Nr. 5 IIIIIPhinn
rüssshhh Saar⸗Sänger-Bund ili
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deten Sängervereinigung gewählt wurde. Es begann nun
für ihn eine an Arbeit reiche, aber auch an Erfolgen über—
aus segensreiche Tätigkeit und er vermochte trotz mancher
Fährnifse durch wiederholte Absplitterung als zielsicherer
Steuermann den Chor auf der Höhe zu halten und ihn,
unterstützt von einem kunstsinnigen Dirigenten, zu großen
Aufgaben heranzubilden. Erwähnt sesen hier nur die
Wiederbelebung des deutschen Volksliedes durch die ge—
lungene Veranstaltung eines großangelegten Volksliedertages
in Homburg und innerhalb des Vereins die Durchführung
einer in ihren musikalischen Leistungen immer mehr sich
steigernde Konzertaufgabe, die in der Aufführung von
Beethovens „Neunten“ und Brahms „Deutschem Requim“
Hochpunkte musikalischen Erlebnisses bildete. Die rege An—
eilnahme an allen musikalischen Begebenheiten innerhalb
des Gaues Homburg bewog auch die Gauversammlung,
ihm ab 1. Januar 1931 die Leitung dieses Gaues zu
übertragen, wo er sich bald für seine verständnisvolle
Arbeit allgemeiner Wertschätzung erfreuen durfte. Der Gau
und die Sängervereinigung betrachteten es daher als be—
sondere Ehrenpflicht, ihrem Vorstand an seinem 50. Ge—
burtstage durch Abordnungen ihre Verehrung durch herz—
lichste Glückwünsche und Ueberreichung prächtiger Blumen—
gebinde Ausdruck zu geben. Die Sängerschar selbst über—
reichte in der Chorprobe durch ihren zweiten Vorsitzenden
Porger unter ehrenden Worten der Anerkennung und
dem Wunsche, daß der Jubilar noch recht lange in unserer
Mitte weilen möge, eine künstlerisch ausgeführte Plakette
mit dem Bildnis Goethes und entsprechender Widmung.
Herr Bühler dankte in bewegten Worten für all die Liebe
und Treuͤe, die die Sängervereinigung ihm bewahrt hat
mit der Versicherung, daß er auch dem Verein und dem
Gefang gleich treu bleiben werde. Er sprach dabei auch
die Hoffnung aus, daß ein gütiges Geschick ihm ferner—
hin Gesundheit verleihen möge, die Geschicke des Vereins
veiter zu leiten, zumal Gesang für ihn Lebenselement sei.
der Chor selbft ehrte ihn noch durch Darbietung des
Vereinssängerspruchs. Einige schöne Stunden waren noch
frohem Beisammensein gewidmet.
Gan RNeunkirchen.
den letzten Platz besetzt. Einer kurzen Einleitung durch
Thormeister SchusseLimbach, folgte der Heinrichs-Chor „Wo
gen Himmel Eichen ragen“ (Gesamtchor). Vorstand Omlor
»on der „Liedertasel“ dankte für den herzlichen Empfang.
Reiche Abwechssung brachten die Darbietungen des Nach—
nittags. Gesamt- und, Einzelchbre, Männer- und gemischte
Chöre wechselten miteinander ab. Das Sängertreffen be—
deutet einen Markstein in der Geschichte unseres sanges
freudigen Bayr. Kohlhofs.
Besonders eindrucksvoll beging die Sängerschaft in Wie—
belsktirchen den Deutschen Liedertag. Vor einer zahlreichen,
heifallssrohen Zuhörerschaft sang an der Post M.G.B.
Eintracht“ unter dem Stäbe von Chormeister Leon Bloch
Lhöre von Striegler, Wydler, Bloch, Pusch, Mendelssohn
und Heinrichs, an der evangelischen Kirche M.G. V. „Lieder⸗
afel“ unter Chormeister Fritz Kunkel Chöre von Cöffler,
Bein, Trunk, Heinrichs und Keldorser. Unter gleicher
Leitung erfolgte ein ebenfalls sehr erfolgreiches Abend—
ingen des evaängelischen Kirchenchores.
Auf dem Festabend zum 40jährigen Jubiläumsfest des
M.G. B. „Harmonie“ Spiesen sprach vorsitzender Mayer
herzliche Begrüßungsworte, Maria Ewen den Prolog,
vorauf der Jubelverein das Begrüßungslied sang. Im
Mittelpunkt stand die sesselnde Festansprache Dr. Szliskas,
an welche sich die Ehrung von 12 Sängerjubilaren schloß,
die Bundesschatzmeister Düren vornahm. Orchestervorträge
h»on Mitgliedern der Heinitzer Bergkapelle, sowie Lieder
ür Tenör, gesungen von Julius Glößner, Lieder für
Bariton, dargeboten von F. Kohler und Lieder sür Baß,
»orgetragen von H. Ewen, ergänzten das reichhaltige Fest⸗
programm. Die Schmückung des Saales Buchheit hatte
der Obste und Garkenbauverein übernommen. Der Fest-—
Sonntag begann mit einem Kirchgang. Im Gotteshaus
sang der Jubelverein recht eindruücksvoll unter Leitung
eines tüchtigen Chorleiters Matheis die „Deutsche Messe“
don Schubert und das „Ave Maria“ von Mozart. Die
Festpredigt hielt Pfarrer Didas. Nach dem Kirchgang
sand zu Ehren der gefallenen Mitglieder eine würdige Feier
im Kriegerdenkmal statt. Am Nachmittag fanden sich die
Brudervereine aus der näheren Umgebung zu einem sried—
ichen Sängerwettstreit zusammen, welchen der Jubelver⸗
ein durch ein Begrüßungslied einleitete, worauf der 1. Vor—
itzende auch hier die Begrüßungsworte sprach. Gauvor—
ihender Dr Steeg würdigte die Bedeutung des deutschen
Männergesanges und forderte die Sänger auf, auch weiter—
hin mit Hingebung das deutsche Lied zu pflegen. Daran
chlossen sich die aͤußerst beifällig aufgenommenen SLieder—
zorträge der Gastvereine. Das in den Gartenanlagen Lauer—
dausing veranstaltete gutbesuchte Volksfest und ein Fest—
ball' gaͤben der Jubelseier einen harmonischen Aperlans
2) .
Gau Nicdtal.
Eingeleitet wurde der Gautag des Niedtalgaues in Ker—
lingen durch den vom Orchesteroerein „Harmonie“ unter
einem Dirigenten H. Abel flott vorgetragenen Blanken—
zurg'schen Marsch Mein Regiment“ Anschließend sang
der Chor des M.G. V. „Einträcht“ Kerlingen „Wenn die
Maienlüfte zieh'n“. Dann begrüßte Gauvorsitzender J. Kuhn
die Vereinsdelegierten und besonders den Vertreter des
Bundesvorstandes, Gauvorsitzenden A. Meyer, Saarbrücken
FEr machte dann den Gauütag mit den in der letzten
Bundesvorstandssitzung gepflogenen Besprechungen hinsicht—
ich des Zusammenschlusses der Mosel--Nahe- und Saar—
zünde bekannt und teilte mit, daß in diesem Zusammen—
zange die Neugliederung des SiS.B. in etwa 10212
statt wie bisher 25) Gaue geplant sei. Dann folgte
ine kurze Gegenüberftellung der aus einer solchen Neu—
Jiederung für den Niedtalgau sich ergebenden Vor- und
Nachteile“ Der Gautag beschloß auf Antrag des Gau—
vorsitzenden einstimmig die Entsendung des Gauschatzmeisters
Ritter zum Bundesfeste nach Frankfurt und Uebernahnie
der Koften auf die Gaukasse. Aus der Mitte der Ver—
ammlung wurde diese Vertretung als nicht ausreichend
bezeichnet, da von Frankfurt starke künstlerische und musi—
talische Befruchtung zu erhoffen sei. Es sei deshalb un—
umgänglich“ notwendig, daß auch Gauchormeister Schmitz
auf Koͤsten der Gaukasse an dem Bundesfeste teilnehme.
Sein dahingehender Antrag fand ebenfalls einstimmige
Billigung. Es ist besonders zu begrüßen, daß die Gautagung
iv eer Meise die Anträge des Gauvorstandes erweitert
Sein 85. Stiftungsfest beging in würdiger Weise M.
G.V. ODttweiler durch ein großangelegtes Festkonzert. Bür—
germeisfter Dr. Löwer, Bundesschriftführer Stein und Gau—
vorsitzender DPr. Steeg widmeten dem Jubelverein warme
Worte der Anerkennung und herzliche Glückwünsche. Unter
dem befeuernden Stabe von Chormeister Wilhelm Jung
kamen aufs beste Chöre von Schrimpf, Striegler, Stürmer,
Werner, Pilland, Attenhofer, Heinrichs und Kienzl zum
Klingen. Wesentlich wurde die künstlerische Bedeutsam—
leit des Festkonzerts unterstrichen durch Frau Gertrud
Strauß⸗Höser, die, von Musiklehrer Fritz Kunkel sorg—
fam und seinfühlig begleitet, Geigensol— von Mendelssohn
Kreisler, Dvorak und Sarasate vortrug, die ihr feines.
beseeltes, dechnisch meisterhaftes Spiel ins schönste Sicht
rückten. So wurde der Konzertabend zu einer wahren Feier—
sftunde. Gauvorsitzender Dr. Steeg war der Ueberbringer
von Ehrungen für die Sängerveteranen Sauer und Staudter.
Des Deutschen Liedertages wurde in Neunkirchen ge—
bührend gedacht. Morgens und abends veranstalteten sämt—
liche Gauvereine und die Arbeitersänger an verschiedenen
Plätzen der Stadt Konzerte. Um 12 Uhr trafen sich alle
Gaubereine auf dem Oberen Markt mit den Turnern und
den oberen Schulklassen, wo die Hauptkundgebung sür das
deutsche Lied stattsand. Die staͤdtische Feuerwehrkapelle
hatte den orchestralen Teil der Feier übernommen. Alle
Anwesenden sangen gemeinsam die Lieder „Das Wandern
ift des Müllers Lust“ und „Am Brunnen vor dem Tore“;
die Gesangvereine trugen mit Orchesterbegleitung das kraft⸗
volle Riederlaändische Dankgebet vor. Mit dem Absingen
des Deutschlandliedes fand die Kundgebung ihren würdigen
Abschluß. Im Mittelpunkt der erhebenden Feier stand die
Ansprache des Gauvorsitzenden Dr. Steeg, der Wesen und
Bedeutung des deutschen Liedes gebührend würdigte.
Redner schloß seine begeisternden Ausführungen mit einem
dreifachen Hoͤch auf das deutsche Vaterland, in welches die
dunderte von Teilnehmern jubelnd einstimmten.
M.G.B. „Liedertafel“ Oberberbach und, M.G. B. Bayr.
Kohlhof hatien auf Bayr. Kohlhof ein Sängertreffen ver—
einbart. Trotz des schlechten Wetters war der geräumige
Sdaf Kehmane bon Sängern und Sangesfreunden bis auf