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fach sein dürfte. A. Schubert ist mit einem andern Chor,
dem leichteren, in zarte Farben getauchten „An den Mond“
auch im Frankfurter Liederheft vertreten und komponierte
in schwung- und wirkungsvoller Weise Goethes „Freisinn“.
Verlag Leuckart.)
Walter Reins ‚„Türmerlied“ hat wie Lißmanns „Be—
herzigung“ Bläserbegleitung und ist als verhältnismäßig
einfacher Chor auch kleinen Vereinen warm zu empfehlen.
Dasselbe gilt von zwei andern, im Verlag Schott, Mainz,
erschienenen Chören desselben Komponisten, der wie kaum
ein anderer der auf fortschrittlichen Bahnen wandelnden
Meister eine leichte und flüssige Feder schreibt: „Die Spröde“
und „Schneidercourage“, Chöre von unbeschwerter Heiterkeit.
Wanderers Nachtlied gehört in beiden Versionen „Ueber
allen Gipfeln ist Ruh'“ und „Der du von den Himmeln
hist“ zu den am häufigsten vertonten Goethegedichken. Die
für Frankfurt ausgewählten Chöre von Friedrich
Kuhlau und Bernhard Weber, dem Rivalen des
„Freischütz““„Weber, haben schon ein ehrwürdiges Alter und
zgehören neben den Zelterschen und Schubertschen Chören
zu den wenigen zu Lebzeiten Goethes geschriebenen Männer—
hören. Sie sind von jedem einigermaßen ausgeglichenen
Klangkörper stimmungsvoll sangbar. Bei der Fülle der
übrigen Vertonungen desselben Textes muß ich schon regi—
strieren:
a) „Der du von den Himmeln bist“ C. M.von Weber,
C. C. NReißiger, Alexander Preuß (alle Verlag
Eulenburg) und Arthur Stubbe, von denen ich die
Vertonung des Freischütz-Komponisten für die schwächste
halte, die allerdings nur leistungsfähigen Vereinen vor—
behaltene von Preuß besonders hervorheben möchte. Den
zemischten Chören empfehle ich als vorbildliche Komposi—
tionen die nicht allzu schweren Werke von Reichardt
und Mortz Hauptmann. (GVerlag Vieweg, Berlin.)
b) „Ueber allen Gipfeln ist Ruh'“ Bruno Stürmer,
Kämpf (Verlag Hug), A. Stubbe und Ottenheimer
Hochstein) Porsch (Verl. R. Robitschek) und Liszt.
B. Stürmers opus ist von diesen entschieden das stim—
—R und eigenartigste, dabei nicht einmal sehr
schwer.
Die populärste Goethevertonung, Heinrich Werners
zum Volkslied gewordenes „Heidenröslein“, darf auf dem
Frankfurter Fest nicht fehlen. Es sei bei dieser Gelegen—
jeit auf die sehr bekannte Vertonung von Schubert (Solo—
lied) und auf eine entzückende, leichte Komposition von Rob.
Schumann für gemischten Chor aufmerksam gemacht, die
sich keine unserer gemischten Chorvereinigungen entgehen
lassen sollte. Von der Bearbeitung der „Fassung“ Joh.
Christ. Kienlens für Männerchor von Stubbe sollte
5— sich dagegen nicht durch ihre Einfachheit bestechen
rafsen.
„März“ von Rudolf Werner ist ein eigenartiger,
stimmungsmalender Männerchor. Rich. Trunks über—
mütig-keckes „Frech und froh“ steht mit andern, nicht
weniger wertvollen, dabei leichten und graziösen, schon
1914 komponierten Goethevertonungen („Die Spröde“,
„Der Schläfer“, „Freibenter“ und „Gefunden) in einer
Reihe (op. 36, Verlag Leuckart). „Die Spröde“, eine Kom—
oosition von entzückender Leichtigkeit, ist entschieden der
Arbeit L. Baumanns vorzuzichen, die vor der C. M.
Pembaurs Eulenburg) höchstens den Vorzug der Ein—
achheit hat.
Franz Liszt schrieb eine ganze Reihe hierher ge—
GBriger Männerchöre, von denen „Soldaten-Liebe“ qauch in
Frankfurt auftauchen wird. Sein „Studentenlied“, das
übermütige „Es lebt' eine Ratt' im Kellernest“ und das
vorhin erwähnte „Ueber allen Gipfeln“ sind sich ziemlich
gleichwertig.
Von Zelhter steht leider nur ein Werk auf dem Frank—
urter Programm, das Bundeslied „In allen guten Stun—
den“ (dreistimmig). Wem es in seiner Schlichcheit zu an—
pruchslos sein sollte, greise zu der Bearbeitung in Varia—
tionenform von Hans Gal GKistner &K Siegl) Nicht ver—
zessen darf auch Beethovens Vertonung werden, die jfüngst
n Bearbeitung für Männerchor von Hasas Echott) er—
schienen ist. Weitere Arbeiten über denselben Text von
Th. Huber-Andernach CGeuckart), P. Faßbaänder
Hug) und Petschke (Eulenburg) erhöhen die Auswahl.
duber-Andernachs., des von der sekßten Nürnberder
Pilhücstthsttsshhh Saar⸗Sänger-Vunud silllipssscsssssssscffsspssth Nr. 1
Sängerwoche her bekannten Komponisten, op. 834 umfaßt
toch zwei, weitere Goethelieder: „Beherzigung“ („Feiger
vedanken“) und „Geh, gehorche meinen Winken“, denen
der Vollständigkeit halber noch das gemütliche „Schweizer—
ied“, leicht, dreistimmig (Hug) hinzuͤgefügt sei.
Von Zelter verdiente auch das frische „Wander—
ied“ größere Beachtung. Für *- und 3stimmigen Männer—
hor (Vieweg). Dieses erschien auch in einer ansprechenden
Lertonung von H. Heinrich im Verlag Hampe, Han—
iover. Zelters beinahe Volkslied gewordener „König
n Thule“ stellt sich in Männerchorbearbeitungen von
Sduard Kremser (GVerlag A. Robitschek) und von
Jos. Werth GVerlag Eulenburg) vor, ohne die altbe—
annte Silcherssches Bearbeitung damit überflüssig zu
nachen. Alle drei sind die gegebenen Chöre für kleine
Lereine. Eine grandiose, harmonisch kühne, allen großen
Lereinen ans Herz zu legende freie Bearbeitung nach Art
»er Liedvariation gibt es von Rudolf Buck Gelbstver—
ag, Tübingen) WeH. Veit, Schiebold (beide Verlag
xülenburg, Wien) sind die bedeutendsten der zahlreichen
euvertonungen dieses auch als Sololied schier unzählige
Male komponierten Gedichtes.
Mit zu dem Besten, was für Männerchöre auf Goethetexte
eschrieben wurde, gehören die einschlägigen Werke von
dugo Kaun „Die Neckartropfen“ (André, Offen—
hach), und „Grenzen der Menschheit“ (Amsel-Verl.)
— mit Orchester — in ihrer wuchtig ausladenden Steige—
ung von packender Wirkung, letzteres auch von mittleren
Lereinen bei entsprechendem Orchester zu bewältigen. Pracht—
yoll auch „Wer nie sein Brot mit Tränen aß“ (doppel—
hörig, mit guter Wirkung evtl. Knabenchor).„Schweizer
Alpe“, „Die Geschwister“ (olle Amsel-Verl.), die als poly—
»hon gehaltene A-cappella-Chöre leistungsfähiger Chöre
»edürfen.
Von Erwin Lendvais charakteristischen Goetheliedern
»P. 70 (GVerlag Hug) ist „Lied im Frühling“ das leicht
erständlichste, eine reizende Komposition. Aber auch der
„Vorspruch“ stellt keine übermäßigen Anforderungen. „Um—
zekehrt“ ist schon eigenwilliger Lendvais im gleichen
VLerlag erschienene Fraueuchöre („Lob der Beständigkeit“,
„St. Nepomuks Vorabend“, „Im Vorübergehen“, „Nachti—
zJalls Wiederkehr“) böten in einer Goethefeier die schönste
Abwechselung.
Von LB. Baumanns Goethevertonungen („Geisterruf“,
Liedessegen“, „Deutscher Parnaß“, „Schicksalstrotz' (Hoch—
tein), „Gegenwart (Tonger), ragen nur die beiden Werke
ür Doppelchor „Gegenwart“ und „Geisterruf“, der bereits
ruf der Nürnberger Sängerwoche 1927 durchschlagenden
Frfolg hatte, heraus. Wertvolle Arbeiten sind Geils—
orfs „Türmerlied'“' Edgar Hansens „Frech und
roh“ und „Gottes ist der Orient“ (Eulenburg) und Rud.
ßucks ritornellartig konzipierter famoser Chor „Süße
Zorgen“ (Hainauer, Leipzig).
Nicht ganz ausgeglichen sind die übrigens rhythmisch
ehr anspruchsvollen drei Goethelieder von C. MPem—
»quer: „An die Entfernte“, „Die schöne Nacht“ und „Die
3pröde“.
Aus dem Verlag Hug, Leipzig, seien besonders hervor—
sehoben: Wilh. Kienzl ‚Prooemion“, Fritz Brun
„Grenzen der Menschheit“ Hermann Suter „Vigilien“,
vährend Futterer „Sizilianisches Lied“ Gebhard
„2 Trinklieder“, B. Stürmer „Wonne der Wehmut“,
Dost „Wir heißen Euch hoffen“, Haug „Aussöhnung“,
dienzl „Mailised“', Leu „Dem Unendlichen“ wenigstens
egistrierend erwähnt seien.
Besonderer Hervorhebung wert erachte ich Brundo
Stürmers modern eigenwillige Chöre „Meeresstille und
alückliche Fahrt“ (8st.), „Wenn im Unendlichen“ (Schott)
Herde, Oesen, Gasherde
Haus-⸗ und Küchengeräte* Eisenwaren
Narktplak 20⸗29
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