Full text : 10.1932-1933 (0010)

A

nussss Saar⸗Sänger⸗Bund u

und das durch das Auftreten des Massenchores des Gaues
Saarbrücken-Burbach unter dem Stabe von Gauchormeister
Behr eine besondere Note erhielt. Hier stellte die Berg—
kapelle Luisenthal aufs beste die Festmusik.

Verein unter dem sicheren Stabe von Chormeister Ober—
ehrer Mierswa mit Mendelssohns „Festgesang an die
Künstler“ den würdigen Auftakt. Einem reizvollen Pro—
log folgte die Begrüßungsrede des Vorsitzenden Müller und
die Festrede des Bundesschristführers Stein. In amüsanter
Weise kam die Vereinsgeschichte zum Vortrag. Der Abend
hrachte dann außer Musikvorträgen noch Chöre des fest—
zebenden Vereins, des MiG. BV. „Frohsinn“ Dudweiler unter
2. Breuer und des Quartettvereins „Arion“ unter H—
deuper, Freiübungen der Tarner und als Höhepunkt Schuü—
nanns „Der Rose Pilgerfahrt“ unter Mierswa. Der Fest—
onntag brachte dann Festgottesdienste, Festzug, Festakt auf
dem Marktplatz und ein künstlerisch bedeutsames Freund—
chaftssingen mit allen Gastvereinen. Ein Festball gab dem
Jubelfest einen frohen Abschluß.
Aus Anlaß des Deutschen Liederwerbetages veranstal—
eten die Bundesvereine M.G.V. „CKonceordia“ und „1923*
c“culzbach auf dem Marktplatz ein öffentliches Konzert.
Etwa 150 Sänger nahmen daran teil und eröffneten
den Chorreigen mit dem Deutschen Sängergruß. Die Vor—
tragsfolge war „Weihelied“, „Trinklied“', „Gruß an den
Wald“, „Rheinweinlied“', „In die Ferne“, „Rheingruß'
und „Vaterland“. Die sehr zahlreich erschienene Ein—
vohnerschaft dankte den Sängern mit herzlichem
Beifall, ließ aber auch erkennen, daß ein geschlossener
Zängerchor weit mehr Sympaäthie zu erhoffen hätte, als
die leider hier noch so stark in Erscheinung tretende Viel—
»ereinsmeierei. Sind doch in Sulzbach nicht weniger als
3 Gesangvereine, was eigentlich beschämend wirken muß
n Anbetracht des viel kleineren Ortes Bildstock, der es
ertig gebracht hat, einen Chor von 150 Sängern zu bil—
)en, welcher in gesanglicher Hinsicht erstklassig wirkt. Im
Verhältnis der Einwohnerzahlen zu einander, müßte es in
Zulzbach ein Leichtes sein, 400 Sänger unter einem Panier
zu vereinigen. Leider führen jedoch vorläufig die Herren
Figenbrödlser das Wort, die den Sinn und das Edle im
deütschen Liede noch nicht erfaßt haben. Hoffentlich kommt
auch hier einmal ein Wind, welcher dieses Hindernis
hinwegfeagt und der schönen Sache eine Gasse srgimgcht
K.
Die Sängervereinigung 1929 Bildstock kann mit Stolz
uind vollster Zufriedenheit auf die Arbeit des ersten Halb—
ahres 1932 zurückblicken, die dank der Regsamteit seiner
Sänger unter Leitung von Chormeister Julius Mayer,
aAler Zeitschwere zum Troßtz, geleistet wurde. Der Proben—
besuch, der anfangs infolge der vielen Entlassungen und
Brubenstillegungen etwas zurückgegangen war, da die Ge—
mnüter äußerst bedrückt waren, hat sich jetzt wieder so ge—
hoben, daß man mit einem bestimmten Probenbesuch von
19-95 Prozent rechnen kann. Die Maßnahme, in den
Froben den Biergenuß einzustellen, hat manchen Sanges—
»ruder, der aus Sparsamkeitsgründen nicht mehr in die
Probe kommen konnte, wiedergebracht. Der rege Proben—
»esuch begünstigte die künstlerische Entwicklung und der
berein konnte verschiedene Verpflichtungen zur Mitwirkung
ingehen, die er sonst nicht hätte eingehen können, ohne
ein Ansehen zu schädigen. Aus der Reihe der Veranstal—
ungen seien genannt: Frühjahrskonzert am 3. März, Volks—
rauertag, Besuch des M.G. V. 1877 Hühnerfeld anläßlich
eines 55jährigen Stiftungsfestes und Mitwirkung bei dem
abei stattfindenen Festkonzert am 24. April, Besuch der
Insassen des Fischbacher Krankenhauses und Absingen
iniger Chöre und Lieder daselbst am Apresehgee
)aran anschließend ein sangesbrüderlicher Besuch des M.G. V.
„Flora“ Fischbach. Am 29. Mai beteiligte sich der Verein
odann am Gauliedertag des oberen Gaues des Sulzbach—
ales in Friedrichssthal. Außer diesen Veranstaltungen waren
iber noch kleinere Anlässe, bei denen der Verein sich nicht
zurückziehen konnte. So gab es also immer Arbeit zund
Anreiz zur Weiterverfolgung der gesteckten Ziele. Dhne
nterlaßß wird weiter geprobt und gearbeitet, um an dem
herbstkonzert, welches zusammen mit dem Männer- und
Frauenchöor unseres Brudervereins „Liederkranz“ Elvbers—
zerg im November in Bildstock und im Dezember in
Elversberg stattfindet, ehrenvoll zu bestehen. Auch Un—
erfreuliches ist zu berichten. Schnitter Tod forderte seine
Opfer und forderte 6 Mitglieder, darunter 2 treue-aktive
Sänger. Es sind dies: Ehrenmitglied Fricke und Tobge,
aktive Sänger: G. Dietrich und A. Lehmkühler und die
passiven Mitglieder Kleinbauer und Emmanuel. Wir sangen
—nen noch Sängerwoeise an dor Gruft den Scheidearuß

Gau Saarlouis.
Unter dem Motto „Frühling und Liebe“ veranstaltete
M.G.B. Sängerbund Saarwellingen unter Chormeister
Nikolaus Kammer mit M.G. V. Sängerbund Dillingen unter
Chormeister Hoffmann in Saarwellingen ein gutbesuchtes
Konzert, das in buntem Wechsel Volkslieder und volks—
—
Komponisten Wagner-Schönkirch, Meyer-Olbersleben, Simon
Breu, Moldenhauer, Ninkens und Kaun. Es war fleißig
gearbeitet worden, und so fehlte es nicht an dankbarem
Beifall. Gern hätten wir im Programm auch einige
Massenchöre gesehen. Ließe sich nicht in Saarwellingen
durch Zusammenschluß ein größerer Chorkörper schaffen,
der sich dann auch größerer Aufgaben annehmen könnte?
Es würde für die künstlerische Arbeit, um die es uns doch
geht, einen außerordentlichen Ersolg bedeuten.
Gau Sulzbachtal.
Am 26. Juni beging der Musiklehrer und frühere
langjährige Chorleiter zahlreicher saarländischer Gesang—
vereine, Jakob Philipp Kuhn, Friedrichssthal, seinen 79.
Geburtstag. Kuhn war sein ganzes Leben auf das engste
mit der Musik und dem Gesang verwachsen. Mit seinem
6. Lebensjahre begann er seine musikalische Ausbildung
mit 29 Jahren schon übernahm er als Chorleiter den Ge—
sellenchor in Neunkirchen; in dieser Zeit wurde er auch als
1. Geiger in die Bergkapelle Heinitz berufen. Kurze Zeit
nachher übernahm er den „Liederkranz“ Elversberg, dem
er in 40jähriger ununterbrochener Tätigkeit als Chor—
— O
und Kirchenchor Friedrichsthal „den M.G.V. Altenwald
die „Germania“ Bildstock und die Gesangsabteilung des
Bürgervereins Spiesen. Ueberall arbeitete er mit großem
Verständnis, und seine Erfolge sichern ihm weit über die
Grenzen des Saargebietes hinaus das Ansehen eines tat—
kräftigen und umsichtigen Chorleiters. An seinem Ge—
burtstage werden nicht nur der S. S. B. und Gau Sulz-—
bachtal, die ihn anläßlich seines 50jährigen Sängerjubi—
läums zu ihrem Ehrenmitglied ernannten, sondern auch
unzählige Sänger und Sangesfreunde sich seiner mit Dank
und Anerkennung erinnern und mit den besten Wünschen,
daß dem Jubilar sein verdienter Lebensabend in geistiger
und körperlicher Gesundheit beschteden sein möge!
Vom Gantag des Sulzbachtales in Bildstock berichten
wir: Mit kurzen Begrüßungsworten und Bekanntgabe
der Tagesordnung eröffnete Gauvorsitzender Baus die
Tagung. Der Bundesvorstand war durch Bundesgeschäfts—
führer Rauchholz vertreten. Zur Begrüßung sang die Sän—
gexvereinigung Bildstock den Deutschen Sängergruß und
den Chor „Heideröslein“ von Othegraven. Laut Anwesen-—
heitsliste waren außer Männerchor „Concordia“ Herren—
sohr alle Vereine vertreten. Die letzte Gautagungsnieder—
schrift wurde genehmigt. Gauvorsitzender Baus gibt Auf—
schluß über die Besprechung mit Gau Homburg betreffs
Wertungssingen der Gruppe 2. Als Wertungsrichter ist
Professor Berg, Ludwigshafen, gewählt. Die Durchführung
bleibt dem Gau Sulzbachtal vorbehalten. Das Gaukonzer!
in Friedrichsssthal nahm einen befriedigenden Verlauf. Die
Durchführung des Gaukonzertes für den unteren Teil
des Gaues in Dudweiler wurde dem M.G.V. „Thalia“ Dud—
weiler übertragen. Gauvorsitzender Baus bittet um pünkt—
liche Einzahlung der Beiträge an den Gau. Es wird be—
schlossen, im Namen des Gautags in Bildstock ein Glück—
wunschschreiben an den Komponisten E. Lendvai anläßlich
seines 50. Geburtstages zu senden. Gauvorsitzender Baus
gibt ein Dankschreiben des S.S.B. über die restlose Betei—
ligung der Gauvereine des Gaues Sulzbachtal an dem
Buͤndestag in Großrosseln bekannt. Der eingangs er—
wähnte Verein sang als Schlußlied: „Amsel im schwarzen
Kleid“ von Kremser, Nächste Taaunga beim M.GV. Piederkranz“
 Elversberg.
Zu einem Volksfest in bestem Sinne gestaltete M.G. V.
„Conecordia“ Herrensohr sein 50. Stiftungsfest. Dem Fest—
abend gaben die Feuerwehrkapelle Dudweiler mit Wagners
Einzug der Gäste auf die Worthura“ und der festaebende
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.