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III1 Saar⸗Sãänger⸗Bund Il
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Heims“ als der Vorbedingung und Grundlage harmonischen
Familienlebens. Es ist aber kein ausgesprochen amerikanisches
Buch, sondern ein Buch für alle Frauen und jedes Land,
ganz besonders für uns Deutsche. Die Versfasserin, eine
Deutsch-Amerikanerin, die Frau eines der bedeutendsten
Vorkämpfer für Arbeitsvereinfachung und Arbeitserleichte—
rung, hat nicht nur als Ingenieurin das Werk ihres
srühverstorbenen Mannes fortgeführt, sondern eine besondere
Aufgabe darin erblickt, die Grundsätze dieser Arbeitlehre
singemäßt auf das Gebiet der Haushaltführung zu über—
tragen. Lillian M. Gilbreth darf auch auf diesem Gebiet
für besonders sachverständig angesehen werden, da sie
Mutter von elf Kindern ist. Ihre Methode schafft bei
Mann, Frau und Kindern ein neues Gefsühl dem Heim
gegenüber, erzieht vor allem die Kinder fürs Leben, indem
sie ihnen heilsame Gewohnheiten mitgibt, ohne sie zu
schablonisieren. Das Wirken der Frau am Aufbau eines
Heimes. das diesen Namen verdient, ist — so betrachtet —
wirklich „die herrlichste Tätigkeit, die es auf dieser Welt
gibt, und der Zweck dieses Buches ist, jeder Frau zu
helfen, sie so interessant und befriedigend zu gestalten, wie
sie wichtig ist“. Jeder ean und jedem jungen Mädchen
sei dieses temperamentvoll und anschaulich geschriebene und
dabei doch recht tiefgründige Buch angelegentlich emp—
fohlen. — Hausarbeit als Gymnastik. Wie ich mich frisch
erhalte und Kraft spare. Mit 45 Bildern mit Beispiel
und Gegenbeispiel. Von Frau Lisa Mar. Ueberlegen
— D—
als Gymnastik“. Wie kann ich meine Hausarbeit als
GEymnastik betreiben? Lisa Mar, bekannt durch ihre Tätig—
keit aus dem Gebiet der Gymnastik, zeigt an Hand von
praktischen Beispielen und Gegenbeispielen auf 40 Seiten
Text in 45 Bildern, wie man die hauswirtschaftlichen Ar—
beiten ohne besondere Ermüdung rationell und gesundheits—
sördernd verrichten kann. Jede Frau — die Nurhausfrau
und die Auchhaussrau — vielleicht die letztere noch mehr,
sollten sich die reichen Erfahrungen der Verfasserin zunutze
machen. Eine solche Lebensweise würde sicherlich manchen
Weg zum Arzt ersparen. Das Büchlein gibt wichtige Auf—
schlüsse über Ernährung — Haltungsverfall und seine
Folgen, Verhütung und Bekämpfung, — eine angewandte
5-Minuten-Gymnastik mit Anleitung — und schließt mit
einer Hygiene der Frau. — Wir empfehlen fserner aus
der gleichen Bücherreihe Thienemanns Frauenbücher:
Freund: Hausfrau, hilf dir selbst. — Gutkelch: Arbeitgeber
und Hausangestellte. — Knayer: Das tüchtige Alleinmädchen.
— Kollitsch: Tippen und doch — mein eigener Koch. —
Neff: Färben? — Schminken? — Weder noch — und die
Schönste bist du doch! — Wolfsheim: Kinderspiel und Kin—
derarbeit. Alle diese Bände find aus der Praxis entstanden
und zeichnen sich durch Sachlichkeit, Klarheit und Billig—
keit dus. Marie Lesser.
Sprachenpflege. Le Traduceteur, französisch-deutsches
Sprachlehr- und Unterhaltungsblatt. Nach wie vor sei die
anregende Art, sich in der französischen Sprache mit Hilfe
dieses Blattes zu üben und zu vervollkommnen, bestens
empfohlen. Probeheft kostenlos durch den Verlag des
Tradueteur in La Chaux-de-Fonds (Schweiz).
Deutscher Sprachverein.
Schutz der Muttersprache.
Es ist ein Hauptkennzeichen der Geistesrichtung unserer
Zeit gegenüber der Sprache, daß man meint, die über—
neferte Sprachgestalt berichtigen, in Ordnung bringen, ver⸗
bessern zu müssen, und zwar ganz besonders durch Besei—
tigung von Sprachteilen. Tie bebannteste Erscheinung dieser
Art ist die Tilgung des Zwischen⸗-s der Zusammensetzung
an möglichst vielen Stellen. Eine andere nicht minder ein—
schneidende Maßregel ist die in ihrer Allgemeinheit noch
jüngere Beseitigung der Endsilbbe „ung“. Heute steht es
damit so, daß jeder, einerlei ob ihn sonst Sprachdinge am—
gehen oder nicht, ein gutes Werk zu tun glaubt, wenn er
diese Silbe an allen möglichen Stellen wegschneüdet. Warn—
zeichen. Prüfstelle. Faßraum, Sitörstärße, Biegelimie uswe,
das sind Wortgestalten, wie sie uns heute auf dem Papiere
aufgedrängt werden, obwohl kein Mensch, der seinem natür—
Sprachgefühl folat, je daran gedacht hätte, so zu
sprechen.
Was damit unserer Sprache angetan wird, dabvon habem
die Zerstörer, und auch die Sprachbeflissenen unter ihnen,
keine Vorstellung. Zunächst ist es an sich eine unerhörte
Anmaßung des gerade lebenden Geschlechtes eines Volkes,
bewußt Sprachformen auszutibgen. Es wird kaum möglich
sein, das Beispiel eines anderen Volkes gufzuweisen, das
so grausam mit seiner Sprache umginge. DTue Bildung der
Zzusammensetzung mit Wörtern auf „ung“ (vgl. Trennungs—
vand, Landungsbrücke, Denkungsart) iist nicht, wie man
uns glauben machen will, einem Hamge zum Ueberflüs—
sigen entsprungen, sondern entspricht einem grundlegenden
Besetze der germanischen Sprachen, das uns im Neuhoch—
deutschen mit seinem vermehrten Bedürfnisse zu Zu—
ammensetzungen zu dem unschätzbaren Mittel der Wort—
bildung auf „ung“ greifen ließ. Für de Darbietung dieses
wichtigen Bildungsmittels in neuhochdeutscher Zeit wird
der Sprache heute mit einem Fußtritte gedankt.
Nach einem stets zu beobachtenden Gesetze macht aber die
durch äußeren Eingriff beroorgerufene Bewegung nicht an
der Stelle Halt, bis zu der man sie sich eigentlich gedacht
hatte, sondern schwingt wett darüber hindus. Es sollte hier
fa nur die Hauptwortsbildung auf „ung“ getroffen werden,
nunmehr aber sind wir so weit, daß uͤberhaupt die Zeit—
sauptwörter (Verbalsubstantive) mehr und mehr in ihrem
Bestande angegriffen werden und verloren gehen, und zwar
sowohl in der Zusammensetzung wie im freien Gebrauche.
An Stelle bisheriger Bildungen wie Triebrad, Faährtrich—
tung, Abfahrtszeit, Angriffslust, Unterlangsplatte, Gedächst⸗
nisfeier erscheint Treibrad, Fahrrichtung usw., und ebenso
im freien Gebrauche z. B. das Entstehen für Entstehung,
das Erkennen für Erkenntnis, das Entwerfen für Entwurf,
das Zunehmen für Zunahme usw. So sehen wir überalf
die zum wertvollsten Bestande unserer Sprache gehörenden
dauptwörter ausgestoßen zu Gunsten der matten Zeitworts—
sorm. Eine schiefe Vorstellung von der Ueberlegenheit der
Zeitwortssprache über die Hauptwortssprache spielt hier eine
wahrhaft verheerende Rolle.
In seinem neuesten Buch „Das Recht der Endsilbe ung“
veist der bekannte Vorkämpfer für den Schutz der Mutter—
prache Otto Briegleb (bei Friedrich Brandstetter in Leipzig,
210 RM.) nachdrücklich auf die immer mehr einreißenden
Sprachschäden hin. Auch wir wollen nicht, daß unsere
Sprache auf den armseligen Zustand, wie er sich durch Ver—
nachlässigung anbahnt, herabsinke — darum empfehlen wir
daes Buch der Beachtung aller Sprachfreunde,.
Silbenrütsel
von Nik. Reine vom MEV. „Harmonie“ Hilbringen.
a - ard —- au - as - be - berg — bo — bry - dal - de — der - di -
di — do - do - du - e -e - e — e — em — fen — gat — hai — i —
in — in — je — ku - lan — lek - lent - li — lüt — me — ment — mi —
mo — na na — na - ne - nen — nes — nie — nit — nisch - no —o —
re — sa — sa —- sel — sis — sme — sten — sucht - ta — tan — tra — z0w
Aus diesen 61 Silben sind 20 Wörter zu bilden, deren Anfangs- und
Endbuchstaben von oben nach unten gelesen. den Anfang eines alten
Volksliedes ergeben. ch und st — 1 Buchstabe.
Die Wöorter bedeuten:
1. Hartgummi
2. Komponist
2 Stadt in der Provinz Sachsen
Oper von Richard Strauß
Oesterreich. Bundespräsident
Schlachtort des Weltkrieges
Fruchtkeim
teilnahmslos
9. Mündungsarm der Weichsel
10. Freiheitskämpfer
Die ersten drei bis zum 20. Augusi
werden mit einem Vreise ausgezeichnet.
Ferien⸗Heim fur Kinder in Oberthal⸗aar