Full text : 10.1932-1933 (0010)

Seite 152 Isff iIII Saar⸗Sänger⸗Bunde uatsshhps Nr.n
Liedern „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ von Gäste aus dem Reich mit, dem „Deutschen Sängergruß“ und
Mendelssohn-Bartholdy und „Deutschland, dir mein Vater- einem Begrüßungslied. Unser Vorsitzender dankte für den
land“ von Heinrichs zu einem mit großem Beifall aufge- Besuch mit dem Gelöbnis, die Sangesbrüderlichkeit und
nommenen Massenchor. Alle drei Vereine gaben ihr Bestes das deutsche Lied auch in Zukunft gemeinsam zu hegen
und haben mit Turn- und Musikvereinigung den Gästen und zu pflegen. Darauf dankte der Dirigent im Namen
einen schönen deutschen Abend bereitet, welches auch der des Vereins Concordiag für die freundliche Aufnahme und
Vorsitzende der Gebirgs- und Wandervereine Deutschlands, demerkte, daß das Zollhaus für den deutschen Sänger keine
Jaspert, Frankfurt, mit herzlichem Danke anerkannte. Er Grenze bedeute. Es dauere ja auch nicht allzulange mehr,
sagte, daß die Gäste die besten Eindrücke von unserer dis endlich die Grenze zwischen uns fallen werde und wir
schönen Saarheimat und dem Seutschtum derselben mit nach wieder richtig vereinigt seien. Abwechselnd wurden nun
Deutschland zurücknehmen werden! — — gebracht 5 Dineee
ist begreiflich, daß nicht alle Bundesvereine die nötige logen die schönen Stunden, bis unser Besuch Abschied
—3 um sich an der dudnße gehmen mußte. Besonders verdienen die Vorträge des
* Sangesbruders Josef Zimmer aus Liedertafel Mettlach her—
vorgehoben zu werden. Mit dem Bewußtsein, recht frohe
Stunden gemeinsam verlebt zu haben, versprachen wir, im
Herbst einen Gegenbesuch zu maächen.
Gau Neunkirchen.
In der Sitzung des gesamten Gauvorstandes des Gaues
Neuntirchen am 28. Jüli waren anwesend Dr. Steeg als
Vorsitzender, die Milglieder: Barth, Reuter, Schmidt,
Scheidhauer, Rhein, Fried, Funk, Diversy, als Vertreter
von Meier Matheis, Spohn Omlor. 1. Verfassungsfeier.
An der diesjährigen Verfassungsfeier, die von der Stadt
veranstaltet wird, wirken die Gauvereine von Neunkirchen
mit. Als Dirigent wird Omlor bestimmt. Es wird das
Heimatgebet von Kaun unter Begleitung der Feuerwehr—
kapelle gesungen 2. Liedertag. Der am 26. 6. veranstaltete
Liedertag hatte einen großen Erfolg. Der Vorsitzende gab
eingehenden Bericht darüber, jedoch wurde von ihm der
Vorschlag gemacht, im kommenden Jahr die Veranstaltung
auf den Abend zu verlegen evtl. soll anschließend ein
Fackelzug stattfinden. Sangesbruder Reuter beantragte für
die Zukunft, den Liedertag einheitlicher und früher zu be—
sprechen. Landsweiler, Spiesen und Heiligenwald konnten
vegen dringenden Gründen am eigentlichen Liedertag nicht
singen. Auch soll die Presse frühzeitiger hierüber schreiben.
Zangesbruder Reuter soll für das kommende Jahr die
Pressearbeit übernehmen. Am 8. September soll die erste
Bauvorstandssitzung im Bachschulhaus stattfinden. Auch soll
seden 1. Donnerstäg im Monat eine Sitzung des Gauvor—
tandes stattfinden, dann alle 2 Monate durch besondere
Bestimmung des Tages der gesamte Gauvorstand zusammen—
treten. Sangesbruder Reuter will betr. der Presse in
aächster Sitzung berichten. Es sollen Vereinsgeschichten und
Baugeschichten gebracht werden. Es wurde Klage geführt,
daß Gau- und Vereinsveranstaltungen nicht so besucht wer—
den, wie es sich gehört. Es fehlt an der nötigen Unmnterr—
tützung der Sänger aller Vereine. Die Vereine von aus—
värts sowie Neunkirchens sollen melden, wann ihre Kon—
zerte gehalten werden. In der Herbstgautagung soll ein
Schallplatten-Vortrag stattfinden. Der Referent soll noch
bestimmt werden. Fuͤr 30. 10. 32 sind alle Dirigenten des
Gaues Neunkirchen und St. Wendel zu laden, betr. des
Wertungssingens. Die Einladungen hierzu hat der Gau
St. Wendel zu machen. Gauschatzmeister Reuter soll mit
dem Gauchormeister einen Gauliedertag vorbereiten, welcher
im März oder April 1933 stattfinden soll. Sch.
M.G.V. Frohsinu Schiffweiler hatte ein Sängertreffen
heranstaltet, dem der Verein unter dem Stabe von Chor—
meister Rodermann den Auftakt mit Lachners „Hymne an
die Musik“ und Wagner-Schönkirchs „Lied der Wolga—
schlepper·“ gab. An der Umrghmung beieiligten sich neben
dem festgebenden Verein M.G.V. Bruderbund Schiffweiler
uinter Leitung von Chormeister Brecher und die Sänger—
»ereinigung Bildstock unter Chormeister Mayer. Alle be—
eiligten Vereine sind, wie Chormeister Rodermann erfreu—
icherweise der Schriftleitung versichert, Anhänger der
Bundesbemühungen gegen Wett- und Preissingen, das
Aussingen von Pokalen nach Art der Sportvereine aber
bedeutet einen Rückfall in eine längst in der Sängerschaft
ziemlich allgemein überwundene Epoche. Der S.S. B. stellt
seine Bundesvereine seit mehr als einem Jahrzehnt vor
dedeutsame volkserzieherische Aufgaben, und es darj
keinerlei Kraft verloren gehen zur Erfüllung dieser
Kulturmission.
Zum Vorschlag des Sangesbruders Konrad Poth zwecks
Verleihung des Ehrenbrießses des D.S.B. und Vecrleihung
der aoldenen Ehrennodel für 501hrige Sändgertreue he—

Sänger des MGW. Liedertafel Mettlach
am Freiheitsdenkmal in Frankfurt.
rung des „Psalm der Befreiung“ in Frankfurt zu be—
teiligen. Aber mit einigem guten Willen mußte es doch
möglich sein, eine Abordnung zum Deutschen Sänger—
Bundesfest zu entsenden. Dieser Ehrenpflicht genuügte
M.G.V. Liedertafel Mettlach, und wir veröffentlichen hier
ein Bild dieser Abordnung, aufgenommen an dem vor der
Paulskirche befindlichen Freiheitsdenkmal. Die Sänger wer—
den nun gewiß durch fleißige Werbung im Gau Mettlach
dafür sorgen, daß demnächst in Leipzig kein Verein mit
Abordnung und Fahne fehlt! Die Parole muß jetzt schon
heißen: Gründet Reisesparkassen!
Am 7. August beehrte M.G. V. Concordia Wehingen den
M.G.V. Frohsiun Dreisbach durch seinen Besuch. Beim
Eintreten in unser Sängerheim bewillkommten wir unsere

MGwW. Frohsinn Dreisbach und der zu Gast weilende
MGWVW. Konkordia Wehinagen vor unserem Vereinshaus.

* e— M J
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