichenwald“ (Isemann);
Lyra Buschfeld (Schmitt): „Jägergrüße“ (Sonnet); Saar—
gold Uchtelfangen (Schmitt): „Musikalisches Ragout“ (Lo—
gow); Sängervereinigung Thalexweiler (Baus): „Die ge—
bundene Nachtigall“ (Neumann); Concordia Ueberroth—
Niederhofen (Scholl): „Wanderlied“ (Ayslinge); Edelweiß
Scheuern (Scholl): „Mein Lied“ (Fuhrmanns; Sängerver—
einigung Steinbach (Geber).: „Rheinglaube“ (Sonnet);
M.G.V. Eintracht Neunkirchen (Wilki): „Der Fremden
legionär (Wengert). Fr. Gr.
Anläßlich des 10. Stiftungsfestes und Fahnenweihe des
Quartett-Vereins Limbach, zu welcher M.G.V. Bettingen
die Patenschast übernommen hatte, fühlte sich Quartett—
Verein Limbach zum Gegenbesuch verpflichtet. Quartett—
Verein Bettingen war ebenfalls zu diesem Freundschafts—
treffen eingeladen. In Bettingen angekommen, marschierte
der Verein unter Vorantritt einer Musikkapelle zum
Vereinslokal. Herzliche Begrüßungsworte wurden gegen—
seitig ausgetauscht. Es folgten dann abwechselnd Gesäng—
und Musikvorträge, welche von den Sängern mit großer
Begeisterung ausgenommen wurden. Das Sängertreffen
verlief aufs beste, gab mancherlei musikalische Anregung
und knüpfte das Band der Sangesbrüderlichkeit fester So
»erging die Zeit nur zu schnell, und die Sänger von
dimbach mußten aufbrechen, um wieder mit der Bahn nach
Hause zu gelangen. Die Erinnerung an diese gemütlichen
Stunden wird aber in den Herzen der Sangesbrüder noch
recht lange wach bleiben.

Konrad Voth.

noch mit aller Kraft, unser deutsches Lied und unseren
Männergesang zu pflegen. Möge der liebe Gott ihn noch
lange am Leben erhalten! Das sei unser Wunsch.
Gau Niedtal.
Aus dem Gau Niedtal geht uns ein liebenswürdiger
Bericht über die Teilnahme eines Sangesbruders am
Deutschen Sänger-Bundesfest in Frankfurt zu, der mit
folgenden Versen schließt:
Uebers Weltmeer, übern Brenner, weither von der Ostsee Strand
ziehen wackere deutsche Männer hin ins schöne Hessenland.
Dort wo Frankfurts Türme streben, auf zum Himmel, Gott zur Ehr,
da entsteht ein reges Leben mitten in dem Häusermeer.
Ein Gedanke leitet alle und beschwingt den eil'gen Lauf,
und des Bundesfestes Halle nimmt die Sängerscharen auf.
Denn, des Dichterfürsten Goethe Heimatstadt am grünen Main
lud der Sängerbünde jede, zu dem Bundesfeste ein.
Und nun hebt ein großes Singen in der schönen Mainstadt an,
überall ein frohes Klingen, jeder Bund stellt seinen Mann.
Dort auch konnte man erblicken, wie's nicht anders möglich war,
Schulrat Bongard aus Saarbrücken mit derSaarlandsSängerschar.
Und was sie uns vorgesungen war ein einz'ger Treueschwur,
in den Ohren hat's geklungen, Deutichland für Dich leb' ich nur:
Gau Primstal.
M.G.V. Limbach feierte sein 10jähriges Stiftugsfest ver—
bunden mit der Fahnenweihe. Zu Beginn der Veranstal—
tung auf dem Festplatze sang der festgebende Verein nach
dem deutschen Sängergruß „Willkommen“ (Geis) unter
Leitung seines Chormeisters Schmitt. Der 1. Vorsitzende
begrüßte alle erschienenen Gäste, insbesondere den Ver—
treter des Bundes, Grebe, und den Gauvorsitzenden Ewen,
Bettingen. Der Gauvorsitzende hielt die Festrede. Er be—
tonte vor allem die einigende Macht des Liedes. Nach dem
Vortrage des Fahnenliedes von Neumann durch den Paten—
verein M.G. Vo Bettingen unter Leitung von Baus weihte
der Bundesvertreter Grebe die Fahne und übergab die—
selbe den Fahnenträgern. Anschließend trugen die aänwesen—
den Vereine ihre Lieder vor: Liederkranz Lockweiler (Lorig):
„Grüß mir die Reben, Vater Rhein“ (Sonnet); Quartett—
derein Harmonie Körprich (Schäfern: „Marianne vom

Gan Saarbrücken.

Zu Beginn der Generalversammlung des Saarbrücker
Lehrer⸗Gesang⸗Vereins gedachte Vorsitzender Huschens in
warmen Worten der verstorbenen Sangebrüder Konrektor
Jörg, Turnlehrer Arend, Manthey und Flegel. Bei den
nun folgenden Wahlen der laut Saäatzungen ausscheidenden
Mitglieder des Vorstandes wurden Huschens, 1. Vorsitzender,
Leibenguth, 2. Schatzmeister, Thommes, 1. Notenwart, und
Frischkorn, Beisitzer, wiedergewählt. An Stelle des wegen
einer Halskrankheit inaktiv gewordenen 2. Schriftführers
Keßler wurde Austgen zum 2. Schriftführer gewählt. Der
Vorstand des S.L.G. V. setzt sich nunmehr aus folgenden
Herren zusammen: Präsident: Stadtschulrat Schneider;
1. Vorsitzender: Huschens; 2. Vorsitzender: Groß; 1. Schrift—
ührer: Bohn; 2. Schriftführer: Austgen; 1. Schatzmeister:
Schwuchow; 2. Schatzmeister: Leibenguth; 1. Notenwart:
Thommes; 2. Notenwart: Steeg; Beisitzer: Schöneberger,
Frischkorn; Pressewart: Jünemann; Ständiges stimmbe—
rechtigtes Mitglied des Vorstandes ehrenhalber: Karcher;
Stimmführer: Petry, Dilsinger, Diehl, Knauf; Musik—
ausschuß: Petry, Wagner, Kredteck, Diehl. Es folgte nun
der Jahresbericht des 1. Vorsitzenden: Im verflossenen
Jahre fanden 59 Proben statt mit einem Durchschnittsbesuch
hon 9000. Den Auftakt bildete der Besuch des Wiener
dehver-Ac-cappella-Chores in der Zeit vom 11.-14. August.
Dder L.G. V. hatte ein Drittel des Bruderchores im „Rhein.
dofe“ untergebracht. Am 183. 9. hatte er die Gäste zu
inem Frühschoppen im Rheinischen Hofe eingeladen, bei
velcher Gelegenheit Prof. Wagner-Schönkirch dem L. G. V.
die Vertonung uneves Sängerspruches „Einig unser Stre—
ben, wahr unser Leben, allzeit treu dem deutschen Lied“
überreichte. Herr Thommes, der s. Zt. als Schriftführer
uinseres Vereins die erste Verbindung mit den Wiener
Kollegen aufgenommen hatte, wurde mit der silbernen
Vereinsnadel der Wiener ausgezeichnet. Am 14. 9. fand
im Sängerheim Ludwidspark ein vom S.S.B. veranstalteter

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Heinrich Resch, Eppelborn

Treff der Sangesbrüder im Vereinslokal
Jerdinand Nalleꝛ, Secesungen
            
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