Nr. 6 II.
und führte zu dem Beschluß, die nächste Gautagung mi!
der Angelegenheit zu befassen. In der Gautagung am 9
April 1932 im Volkshause zu Burbach brachte Gauvor—
sitzender A. Meyer den betreffenden Antrag ein, begrün—
dete ihn ausführlich und stellte der Gautagung eingehende
Aussprache anheim. Nachdrücklichste Unterstützung fand die
Anregung auch von seiten der Vereinsdelegierten. Erfreu—
licherweise fehlte es auch nicht an Stimmen, die die Grün—
dung eines derartigen Chores zwar grundsätzlich guthießen
aber andererseits doch glaubten, vor einer neuen Belastung
der ohnedies notleidenden Sänger durch ihre Verpflichtung
zur Teilnahme an dem Massenchore warnen zu müssen.
Bauchormeister Behr hob ebenfalls die Zweckmäßigkeit des
GBedankens zur Belebung der Gautätigkeit hervor, wies
jedoch nachdrücklichst daraguf hin, daß die Ausführung nich
zu so kläglichen Ergebnissen führen dürfe, wie sie sich be
Gelegenheit anderer Veranstaltungen (Volkstrauertag usw.
bereits gezeigt haben. Die außerordentlich angeregte Aus
sprache erwies sich in allen Punkten als so erschöpfend
daß bereits am gleichen Tage die Gründung des Gau—
Mässenchores ein Instrument schaffen, das bei Veranstab—
ren erfreuliches Ergebnis in folgendem Beschluß zum Aus—
druck gelangte; „Die Aufstellung eines Massenchores, der
sich aus den Sängern der im Gau Saarbrücken-Burbach ver
einigten Vereine zusammensetzt, wird einstimmig gebilligt
Der Gaumassenchor steht den Gauvereinen bei der Feien
des 255, 505, 75- und 100jährigen Bestehens zur Ver—
fügung.“ In der nächsten Gautagung am 9. Mai 1932
traäͤten die Dirigenten unter dem Vorsitz des Gauchor—
meisters zu einer kurzen Besprechung zusammen, um ein
vorläufiges Arbeitsprogramm für den Gaumassen—
chor aufszustellen. Der daraufhin durch Sangesbruder Behr
eingebrachte Antrag: „Die Gauvereine verpflichten sich, zum
Vortrage durch den Gaumassenchor in der Vereins-Chor—
probe die solgenden vier Chöre einzustudieren: „Der frohe
Wandersmann“ von Mendelssohn-Bartholdy, „Sturmbe—
schwörung“ von Dürner, „Der Jägerchor“ von Carl Maria
von Weber, „Das deutsche Lied“ von Hegar fand eben—
salls die einstimmige Annahme durch die Gautagung. Gleich—
zeitig wurde dem M.G.VB. Rheingold Saarbrücken 5 zu
seinem 25jährigen bzw. dem M.G. V. von 1857 Gersweiler
zu seinem 75jährigen Stistungsfeste am 3. bzw. 10. Juli
1932 das Ausftreten des Massenchores zugesagt und die
erste Gesamtprobe auf Samstag, den 25. Juni 1932
eftgelegt. Diese Gesamtprobe vereinigte unter der Stab—
sührung des Gauchormeisters und in Anwesenheit sämt
licher Vereinsdirigenten etwa 450 Sänger. Das erstmalige
Auftreten des Gaumassenchores am Sonntag, den 8. Jul
1932, in Rockershausen gestaltete sich zu einer überaus
wuchtigen und eindrucksvoslen Kundgebung, die sowohl aut
die bekeiligten Sänger selbst als auch auf die Zuhörer den
nachhaltigsten Eindruck nicht verfehlte. Das gleiche dar
von dem zweiten Auftreten am Sonntag, den 10. Juli, in
Bersweiler gesagt werden. Beide Male sang der Chor die
beiden zuerst angeführten Lieder. Abschließend und zu—
sammensfassend darf als besonders erfreulich hervorgehoben
werden: der starke Eindruck auf die beteiligten
Sänger selbst, der wohltätige Einfluß des
Chores guf den Gemeinschaftssinn und das
Züsammengehörigkeitsgefühl und nicht zu—
letzt die schöne Bereitwilligkeit aller Ver—
einsdirigenten, ihre ChorkörperinderHand
des bewährten und allseitig beliebten Gau—
cho rmeisters zu vereinigen. Der, Gauvorstand ver—
spricht sich von der vorgeschilderten Einrichtung eine starke
Belebung der Gautätigkeit und weiß die Opser, die die
Sängerschaft durch ihre Teilnahme erneut auf sich zu neh—
men bereit ist, durchaus zu würdigen.
»JIU—I Saar⸗Sänger-Bund III.
Il Seite 137
1. a) Lieblich hat sich gesellt.. bearb. von Mar Reger
b) Der Wagen rollt von Karl Kämpi
2. a) Die Linde im Tal.. Chorvar. von Erwin Lendbai
b) Im Wald und auf der Heide von W. Moldenhaue;
3. 3) Wer geht mit?.... von A. von Othegraven
b) Düftet die Lindenblubvon Neuf
4. a) Die zwei Ksnigskinder. .. von V. Keldorfer
b) Der Gondelfahrer von Fr. Schubert
b. Vortrag: Kunst und Organisationn
6. a) Der König in Thule... von H. Lang
b) Der verteidigte Husar.. von Erwin Landva
7. a) Das Mühlrad.... bearb. von Fried. Koch
b) Das schlaue Mädchen... von Othegraven
8. a2) Nacht am Rhein.von Hugo Kaun
b) Rheinweinlied ...von Mendelssohn-Bartholdt
9. a) Die Almacht.. 6von Lachnen
b) Lieb Heimatland adevon A. Kirch!
10. a) Umgekehrtvon Erwin Lendvai
b) Schneider⸗ Kourage.. von Keldorfe⸗
11. a) Frischauf zum deutschen Wald.. .. von Wüsi
b) In der Ferneneevon Naglern
12. a) Vespergesang ..
b) O Taler weit
Quartett · Verein Ar ion
Herrensohr; 22 Sänger
Thorleiter K. Keuper.
Bem. Chor 27 Jägersfreude
32 Sänger und Sängerinnen
Chorleiter s. Junker.
Quartett · Verein 24 Jägers
freude; 80 Sänger
Chorleiter L. Thomas
MGV. „Frosinn“ Du⸗
weiler; 40 Sänger
Thorleiter H. Breuer
Bundesschriftführer
Walther Stein.
Männerchor „Loncor dio
Herrensohr; 46 Sänger
Lhorleiter A. Mierswar.
Bemischter Chor des vorhe⸗
zehen den Vereins
Thorleiter A. Mierswar.
MGV. 23 Sulzbach;
35 Sänger
Fhorleiter H. Haeber.
Sängervereintgung 77 Jägers
reude; 55 Sänger
Thorleiter H. Junker.
Quartett ⸗Verein „Dhali⸗
HDudweiler; 85 Sänger
Lhorleiter Kl. Straßner.
MGV. „Concordia“
Sulzbach; 70 Sänger
Chorleiter J. Preiser.
Gemischter Ehor des vorber
gehenden Vereins
CThorleiter J. Preiser.
. . . von K. Kämpe
von Mendelssohn
Ganu Tholey.
Zum Gautag des Gaues Tholey in Tholey hatten alle
Vereine bis auf Gronig ihre Vertreter entsandt. Zu Be—
zinn gedachte Gauvorsitzender Dr. Steffens in trefflichen
Worten unseres dahingeschiedenen allverehrten Bundesvor—
itzenden Dr. Hammerschmidt. Die Anwesenden erhoben sich,
um dieses Sänger-Recken zu gedenken. Der Versammlungs—
eiter begrüßte nun alle Sangesbrüder, insbesondere Bun—
desgeschäftsführer Rauchholz und Bürgermeister Weber. Der
deiter des Gaues, Dr. Steffens, stellte sein Amt zur Ver—
ügung mit dem Gelöbnis, auch in Zukunft sich der Sache
des Gesanges nach Kräften zu widmen. Die Versammlung
»edauerte außerordentlich sein Scheiden, war er doch der—
enige, der dem kranken Gau wieder frisches Blut und
ieues Leben brachte. Als sein Nachfolger wurde Bürger—
neister Weber einstimmig gewählt. Möge unter seiner Füh—
ung der Gau zu dem Ziele kommen, welches das ganze
vestreben seines Vorgängers war, alle Vereine um den
Zchaumberg herum für unsere schöne Sache zu gewinnen.
Bundesgeschäftsführer Rauchholz gab Aufklärung über den
eenß Saar-Mosel-Nahe und machte qauf die da—
mit verbundene Neugliederung der einzelnen Gaue aufmerk—
sam. Die Vertreter wurden gebeten, in den Vereinen sich
mit dieser Frage zu beschäftigen. Das Kapitel Anzeigen—
verbung gab Anlaß zu einer längeren Aussprache. San—
gesbruder Rauchholz steht auf dem Standpunkt, bei guter
Werbung können wir soweit kommen, daß allen aktiven
ZSängern die Zeitschrift kostenlos geliefert werden kann.
Das schon zweimal zurückgestellte Gaukonzert in Güdes—
veiler wurde nun endgültig auf den 14. August festgesetzt.
die Vereine treffen sich vorher zu einer Gesamtprobe. Auf
dem Schulplatz werden um 2 Uhr drei Chöre von 240
Sängern mit Musikbegleitung gesungen. Alsdann Konzert
im Sokale Dörr, verbunden mit einer Goethefeier, unter
Mitwirkung des Tenors Willi Lorscheider, Bous, und Prof
Wilhelm Müller, Bingen
Geschästliches.
Geschäftsjubiläum.
Auf ein nicht alltägliches Jubiläum kann heute die im
janzen Saargebiet bestens bekannte Weingroßhandlung
Zühler KeMüller, Saarbrücken, zurückblicken. Die
Firma wurde am 1. August 1892, also vor nunmehr 40
Jahren, gegründet und befindet sich heute noch im Besitz
der Gründerfamilie.
Die Firma verfügt seit dem Jahre 1904 übher eigene,
geräumige und moderne Kellereianlagen, deren Besichtigung
Interessenten gern gestattet ist. Anläßlich des 40jährigen
Beftehens bietet die Firma für alle Freunde eines wirklich
guten Tropfens besonders vreiswerte Zubiläumsfüllungen
an. (Veral. Inserat)
Sau 5ulzbachtal.
Dem wohlgelungenen Gaukonzert, das der rührige Gau
Sulzbachtal im Mai in Friedrichsthal veranstaltete, ließ
er Uun“ im Festsaal des Gemeindehauses in VDudweiler in
ähnlicher Weise das zweite Gaukonzert solgen — beide
trefflich organifatorisch vorbereitet und durchgeführt, beide
außerordentlich gut besucht, beide von künstlexisch beacht⸗
lichem, fortschrittlichem Programm! Im Mittelpunkt stand
auch hier ein mit lebhaftestem Interesse und begeisterter
Zustimmung aufgenommener Vortrag von Bundesschrift⸗
Rührer Stein über „Kunst und Organisation“. Hier die
Rechweg gutzußeißende, zum Teil vorßildliche Vortraasfolae: