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und ist die seßhafte Bevölkerung Egers, gehört sie doch
zum Stamme der Franken. Allzeit waren die Bewohner
der Feststadt Eger sich ihrer Sendung bewußt, daß sie
der Vorposten des deutschen Mutterlandes sind und der
yordringenden flawischen Welle ein Halt zu gebieten haben.
FEherne Tafeln im Stadthaushofe erinnern an kampfbe—
weégte Tage, als den Volkstag 1897, 1922 oder den 4. März
1919, wo die Bewohnerschaft auf die Straße zog und
um ihre Sprachenrechte bzw. Selbstbestimmung rang.
Herrliche, natürliche Anlagen umgürten die Stadt. Loh—
nende Spaziergänge führen zum Grünberg mit Bismarck—
turm und Schutzhütte, einen wunderbaren Rundblick über
das gesamte Egerland bietend. In ein- bis zweistündiger
Wanderung erreicht man über den in geologischer Hin—
sicht interessanten, erloschenen Vulkan Kammerbühl, den
auch Goethe des öfteren besuchte, das weltberühmte Herz—
zeilsad Franzensbad, die Burgen und Schlösser Altkins—
rittittusphsshchh Saar⸗Sänger-Bund IHIIIIHIPsplsusllfnirtezeprsruppuuzsse, Nr. 8
zerg, Liebenstein, Seeberg und die in Bayern gelegene
Vestse Rohenberg und die Stat Waldsassen mit der be—
annten Klosterkirche. Kurze Bahnfahrten führen in die
veltbekannten Bäder Karlsbad und Marienbad, abgesehen
»on lohnenden Halb- und Ganztagspartien zum sagen—
imwobenen Tillenberg, den Kaiserwald, Schloß und Bad
dönigswart, Erzgebirge und Fichtelgebirge, sowie in das
Röslau und Wellertal mit Burgruine Thierstein. Ver—
chiedene Orte der Umgebung der Feststadt Eger eignen
ich vorzüglich zu einem längeren Sommeraufenthalt, der
inschließend an das Sängerfest verbracht werden könnte.
Die Festleitung wird nichts unversucht lassen, das Sänger—
est der Sudetendeutschen sowohl in gesanglicher und musi—
alischer Richtung auf eine künstlerische Höhe zu bringen,
ils auch den Aufenthalt der Sängerschaft so angenehm
als nur möglich zu gestalten. Darum: „Sänger heraus!“
Auf nach Eger!
HBHom Büächertisech.
Dr. Karl Storcktss Opernbuch. Ein Führer durch den
Spielplan der deutschen Opernbühnen. 35. -36. neube—
arbeitete Auflage. 101. -106. Tausend. 612 Seiten. Her—
ausgegeben von Paul!l Schwers, Leiter der Allgemeinen
Musikzeitung. Muth'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart.
In Ganzleinen geb. RM. 6,—. Mit dieser verbesserten
Neuauflage beginnt das zweite Hunderttausend der Exem—
blarzahl zu laufen. Schon diese Absatzzahl allein ist der
beste Beweis für die Beliebtheit und Zweckmäßigkeit dieses
wohl ältesten Opernführers. Mit den sieben neu aufge—
nommenen Opern, darunter Brand, „Maschinist Hopkins“,
Hindemith, „Neues vom Tage“, Krenek, „Leben des Orest“,
Weinberger, „Schwanda der Dudelsackpfeifer“, schildert der
Storck'sche Opernführer die Handlung von 148 Opern Akt
für Akt. Die klare, leichtverständliche, erzählende Wieder—
zabe der einzelnen Opern ermöglicht es dem Opernbesucher
und Rundfunkempfänger, auch noch kurz vor Beginn der
Aufführung bzw. der Uebertragung die zu hörende Oper
im Storck'schen Opernbuch nachzulesen und sich so in
größeren Zügen über den Gang der Handlung zu unter—
richten. Es enthebt den Leser in trefflicher Weise der
Einzelanschaffung von Textbüchern dieser Opern. Auch
für Geschenkzwecke möchten wir diesen bewährten Opern—
führer sehr empfehlen.
Warum ist der Himmel blau? Warum ist der Himmel
m Gebirge blauer als in der Ebene? Warum über der
freien Natur blauer als über den großen Städten? Ein
jeder von uns hat sich darüber sicher schon einmal Ge—
danken gemacht. Der soeben erschienene 8. Band des
„Großen Brockhaus“ *) gibt uns unter dem Stichwort
„Himmelsfarbe“ Auskunft darüber, knapp und klar, ohne
jede unnötige Breite und doch erschöpfend, wie wir es
eben bei einem „Brockhaus“ gewöhnt sind. Der neue
Band umfaßt alle Stichwörter, die mit dem Buchstaben H
zeginnen, und wir finden eine große Anzahl von Artikeln,
die unsere besondere Aufmerksamkeit beanspruchen dürfen.
Das erste Hochhaus in Amerika wurde beéreits im Jahre
1883 erbaut, gegenwärtig haben wir in USA. über 4788
Bebäude mit mehr als 10 Stockwerken, davon 377 mit
über 20 Stockwerken. Die zu diesem Artikel gehörende
Tafel zeigt uns die berühmtesten Hochhäuser der Welt
und gibt aleichzeitig einen Einblick in die Technik des
*) „Der große Brockhaus“, Band 8 (-H2), 796 Seiten,
mit vielen Abbildungen und Karten, in Ganzleinen
GBM. 26,— (bei Umtausch eines alten Lexikons lt. Sonder—⸗
hedingungen 6GM. 23.509.
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Saarbrücen s
Zigarren, Tabak — 9
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dochhausbaues. Wenige Seiten weiter stoßen wir auf
den Artikel „Hochstationen“ mit einer Uebersicht über die
»ekanntesten meteorologischen Hochstationen, aus der wir
rsehen, daß die höchste Wetterwarte der Welt in Bolivien
iegt (4920 Meter), während sich die höchste Wetterwarte
n Europa auf dem Monte Rosa in 4560 Meter Höhe
efindet. Tierfreunde werden an Bildtafeln „Hunde“ (55
Abbildungen) ihre helle Freude haben, der dazu über—
ichtliche Artikel (140 Spalten Text) gibt uns nicht nur
ine ausführliche Klasseneinteilung (uber die Stammes—
zeschichten unseres vierbeinigen Freundes können wir recht
nteressante Einzelheiten unter „Haustiere“ nachlesen),
ondern auch Angaben über Hundezucht, Hundedressur oder
zundekrankheiten, ein neuer Beweis, daß der „Große
Zrockhaus“ kein trockenes wissenschaftliches Werk ist, son—
»ern in enger Verbundenheit mit der Praxis für das
ägliche Leben geschaffen worden ist. Auf eine andere
vichtige Eigenschaft des „Großen Brockhaus“ sollte immer
»on neuem hingewiesen werden: die unbestechliche Sach—
ichkeit, mit der er über alle Dinge berichtet, die für den
MNenschen von heute von Wichtigkeit sind. Dies trifft vor
illem in politischer und konfessioneller Hinsicht zu. Der
Lerlag schrieb dazu einmal: „Der Große Brockhaus will
einer Partei dienen, er will nicht richten, sondern be—
richten. Strittige Ansichten, deren ja zur Genüge vor—
sanden sind, werden nicht so oder so entschieden, sondern
inbefangen nebeneinander gebucht.“ In welch hohem Maße
ieses Ziel erreicht wurde, das zeigen die vorliegenden
icht Bände, und der selbständig denkende Mensch, der
zewöhnt ist, Anschauungen und Meinungen nicht unbe—
ehen zu übernehmen, sondern sich selbst sein Urteil zu
ilden, kann mit Genugtuung feststellen, daß es eine
Stelle gibt, die ihm in vorurteilsfreier und objektiver
Weise die Unterlagen hierzu vermittelt. In diesem Sinne
vird der „Große Brockhaus“ zu einem schönen Sinnbild
der guten deutschen Eigenschaft, die — in besonderer
Anwendung — ihren Ausdruck findet in der Inschrift
unter dem Bild Kaiser Lothars im Römer zu Frankfurt:
Mit Urteil sprechen gar nicht eile,
bis du gehört hast beide Teile
BSe Traducteur, französisch-deutsches Sprachlehr- und
Unterhaltungsblatit, kann für den Selbstunterricht wie
für den Schüler warm empfohlen werden. Die Stoffaus—
vahl und die Uebersetzungen zeugen von großer Sorgfalt.
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