Full text : 9.1931-1932 (0009)

Nr. 3 IIIIIpPrreren

—wysuidsussssi Saar⸗Sänger⸗Bund Hlsssprpun:nry

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arbeiten in die Wege geleitet. An alle Mitglieder er—
zeht der Ruf zur Mitarbeit, damit dieses seltene Vereins—
fest zu einem würdigen Erfolg führt.

iber eine stärkere Einbeziehung der Chorleiter in die Gau—
ind Bundesarbeit. Er wünscht, daß das in den Fort—
ildungskursen Gehörte und Gelernte auch praktische An—
vendung in den Vereinen findet. Zu diesem Zwecke be—
bsichtigt er, von Zeit zu Zeit Besprechungen mit den
Lhorleitern des Gaues einzurichten. Der Gauborstand
vird mit der Einberufung dieser Sitzungen beauftragt.
Luch wird gewünscht, daß zu der Gautagung regelmäßig
ie Chorleiter eingeladen werden. Die Tagung zeigte den
rnsten Willen, der Förderung des deutschen Männer—
esanges im Warndt die größte Aufmerksamkeit zu widmen.
M.G.V. „Euterpe“ Großrosseln begeht am 21. Juni sein
5jähriges Stiftungsfest. Die Feier findet auf einem schön
elegenen Platze des sehr begehrten Warndtwaldes im
stahmen einer öffentlichen Kundgebung statt. Da sich
chon sehr viele Vereine angemeldet haben, rechnen wir
nit einem schönen Verlauf des Festes. M.G.V. „Euterpe“
ittet daher alle Sangesbrüder aus der Umgegend, quf
die bedrängte Lage des Warndtgebietes Rücksicht zu
rehmen und sich an diesem Feste zu beteiligen.
Daß der Männergesang in den einzelnen Warndtdörfern
ine reiche, aber auch von Erfolg gekrönte kulturelle Ar—
zeit leistet, das möchte das große Konzert beweisen, das
n der Warndtburg zu Großrosseln stattfand. Veranstalter
oaren die Männer-Gesangvereine „Harmonie“ Großrosseln
ind „Concordia“ Lauterbach. Zu den Mitwirkenden zählten
riußer dem vereinten 90 Sänger zählenden Männerchor
das Orchester des M.G.V. „Concordia“ Lauterbach, der
Lellist Marcel Herber und Maria Fritsch (Sopran). Die
hor⸗ bzw. Gesamtleitung lag in Händen des Lehrers
st. Wallerius, Lauterbach. Schon die einheitliche, schön
zseschlossene Vortragssolge machte Freude und gab von
zem Bestreben Zeugnis, daß man allen Ernstes darnach
rachtet, Konzerte zu bieten, die den Abzug der sanges—
ind musikliebenden Bevölkerung nach auswärts verhindern
ollen. Lobenswerte Abwechslung in die Chordarbietungen
zrachten die Solis und Orchesterpartien. Man hörte in
»er Mehrzahl Schöpfungen von Mozart und J. Brahms.
teicher und herzlicher Beifall des gut besetzten Hauses
ohnte das Gebotene nach Verdienst. Im Verlaufe seiner
Ansprache, die ein Vertreter des Saar-Sänger-Bundes nach
er Pause hielt, erwähnen wir den Wunsch eines Zu—
ammenschlusses der drei örtlichen Gesangvereine, ein
ounder Punkt. über den bei Gelegenheit zu reden sein
vird

Gau Wadgassen.
Das gemeinsam von den M.G.V. „Konkordia“ Vous
und „Flora-Sangeslust“ Völklingen veränstaltete Männer—
hor⸗Konzert hatte sich eines sehr guten Besuches zu er—
freuen. Unter der Stabführung des Chorleiters der beiden
Vereine Gustav Ballhaus trug der ca. 200 Sänger starke
Männerchor Chöre von Wiedemann, Othegraven, Förster,
daun und Schmidt vor. Als Einzelleistüng brachte im
1. Teil des Programmes Flora-Sangeslust „Die beiden
ZSärge“ von Hegar, und Konkordia im 2. Teil „Hoch empor“
pon Curti, und „Rudolf von Werdenberg“ von Fr. Hegar.
Der spontan einsetzende Beifall bedeutete die wohlverdiente
Anerkennung sür die Vereine und ihren Chormeister. Im
Verlauf des Abends konnte man immer wieder feststellen,
daß wenn die Sänger zu einem so mächtigen Klangkörper
hereinigt werden, ganz andere Wirkungen erzielt wurden.
So waren „Erdgeboren“ und „Agnus Dei“ von Wiedemann,
und „Es fiel ein Reif“ von Othegraven, und „Ueber den
Feldweg“ von Förster, sowie „Empor“ von Kaun Glanz—
eistungen, die dem Chor und seinem Dirigenten das
beste Zeugnis ausstellen. Das anwesende Publikum war
von dem Gebotenen sehr zufrieden, aber man fragt sich
mmer und immer wieder, wo bleibt die Unterstützung der
höher gebildeten Bevölkerungskreise, die doch weniger unter
der wirtschaftlichen Not zu leiden haben als die Sanges—
brüder selbst und der größte Teil der regelmäßig sich
einsindenden Sandesfreunde?!

Gau Warndt.
Die nach Lauterbach einberufene Gautagung des Warndt⸗
vanes, an der Bundesvorsitzender Dr. Bongard und
Bundesgeschäftsführer Rauchholz teilnahmen, wählte als
Banvorsitzenden Peter Berwanger, Großrosseln. Die Ta—
zung beschäftigte sich mit der Ausgestaltung des am
2. August stattfindenden Liedertages in St. Nikolaus. Der
für die westlichen Gaue des Bundes am 9. Mai in
Dillingen beginnende Chorleiterfortbildungskursus unter
der Leitung von Musikdirektor Beck soll möglichst von
allen Chorleitern des Warndts beschickt werden. Gauchor—
meister Bechtel. Lauterbach, machte vraktische Vorschläge

*

Häaunuger

heraus!

„Sänger heraus“ ist das Kennwort des künstlerisch erst—
klassig entworfenen Werbeplakates für das 2. Sudeten⸗
deutsche Sängerbundessest, das in den Tagen vom 4 bis
3. Juli d. J. in Eger stattfindet.
Der Sudetendeutsche Sängerbund, Kreis XXIII des
Ddeutschen Sängerbundes, ruft seine Sänger und Sanges—
freunde zur Teilnahme an diesem Feste auf. Trotz der so—
genannten Friedensverträge von Versailles und St. Ger—
nain, haben sich die vom deutschen Mutterlande abge—
trennten Deutschen der Tschechossowakei im Jahre 1921
zu einem mächtigen Bunde zusammengeschlossen, um unser
ostbarstes Kleinod, das „deuütsche Lied“, zu pflegen. Heiß
umstrittener Boden ist es, wo wir das deutsche Lvied er—
klingen lassen, Haxt ist unser Kampf um Schule, Scholle
und Arbeitsplatz. Planmäßig will man das Sudetenland,
das deutsche, durch unsere Urahnen erschlossene Siedlungs—
gebiet, vertschechisseren. Da sind es neben den Turnern
die deutschen Sänger, die Wacht halten im Osten, um
deutschen Grund und Boden zu erhalten, um durch das
deutsche Lied, das unsere Mutter sang, einzuwirken auf
ung und alt, um frisch zu beleben den deutschen Geist
in Wort und Tat! Wenn im Vorjahre in der uralten,
deutschen Stadt Eger ein x tfchechische Turner)
unter dem Schutze des sschechischen Militärs stattfand, der
insofern ein klägliches Fiasko erlitt, als die deutsche Be—
völkerung Egers ohne Unterschied der Parteizugehörigkeit
die Stadt verließ und die Fenster mit Tüchern verhing,
so daß die einziehenden Tschechen eine leblose Stadt vor⸗
fanden, so foll das Sangerfest der Sudeten
deutischen in Eder den“ Beweis orhrinden. daß wir

deutsche im Auslande ein deutsches Mutterland besitzen.
Aus diesem Grunde ergeht an euch liebe Sangesbrüder
uind -Schwestern im Reichsdeutschland der Ruf: Stärkt
uere deutschen Brüder, die auf vorgeschobenen Posten
tehen, laßt sie die Hoffnung nicht verlieren, daß hinter
hnen ein 70-Millionenvolk steht! „Auf nach Eger!“, das
oll die Losung eines jeden deutschen Sängers sein, dem
»s Mittel und Zeit gestatten, an dem Sängerfeste der
Zudetendeutschen in den Tagen vom 4. - 6. Juli d. J. in
ẽger teilzunehmen. Noch ist es Zeit, sich zu rüsten.
zämmle und spare, benütze deutsche Sangesschwester, deut—
cher Sangesbruder, deinen Urlaub, deine Ferien und
tärke durch deinen Besuch die Reihe der Sängerschaft!
Die Feststadt Eger, die Stadt der alten Staufen, das
udetendeutsche Rothenburg, mit seinen träumerischen Win—
eln und Gäßchen ist eine der ältesten Siedlungen Böhmens,
nit einer reichen geschichtlichen Vergangenheit. Geschicht—
iche und freundschaftliche Bande verknüpfen die Feststadt
ẽger mit den baherischen Städten Waldsassen, Tirschen—
ꝛeuth, Selb, Hof, Marktredwitz, Wunsiedl, Nürnberg und
stegensburg. Baudenkmäler verschiedener Art sind Zeugen
iner großen Vergangenheit. Das Stadthaus, der Ort
»er Ermordung Wallensteins, die alte Kaiserburg, der
dolandsbrunnen usw. sind Zeugen großer geschichtlicher
Freignisse. Kaiser Barbarossa, Rudolf von Habsburg und
ziele andere Fürstengeschlechter weilten zur Zeit der
steichsstage in Eger. Deutsche Dichter und Denker, darunter
zchiller und Goethe, weilten in den Mauern der Fest—
fahßht 2u Studienzwecken für ihre Werfke Korndeutsch war
            
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