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* 1 Saar-Sänger⸗Bund —DVIIIVIVVIIIE Nr.
der seine überspitzte Ehre im Duell wiederherstellen will, und
ndlich der Günstlingswirtschaft an einem Hofe, der ein Maler
ich nicht zu beugen bereit ist.
Von Hermann Sudermann, der vor einem Jahre verstarb,
ind seinem beschaulichen Heim in Blankensee bei Trebbin
»ringen wir aus Familienbesitz uns freundlichst zur Verfügung
zestellte Bilder. Wie die beiden hier veröffentlichten Aus—
chnitte aus „Frau Sorge“ und „Die Frau des Steffen Trom—
solt“ zeugen, gehört auch Sudermann zu den deutschen Dichtern,
ie Herz und Ohr für Musik gehabt und uns deshalb in
zesenderem Sinne nahestehen. Möchte auch diese seinem Ge—
»ächtnis gewidmete Rummer unserer Bundeszeitschrift viele ver—
inlassen, sich mit seinen Werken, namentlich den beiden ge—
iannten Romanen, zu beschäftigen. Das ist der beste Dank an
den Dichter! H. Helmig.
des Spartakismus, dargestellt in Udo von Hecklingen, konnte sich
das neue Deutschland entwickeln: „Ein großer Friedhof erst,
dann kann das Leben neu beginnen“. Und Toni sagt: „Wir
siind der Dung für künftige Ernten!“ Auf ein ostpreußisches
Rittergut führen uns Die Raschhoffs. Der Tod des
leinen Söhnchens erschüttert die bis dahin glückliche Ehe Bern—
sards und Edithas. Sie findet nicht die Kraft, über den schweren
Zchicksalsschlag hinwegzukommen, und er verfällt schließlich einer
Frau, die ihr Spiel mit ihm treibt. Aber der alte Raschhoff,
der bereits in harten Lebenskämpfen seinen Mann gestanden,
meistert mit starkem Herzen auch das Schicksal der jungen Rasch—
soffs. Die drei unter dem Titel Morituri vereinigten
Dramen gelten dem Heldenkönig der Goten Teja, dem die Goten
ein Weib wählen, damit der König „am eigenen Leibe erfahre,
vofür der Gote den Krieg liebt“, dem Sohn eines Majors,
Landsitz von Hermann Sudermann.
—us der Musfikwehlt.
Sitzung des Hauptausschusses des D. 65. B.
in Augsburg.
Film „Das deutsche Lied“ gegeben werden. Er wird in
etzter Zeit häusig verlangt und hat stets volle Häuser ge—
nacht. In der D.S. B.3. wurde wiederholt darüber berichtet.
Lereine, die den Film mieten, unterstützen nicht nur ihre
igene Kasse, sondern auch den D.S. B., da die Einnahmen
estlos der Abdeckung der Filmdarlehen dienen.
Der Vorsitzende des Fränkischen Sängerbundes, Justizrat
Norhard, konnte über den besriedigenden Stand der Vor—
ereitungen zur NUrnberger Sängerwoche berich—
en. Man hofft auch diesmal ein volles Haus zu haben. Des—
ileichen geben die Arbeiten der Frankfurter Ausschüsse,
vie Dr. Hammerschmidt und Dr. Laugs mitteilten, alle Ver—
inlassung, erwartungsfreudig auf das XI. Beutsche
Zängerbundesfest im Juli nächsten Jahres hinzu—
licken. Vorher wird die Sängerschaft noch ein anderes Er—
ignis bewegen: Der Sängertag, der am 3. und
. Oktober in Mainz stattfindet. Er wird vornehmlich der
ßeratung einer neuen Satzung gewidmet sein. Die
Zatzungskommission hat unter dem Vorsitze von
sechtsanwalt Brecht, Leipzig, ihre Arbeiten soweit geför—
»ert, daß die Paragraphierung Mitte Juli veröffentlicht
perden fann Die Bünde wordon also vussreichond Soift zur
Eine sehr umfangreiche Tagesordnung beschäftigte die
unlängst in Augsburg unter dem Vorsitz von Dr. Häammer—
schmidt, München, versammelten Mitglieder des Hauptaus—
schusses des D.S.B. Die Verhandlungen, in deren Mittel—
punkt wie üblich der Bericht über die „Finanzlage
des Bundes“ (Bürgermeister Roth) stand, zeigten, daß
der D.S.B. sich mehr und mehr nach Ueberwindung der
größten Schwierigkeiten seinen külturellen und musikalischen
Ausgaben widmen kann. Ganz sind naturgemäß die Näach—
virkungen des alten Regimes noch nicht überwunden —
dertragliche Bindungen stehen vorläusig noch hindernd im
Wege — aber man sieht doch mit Genugtuung, wie die
Lage sich klärt und ein Ausblick auf eine gesunde Gestaltung
des Bundes keineswegs fantastischer Optimismus bedeutet.
Voraussetzung ist, das muß immer wieder betont werden,
die pünktliche Innehaltung der Termine der Beitragszah—
lung seitens der Bünde. Vie Schulden sind keineswegs ab—
zedeckt, aber es besteht begründete Hoffnung, daß in nicht
allzu fserner Zeit der DS. B. ohne Passivposten dasteht.
Zum ersten Mose konnte ein erfreulicheres Riid üher den